Konzert vom 04.04.1998 in Münster

Konzert vom 27.03.2007 in Düsseldorf

Konzert vom 05.07.2008 in Köln

Konzert vom 23.03.2012 in Düsseldorf

Konzert vom 17.03.2017 in Essen

Konzert vom 25.03.2019 in Düsseldorf

Ihr habt die Wahl ;-)

  Loreena McKennitt, 04.04.1998, Münsterlandhalle, Münster 

Sie war jede Mark wert. Das schonmal vorab. Eigentlich fand ich den Kartenpreis von DM 58,- bis DM 78,- doch 'etwas' übertrieben, aber nachträglich bin ich froh, mich dazu durchgerungen zu haben! Am 4.4. machte ich mich auf den Weg von Dortmund nach Münster, um Loreena in der Münsterlandhalle zu lauschen. Die Halle ist irgendwie ausgesprochen häßlich, aber die Akustik war klasse und nachdem das Licht ausgegangen war, war es eh egal, wie die Halle aussah ;-) Das Publikum war sehr gemischt, reichte von älteren Herrschaften, gekleidet wie für den Besuch einer Oper, über Gothics, Ökos, einen echten 'Kelten' im Kilt mit Käppi, Leuten, die aussahen, als seien sie Kelly-Family-Anhänger, über ganz normale Leute bis hin zu kleinen und noch kleineren Kindern (das jüngste, das ich gesehen habe, war sicherlich noch kein Jahr alt und es hat bei den Liedern von Loreena herrlich geschlafen ;-))) ). Wirklich sehr interessant. Das letzte Mal hab ich ähnliches bei Dead Can Dance in Köln erlebt, damals allerdings noch etwas krasser und noch mehr in Richtung Gothic ;-) Die Halle selbst war bestuhlt. Am Eingang wurden zunächst mal Programme verteilt, in denen die Lieder und auch die Namen der Musiker angegeben waren, was ich sehr gut fand - ich hatte nämlich mal wieder meinen Block vergessen ;-) Das Konzert begann nach Gongschlag pünktlich um 20:00 h. Der Vorhang der Bühne war gestaltet wie das Cover der Book of Secrets CD, vor den 'Eingang' im Vorhang war auf der Bühne noch ein etwas kleinerer Bogen aus Stahl aufgebaut, an dem oben eine alte Glaslampe mit Kerzen hing (selbige waren allerdings elektrisch, sie flackerten einfach zu gleichmäßig ;-) ). Das Tor im Vorhang selbst wurde die ganze Zeit von hinten angestrahlt, sah echt toll aus. Generell war die Beleuchtung sehr schön gemacht, meist waren die Musiker in blaues Licht getaucht, diejenigen, die gerade besonders aktiv waren, wurden angestrahlt - also nicht nur 'Spot on Loreena'! Auch sie saß durchaus mal im Dunkeln, wenn z. B. die Cellistin sang oder es ein instrumentales Duell zwischen E-Gitarre und Geige gab. Generell waren die 8 Musiker Nigel Eaton, Drehleiher, Brian Hughes, Gitarre, Mandoline und Oud, Caroline Lavelle, Cello, Rick Lazar, Percussion, Hugh Marsh, Geige, Rob Piltch, akustische und elektrische Gitarre, Donald Quan, Keyboards und Danny Thompson, Bass, sehr beeindruckend und absolut genial. Ich habe festgestellt, daß sie auf der Platte doch ein wenig untergehen und daß sie sich live doch erheblich mehr ausleben können. Besonders beeindruckt haben mich an diesem Abend der Violinist Hugh Marsh, die Cellistin Caroline Lavelle und auch der Gitarrist Brian Hughes. Von Loreena, die neben dem absolut tollen Gesang auch noch Klavier, Harfe, Zither und Akkordeon spielte, mal ganz abgesehen! Im ersten Set war sie mit einem roten Samtkleid und einem darüberhängenden braunen Samtmantel bekleidet (na ja, über Geschmack läßt sich ja nicht streiten ;-) Hat irgendjemand mal Qntal oder Estampie gesehen?? Die Kleider von Sigrid Hausen aka Syrah sind um vieles hübscher ;-))) ). Sie spielten zunächst die Lieder des Book of Secrets und zwar in gleicher Reihenfolge wie auf der CD, weil es sich, wie Loreena sagte, um eine Reise handeln würde, deren Reihenfolge man nicht abändern könne. Auch zwischen den Liedern hat sie immer wieder erzählt, wie sie denn auf die Texte gekommen ist, ähnlich, wie sie es auch in ihrem Booklet macht. Kurz zusammengefaßt - und zwar auf deutsch und auf englisch - waren diese Anmerkungen auch in dem anfangs verteilten Programmheft, was ich sehr gut fand. Es begann also mit Prologue - Loreena wirkte noch etwas unsicher, das Lied war auch ein wenig schneller als auf der Platte, aber das gab sich im Laufe des Songs - danach folgten the Mummers' Dance, Skellig, Marco Polo, The Highwayman, La Serenissima (absolut genial!), Night ride across the caucasus und Dante's Prayer. Nach gut einer Stunde war dann Pause und nach etwa einer halben Stunde ging's weiter mit Bushes & Briars/Searching for Lambs gesungen von Caroline Lavelle und Loreena McKennitt in Duett. Loreena hatte sich umgezogen, ein schwarzes Kleid (oder besser ein weiter Rock mit Mantel), eine weiße Bluse, abgesetzt mit pink (nun ja ;-) ). Die Bühne war ebenfalls verändert: das Tor zum Book of Secrets war aufgetan (im Vorhang) und dahinter befand sich eine Art Kreis, so ähnlich wie die Rosettenfenster in Kirchen, ebenfalls wieder von hinten angestrahlt. Loreena stellte ihre Musiker vor, die alle rasenden Applaus erhielten. Sich selbst hat sie nicht vorgestellt, das übernahm dann jemand aus dem Publikum: and on the harp: Loreena ;-) Weiter ging es dann - zumindest laut Programmheft - mit The Mystic's Dream, Santiago, Bonny Portmore, Between the Shadows, the Lady of Shalott, The Bonny Swans - absolut tolle version: 'Duell' zwischen der E-gitarre von Brian Hughes und der Geige von Hugh Marsh. Generell gab es auch während der Lieder nach einer besonders tollen Leistung eines einzelnen Musikers immer wieder Applaus. Danach kam noch The Old ways und das war's zumindest regulär. Es gab noch zwei Zugaben, die erste weiß ich leider nicht mehr, die zweite war wieder der Prologue vom Beginn. Damit schloß sich der Kreis und das Konzert endete etwa gegen 22:00 h. Echt beeindruckend, wie toll diese Frau singen kann und was für eine Ausstrahlung sie hat. Wie gesagt, es hat sich wirklich jede Mark gelohnt!!!

