Bislang habt Ihr die Wahl zwischen Konzerten von The Mission in voller Besetzung und Schönheit:

30.11.2000

03.02.2002

17.10.2003

01.11.2011

13.05.2017

und zwischen denen, an denen nur Wayne Hussey sich die Ehre gab:

23.10.2002

08.11.2008

25.07.2010

21.10.2014

27.10.2014

03.09.2019


The Mission, Zeche, Bochum, 30.11.2000

Mission waren nicht allein gekommen, sie hatten gleich 2 Vorbands mitgebracht. Die erste hieß Curious und spielte um die 4 Songs, allesamt Cure-Cover. Die Band drauf hieß Underdog, spielte Rock/Grunge - obwohl mir der mit Wollmütze, Kapuzenshirt und Schlabberhose gekleidete Sänger erst einen Schreck einjagte (etwa _HipHop??_ ;-) ), waren sie gar nicht schlecht, irgendwas Richtung Caroline's Spine und Pearl Jam. Zu Curious kann ich übrigens leider gar nichts sagen, ich war zu spät in der hoffnungslos überfüllten, weil (über-?)ausverkauften Zeche eingetroffen.

Von Underdog habe ich zumindest noch einen Teil mitbekommen. Netterweise hat mir Ute eine der Kisten überlassen, die rechts vorn vor der Bühne, an der Treppe, rumstehen und die mir auch bei NMA schon gute Dienste geleistet hatten. So hatte ich freie Sicht auf die Bühne, war nah dran und wurde dennoch nicht vollkommen überrannt. Platz zum Tanzen (naja, wenigstens ein bißchen) war auch, also ideal. Nochmals herzlichen Dank!

Außer dem Mission-Symbol, das hinten an der Bühnenwand hing, war kein weiterer Schnickschnack aufgebaut - wie eigentlich immer in der Zeche. Ein wenig Nebel, die Jungs der Vorband als Rowdies und schon war alles bereit für Wayne Hussey und Mannen.

Los ging's um 20:35 h mit Nebel und einem Intro: O Fortuna. Start danach mit Never again (guess). Im Gegensatz zu anderen wieder auferstandenen Leadsängern hat sich Hussey gar nicht so sehr verändert: schlank, weiterhin mit Markenzeichen Sonnenbrille, nur die Haare sind ein wenig kürzer geworden, vielleicht, weil es nicht mehr so viele sind? ;-) Steht ihm aber gut. Ansonsten: schwarze Hemdbluse, knielanger schwarzer Wickelrock, dicke Strumpfhose und Doc's oder ähnliches Schuhwerk, ebenfalls schwarz. Seine Klamotten und die zweier seiner Mitstreiter wirkten fast die ganze Zeit eher dunkelrot als schwarz, auch hübsch ;-)

Soviel zum Outfit, nun wieder zu wichtigen Dingen: Weiter ging's mit Hands across the ocean, ein Hit folgte auf den anderen, die Platten wurden gut durchmischt, selbst von den neueren, bei denen ich schon aufgehört hatte, Mission zu hören, wurden einige Songs gespielt, die erstaunlicherweise sogar richtig gut waren ;-). Fast alles, was ich mir von diesem Ausflug in die 80er versprochen habe, wurde auch erfüllt. Das Publikum - älteres bis Mitte 30, aber auch Leute um die beginnenden 20 - war in jedem Fall hin und weg, beeindruckend der Chor und das Meer von Armen! Vorn ging's zwischendrin mal ganz schön zur Sache, so daß ich zugegebenermaßen froh über meinen leicht erhöhten Logenplatz war...

Dann irgendwann gab's auch den ersten Kommentar von Wayne 'Can you hear me? Well I can't hear you, but I don't care, I'll have a drink!" Womit er die Rotweinflasche ansetzte... Naja, dachte ich mir, ganz so offensichtlich muß er ja auch nicht zeigen, daß er diese Tour nur macht, um mal wieder etwas mehr Kohle im Portemonnaie zu haben.. ;-) Hat sich aber auch gegeben, am Ende war er voll des Lobes für das Bochumer Publikum und man hatte auch den Eindruck, die Jungs hatten Spaß an dem Gig, von daher.... British Humour? Aber die Leute und die Stimmung waren auch echt klasse, so daß man als Band eigentlich Spaß haben _mußte_.. wenn das nicht mehr ausreicht, um Spaß am Musikersein zu haben, sollte man doch überlegen, den Job an den Nagel zu hängen, Kohle hin oder her.

Weiter ging's jedenfalls mit Into the blue, Naked and Savage und Amelia.

Das Licht blieb übrigens fast die ganze Zeit weiß/blau und rot, die große Glitzerkugel unter der Hallendecke drehte sich bei langsamen Songs und versprühte Lichtreflexe, Wayne fegte auf der Bühne hin und her, präsentierte sich mal rechts, mal links, spielte Gitarre oder sang auch nur, berührte die Leute, stellte kokett ein Bein auf eine Monitorbox oder bewegte sich grazil wie eine Operndiva, kurzum, er genoß es in vollen Zügen, sich zu präsentieren. Stimme und Musik waren wie vor 10 Jahren, keine Alterserscheinungen, wunderschön. Weiter ging's mit Butterfly on a wheel, Severina und Spider and the fly (hier waren längere Nachforschungen nötig ;-) ), gewidmet der Vorband Curious. Irgendwann mittendrin fiel Wayne dann ein, wann sie das erste Mal hier in Bochum gespielt haben: 83 müßte es gewesen sein, meinte er, und er habe eine grüne Hose angehabt, hätte sehr sexy ausgesehen (d.h. also noch Konzerte mit den Sisters...).

Dann meinte er, jetzt käme ein neu geschriebener Song. Mag sein, wer's besser weiß, möge sich melden. Ich kannte ihn jedenfalls so spontan nicht, aber er war nicht sooo neu und anders, daß er nicht zum Rest gepaßt hätte - aber ein neuer Superhit, der sich mir ins Hirn gebrannt hat, war es eben auch nicht.

Beim nächsten Song verließen außer Wayne alle die Bühne, nur Samples/Drummachine und akustische Gitarre machten den Anfang, nach und nach kam der Rest wieder zurück und das anfangs eher langsame Stück wurde schneller, ging richtig ab, sowohl vor als auch auf der Bühne, irre. Wenn ich richtig rate, dann war das Swoon, Korrekturen werden wieder gern angenommen, weil ich das Lied selbst nicht kenne und nur nach Text geraten habe.

In der Folge gab's zwei weitere Mission-Klassiker: Beyond the pale und Tower of strength.

Zum Schluß: Deliverance, genialer Chor, Wayne ließ uns zwischendrin ganz allein singen und am Ende sowieso. Sie verließen uns klammheimlichmitten im singen, wir machten fröhlich noch eine Weile weiter mit brother, sister, deliver me, wurden irgendwann energischer mit Pfiffen, Klatschen und Mission-Rufen, die die Sänger überstimmten - schließlich war erst eine Stunde vergangen. Und sie kamen natürlich wieder.

Erstes Encore-Set: Wasteland, wie eh und je unterbrochen von einer Marian-Einlage, diesmal nicht nurmit kurzem Gesangsteil...'I hear you calling Marian', sondern auch instrumental - und zwar als Reggae, super-witzig ;-) Es ging dann auch gleich weiter mit Mission-untypischen Klängen: Mr. Pleasant und einem Cover, von dem ich noch gar nicht so lange weiß, daß es eines ist: Like a hurricane, auch einer der songs mit wirklich beeindruckendem Chor.

Danach wurde das Tempo wieder gesteigert mit einem Song, den ich fast eher in die Punk-Schublade sortieren würde, zumindest in dieser Version: Dream on (auch eher geraten, es wurde auf jeden Fall gespielt, der Text, gerade der Beginn kommt mir sehr bekannt vor, aber auch hier sind Korrekturen mehr als willkommen. Vielleicht verwechsele ich es auch mit Swoon).

In der Folge noch ein heftigeres - die Jungs im Publikum bauten Türmchen, wirbelten im Kreis herum,manchmal fast an NMA gemahnend - 1969 (war across the USA).

Wieder Räumen der Bühne, es war gerade mal 22:00 h, logisch dass es das nicht gewesen sein konnte. Nach weiterem 'Deliverance' Gesinge und Geklatsche kam dann also das zweite Zugabenset. Wayne kam allein, grinste wegen 'brother, sister, deliverance, deliver me' - klappt wahrscheinlich immer ;-)

Und er sang, begleitet von seiner weißen Gitarre 'I can't help falling in love with you' - und die ganze Halle gröhlte dieses doch eigentlich eher kitschige Lied mit ;-) Den Berichten im Internet zufolge haben sie diesen song auch im letzten Jahr schon auf den gigs zum besten gegeben.

Danach ein weiteres Solo, ebenfalls eine wunderschöne Ballade: Like a child again. Die Band kam zurück, es blieb aber eher ruhig mit Wake.

Danach gab's Publikumswünsche: Wayne reihte das Mikro ins Publikum - prompt ging das Kabel ab als die glückliche Befragte danach griff ;-)

Wayne konnte sich eine entsprechende Bemerkung beim zweiten Versuch nicht verkneifen... Der Wunsch war die Verzögerung allemal wert: The crystal ocean, klasse. Auch der Rest des Publikums war mit dem Wunsch durchaus einverstanden, begeisterter Applaus folgte. Das nächste Lied war ein weiterer Wunsch, diesmal unterhielt sich Wayne aber vorn direkt mit den Leuten, ganz ohne Mikro. Dabei heraus kam Blood Brother - ohne Zeugen, aber trotzdem klasse.

Als letztes dann Daddy's going to heaven now mit der symptomatischen Zeile: say goodbye, selbstsprechend sozusagen, mit der Versicherung, daß es klasse war und wir das beste Publikum auf der ganzen Tour (sagt er sowieso jedem ;-) ) und daß wir uns im nächsten Jahr wiedersehen werden,'I promise'. schön!

Ein wirklich klasse Konzert, etwa 2 h lang, eine gelungene Mischung aus schnellen und ruhigeren Stücken, querbeet über alle CDs hinweg, ein absolut begeistertes Publikum, doch, unbedingt lohnend, und auch dann, wenn's nur um das Auffüllen von Geldbörsen ging ;-)

Allerdings war die Stimmung nicht so verzaubert und erwartungsvoll wie bei den Chameleons, aber im Grunde ist ein Vergleich nicht statthaft, auch wenn beide Bands eigentlich gar nicht mehr existieren und ihre Musik eindeutig in die 80er gehört.

Wenn die Jungs ihr Versprechen wahr machen und wiederkommen, werde ich auch in 2001 nochmal in Erinnerungen schwelgen ;-)))

(c) bat, 12/2000

(c) Bild: The Mission


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The Mission, Zeche, Bochum, 03.02.2002

Nun, sie haben ihr Versprechen wahr gemacht und sind zurückgekommen - und das sogar mit einer neuen CD im Schlepptau, die sich allerdings so anhört wie die alten Sachen. Permanent habe ich das Gefühl, das Lied zu kennen, will schon anfangen, Butterfly on a wheel mitzusingen, nur um festzustellen, dass sie 'as the dragonfly' singen - naja, fast. Wayne Hussey ist wohl auch noch frisch geschieden - und muss wieder selbst für seinen Lebensunterhalt sorgen. Deshalb die Platte und deshalb so 'typisch Mish'? Na, mir kann's recht sein, das Konzert hat mir sehr gut gefallen, Wayne ist zwar erst bei den Zugaben so richtig aufgedreht, aber insgesamt hat er eine klasse Show geliefert. Abgenommen hatte er übrigens auch, sah mal wieder ein wenig aus wie ein Paradiesvogel, zwar keine grüne Hose, aber quietschrote Haare, ein T-shirt mit irgendwas Rotem und ein schwarzes Hemd mit Lurex oder irgendeiner anderen Glitterfaser. Aber es passt hat zu ihm, schon witzig ;-) Ach ja, die Sonnenbrille hätte ich fast vergessen. Und sich dann beklagen, dass das Publikum ja aussehe wie ein schwarzes Loch und dass es auch viel zu dunkel sei zum Texte-ablesen... jaja, die Eitelkeit ;-)

Okay, genug des Vorgeplänkels. Die Zeche war mal wieder rappelvoll - weshalb es am 20.02. übrigens auch ein Zusatzkonzert geben wird - und pünktlich um 20:00 h startete die 'Vorband' von The Mission: Kirk Brandon solo mit akustischer Gitarre (ex-Sänger von Spear of Destiny oder Theatre of Hate). Ganz nett, einen song kannte ich sogar, aber an und für sich ein bisschen langweilig, jedenfalls für diese Menschenmenge und als Vorband von Mission. Für ein Clubkonzert wäre es optimal gewesen, so war es leider ein wenig vergeudet.

Mission starteten um 21:00 h - nach einer eher seltsamen Vormusik bestehend aus Van Halen oder sowas in der Art, mit einem - wie ich mir habe sagen lassen - für die 80er typischen Mish-Intro: Thaddeus. Es nebelte und dann tauchten sie auf: Craig Adams, Scott Garrett, Mark Thwaite und Wayne Hussey. Die Tour stand natürlich ganz im Zeichen ihrer neuen CD Aura und so ging's dann auch gleich los mit Evangeline, gefolgt vom ersten Mitgröler des Abends Hands across the ocean. Danach Like a child again und erneut ein neuer Song (Slave of) lust. Dann wieder ein Frauenvorname: Severina, wieder im Wechsel mit einem Song, der sich wie Butterfly on a wheel anhört, aber von Libellen singt: Dragonfly, naja immerhin ja auch ein Insekt ;-) Wayne lief von einem Ende der Bühne zum anderen, von vorn nach hinten, verbreitete gute Laune, sagte aber ansonsten nicht ganz so viel, sondern beschränkte sich aufs Singen: Garden of Delight war der nächste Hit, gefolgt von einem weiteren neuen Song Trophy/It never rains.. Danach Sea of love und - hey! - Beyond the pale. Wenn ich nicht täusche, ging es dann mit dem nächsten Hit weiter, nämlich mit Serpent's kiss. Nun wieder ein neuer Song, ganz nett, aber nichts so überragendes: Shine like the stars. Im übrigen war's wieder so wie beim letzten Mal: Wayne genoss die Show und das Bad in der Menge - insbesondere bei solchen Kultsongs wie dem nun folgenden Wasteland war das auch mehr als einfach: die Leute sangen mit, tausende von Armen, zwischendrin fragte Wayne nach Feuerzeugen, die Leute gehorchten natürlich und die von Feuerzeugen und Wunderkerzen erleuchtete Zeche sah wirklich wunderschön aus - sicher auch durch Waynes sunglasses ;-)

Den Abschluss machte Daddy's gone to heaven now.. kommt mir so bekannt vor, haben sie beim letzten Mal auch versucht ;-) Aber dass Mission um 22:20 h schon Feierabend macht und nach Hause geht, glaubt doch eh niemand... allerdings haben sie sich recht lange bitten lassen, nur um dann endlich das zu spielen, was wir grade schon vermutet hatten zu hören: Butterfly on a wheel, gefolgt von einem Lied, das mir vage bekannt vorkam, das ich aber irgendwie anders kannte, vor allem das 'tonight' war doch sonst immer irgendwie anders und nicht so 'missionhaft'.... Never let me down again (Depeche Mode) war's! Witzig ;-) Um mich herum schauten die Leute erst verwirrt, sangen mit, und stellten dann fest, um was es sich eigentlich handelte - und grinsten breit während des Weitersingens. Doch, nett, aber selbst dieses Lied hörte sich total nach Mission an - Wayne hat da doch seine ganz eigene Art, mit Songs umzugehen ;-)))

Danach ein weiteres Cover: 1969 (Stooges, glaub ich, war across the USA). Um 22:35 h verabschiedeten sie sich dann erneut, kamen diesmal etwas schneller zurück. Nein, ich muss mich korrigieren, Wayne inklusive Gitarre kam zurück und erzählte, dass Cynthia ja Geburtstag habe und dass es doch nett wäre, wenn wir ihr gratulieren würden. Was wir dann auch taten: happy birthday, dear Cynthia... wer auch immer Du bist. Dann hatte einer der Roadies plötzlich einen Zettel mit einem Text und Noten in der Hand sowie eine Taschenlampe und Wayne erzählte etwas davon, dass er sowas ja überhaupt noch nie gemacht habe und dass es ausserdem viel zu dunkel sei. Auf den Vorschlag aus dem Publikum, doch endlich die Sonnenbrille abzunehmen, meinte er nur, er sei so kurzsichtig wie ein Maulwurf und versuchte es weiter mit sunglasses und Taschenlampe: nun, er spielte einen sehr netten song, den er ziemlich offensichtlich vorher noch nie gespielt hat, er konnte die Noten aber entziffern, das mit dem Text hat auch ganz gut geklappt und die verzweifelten Blicke und Kopfzuckungen in Richtung seiner Bandkollegen wurden von diesen ziemlich konsequent ignoriert - sie haben ihn ganz alleine zappeln und zuende singen lassen ;-) War aber echt nett, er hat sich seinen Applaus nach diesem Song redlich verdient.

Danach haben sie ihn auch wieder unterstützt bei God's own medecine, Tower of Strength und - natürlich - Deliverance. Zum großen 'brother, sister, deliverance, deliver me' sind wir aber gar nicht mehr so recht gekommen, weil die Zeche direkt um 23:00 h, kaum war die Band verschwunden, das Licht andrehte und irgendeinen Krach auflegte. Schade eigentlich. So hab ich im Auto allein vor mich hingesungen, im Rudel in der Halle wäre es sicher netter anzuhören gewesen ,-)))

Doch, das Konzert war klasse, bei den letzten beiden Songs hat Wayne so richtig aufgedreht, kam näher ans Publikum, ist mehr auf der Bühne herumgetobt, klasse. Er war natürlich auch mal wieder begeistert vom Bochumer Publikum, aber das Publikum auch von ihm. Schön war's, alle 'hits' waren dabei und die neuen Songs passten gut ins Gesamtbild, wenn sie mich auch nicht so richtig umgehauen haben - aber dafür hab ich jetzt die CD, und werde mal sehen, ob ich herausfinde, an welches andere Mission-Lied mich die einzelnen Songs erinnern ;-))

Bis bald beim nächsten Konzert dieser Band - auch wenn ich mich manchmal ein wenig zynisch anhöre, werde ich immer wieder kommen, weil's einfach Spaß macht, ihnen zuzuhören und vor allem, wenn unerwartet Teile alter Sisters-Songs in Mission-songs fließen oder Lieder gecovert werden, an die man im Traum nicht denkt, ist's doch viel, viel schöner als von CD...

(c) bat 02/02


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Wayne Hussey, Matrix, Bochum, 23.10.2002

Zum Konzert des Mission-Sängers haben sich etwa 150 Leute in der Matrix verlaufen - recht wenig dafür, dass die Konzerte Köln und Bochum zusammengelegt worden sind. Da die Tube in der Matrix aber recht schmal ist, sah es zumindest voll aus ;-) Und die Stimmung war auch gut.