(c) bat, 1998


  Loreena McKennitt, 27.03.2007, Philipshalle, Düsseldorf 

Loreena McKennitt war endlich mal wieder auf Tour – mein letztes Konzert mit ihr war 1998!! - und hat endlich Ende letzten Jahres eine neue CD rausgebracht, die beim Anhören irgendwie sooo neu gar nicht war. Das ein oder andere Lied erinnerte schon sehr stark an etwas, was man vorher auf der Mask and Mirror oder auf der Book of Secrets irgendwie schon mal gehört hatte.. schön ist es aber trotzdem. Loreena jedenfalls war angekündigt mit hochkarätigen Musikern für entsprechend hochkarätiges Geld in der Düsseldorfer Philpshalle. Wir hatten super Plätze fast direkt vor der Bühne, der Sound war trotz Philpshalle ok, das Flair ließ etwas zu wünschen übrig, aber wenn man auf die wie das Plattencover dekorierte Bühne geschaut hat, war's nach einer Weile und im Dunkeln dann egal. Etwas blöd war nur, dass es für die vielen Leute, die sie sehen und hören wollten, leider nicht annähernd genügend Parkplätze gab und meine arme Begleitung deshalb 2 Songs verpasst hat, weil er schon fast in der Nachbarstadt in einem Parkhaus unterkommen musste.. und angefangen haben sie natürlich trotzdem pünktlich um 20.00 h, was ich schon ein bisschen unverschämt fand für die viele Kohle, die für das Konzert verlangt wurde. Dazu kann Loreena nichts, aber bitte, bitte, nieeee wieder Philipshalle, wenn es denn hoffentllich bald zur nächsten Tour kommt!

So, jetzt aber zum Konzert. Wunderschön war's. Die Bühne aufgebaut wie das Cover der neuen CD "An Ancient Muse" mit Torbogen und orientalischen Lampen (scheint Masche zu sein, hab grade mal den Konzertbericht aus 1998 gelesen... ;-)) und viel Lichtspielerei in blau oder grün und violett. Auf der Bühne ein Flügel, ab und an für Loreena eine Harfe, gebracht von ihrem ganz persönlichen Harfenträger. Die Musiker waren größtenteils die gleichen, die schon 1998 mit ihr auf Tour waren: Tal Bergmann, zuständig auch schon bei Billy Idol für Drums and Percussion mit einem zentralen Platz mitten im Hintergrund der Bühne, Ben Grossman mit Drehleier, Xylophon, Percussions, Brian Hughes mit diversen Gitarren, der Oud und irgendwas, das wie eine Mandoline aussah, Tim Landers mit diversen Arten von Bass, Rick Lazar mit zusätzlichen Percussions, Donald Quan mit Geige, Akkordeon, Sokratis Sinopoulos mit Lyra und Laute sowie natürlich im Vordergrund der Bühne Hugh Marsh mit seiner Geige und Caroline Lavelle mit Cello. Loreena im Mittelpunkt am Flügel, an den Keyboards oder auch an der Harfe. Sie sah eigentlich nicht verändert aus und auch der Kleidergeschmack hatte sich seit 1998 noch nicht gebessert... ein braunes Kleid mit einem Einsatz vorn mit Leopardenmuster... aber man will sie ja auch singen hören ;-))). Alle Musiker auf jeden Fall sehr sehr begabte Menschen und fast alle auch noch in der Lage, nicht nur ein, sondern gleich mehrere Instrumente zu spielen und das mit einer Virtuosität, wow. Gleiches gilt natürlich für Loreena, die neben ihren Instrumenten ja auch noch zu singen und zu erzählen hatte, wobei sie - weil sie aus ihrem Deutschunterricht nur drei ziemlich sinnlose Worte behalten hat - letzteres doch eher eingeschränkt hat. Die erste Hälfte bestand aus 9 Songs, dann gab es eine Pause und dann gab es noch einmal 7 Songs und 2 Zugaben. Alles wunder-, wunderschön, wobei mir die zweite Hälfte noch besser gefallen hat als die erste. Die Songs im Begleitheft sind dabei aber irgendwie nicht oder nur zum Teil gespielt worden, wie dort schon steht: „subject to change“ eben. Ich lasse mich gerne korrigieren, habe mir im Nachgang zusammengereimt, was sie gespielt haben, vielleicht hab ich mir das ein oder andere nachträglich auch eingebildet, merken konnte ich es mir nicht auf der Stelle, war so hin und weg... ;-). Unabhängig von der Reihenfolge meine ich gehört zu haben: The bonny swans, the gates of Istambul, The Highwayman, The lady of Shalott, Penelope's song, Between the shadows, Tango to Evora, Marco Polo und vielleicht auch The English Ladye and the Knight, außerdem All souls night, the Mummer's Dance, Beneath a Phrygian sky, Caravanserei, Santiago, Dante's prayer, The dark night of the soul, The old ways, Never-ending road. Auf jeden Fall alles sehr schöne Lieder mit einer schönen Mischung und die Musiker und Loreena hatten auf der Bühne eindeutig Spaß, den sie auch rübergebracht haben. Das Bühnenlicht hat die jeweiligen Lieder wirkungsvoll untermalt, hat diejenigen, die grade im Vordergrund waren, in den Vordergrund geleuchtet und das war bei Weitem nicht immer Loreena. Doch, hat mir sehr, sehr gut gefallen, hat sich wirklich gelohnt. Mindestens genauso schön, wie beim ersten Mal und sogar unverhofft Leute hab ich wiedergefunden (Schöne Grüße an Ute und Markus). Bis zum nächsten Konzert, ich hoffe, es dauert nicht wieder so lange wie dieses Mal und findet in einer anderen Halle statt!

(c) bat, 04/2007


  Loreena McKennitt, 05.07.2008, Tanzbrunnen, Köln 

Nachdem sie jahrelang gar nicht auf Tour war, hatten wir jetzt schon nach nur etwas über einem Jahr wieder das Vergnügen mit Ms McKennitt. Diesmal open air im Kölner Tanzbrunnen. Recht großes Gelände mit Sonnen"pilzen" und sogar Stehtischen ;-). Was sehr eigenartig war, waren die Sitzplätze vor der Bühne, denn die wurden, als ich die Karte gekauft habe, definitiv nicht angeboten ;-(. So hatten wir also Stehplätze, was man machen kann, aber nicht unbedingt muss, nur waren diese Stehplätze dann auch noch recht weit von der Bühne entfernt, eben auf Grund der plötzlich doch vorhandenen Sitzplätze. Sehr seltsam. Nun ja, es ging jedenfalls pünktlich um 19:30 h los, mit insgesamt 10 Musikern, Loreena inklusive und noch mehr Instrumenten, denn nur ein Instrument spielen ist ja langweilig, das weiss ich spätestens seit Estampie ;-). Die Musiker an sich waren bis auf wenige Ausnahmen identisch mit denen, die sie schon seit längerem begleiten, sofort aufgefallen ist mir eine der Ausnahmen: der Geiger war ein anderer. Hier die Namen im einzelnen: Clive Deamer: Drums, Simon Edwards: Bass und Marimbula, Ben Grossman: Drehleier und Percussion, Brian Hughes: Gitarren (akustisch, E-), Oud, celtic bouzouki, Zoltan Lantos: Geige (aha!), Caroline Lavelle: Cello, Rick Lazar: Percussion, Stratis Psaradellis: Lyra, Laute, Donald Quan: Viola, Keyboards, Tabla, Akkordeon und natürlich Loreena McKennitt: Gesang, Piano, Akkordeon und Harfe. Diesmal war das Kleid schwarz, ganz hübsch und wehte schön im Wind - also auch hier nix zu meckern ;-).

Die Bühne war einfach nur farbig beleuchtet, kein Schnickschnack wie in Düsseldorf. Ist open air vermutlich zu riskant, man weiss ja nie, was das Wetter so mit einem macht.. wir hatten einigermaßen Glück (waren außerdem auch unter einem "Sonnenpilz"), aber gegen Ende der Zugabe hat es tatsächlich angefangen zu regnen, als wollte es sagen: es reicht. Fand ich nicht, aber Loreena hat sich scheinbar davon beeinflussen lassen. Das Konzert war großartig, der Sound um Längen besser als in Düsseldorf , glasklar. Die Lieder schienen mir nicht ganz so sehr als der neuen CD zu bestehen, die ja so neu auch wieder nicht mehr ist. Loreena erzählte auch ein wenig von ihrer Reise auf den Spuren der Kelten und dass sie dieses Konzert doch eher dem westlichen Teil der Welt widmen wolle, in der die Kelten gesiedelt haben und nicht so sehr dem östlichen, dem sie auf ihrer letzten CD nachgespürt hat. Sie war auch sehr zufrieden damit, dass es so schön hell war, denn dann endlich würde auch sie mal ihr Publikum sehen und nicht immer nur umgekehrt. Sie verbreitete wie auch in Düsseldorf wieder ausgesprochen gute Laune und erzählte dieses Mal auch ein bisschen mehr als sonst.