Um 20:00 h, als es anfangen sollte, passierte wie immer gar nichts. Dann tauchte irgendwann ein Mädel auf der Bühne auf, das einen Tisch aufstellte und Gitarren drapierte. Nur das Keyboard/Piano war schon dort, das musste sie dann nicht auch noch schleppen ;-). Danach wurde ein wenig das Beleuchten geübt und das Mischpult besetzt. Bis 21:00 h passierte aber trotzdem nichts. Aber dann: Mr. Hussey gab sich die Ehre, bewaffnet mit einer großen Weinflasche mit unbekanntem Inhalt, die er in Reichweite auf den Stehtisch stellte.

Er startete mit Serpent's Kiss, aber mit Orchesterbegleitung vom Band und nur einem bisschen Gitarrenunterstützung. "Hmm", dachten wir, "wenn es so weitergeht, hat es nicht wirklich die Bezeichnung akustisch verdient." Aber zum Glück hielt sich diese Playback-Geschichte in Grenzen und er setzte die ?invisible band? nur drei- oder viermal ein, der Rest war selbst gemachte Gitarren- bzw. Pianomusik.

Es waren auch einige Leute aus England mit bzw. welche, die auch an den Tagen zuvor die Konzerte besucht hatten. Einer jedenfalls machte eine Bemerkung in Richtung Weinflasche, woraufhin Wayne behauptete, es sei Tee.

Wir haben ihm natürlich alle geglaubt... ;-))

Was die Songs angeht, hab ich leider nicht mitgeschrieben und ich werde alt. Wenn also irgendjemand eine Setlist hat, wäre ich sehr dankbar, wenn er/sie sie mir zusenden könnte. So kann ich nur sagen, es war alles dabei, was man von einem Mission/Hussey-Konzert erwartet, nur bei Amelia hätte er vielleicht besser ein wenig mehr singen und weniger gröhlen sollen. Songs, die mir noch einfallen waren

Serpent's Kiss, Amelia, Evangeline, Dragonfly, Happy, Slave to Lust, Beyond the pale (medley), Hands across the ocean, Butterfly on a wheel, Tower of strenght, Deliverance, Like a child again, Can't help falling in love (Sinatra, letzter Song), Like a hurricane (medley), 1969 (twice), Wasteland (medley), Severina, Crystal ocean, Sacrilege, Daddy's going to heaven now, Kingdom come, Garden of delight (medley?), Gods own medecine, Naked and savage, Wake, Bridges burning, Happy...

Nach ca. 1 ¼ h und 17 Liedern war der Hauptteil des Konzerts dann vorbei und es ging an die Zugaben. Zwischendrin gab es wieder mal ein Geburtstagsständchen.. die beste Freundin hat Wayne daraufhin gewiesen, dass Katja ja Geburtstag hat und dass dies dringend einer entsprechenden Würdigung bedarf. Wayne und die Halle spielten mit - und ich hab nur gedacht, dass ich meine Freundin erschlagen hätte, hätte sie so etwas für mich inszeniert...Ich hoffe, der armen Katja ging's nicht ähnlich ;-)

Die erste Zugabe war direkt ein Medley aus bekannten Mission-Songs, echt witzig gemacht. Danach folgten -zig weitere Lieder, was von den Beach Boys am Piano, das er hören möchte, wenn er beerdigt wird, was von Sinatra, ein verpatzter Versuch am Piano - 1969 - wurde auf der Gitarre wiederholt und dann spielte er Songs auf Zuruf ;-) Das mit den Beach Boys hat er uns übrigens erst nach dem Song und nach dem Applaus verraten und meinte: "I know they're not really dunkel" ;-) In jedem Fall bekam er nicht genug und das Publikum natürlich auch nicht. Je mehr sich der Inhalt der Weinflasche dem Ende näherte, desto mehr Lust bekam Hussey, weiterzumachen und sich mit dem Publikum zu unterhalten. Solchen Tee sollte man häufiger an Bands auf Bühnen ausschenken ;-) Somit war die Zeit für Zugaben im Endeffekt etwa genauso lang wie die für das reguläre Set und Wayne endete erst nach einer weiteren Stunde gegen halb 12 mit dem bereits erwähnten Sinatra-Song: Can't help falling in love with you.

Echt schön, obwohl wir mal wieder feststellen mussten, dass er besser Gitarre spielen (auch eine 12-saitige war darunter) als singen kann, aber so richtig neu ist diese Erkenntnis ja nicht gerade ;-)

(c) bat 10/02


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The Mission feat. Wayne Hussey, Zeche, Bochum, 17.10.2003

The Mission waren mal wieder in Bochum. Waynes Solo-Konzert war fast genau ein Jahr her, genug Zeit also, mich davon zu erholen - nein, es war schön und ja, es hat Spaß gemacht, aber es hat einfach ewig gedauert!! Und mir taten die Füße weh! ;-))) Also: lange genug her, um sich Wayne als Vorband von Wayne und Band mal wieder anzusehen und anzuhören.

Um 20:15 h gab sich die Vorband - Wayne Hussey - die Ehre, bewaffnet mit einer Gitarre und begleitet von einem zweiten Gitarristen, der sich auch beim 'Hauptact' wiederfinden ließ.

Wayne spielte diverse bekannte Mission-Songs, vielleicht um zu vermeiden, dass das Publikum später immer wieder danach verlangt, wer weiß ;-) Butterfly on a wheel, Amelia, Like a child etc. Das Publikum war auch direkt bei der Sache und schon beim ersten Song und der zweiten Zeile gröhlten alle mit, ohne dass der wieder einmal sonnenbebrillte und mit Rock gewandete Wayne auch nur ein Wort dazu sagen musste. Muss ja Spaß machen, wenn es schon so gut los geht ;-)

Gespielt hat er ca. eine halbe Stunde, danach war Umbaupause und gegen 21:00 h ging es dann mit The Mission weiter. Inkl. einmal drei und einmal zwei Zugaben spielte die Band 1 ½ Stunden - wenn man berücksichtigt, dass Wayne seine Stimme vorher schon eine halbe Stunde angestrengt hat, war die Länge okay. Songs wie gehabt, alles Schöne, alte queerbeet, auch neues war dazwischen - wobei man da immer schon mal genauer hinhören muss, weil die Songs sich doch teilweise sehr ähneln und ob ich Butterfly on a wheel gröhle oder let the dragon fly oder vielleicht Amelia oder doch Evangeline ist dann manchmal auch irgendwie egal - sorry, aber ich finde nunmal, dass die Songs sich doch sehr stark ähneln, was ja nicht schlecht sein muss, so ab und an auf einem netten Konzert wie diesem ;-).

Für die Zugaben kramte das Publikum wie immer den Deliverance-Refrain aus der Mottenkiste, was auch wirkte: die letzte Zugabe war dann auch genau dieser Song - nochmal haben die Rufe und Gesänge dann leider nicht gewirkt.

Wayne wurde mit steigendem Rotweinkonsum immer gesprächiger, erzählte von seinem tollen Gitarristen, vesuchte selbigen auch zwischendrin abzuknutschen, was dieser aber nicht so recht wollte ;-) Er spielte natürlich auch mal wieder auf die Sisters an und darauf, dass er mit ihnen vor etwa 19 Jahren das erste Mal hier in Bochum auf der Bühne gestanden habe.. und wo seien sie jetzt? Er jedenfalls sei immer noch hier. Na, hoffentlich kommt er auch nächstes Jahr zum 20. Jubiläum wieder - New Model Army haben das ja schon hinter sich, wer weiss vielleicht gibt's von Mission dann auch eine 2-tägige Mammut-Konzert-Show ;-).

War jedenfalls wie gewohnt nett und was die Songs angeht: siehe oben. Zum letzten Konzert bzw. zum letzten Solo-Konzert von Wayne hat sich an der Songauswahl nichts grundlegendes geändert und ich muss zugeben, ich war zu faul, um sie alle mitzuschreiben. Allerdings gab's diesmal keine witzigen oder spektakulären Geburtstagsständchen oder Cover-Songs, alles eher 'routiniert', ohne das böse zu meinen.

Sollte jemand die Setlist haben oder einen Mitschnitt oder nette Fotos von Wayne, den anderen Bandmitgliedern - insbesondere dieses netten Gitarristen - der möge sich melden ;-)

(c) bat 11/03


Wayne Hussey, Matrix, Bochum, 08.11.2008

Mission ist Geschichte. Zumindest wird behauptet - auch von Wayne - dass die Abschiedstour wirklich eine Abschiedstour war. Hmm, wir werden sehen. Wayne und sein Rotwein waren auch früher schon solo unterwegs und irgendwann kam doch wieder der Wunsch nach etwas mehr Krach und schwupps, waren die Mish wieder da ;-). Nicht, dass Wayne alleine nicht auch sehr unterhaltsam wäre, im Gegenteil. Und eine Solo-CD - die erste - gibt's auch, also ist vielleicht diesmal wirklich was dran?