Nach 7 Songs gab es eine 20-minütige Pause, danach ging es mit Zugaben nochmal 8 Songs weiter, so dass sie um kurz vor 22:00 h zum Ende kamen, passend zum Regen. Etwas unter 2 Stunden ist schon ok, obwohl es noch ewig hätte weiter gehen können. Die Liederauswahl war wirklich wunderschön, alles was ich unbedingt hören wollte,war dabei. Allerdings bin ich jetzt im Nachgang nicht mehr gar so sicher, was sie denn alles gespielt haben. Ich weiss, es waren 15 songs, aber ich komme auf 20, wenn ich versuche mich zu erinnern.. ;-).

Sicher gehört habe ich Marco Polo, The Highwayman (super-intensiv!), Dante's Prayer, The Gates of Istanbul, Caravanserei, Mystic's dream,. Bonny Swans, Santiago, Bonny portmore, The Lady of Shalott, The old ways und Never-ending road. Ziemlich sicher bin ich mir bei The Mummer's Dance, Beneath a Phrygian Sky und All souls night. Genauso könnte es aber auch sein, dass sie stattdessen (?) Skellig, the two trees, Penelope's song, Marakesh night market oder Kecharitomene (mit Vorstellung der einzelnen Musiker) gespielt haben. Wer's genauer weiss, möge sich bitte melden.

Wieder war's schön, alte Bekannte zu treffen und im Nachgang von alten Bekannten zu lesen, die wohl das Glück hatten, Sitzplätze erwischt zu haben...unglaublich! ;-).

Ich hoffe, wir haben bald wieder Gelegenheit - vielleicht zu einer Winter-Tour nach der neuen CD im November?

(c) bat 07/08


  Loreena McKennitt, 23.03.2012, Philipshalle, Düsseldorf

Loreena McKennitt war mal wieder in der Philipshalle (die jetzt anders heißt, kann sich aber eh keiner merken), das Parken war wieder eine Katastrophe, ich werde diesen Bericht wieder und wieder lesen, damit ich ganz, ganz bestimmt nieeeee wieder mit dem Auto dorthin fahre... ;-) Mal sehen, wie lange der gute Vorsatz hält.

Loreena startete um 20:00 h damit, dass sie zunächst mal nicht auf der Bühne war, sondern ihre 8 Musiker machen ließ. Ein langes Intro, bei dem jeder der 8 zeigen konnte, was er kann (Geige: Hugh Marsh, Cello: Caroline Lavelle, Bass, Gitarre, Acoustic Gitarre, Percussion, Tambour und Drehleiher und Flöte bzw. Dudelsack - bei den anderen Namen muss ich leider passen). Sehr schick. Die Bühne wieder wie schon bei der letzten Tour mit diesen orientalischen Lampen und auch der Hintergrund bei einigen Liedern wieder dunkel mit Sternen, sehr sehr schön.

Der erste song war Bonnie Portmore, sehr schön, nur Loreena an der Harfe, angestrahlt mit weißen Lichtstrahlen, tolle Stimmung, nur leider verdorben durch das anfängliche Geknistere in den Boxen, das sich zum Glück etwas legte. Danach eines, das zum Abend passte - celtic footprints - mich aber dennoch echt überrascht hat, weil ich es bislang nur von Rev Hammer und Red Sky Coven kenne: Star of the county down. Danach ein Epos, wie sie erzählte, das typisch sei für die Kelten.. naja, die Story scheint mir eher neueren Ursprungs zu sein: The Highwayman mit Loreena, die zuvor bereits Harfe und Akkordeon gespielt hatte, am Klavier.

Danach erzählte sie ein wenig von Irland und der großen Hungersnot im 19. Jahrhundert, das so viele Leben gefordert hat, aber auch dafür gesorgt hat, dass sehr viele Familien von Irland nach Amerika oder Kanada oder Australien ausgewandert sind: The emigration tunes. Leider war - wie schon die ganze Zeit, insbesondere im ersten Stück - der Ton gegen uns. Es knarzte und knirschte aus den Lautsprechern und scheinbar auch aus den In-Ear-Hörern der Musiker, was nicht so wirklich gut ging. Man versuchte, das Ganze irgendwie zwischendrin zu lösen, Loreena sandte auch ihren Gitarristen aus, irgendwie hilfreich zu sein, war aber nicht so richtig erfolgreich, so dass sie nach den emigration tunes erstmal eine Pause machten, um den Kollegen die Chance zu geben, die Technik irgendwie zu richten. Sie betätigte sich als Stand-up-Comedian und erzählte von ihrer Harfe und von ihrem Honda Civic, der für Harfen nicht ganz so geeignet war, von ihren ersten Auftritten auf den Straßen von London und Paris - diesmal insbesondere London, alles sehr nett und amüsant, fast konnte man den Gremlins, die die Technik durcheinander gebracht haben, ein wenig dankbar sein. Allerdings auch nur fast, wenn man überlegt, dass das Ganze 80 Euro gekostet hat, darf so was nicht passieren, egal wie unterhaltsam sie erzählen kann... aber naja, so richtig geärgert hat's mich auch nicht ;-).

Ok, sie beschlossen zunächst mal ohne die In-Ohr-Hörer weiter zu machen und akustisch zu spielen und zwar wieder ein Traditional (dessen Namen ich wusste, aber jetzt doch nochmal suchen muss, irgendwas mit diddleydey...), war ganz nett. Loreena erzählte dann etwas von Yeats, den sie als Dichter scheinbar sehr schätzt, da sie einige seiner Gedichte vertont hat. Er sei unsterblich verliebt gewesen in eine Frau, deren Herz er aber nie gewinnen konnte - wer weiß, vielleicht ist das ja wichtig für gute Gedichte? Song: Down by the Sally gardens. Danach eines meiner Lieblingsstücke: The bonny swans. Und: Pause um 21:10 h und Zeit, die Gremlins zu vertreiben. Was auch funktioniert hat, in der zweiten Hälfte, die um 21:35 h startete, war nichts mehr zu hören, was nicht in die Songs gehörte. Ein Hoch auf die armen Techniker, die während der Pause zaubern mussten - sowas wünscht man niemandem.

Weiter mit The wind that shakes the barley (auch hier muss ich immer an Dead Can Dance denken, nur wegen des Titels ;)). War ok, aber nicht sooo toll. Danach Raglan Road und - juhu! - all souls night, gefolgt von Santiago (wieder mit Akkordeon). Danach wieder Yeats: The stolen child, sehr nett. Im Anschluss drei ebenfalls sehr geniale Songs: The lady of shalott, The mummer's dance und Penelope's song - vielleicht sollte ich letzteres mal Matthew de Zoete ans Herz legen, der bekennender Odysseus-Fan ist und die Dinge vielleicht mal aus der weiblichen Sicht betrachten möchte ;-) - siehe Konzertbericht auf der Haupt-Konzertseite.

Danach gab's dann leider nur noch Zugaben: Never ending road und das sehr geniale the parting glass, das ich gar nicht kannte, sowie zur Abrundung, als Rahmen sozusagen, nochmal was Instrumentales, ich glaube von der Visit. Sehr sehr schön, trotz der Gremlins. Auch sehr geniale Musiker, allen voran der E-Gitarrist sowie natürlich die bereits bekannte Caroline Lavelle am Cello (deren Gesang, sehr viel tiefer als der von Loreena, mir ebenfalls gut gefallen hat) und Hugh Marsh an der Geige. Besonders gut hat mir der Song gefallen, wo sich E-Gitarre und Geige immer abwechselnd fast in einen Rausch gespielt haben, wow.

Alles in allem war's schon sein Geld wert, aber diese Halle muss echt nicht sein.... gerne wieder und ich überlege, ob das "gerne wieder" vielleicht schon diesen Sommer sein kann.. ;-). Mal sehen.

(c) bat, 03/2012

Loreena McKennitt, Brian Hughes und Caroline Lavelle, Essen, Colosseum, 17.03.2017

Loreena war endlich mal wieder auf Tour und dieses Mal sogar "um die Ecke" in Essen und sie hat mit dem Colosseum eine deutlich schönere Location als die Philipshalle ausgewählt. Start sehr pünktlich um 20:00 h, ohne Vorband, es ging direkt los. Auf der Bühne neben den diversen Instrumenten und dem Flügel 4 Kerzenleuchter mit jeweils 7 im Dreieck angeordneten Kerzen (leider natürlich elektrisch), buntes Licht, sehr, sehr schön. Brian (diverse Gitarren), Caroline (Cello, Geige, Flöte, Gesang) und Loreena (Gesang, Harfe, Piano) starteten mit Samain night, gefolgt von all souls night. Loreena erzählte uns dann ausführlich über ihre Reisen auf den Spuren der Kelten und dass sie ihre Musik von diesen Reisen hat beeinflussen lassen, viel gesehen hat sie und natürlich auf diesen Reisen auch viel erlebt. Das eine oder andere hat sie uns noch berichtet im Verlauf des Abends. Das nächste Lied war ein Traditional, Annachi Gordon. Sie erzählte wieder eine Geschichte ich glaube sie war aus Irland, wo sie ein sagen wir interessantes Erlebnis mit einem Busfahrer hatte, der sie als Touri auf Basis einer doch eher unpräzise gestellten Frage nach einer Bank beinahe quer durch die Stadt gejagt hätte, obwohl die Bank schon Jahre lang geschlossen war und der auch danach nicht aufhörte, sie ein kleines bisschen an der Nase herum zu führen. Weiter mit einem instrumentalen Stück: Between the shadows. Danach dann das wunderschöne Bonny Portmore. Irgendwie hörte sich die Technik auf der linken Bühnenseite dann ein bisschen seltsam an - der Leprechaun war wohl unterwegs, schließlich war St. Patrick's Day ;-). Brian ging los die Technik retten und Loreena sah sich unversehens schon wieder in der Rolle, uns mit Geschichten zu unterhalten, bis es denn dann endlich weitergehen konnte. Das mit der Technik hatten wir beim letzten Konzert auch und das war immerhin 2012! Und eine andere Halle! Sehr seltsam. Vielleicht reisen auf ihren Touren wirklich irgendwelche Kobolde mit. Die Story, die sie erzählte war jedenfalls lustig (wobei ich mir nicht ganz sicher bin, ob sie an dieser Stelle erzählt wurde oder an anderer und hier ein anderer Lückenfüller berichtet wurde): irgendwo an einem Flughafen wo auch immer fand sie einen Mann, der einen Totenkopf verkaufte und behauptete, dies sei der Kopf eines der Anführer der Osteraufstände von 1916 (John MacBride? Ich weiß es nicht mehr, ich glaub, es war jemand anders, falls ihr es wisst, meldet euch gerne!). Sie hatte irgendwie den Verdacht, dass es ein Fake war, kaufte ihn aber trotzdem und hatte in den nächsten Jahren viel Spaß mit dieser "Deko" auf Dinnerparties. Das nächste Mal, einige Jahre später, am gleichen Flughafen stand da wieder dieser Typ und verkaufte wieder einen Totenkopf - vom gleichen Anführer. Loreena sprach ihn an: kann nicht, sein, den Kopf hab ich schon gekauft. "Ups", sagte der tüchtige Verkäufer, "meiner hier ist der von John McBride als Kind..." ;-)