Gut, Wayne Hussey ohne Mission. Um 20:00 h sollte es losgehen, wir gingen um ca. diese Zeit mal nachschauen, und auf der Bühne saß eine lila gewandete Frau mit schwarzen Haaren, einer lila Strähne passend zum Kleid und einer Acoustic-Gitarre und trällerte vor sich hin. Ganz nett, keine Ahnung, wie sie hieß. Sie verschwand nach zwei weiteren Songs (vermutlich hatte sie doch heimlich schon vor 20:00 h angefangen) und wurde abgelöst von einer Band, die auch ganz nette Musik machte. Der Name ist mir allerdings leider entfallen. Sie spielten ca. 5 songs, davon zwei Cover, eins von U2 (one) und eins von Cure (The Forest). Mutig. Manche songs bleiben lieber ungecovered.. aber war ganz ok. Ich vermutete später, dass die Auswahl der beiden Bands, die die Herren für ihre Coversongs ausgesucht haben, nicht ganz unabsichtlich war... ;). Beide Bands passten sehr gut ins Gesamtkonzept, so dass Wayne, als er dann gegen 21:15 h startete mit Beyond the Pale, ein gut angewärmtes Publikum in der Tube vorfand.

Nach dem Song fing er zunächst mal an, uns vorzujammern, dass es ihm ja gar nicht gut gehe und überhaupt sei er erkältet und könne gar nicht singen und er wüsste auch gar nicht was und was wir uns denn wünschen würden. Irgendjemand war laut und schnell genug, so dass es dann im Anschluss Stay with me gab. Er blätterte in seinem großen Songbook und erfragte weiterhin unsere Wünsche, ließ auch das ein oder andere Mal zwischen verschiedenen Songs per Klatschen und Johlen abstimmen, hat mir gut gefallen... es gibt ja schließlich genug Lieder, die er spielen kann, so dass es tatsächlich neben einigen, die er vermutlich immer spielt (bestätigen auch die diversen Setlists der aktuellen Solotour) durchaus auch Raum für individuelle Änderungen gibt, sonst wäre es ja auch irgendwann relativ schnell langweilig. Und auch, wenn alles genau geplant gewesen sein sollte, hat er es gut verstanden, die Leute unauffällig dahin zu lotsen, wo er sie haben wollte ;-). Ganz zu schweigen davon, dass er auf der Gitarre einfach brilliant war (hat er sich auch selber bestätigt ;-) ) und die Texte ziemlich gut konnte - so richtig abgelesen hat er jedenfalls nicht ;-). Er fing recht schnell an, von seinen beiden Rotweinflaschen zu erzählen, die Graham ihm von einer Weinprobe mitgebracht hatte und fing ebenso schnell an, zumindest die eine davon auch zu leeren..... hat mich doch sehr an mein letztes Wayne Hussey-Konzert erinnert und das ist immerhin schon erschreckende 5 Jahre her! Aber stimmlich und auch körperlich schien er mir entschieden fitter zu sein als damals, auch wenn er rumgejammert hat wegen seiner Erkältung! ;-).

Die Reihenfolge der Songs bekomm ich nicht mehr zusammen, aber die Titel selbst müsste ich hinbekommen (habe mir allerdings dafür auch Unterstützung gesucht ;-) ). Direkt nach Stay with me kam erstmal eine Persiflage auf das schöne Cover der Vorband von Cure: A forest - seiner Meinung nach wirklich großer Mist.. naja, dem kann ich nicht folgen, aber es ist schon besser, wenn man das Lied Robert Smith und Cure selber überlässt - dennoch war die Vorstellung von Wayne natürlich großartig ;).

Irgendwann wurde auch zum Piano gewechselt, dies geschah mehrfach, so dass sich in Summe Gitarrensongs und Pianosongs ungfähr die Waage hielten. Ich weiss noch, dass er mit einem Cover von Ben Harper am Piano anfing, ich weiss aber leider den Namen nicht (irgend ein Song aus einem Film?), sehr schön und melancholisch. So ging's auch weiter, mit weitern Covern und eigenen Songs. Zum Beispiel gab's Ashes to Ashes von David Bowie und With or Without you von U2, letzteres auch auf der Solo-CD von Wayne zu finden.

Wieder zurück an der Gitarre gab es dann plötzlich doch noch einen Cure-Song - A night like this. Sehr nett, ich mag die Stimme, aber dennoch ist mir das Original lieber ;-). Auf die Frage hin, warum er denn jetzt pötzlich doch Cure spielen würde, wo er sie doch so verhöhnt habe, meinte er nur, dass dieser Song doch wirklich gut sei, während Forest einfach crap sei.. daher ist dann wohl A night like this auch auf seiner CD gelandet, während die Vorband nur A Forest spielen darf.. ;-).

Weitere Songs (insgesamt waren es ca. 24) waren Severina, Like a child again, Butterfly on a wheel, Wasteland, Wake - ein absolutes Highlight - Dragonfly, Kingdom come, Blood Brothers (auch sehr intensiv), Love me to death ("extra für den jungen Mann hier in der Mitte - ich nehm einen Jack Daniels mit Coke" ;-) ) sowie Paradise will shine like the moon (auch ein Wunsch, leider nicht in seinem Songbook, daher schaffte er hier den Text dann doch nur halb). Nach Song 17 war er plötzlich weg, das "Deliverance"-Gesinge seiner Fans störte irgendwie wenig, stattdessen stürmten Menschen die Bühne, stöpselten Gitarren und sonstige Instrumente ein, sangen ein Lied - und dazu noch ein gutes - und verwirrten uns mit der Ansage, dass sie die Dead Guitars seien, oder zumindest ein Teil derselben (aaah, Band von Abschiedstour Mission - und der Sänger kam uns auch bekannt vor, Recherchen haben bestätigt, dass er auch der Sänger von Covenant ist, Markus hatte recht) und dass ihr Song Isolation unterstützt werde von Wayne - der dann auch irgendwann wiederkam. Sehr, sehr schönes Lied. Und die Stimme von Carlo van Putten hätte durchaus ausgereicht, um den Song schön sein zu lassen - werde ich auf jeden Fall mal reinhören. Aber: es war doch irgendwie ein Bruch in der Stimmung, zumindest am Anfang. Nachdem dann die anfängliche Verwirrung vorbei war, war's aber sehr nett ;-). Die Band blieb und unterstütze dann andersherum Wayne bei Tower of Strength, jep, besser mit ein wenig Gitarren- und Trommelkrach! Ein weiterer Song wurde unterstützt vom Gitarristen der Dead Guitars, der aber diesmal Mundharmonika spielte, etwas ungewöhnlicher Sound.

Witzig war auch die Einlage zum Start des Neil Young Covers Like a Hurricane: nach dem Ende des Vorgängerliedes kam plötzlich eine sehr gesangsgewaltige Stimme aus dem Off (direkt hinter uns, bin nicht sicher ob es der Soundmixer war, aber auf jeden Fall bestimmt bezahlt, machte den Effekt aber nicht schlechter), die anfing, die ersten Zeilen von Like a Hurricane zu singen, das Publikum stimmte wie geplant ein, Wayne nahm die Sache auf und schon sangen alle in einem wunderschönen Chor mit. Das Mitsingen gab es natürlich auch zu anderen Gelegenheiten, echt schön.

Nach dem Zwischenauftritt der Dead Guitars gab es ein kleines Intermezzo an der Gitarre... been through the desert on a horse with no name (America) und Wayne erzählte von seiner Amerika-Tour mit Graham, Miles Hunt und Erica Nockalls (die letzteren beiden von The Wonderstuff) und davon, dass sie 9.000 Meilen gefahren seien und sie ihnen fehlen (das war nach etwa 1 1/2 Flaschen Rotwein.. )... tja, und dann hat er weitergemacht, recht aggressiv zuerst, dann ging's aber wieder.

Weitere Songs waren (und hier nochmal vielen Dank an Jürgen, sonst wäre es nicht so vollständig geworden): You make me breathe, Garden of delight, Bird of passage, Fabienne (nur kurz) und All tangled up in you.

Leider durfte er diesmal nicht ganz so lange wie er wollte, um 23:15 h war Ende wegen Disco (buh!) und deshalb hat er es zwar noch angeschubst, aber Deliverance mussten wir alleine singen. Er hat's weder gesungen, noch ist er wieder gekommen, Skandal!

Aber er hat zwei Stunden gerockt, hatte Spaß dabei, hat zwar ein bisschen rumgejammert, aber so singt man nicht, wenn man wirklich erkältet ist, also kein falsches Mitleid, und: er ist auch solo klasse, wenn man sich auch durchaus die Dead Guitars ruhig häufiger für das ein oder andere Lied ausleihen könnte.

In jedem Fall werde ich mal in die Solo-CD reinhören, beim nächsten Konzert (egal ob mit oder ohne Mish) wieder kommen und mir die Dead Guitars näher anschauen.

Viele Grüße und nochmal dank an Jürgen für die Songergänzung.

Netter Link unter www.waynehussey.de; die Mission-Seite oben unter dem Logo.

PS: natürlich hat er auch diesemal wieder über Andrew Eldritch und die Sisters gelästert, aber es gab noch nicht mal einen Ton von Marian...

(c) bat 11/08


Wayne Hussey, Grend, Essen, 25.07.2010

Tja, wir werden älter. Konzert von Wayne Hussey, immer noch tapfer ohne den Rest von Mission unterwegs, im Theater Freudenhaus des Grend mit 104 Sitzplätzen! ;-) Der gute Mann, leicht ergraut, war ganz allein gekommen und hatte als Begleitung zwischen Keyboard und Gitarre (mit Barhocker und Weinflasche natürlich) lediglich Graham im Gepäck, der für Instrumente, Technik und gute Laune sorgte - und für einen kurzen Ausflug in die letzte WM, weil er ein FC Liverpool-shirt mit der Nr. 9 und dem Namen Fowler trug.. selber Schuld ;-).