Das nächste war dann eine Art Collage aus mehreren Stücken, Liedern und Spoken word, die die Geschichte Irlands erzählten, von Hungersnot, Einwanderung nach Kanada, der Insel (Grosse Ile), auf der die Einreisewilligen begutachtet und evtl. wieder weggeschickt wurden - alles irgendwie ein bisschen so wie heute und doch schon lange her, nur haben die Kanadier damals irgendwie anders reagiert (und reagieren auch heute anders) und erkannt, dass die Leute, die all diese Gefahren auf sich genommen haben, das nicht aus Jux und Dollerei gemacht haben, sondern weil sie keine andere Wahl hatten. Erinnert mich an den Song von New Model Army, den ich vermutlich morgen und/oder übermorgen hören werde: "Die Trying". Die Story, die sie mit dieser Sammlung erzählte, bezog sich auf zwei eher düstere Kapitel in der irischen Vergangenheit, zum einen die Osteraufstände1916 - 1921 (sunday, bloody sunday) und zum anderen die große Hungersnot, ausgelöst durch die Kartoffelfäule um ca. 1845 als viele Iren Richtung Kanada aufgebrochen sind, weil sie keine andere Möglichkeit mehr gesehen haben. Genannt haben sie es "Tears of Grosse Ile", nach der Insel vor Quebec, die wie Ellis Island in America als Quarantänestation vor der eigentlichen Einreise stand. Es startete mit einem Geiger, der Teil ihrer Crew war, Earl Fisher, und dem instrumentalen Stück Morrison's Jig. Weiter dann mit The wind that shakes the barley und Down by the Sally Gardens. Dann wieder was Instrumentales: the Emigration tunes (Caroline im Stress, sie musste zwischen Cello und Geige und Akkordeon wechseln, Wahnsinn!), zum Schluss vor der Pause noch ein instrumentales Stück: the lark in the clean air. Sehr eindrucksvoll erzählt, dazwischen hat sie Stücke vorgelesen, ein Tagebuchauszug von einem der Mitarbeiter des Canadian Immigration Service, der aus der Quarantänestation auf Grosse Isle berichtete, Auszüge aus ihrem eigenen Tagebuch, Gedichte von Yeats (er war's glaub ich). Sehr schön. Pause um 21:07 h bis 21:30 h.

Weiter dann mit In a bright May morning. Dann erzählte sie uns von ihrer Kindheit (spielen in Wald und Wiese) und dass sie es irgendwie befremdlich und auch gesundheitsbedrohend findet, wie Kinder heutzutage aufwachsen, eher isoliert, nur mit online beschäftigt und nicht mehr mit Gleichaltrigen unterwegs... hmm. Sie hat dazu auch irgendein Buch von irgendeinem Psychologen erwähnt, der das auch so sieht, hab ich mir ehrlicherweise nicht gemerkt, ich fand diesen Teil der Ansprache ein bisschen seltsam. Dann lieber Keltengeschichten oder welche von Busfahrern in Dublin :-). Das dazu passende Lied Stolen Child (schon wieder Yeats) war dennoch sehr schön. Zur Bestätigung ihrer Theorie und dass ihrer Ansicht auch andere auf die Idee kommen, wieder zurückzukehren in eine mehr analoge Welt führte sie dann an, dass es wieder Vinyl gäbe und die Verkaufszahlen auch steigen würden. Auch sie ist natürlich eingestiegen in den Trend und hatte die eine oder andere Platte auch in nicht-digital dabei. Ob das jetzt unbedingt was damit zu tun hat, dass man als Kind lieber draußen im Wald spielen soll, man weiß es nicht. Hab ich übrigens erwähnt, dass man ihre Harfe während der Pause extra von der Bühne getragen und dann wieder neu aufgestellt hat? Hab mich gefragt, wozu das gut sein sollte, vielleicht, weil sie sich sonst verstellt? Geklaut hätte sie bestimmt niemand, so richtig handlich war sie nicht - obwohl sie wohl extra dafür ausgesucht worden ist, dass sie "damals" zu Loreenas Anfängen als Straßenmusikantin in ihr Auto passen musste. Es schloss sich eine Geschichte an, die ich irgendwie früher schon mal gehört habe: sie wollte mit Freunden in London in Covent Garden auftreten, hat - ohne zu wissen, dass sie dafür eine Genehmigung benötigt - vor Covent Garden in einer der umliegenden Straßen ihr Zeugs aufgebaut und angefangen zu spielen. Oder wollte anfangen zu spielen als ihr ein Polizist erklärt hat, dass das ohne die schon erwähnte Erlaubnis nicht geht. Sie sagte "na gut", er zog ab. Sie überlegte es sich anders und baute auf, fing an zu spielen, die Leute hin und weg. Der Polizist kam näher, oh je, alles hatte Angst, dass man sie jetzt verhaften würde. Just in diesem Moment stand etwas weiter hinter Loreena aber jemand, der der Meinung war, seine Kleider komplett ablegen zu müssen - und eine der Zuschauerinnen zeigte dies dem Polizisten und bat ihn: "Oh bitte, kümmern Sie sich doch erst um den da". Und der brave Polizist tat wie geheißen - guter Musikgeschmack ;-).

Weiter mit Penelope's Song, wunderschön. An dieser Stelle wurden dann die beiden super Musiker vorgestellt, mit denen Loreena auf Tour ist, ganz großes Kino. Caroline hat mir auch gut gefallen als zweite Stimme bei dem einen oder anderen Song und Brian - bei einem der Lieder hat er eine akustische Gitarre auf einem Ständer aufgebaut gehabt und hat abwechselnd erst seine E-Gitarre in seiner Hand und dann die akustische auf dem Ständer gespielt, Wahnsinn! War übrigens direkt beim folgenden Song: The Bonny Swans. Weiter dann mit The Lady of Shalott und The old Ways - wo wieder die Geige von Earl Fisher zum Einsatz kam. Hat mir wirklich gut gefallen. Den Abschluss des Hauptsets Teil 2 machte Dante's Prayer. Schluss um 22:27 h. Sie kamen aber nochmal für Zugaben und spielten - nochmal mit Geige - Mummer's Dance und mit Caroline als gesangliche Verstärkung Full Circle. Sehr sehr großartig, zuende leider dann wirklich um 22:36 h. Schon teuer aber auch jeden Euro wert. Wie immer war ich sehr beeindruckt von dem, was die Herrschaften um Loreena, sie natürlich eingeschlossen, auf einer Bühne so zaubern können. Toll und gerne wieder. Hoffe, dass es nicht so lange dauert, bis sie sich das nächste Mal zu uns verirrt.

(c) bat 04/17


Loreena's Harfe

Loreena McKennitt, 25.03.2019, MEH, Düsseldorf

Loreena war wieder auf Tour, leider nicht mehr im beschaulichen Colosseum in Essen sondern wieder in Düsseldorf in der MEH, aber trotzdem natürlich schön. Ich saß recht nah dran an der Bühne, wenn auch etwas nach rechts versetzt, war von Sicht und Akustik her aber durchaus ok.

Loreena war wieder mit den schon liebgewonnenen Hugh Marsh (Geige), Caroline Lavelle (Cello, Flöte, Background-Gesang) und Brian Hughes (Gitarre) unterwegs, zusätzlich Robert Bryan an den Drums und Dudley Philips am Bass (normaler E-Bass, aber auch großer Konzertbass). Wirklich ganz großartige Musiker. Das Bühnenbild wieder so gestaltet wie in Essen mit 5 (Elektro-)Kerzenleuchtern und sehr schöner, meist zweifarbiger Beleuchtung. Caroline dieses Mal in einem hellen Sommerkleid (und wieder ohne Schuhe), Loreena in einem eher unförmigen schwarzen Samtkleid.

Start um Punkt 20:00 h mit Bonny Portmore, gefolgt vom wunderschönen All souls night. Die Tour hieß lost souls, nach ihrem letzten Live-Album. Allerdings hat sie in die Setlist diejenigen Lieder gepackt, die sie eigentlich meistens mit auf Tour hat, nichts gar so Ungewöhnliches dabei, im Gegenteil waren glaub ich alle Lieder dabei, auf die ich mich bei ihr live immer so freue – wie z.B. die ersten beiden oder auch Lady of Shalott. Vielleicht hat mir der Highwayman ein bisschen gefehlt, ist mir allerdings auch erst auf dem Nachhauseweg eingefallen, war also wohl nicht so richtig schlimm ;-).

Nach den ersten zwei Songs hat sie ein bisschen was erzählt, dass sie sich freut, wieder auf Tour zu sein, dass sie sich allerdings erkältet habe, zum Glück aber schon wieder auf dem Wege der Besserung sei – beim Sprechen hat man es ihr tatsächlich noch angehört – und das Konzert selber war im Vergleich zu anderen Setlists tatsächlich auch etwa 3 Songs kürzer. Schade.