Wayne wechselte zwischen Gitarre und Keyboard hin und her und gab wieder mal den allseits beliebten Alleinunterhalter, diesmal aber auch in sehr idyllischer Zwiesprache mit dem Publikum. Selbiges hat ihm sehr schöne Vorgaben geliefert und ihn - weil es im Theater selber nichts zu trinken gab und Wayne partout seine Bottle mit Rotwein nicht rumreichen wollte - sogar dazu gebracht hat, Graham loszuschicken um aus seiner Garderobe die Flasche mit Bailey's zu holen und rumzureichen. War bestimmt ein Gastgeschenk vom Grend, jedenfalls war ein rotes Schleifchen drum ;-). Ok, genug Vorgeplänkel und Stimmungslage, Wayne startete pünktlich um 20:00 h mit seiner akustischen Gitarre und Shades of green. Gefolgt von you make me breathe und einem neuen Song, I'm falling.

Danach gab's einen Wechsel zum Keyboard und ein Cover, soviel hat Wayne erzählt, von - mal was Neues - Björk: Unravel. Im Anschluss wieder was von Mission: Who will love me tomorrow und Wasting away. Danach dann wieder der Wechsel zur Gitarre und einem Cure-Cover: A night like this. Kann er gut, echt richtig schön. Und weil wir so schön lieb und leise waren, durften wir uns was wünschen.... naja, immer dasselbe halt: "you're so predictable" war der Kommentar von Mr. Hussey - und komisch, das Notenbuch musste er auch garnicht mehr umblättern ;-): Butterfly on a wheel. Danach wieder ein neues Lied , Forschungen ergeben: There's nothing left between us und einem sehr schönen Medley (hatte was von: damit ich's endlich hinter mich gebracht hab): Wasteland (hier gab's übrigens den Bailey's ;-) ) - Like a hurricane - The crystal ocean - Lucky - Wasteland. Sehr sehr schön - ich mag halt die alten Schnulzen ;-). Wieder Wechsel zum Keyboard und die erstaunte Mitteilung, dass er da Keyboard ja nun schon sooo lange habe, und erst jetzt festgestellt habe, dass es ja auch andere Töne erzeugen kann als die klassischen Keyboardtöne: Wake mit Kirmesorgelsound. Nicht jedermanns Sache, aber auf jeden Fall witzig und ein Beweis, dass Wayne sich nicht wirklich sooo ernst nimmt ;-).

Dann wieder im normalen Pianosound ein weiteres neues Stück, "no more broken hearts" hab ich viel gehört, das Netz sagt: Bouquets and the bows. Und dann erzählte Wayne, dass er irgendwo in England (war es York?) am letzten Wochenende auf einem Goth-Festival gewesen sei und dort dann das folgende Stück ebenfalls in einem ganz anderen Gewand präsentiert hat - er hat nicht erzählt, ob man ihn dafür gelyncht hat und er vielleicht deswegen den Schal getragen hat ;-) : Naked & Savage mit "Spinett-Begleitung". Wahrhaft gruselig.

Er hatte ein Einsehen und wechselte wieder zur Gitarre, hurra. Es durfte auch wieder gewünscht werden und so kam es dann - vermutlich nicht wirklich ungeplant - wir sind halt sooo durchschaubar ;-) - zu Beyond the Pale und Tower of Strength. Pause um 21:25 h.

Die erste Zugabe startete wieder mit einem Wunschlied: Like a child (oh ja, das hab ich lange nicht gespielt) und einem weiteren Cover. Es gab zwei T-Rex-Songs im Angebot, wir durften wählen und irgendjemand, der sich auskannte, entschied sich für The Slider. Danach Father von der God is a bullet und auf Wunsch und Zuruf ein halber Mr. Pleasant. Vor der zweiten Zugabe dann noch wie immer wieder gerne genommen vor solchen Pausen: Deliverance.Wir haben wirklich traumschön mitgesungen und auch ganz, ganz leise. Vorher mal war's nicht ganz so melodisch und bei 100 Leuten hört man auch noch die, die falsch singen ;-). Deliverance war jedenfalls schön, aber in der Pause - Start um 21:45 h - haben wir es dennoch nicht weitergesungen, sondern uns auf Klatschen beschränkt.

Wayne kam trotzdem wieder und spielte noch Dragonfly - das aufgewärmte Butterfly on a wheel - und Sorry um dann heimlich überzugehen auf Never let me down again - Cover von Depeche Mode - irgendjemand hatte vorher mal neben Cure, U2 und sonstigem, was man covern könnte, auch Depeche Mode gebrüllt. Hat er schon mal gemacht (2002 mindestens) und auch hier hab ich etwas länger gebraucht, bis ich's erkannt habe. Es gibt wirklich schöne Cover von Wayne Hussey, One gehört sicherlich dazu und auch A night like this - aber DAS HIER GEHT GAR NICHT!!! ;-))).

Aber es ging und genau das war auch das letzte Lied - um Punkt 22:00 h war Schicht, vermutlich eine Auflage im Grend, Wayne wirkte nicht wirklich so, als wolle er schon aufhören (obwohl er vor der ersten Pause demonstrativ auf seine Uhr geschaut hatte..).

Fazit: sehr nett war's, das mit dem Sitzen fand ich gar nicht so schlecht, nur Getränke im Saal wären schön gewesen - da war der Bailey's zwar eine nette Geste, aber so richtig als Ersatz gilt das wohl nicht. Ich sage natürlich gerne wieder, aber wenn ich ehrlich bin, bin ich doch der alte Mish-Fan, die neuen Sachen sind ganz nett, aber auch den alten irgendwie ähnlich und wirken wie ein Abklatsch, als sei ihnen nichts Neues mehr eingefallen - ein bisschen frischer Wind würde nicht schaden, aber vielleicht kommt das ja noch? Also: Gerne wieder - gerne aber auch als Mission. Und Gerüchte aus Waynes Mund nach dem Konzert (off-stage) lassen uns gespannt sein auf das, was das nächste Jahr so bringt... Mission back on stage?!? Lassen wir uns hoffentlich angenehm überraschen.

(c) bat, 07/10


The Mission, Bürgerhaus Stollwerck, Köln, 01.11.2011

Die Herren Wayne Hussey, Craig Adams und Simon Hinkler feiern ihr 25-jähriges Jubiläum (ob sie die Unterbrechungen, in denen sie sich offiziell "aufgelöst" hatten, davon abgezogen haben, hab ich nicht nachgerechnet ;-) ) und damit war wohl mal wieder Zeit für eine Tour mit der gesamten - originalen - Besetzung. Einen Drummer hatten sie auch dabei, Name unbekannt, Alter etwa halb so alt wie der Rest der Band ;-).

Zunächst aber starteten um 20:45 h die Dead Guitars. Carlo van Putten und seine Mannen hatten ebenfalls eine neue Platte (Release war im September) im Gepäck - Stranger - spielten aber natürlich auch Sachen der Vorgänger-CDs. Schade eigentlich, dass sie immer nur dann in der Nähe sind, wenn sie Vorband sind, würde sie gerne auch mal als Hauptact sehen. So leider wieder nur 40 Minuten bis 21:25 h. Hat mir gut gefallen, allerdings sind sie als Vorband für Wayne vielleicht besser geeignet als für Mission in Komplettbesetzung, denn die songs sind ja doch eher ruhig.

Setlist:

Name of the sea
Crumble Zone
Love goddess and Loveghost

Along the great divide
Silver cross river
Crash

The Mission starteten um 22:00 h mit Beyond the pale. Ich hatte mir die Songs der Setlists der letzten vier Konzerte abgeschrieben - und hatte entsprechend wenig zu tun. Die Songs waren genau die gleichen, sogar die Reihenfolge war gleich. Wayne redete auch eher weniger, die Songs wurden so runtergespult. Bin aber vielleicht auch verwöhnt, weil ich ihn in der letzten Zeit immer solo gesehen hatte und da wurde einfach mehr erzählt, die Konzerte waren "intimer". Egal, dennoch wirkten die Herren ganz gut gelaunt, es gab auch Küsschen von Wayne auf die Glatze von Craig (Bass). Etwas gesprächiger wurde Wayne erst gegen Ende des Hauptsets, weil irgendjemand - mit Sisters-of-Mercy-T-Shirt, war uns vorher draußen schon aufgefallen - schrie, man solle doch "Marian" singen. Das hat unseren Wayne tatsächlich nach 25 Jahren immer noch auf die Palme gebracht (zumindest hat er so getan). Nachdem sie wieder auf der Bühne aufgetaucht sind, hat er das Thema doch tatsächlich nochmal aufgegriffen, hat sich den Typen nochmal rangepfiffen und gefragt, ob er auch auf Sisters-Konzerte gehen und sich Mission-Songs wünschen würde?! Hat ihm dann noch geraten, rauszugehen und sich endlich ein anständiges T-Shirt zu kaufen und hat sich dann seinem Rotwein und den restlichen Songs der Zugabe gewidmet. ;-) Sehr unterhaltsam. Insbesondere like a child again war großartig, naja, war ja auch Wayne solo mit acoustic-Gitarre.. wirklich schön. Bei Like a hurricane hat er extra nochmal drauf hingewiesen, dass dieser song vom besten Kanadier überhaupt sei (Neil Young) und während Blood Brother hat er seine Kollegen vorgestellt und Simon gebeten, doch mal ein bisschen Rock'n'Roll zu spielen, was dann in ein wildes 1969-Cover überging. Grandioser Schluss (aber so laut!!! ;-) ).

Der Sound war im übrigen echt total mies, viel zu laut und das lag nicht nur daran, dass wir zu nah vor den linken Boxen gestanden haben; die Leute haben mitgesungen, denn die songs waren alle alt und bekannt, insbesondere natürlich bei Deliverance. Aber man hat so gut wie nichts davon gehört, echt schade. Die Ohren meiner Begleiter, die sich mit Drums besser auskennen als ich, sagten außerdem, dass der Drummer nicht so recht im Takt war. Kann ich nicht bestätigen, ich hab davon aber auch keine Ahnung. Für mich hat sich's richtig angehört, außer, dass es zu laut und zu dumpf war. Bin gespannt, ob das auf der Aufnahme, die sie von der Show gemacht haben, irgendwie zu reparieren ist. Die Halle war ungefähr in der Größenordnung der Zeche oder der Matrix in Bochum und da wären sie glaub ich auch besser aufgehoben gewesen. Außerdem war's ausverkauft, vielleicht wäre es ja doch möglich gewesen, das E-Werk voll zu machen. Naja, vielleicht trennen und wiedervereinigen sie sich ja nochmal und nehmen dann eine andere Halle ;-).

Das Fazit find ich schwierig, für ein Jubiläumskonzert war's irgendwie ein bisschen dünn. Die Setlist war zwar nett (ich bin ja eher ein Freund der "alten Schinken"), aber auf jedem Konzert gleich? Und nur die Klassiker, nicht mal was für den eingefleischten Fan, irgendeine super-seltene B-Side oder was, das sie immer nur live spielen oder irgendwelche Geschichten... hm. Hab ich halt schon anders gesehen (siehe New Model Army's Jubiläums-Veranstaltungen), aber vielleicht ist der Vergleich auch ungerecht. Vielleicht war die Songauswahl und auch die immer gleiche Reihenfolge aber auch der Tatsache geschuldet, dass die Jungs schon länger nicht mehr miteinander auf Tour waren und sich vielleicht an die alten songs besser gewöhnen konnten als an neuere? ;-). Halle und Sound waren auch nicht wirklich gelungen. Aber ich will nicht nur meckern, es war natürlich trotzdem schön und ich würde unbedingt wieder hinfahren.

Habe die Herren dennoch schon besser erlebt und im Vergleich zum Wayne-Konzert im letzten Jahr im Grend würde ich Wayne solo wohl tatsächlich vorziehen. Da aber nicht Wayne solo und Mission an einem Tag spielen können, brauch ich die Wahl gar nicht treffen und gehe einfach sowohl zum einen als auch zum anderen ;-).

Anbei noch die Setlist:

Intro (aus dem Film Dambusters von 1955)
Beyond the pale
Hands across the ocean
Serpent's kiss
Naked and savage
Garden of delight
Severina
Butterfly on a wheel
Stay with me
Wake
Wasteland
The crystal ocean
Deliverance

--- bis 23:10 h----

Zugabenset 1

Like a child again (Wayne acoustic und ganz alleine)
Like a hurricane
Tower of strengh

--- bis 23:30 h---

Zugabenset 2

Blood brother
1969 (Iggy and the Stooges-Cover)

--- bis 23:50 h---

(c) bat 11/11


Wayne Hussey, Grend, Essen, 21.10.2014

Bevor es Montag ist und die nächste Ausgabe des "Wayne spielt im Grend" Ereignisses ansteht, werde ich doch schnell mal die Eindrücke vom Konzert am 21.10. schildern. Wieder wie vor 4 Jahren im Theater Freudenhaus, diesmal mit nur 99 Sitzplätzen, also immer noch sehr süß und besonders und kuschelig. Auf der Bühne drei Gitarren, eine Ukulele, ein Keyboard mit Liverpool-Fahne und dann, um Punkt 20:00 h, auch mit Wayne Hussey ;-). Schwarzer Anzug, lachsfarbenes Hemd, Hose hochgekrempelt, irgendwelche schwarzen Treter dazu, ergraut, getönte Brille, eigentlich nicht viel anders als vor 4 Jahren ;-). Start mit einem neuen Song vom neuen Album "Songs of candlelight and razorblades": Madame G. Danach direkt ein Cover, ebenfalls noch mit Gitarrenbegleitung: all along the watchtower (Hendrix). Jetzt langsamt fing Mr. Hussey auch an zu reden, er hätte noch Nüsse in den Zähnen, die irgendwie zu merkwürdigen Zeiten wieder auftauchen würden - man braucht ja eine Entschuldigung für den Schluck aus der Rotweinflasche ;-). Und was man denn auf deutsch für Danke sagen würde - und auf Niederländisch, da sei er morgen - gestern hätte er noch merci gesagt, wüsste aber, dass das heute irgendwie nicht ganz richtig sei. Was Cheers auf deutsch heißt, wollte er auch noch wissen, das "Prost" hat ihm aber nicht so gefallen. Also weiterhin Cheers ;-).

Gut, weiter nach dem ersten Cover ging es mit Island in a stream (Wayne erwähnte, dass er ja eine neue Platte hat). Danach kramte er eine Ukulele raus und beglückte uns damit für die nächsten drei Songs. The Killing Moon (Echo and the Bunnymen), Like a Child again (Mission) und You are not alone ("hab ich schon erwähnt, dass ich eine neue Platte habe"?). Ungefähr hier erzählte Wayne, dass er ja 35 Gitarren hat, aber nur 3 dabei hat, mehr hat ihm Graham - der sich um ihn kümmert und zwischendurch auch immer mal wieder auf der Bühne zu sehen war - nicht erlaubt mitzunehmen. Graham gab es übrigens auch schon vor 4 Jahren. Ob es der gleiche Graham ist oder ob der neue nur wieder so heißt, kann ich nicht sagen, damals hab ich kein Graham-Foto gemacht ;-). Zwischendrin versuchte übrigens jemand mit einem lauten "Cheers" in der Bar nebenan ein Getränk zu holen - hatte nur nicht gesehen, dass dazwischen leider eine Glastür war, gegen die er ziemlich lautstark gerannt ist. Gelächter im Publikum, Wayne: "was ist grade passiert, ich hab grade meine Gitarre gestimmt" - er wurde aufgeklärt, zum Glück war das Glas leer und es ist alles gut gegangen.

Weiter mit Bird of passage (Mission) und einem Song von T-Rex, den er - selten genug - sogar mal angekündigt hat (also nicht das Lied, aber immerhin die Band): Cosmic Dancer. Zwischendrin immer mal wieder die Frage: was soll ich denn jetzt mal spielen? Fröhliche Vorschläge aus dem Publikum, die dann mit "ach nö, ich spiel stattdessen lieber..." beantwortet wurden. Weiter mit Love me to death (Mission) und einem, das ich leider auch nach längerem Suchen nicht herausgefunden habe. Irgendwas mit "don't let the memories disappear" - wer's weiß bitte melden. Dann Wechsel zum Piano und Dragonfly (Mission). Dann ein All about Eve-Cover: Martha's Harbour (hat mich länger gedauert das rauszufinden, dem Netz und Setlist.fm sei dank ;-) ). Und wenn wir schon mal die Liverpool-Fahne dabei haben, kann man ja auch mal das Liverpool-Stadion-Lied singen (das eigentlich aus 1945 aus einem Musical stammt, wie ich bei meiner Recherche zu diesem Lied lernen durfte): you'll never walk alone. Hat aber nicht ganz geklappt, die Stimme hat ein wenig versagt. Wayne erzählte dann, dass jetzt von seinen 51 Konzerten ungefähr die Hälfte rum sei und er seit Anfang/Mitte September weg sei von zuhause und von seiner Frau und dass das folgende Lied ("Übrigens, hab ich erwähnt, dass ich eine neue Platte habe?") für sie sei: When I drift too far from shore. Schön, aber ein bisschen kitschig. War ganz froh, dass es englisch war ;-). Dann wieder Wechsel zur Gitarre und so wie am Anfang hatte er auch diesmal wieder die Band vom Band dabei, die er mal kurz angeschaltet hat: Wither on the vine, eines der Songs von der neuen Platte. Sehr schön, allerdings hat mich das ein bisschen gestört: wenn ich Wayne solo mit Gitarre oder Piano sehen und hören will, dann will ich genau nicht, dass er die restlichen Musiker als Sample mit dabei hat. Fand ich persönlich eher schade, wenn mir die Lieder auch gut gefallen haben. Überhaupt hatte ich denk Eindruck, dass er recht wenig covert, was sich aber im Nachhinein bei der Recherche der Songfetzen, die ich mir gemerkt hatte, nicht als wahr erwiesen hat. Trotzdem hab ich beim letzten mal direkt mehr Lieder erkannt als es diesmal der Fall gewesen ist. Im Nachhinein aber echt tolle Setlist mit tollen Liedern, die mir schon eher etwas hätten sagen müssen, ich bin aber aufgrund der Interpretation einfach nicht drauf gekommen.

Weiter - wieder oder immer noch - mit Retortenmusik - For ever more (Mission). Dann noch eines, dass sich irgendwann am Anfang mal jemand gewünscht hat: Fabienne (Mission). Dann wieder die Frage "so what shall I play"? und da natürlich immer einer Marian schreit, war der gute Herr Hussey bestens vorbereitet und gab uns Marian - allerdings in Form von So long, Marianne, von Leonhard Cohen - mit der nachträglichen Anmerkung, dass wir uns das bestimmt niee wieder wünschen würden, oder? ;-).