Weiter dann mit a hundred wishes, tatsächlich von der Lost souls aus 2018, gefolgt von einem weiteren aus dieser Sammlung: Ages past, ages hence. Zwischendrin hat sie auch von der Lost souls erzählt, dass es Lieder sind, die sie irgendwann mal geschrieben oder deren Text sie vertont hat, die aber nicht so recht zu den jeweiligen Themenschwerpunkten ihrer Alben passen wollten – und die sie deshalb auf einem eigenen Album – live eingespielt – zusammengestellt haben, weil sie doch zu schade waren, sie nicht zu spielen und zu veröffentlichen. Auch von ihren Reisen auf der Suche nach den Kelten hat sie kurz berichtet und dass ihre Alben ein bisschen auch so etwas wie Reisetagebücher sind, sich mit verschiedenen Kulturen beschäftigen, aber eben immer mit dem Zusammenhang, dass dort halt auch mal die Kelten vorbeigekommen sind. Sogar in China war sie in einem Museum, wo es Spuren von Kelten gab (hunderte gut erhaltene Mumien in der Taklamakan-Wüste in der Provinz Xinjan in Westchina, die eindeutig als Kelten identifiziert werden konnten).

Weiter ging's mit einem Gedicht von W.B. Yeats, das sie vertont hat und das ebenfalls auf der Lost souls zu finden ist: The Ballad oft he Foxhunter. Dann das instrumentale und wunderschöne Marco Polo. Weiter mit Spanish Guitars and night Plazas (Lost souls) – Loreena mit Akkordeon beschwingt tanzend.

Dann erzählte sie vom Fortschritt und dass es ein Buch gibt von Ronald Wright (ich vermute, sie bezog sich auf "a short history of progress"), der sich u.a. auslässt die sogenannten Fortschrittsfallen (progress traps) – Dinge, die durch Fortschritt eingeführt werden, die aber eher schaden als nutzen, weil zur Zeit der Erfindung die Langzeitfolgen nicht absehbar gewesen sind. Wie sie von dort dann die Brücke schlug, weiß ich nicht mehr so recht, es endete aber irgendwie damit, dass sie Bäume liebt, keinen Fernseher benötigt (kann sein, dass sie das auch erst gegen Ende des zweiten Teils des Konzerts erzählt hat) und es bedenklich findet, dass "die Kinder nicht mehr draußen spielen" – und sie wieder ein weiteres Buch gefunden hat, bei dem davon ausgegangen wird, dass zu viel "Elektrozeugs" die Physis der Kindergehirne verändern könne – naja, das hat sie beim letzten Mal auch schon ausgeführt, da war's noch ausführlicher, hier hat sie dann netterweise ziemlich schnell den Bogen zum nächsten Lied gefunden: Two Trees, wieder Yeats. Im Anschluss wurden die Musiker vorgestellt, es gab noch as wunderschöne Bonnie Swans und eine Geige, die mit einer Gitarre redete, wirklich großes Kino was Brian und Hugh da gezaubert haben.

Danach Pause: 21:02 – 21:27 h.

Wiedereinstieg dann mit the mystic's dream und dem wunderschönen Santiago. Dann tatsächlich mal was Volkstümliches: Star oft he county Down – wobei ich es kenne mit brown hair (Rev Hammer), ihre Colleen hat aber "fair hair" – was natürlich auch gut zu ihr und zu Caroline passt ;-).

Dann hat sie wieder ein bisschen erzählt, tatsächlich auch wieder über ihre – doch eher kleine – Harfe, geschuldet dem kleinen Auto, das sie damals hatte, als sie damit herumgetoured ist und in Fußgängerzonen gespielt hat. Ich dachte schon, es käme wieder die obligatorische Geschichte von ihren Auftritten in London und dem Polizisten, diesmal war es aber eine Geschichte aus Kanada, wo sie immerhin mit diesen Auftritten das Geld für ihre erste eigene Platte gesammelt hat – und dass zwischen diesen Auftritten und betteln (im englischen busking und begging) nun ja doch ein größerer Unterschied besteht, als dem einen oder der anderen klar ist. U.a. war dies wohl auch bei einer alten Schulfreundin der Fall, die sie bestimmt 10 Jahre nicht gesehen hatte und die sie dann irgendwo in einer kanadischen Stadt beim Musizieren getroffen hat und die ganz mitleidig gefragt hat: "Oh, Loreena, so weit ist es mit Dir gekommen?!"

Weiter Manx Ayre (instrumental). Danach The Lady of Shalott, the Mummer's Dance und The Old Ways, a propos wir spielen, was wir immer spielen? :-) Sehr schön! Schluss um 22:09 h.

Zugaben: ein tolles instrumentales Stück namens Huron Beltane Fire Dance (sagt setlist.fm) und das wunderschöne Dante's Prayer.

Schluss um 22:19 h.

Es war teuer, es war kurz (und noch kürzer als anderswo auf dieser Tour), aber es war auch wunder-, wunderschön. Gerne wieder!! Und wieder ohne Fotos, da ist sie ja doch etwas allergisch.. ist heutzutage ja auch irgendwie elektrisch ;-).

Bis bald!

(c) bat 05/19