So, und hier fing das Unheil dann an; die Gitarre knirschte, erster Auftritt Graham, der irgendwo rumsuchte und leuchtete, eine Ansage in Richtung Sound-Engineer des Grend über Höhen und Gitarren (sorry, folks, das ist grad mal was Technisches) und Black cat bone (Mission). Danach wurde das mit der Gitarre schlimmer, Graham und der Grend-Tonzauberer versuchten vorn Kabel zu tauschen und Batterien und was weiss ich, es blieb aber eher unschön, so dass ein leicht genervter Wayne zum Piano ging und weitermachte mit - ich vermute The Bouquet and the Bow ("hab ich erwähnt, dass ich eine..."), sehr sehr schön (textlich irgendwas mit time for you and me, aber ich bin sicher, dass er den Song gespielt hat und irgendwie, weil er mit Keyboard war, bleibt nur diese eine Stelle...). Dann gab's noch Butterfly on a wheel - mit Mitsingversuch, aber wir waren doch irgendwie - typisch deutsch, wie Wayne meinte, der vorher noch gelobt hat, dass wir so schön leise und aufmerksam seien - zu vorsichtig und so richtig wirklich geklappt hat das nicht ;-).

Dann wollte er sein Glück nochmal mit einer der beiden akustischen Gitarren (die beiden, die Ärger machten) versuchen, aber bis auf die ersten Akkorde von Hurricane und dann einem ziemlichen Gekreische ging da nichts. Die Herren der Technik ratlos, Wayne zunehmend genervt. Wollte einen Witz erzählen, wusste aber keinen, wollte dass wir einen Witz erzählen, dann fiel ihm ein, dass Deutsche ja dafür bekannt seien, dass sie keinen Humor haben, war also auch nix. Irgendwann sprach dann Graham, dass sie keine Idee mehr hätten und Wayne kommentierte nur: I don't know either und machte einen Abgang. Kam aber direkt wieder - muss man ihm anrechnen, er versuchte sich echt im Zaum zu halten - ging ans Piano und sagte: na gut, dann spiel ich euch eben alles, was ich in meinem kleinen schwarzen Piano-Buch stehen habe (für die Gitarrenversionen hatte er ein IPad an den Mikroständer geklemmt ;-)). Spielte Wasting away (Mission) und Unravel! Hier hab ich echt länger gesucht, aber es war tatsächlich ein Björk-Cover! Dann nochmal die Sache mit dem Never walk alone, diesmal bis zum Ende und besser - aber die Stimme war heute nicht so wirklich überzeugend, teilweise ein bisschen heiser. Macht nicht wirklich was, aber ist mir halt aufgefallen. Er hat es dann nochmal versucht mit der Gitarre, aber mit der E-Gitarre, die wohl irgendwie einen anderen Stecker hat und wieder der begleitenden Band vom Band: Swan Song. Danach ist er relativ sprachlos einfach verschwunden, die Zugaben waren damit wohl schon inklusive. Ende des Konzerts um 22:18 h, also mehr als ok. Ich hoffe nur, dass das Grend die Sache mit der Technik bis Montag nächster Woche im Griff hat, sonst war er das letzte Mal hier könnte ich mir vorstellen. Die setlist soll eine andere sein - hat Wayne jedenfalls versprochen nachdem er gefragt hat, wer denn am 27.10. nochmal kommt und der halbe Saal aufgezeigt hat ;-). Scheint auch zu stimmen, bisher gibt es mehr oder minder abwechselnd zwei fast komplett unterschiedliche Setlists auf dieser Tour. Wir werden sehen.

Grundsätzlich schön, sehr ähnlich zu dem, was mir vor 4 Jahren so gut gefallen hat. Und die Sache mit den Gitarren, so what? Wenn so was passiert ist zum einen die Setlist zwangsweise eine Besondere und man kann sich viel besser dran erinnern als wenn es ein Null-Acht-Fünfzehn-Konzert ohne Pannen gewesen wäre ;-). Trotzdem darf Montag gerne alles glatt laufen.

cu

(c) bat, 10/2014

Setlist:

Madame G (Hussey, neu)
All along the watchtower (Jimi Hendrix)
Island in a stream (Mission)
the killing moon (Echo and the Bunnymen)
like a child again (Mission)
you are not alone (Hussey, neu)
bird of passage (Mission)
Cosmic Dancer (T-Rex)
Love me to death (Mission)
don't let the memories disappear?
Dragonfly (Mission)
Martha's harbour (All about Eve)
You never walk alone (nicht fertig)
when I drift too far from shore (Hussey, neu)
Wither on the vine (neu, Hussey)
For ever more (Mission)
Fabienne (Mission)
So long Marianne (Leonhard Cohen)
Black cat bone (Mission)
Time for you and me => Wither on the vine (neu, Hussey)?
Butterfly on a wheel (Mission)
Wasting away (M
ission)
Unravel (Björk!)
you'll never walk alone
Swan song (Hussey, neu)

Wayne Hussey Wayne Hussey
Wayne Hussey Graham und Wayne: das Unheil nimmt seinen Lauf


Wayne Hussey, Grend, Essen, 27.10.2014

Und nochmal Herr Hussey. Insbesondere, nachdem Frankfurt so toll gewesen sein soll im Vergleich zum 21.10. Wobei ich es gar nicht schlecht fand und so Dinge wie Gitarren, die nicht funktionieren, können halt passieren. Aber: es war um Längen besser!!!! Gut 2:50 h, diesmal mit Zugaben, wie es sich gehört und mit Menschen hinter mir, insbesondere einem, dem ich persönlich nochmal meinen Dank aussprechen möchte, weil er SINGEN kann ;-). Butterfly on a wheel war damit dieses Mal sehr viel erfolgreicher als noch letzte Woche ;-).

Nun gut, Herr Hussey, startete wieder brav um 20:00 h, fragte auch gleich, wer denn alles schon in der letzten Woche da gewesen sei. Die Hälfte der Leute zeigte auf, Hussey: ist so dunkel hier, man sieht euch nicht, aber ich nehme einfach mal an, dass einige da waren, also werde ich versuchen, was anderes zu spielen, fange aber gleich an: Madame G (ohne Gitarren, Musik nur von Band, wie gehabt. Lied aber dennoch sehr gut). Danach dann tatsächlich eine andere Zusammenstellung, insbesondere natürlich der Mission-Songs und der Cover. Aber auch bei seinen eigenen Sachen hat er variiert - mit welchen Sprüchen, erzähl ich dann, wenn ich zum entsprechenden Song komme. Weiter also mit Raising Cain und Heaven, Crystal Ocean und Like a Child again (für diese beiden hat er wieder die Ukulele ausgepackt), also erstmal Mission im Intensivpack. Hier kam dann auch der zu erwartende Zwischenruf, ob denn auch dieses Mal das Kabel funktionieren würde, was bestätigt wurde, aber eine Diskussion auslöste, wer denn Schuld sei. Graham auf jeden Fall nicht, sagte Wayne. Fand ich gut ;-). Ok, nachdem also klar war, dass die Gitarren dieses Mal funktionieren würden, spielte Wayne eines seiner eigenen Lieder: JK angel of death. Das sei ja nicht so gut, aber die anderen hätten wir ja schon gehört, will sagen: selber schuld. Soso. Nicht überzeugt von der eigenen Leistung, das üben wir aber nochmal Herr Hussey! ;-). Ich fand den song übrigens ganz gut, nicht der beste auf dem Album (das ist für mich wither on the vine), aber sicherlich auch kein schlechter. Ob wir wissen, was JK heißt, wollte er noch nach dem Lied wissen. Allgemeines Kopfschütteln. Das sei sein persönlicher Held, der am gleichen Tag Geburtstag hat wie er (und noch andere, die ich mir nicht merken konnte), wir sollten mal suchen im Netz... ach was soll's, sagte er dann, der Name sei Jack Kevorkian. Hat sich weiter nicht dazu ausgelassen. Ich hab mal nachgeschaut, er war wohl hauptsächlich Arzt, neben Dingen wie Jazz-Musiker, Komponist, Maler, Autor. Er stand ein für das Recht auf Beihilfe zu selbstbestimmtem Tod - um es kurz und neutral zusammen zu fassen - und hat dabei auch tatkräftig in diversen Fällen unterstützt. Alles weitere über den 2011 verstorbenen Kevorkian könnt ihr selber nachlesen und euch eine Meinung darüber bilden, ob er als persönlicher Held auch für Euch in Frage kommt... Weiter zu weiteren Mission-Songs, nämlich zu Black mountain mist und Ain't no prayer in the bible can save me now. Nicht unbedingt das, was ich so auf Anhieb gewusst hätte, mal was anderes. Zwischendrin kramte Wayne im Übrigen einen Zettel aus der Tasche (handgeschrieben) und meinte, ein netter Mensch hätte ihm aufgeschrieben, was er denn am Montag alles gesungen hat, damit er sich nicht wiederholen möge. Sehr aufmerksam, war der Kommentar, und: ihr werdet schon sehen, was ihr davon habt ;-). Weiter mit einem Song von seiner neuen Platte (die er dieses mal nicht ganz so exzessiv beworben hat) und den er auch beim letzten Mal schon gespielt hat - ein bisschen Stabilität muss sein: Nothing left between us. Danach Wechsel zum Piano und zwei weitere songs, die wir auch schon gehört haben, macht aber gar nichts: Naked and Savage sowie das All-about-Eve-Cover Martha's Harbour. Sehr schön. Es gab noch zwei weitere Piano-Stücke, nämlich Sweet smile of a mystery und das Lied für die Frau, bei dem er aber diesmal was von 7 Ehefrauen erzählt hat und wie schrecklich das sei (kommt im Text vor): When I drift too far from shore. Dann wieder zurück zu den Gitarren, dieses Mal kam die grüne E-Gitarre dran, die er erst noch stimmen musste ("ist nur in Essen nötig"): Shades of Green und dann wieder ein eigenes, neues, für mich wirklich super, wenn ich auch zu der Sache mit der Band auf Band ja beim letzten Mal schon was geschrieben habe: Wither on the vine, sehr großartig. Dann fühlte er sich nach Abenteuer und besang eine Loopstation (ich hoffe, das Ding heißt auch so) mit... Sachen..., die ihn dann bei seinem darauffolgenden Song begleiteten: Coming home. Sehr witzig! Dann spielte er Sometimes the brightest light comes from the darkest place (auch Mission, musste ich wie auch coming home im Nachgang suchen). Und dann ein Zwischenruf von jemandem, der auch am Montag schon da war: you promised you'll play Evangeline today" "what a dirty little liar I am" war die Antwort und es folgte Fabienne (auch nicht schlecht, mir persönlich aber ein bisschen zu aufgeladen mit Effekten und Hall). Danach das Medley, das er schon beim letzten Mal versucht hat, dann aber aufgrund der nicht funktionierenden Gitarren abbrechen musste: Wasteland/Lucky/Like a Hurricane/Wasteland, sehr sehr großartig!!!

Jetzt war das Klavier wieder an der Reihe mit Sorry (you'll feel sorry for yourselves - so schlimm war er nun auch nicht), Love und Butterfly on a wheel - diesmal wieder mit eher zögerlichem Gesang, aber dann kam die Gang hinter mir und alles wurde gut: die Jungs konnten richtig gut singen, danke nochmal dafür! Außerdem hatten Graham und Wayne irgendwas mit einem Song, den das Publikum in Hamburg für ihn gesungen hat und der so toll gewesen war (we love you Wayne? Keine Ahnung, ich hab's nicht wirklich verstanden, wer also in Hamburg war, möge mich aufklären! ;-)).

Ende Hauptset um 21:57 h. Er kam wieder, es gab Zugaben, yeah! Und zwar erzählte er, dass er, als er noch Bandmitglied der Sisters of Mercy war (freiwillig, niemand hat Marian verlangt! Nicht nach Herrn Cohen vom letzten Mal ;-)), nicht wirklich häufig einer Meinung war mit Andrew, aber bei dem folgenden Song seien sie sich einig gewesen, dass er großartig sei (manchmal frag ich mich, was Drogen und Rotwein mit Gehirnen anrichten, jetzt war so ein Moment): Careless Whisper. Kein weiterer Kommentar. Danach der Swan song, der auch beim letzten Mal das Ende signalsiert hat (22:10 h).

Aber: er kam nochmal wieder und spielte House of the rising sun (mit Ukulele) und ein neues, irgendwas mit streetlight und late at night (muss ich noch suchen). 22:22 h, die ersten gingen. Selber schuld, denn er kam nochmal wieder! Ging zum Klavier und überlegte, was er denn nun spielen soll. Ein Mädel sagte, dass wir so lange nicht gehen würden, bis er Wake spielen würde. Ok, sagte er, mach ich. Verflixt! Aber nach dem großartigen Wake machte er zum Glück einfach noch weiter und beglückte uns - auch am Piano - noch mit Litany for the faithful ("I sang you songs of candlelight and razorblades, wie passend), wechselte dann nochmal zu seiner Gitarrenauswahl und spielte noch Tower of Strength, übergehend in Personal Jesus (Depeche Mode). Sehr, sehr großartig!!! Um 22:49 h war dann endgültig Schluss, aber, wow, das war ein Abend!! Gerne wieder!

Setlist:

Madame G
Raising Cain (Mission)
Heaven (Mission)
The Crystal ocean (Mission)
Like a child again (Mission)
JK angel of death
Black mountain mist (Mission)
Ain't no prayer in the bible can save me now (Mission)
Nothing left between us
Naked and savage (Mission)
Martha's Harbour (All about Eve)
Sweet smile of a mystery (Mission)
When I drift too far from shore
Shades of green (Mission)
Wither on the vine!!
Coming home (Mission)
sometimes the brightest light comes from the darkest place (Mission)
Fabienne (Mission)
Wasteland/Lucky/Like a hurricane/Wasteland (Mission)
Sorry (Mission)
Love (Mission)
Butterfly on a wheel (Mission)
---
Careless whisper (George Michael Cover)
Swan Song
--
House of the rising sun
new album: "late at night... streetlight" ?
---
Wake
Litany for the faithful (Mission)
Tower of Strength / Personal Jesus (Depeche Mode Cover)

(c) bat 10/14


Wayne Hussey, KuFa, Krefeld, 03.09.2019

Ich war überrascht, denn nicht der normale, große Kufa-Saal war geöffnet, sondern der kleine "Vorraum" neben der Kneipe. Größenordnung vielleicht vergleichbar mit dem Grend in Essen, also irgendwas um die 200 Leute. Fand ich eher klein. Die Bühne kaum erhöht, zum einen schön, zum anderen sieht man nix, wenn man nicht 1,80 m ist oder nicht in der ersten Reihe steht. Start tatsächlich mit einer Vorband oder eher einer Vorperson: Ashton Nyte, Sänger von The Awakening. Eigentlich ist er The Awakening und kommt aus Südafrika, scheint aber mittlerweile in Amerika beheimatet zu sein, man weiß es nicht. Beides verursacht jedenfalls das von ihm mehrfach zitierte Jetlag bei der Anreise. Wir scheinen auch das erste Deutschland-Konzert der Tour gewesen zu sein, daher vermutlich noch die Anreisemüdigkeit. Aber er durfte sitzen und er hat das mit der Müdigkeit ganz gut überspielt. Tolle Stimme, sympathischer Typ, schöne Lieder. Start um 20:00 h, Ende um 20:45 h und ich hab mich gefragt, warum diese Band an mir vorbei gegangen ist. Gründung schon Mitte der 90er, mir bislang aber völlig unbekannt. Werde in jedem Fall mal reinhören, hat leider schon diverse Alben als Band und auch solo, wird also ein ganzes Stück Arbeit ;-). Von Stil her würde ich schon goth-rock sagen, durchaus ähnlich den Sachen von Wayne, das letzte Stück – wie er auch selber vorher feststellte – sehr stark von Mission beeinflusst. Ashton hat 13 Songs gespielt, die Titel sind aktuell allerdings noch nicht alle richtig, nur die, die er selber angesagt hat. Dabei hat er seinen Bildungsauftrag wirklich sehr ernst genommen hat und hat uns – wenn auch nicht immer den Namen – dann doch wenigstens verraten, auf welchem Album der Song zu finden ist und welche Farbe seine Haare hatten zur Zeit der Aufnahme ;-) "Ihr werdet nachher abgefragt".

Other Ghosts
Fault
The crying game
Upon the water
About you
Jennifer
(war kein Awakening-Song, sondern ein Solostück)
Storm (Beauty in Chaos)
Amethyst (Your Kiss)
Dressing like you
Back to wonderland
(neu)
The Sound of Silence
(Simon and Garfunkel Cover, sein erstes Stück, mit dem er bekannt wurde). Der Hammer!!!
The Dark Romantics
Shadows in the Dark

Wirklich gut. Gerne wieder, ob als Band? Mal sehen, was meine Recherchen so ergeben, aber solo auf jeden Fall!

Start Wayne um 21:11 h. Vorher stellte jemand liebevoll Rotweinflaschen auf – allerdings noch nicht die vollen, sondern bereits leer getrunkene mit bunten Lämpchen drin, sehr stimmungsvoll neben dem Liverpool-Teddy und der entsprechenden Fahne vor dem Keyboard/Piano. Und natürlich die Gitarren. Viele Gitarren, von denen auch wirklich viele zum Einsatz kamen. So viel zu der Sache mit der Bühne.

Wayne mit Sonnenbrille, Hut, schwarzem Hemd, schwarzer Jacke (die erst zur Zugabe verschwand) und einer engen schwarz-weiß-karierten Hose. Haare eher weiß, eher lang und ein bisschen zottelig ;-). Aber er soll nicht aussehen, er soll singen. Und das hat er gemacht. Hat wenig erzählt, musste auch nicht mit komischen Sisters-Zwischenrufen kämpfen und niemand hat sich Marian gewünscht. Mal sehen, was sie über das Konzert in Köln so schreiben ;-). Start mit Absolution, gefolgt von Like a child again. Hier haben die etwa 200 Leute wirklich schön und gefühlvoll mitgesungen, wow. Vielleicht noch kurz als Info: ja, es war eine acoustic-Tour – viele Gitarren und das Piano – aber die Backgroundinstrumente hatte er "auf Band" dabei und die Texte waren im ipad gespeichert. Früher mussten nicht nur die Fans die Texte können, nein, auch die Sänger. Heute lesen die Herren ab… naja, vielleicht waren es ja auch nur Noten :-). Dann That tears shall drown the wind – kannte ich ehrlicherweise nicht und dann ein cover von Cure: A night like this – insbesondere der Typ mit dem Cure-T-Shirt hatte sehr viel Spaß, aber ich fand das Cover auch wirklich sehr, sehr gelungen. Danach Nothing left between us. Und Wechsel zum Piano, was immer gut ankommt. Zunächst mal: Dragonfly. Dann: was wünscht Ihr Euch? Irgendwelche Dinge, die er nicht spielen wollte, dann eines, das er nett fand. Ob's eh auf der Liste stand? Man weiß es nicht – höchstens im Vergleich der Setlists: A long goodbye. Hat auch fast geklappt, er meinte, das würde er selten spielen, er sei nicht sicher ob's gelingt. Danach ein Zwischengeklimper, weil Tim (so hieß er glaub ich, der Techniker) irgendwas am Piano- Anschluss basteln musste und dann – Hurt (Cover Nine inch Nails). Wow. Sehr schön – allerdings hat mich das nicht so umgehauen wie die Sounds of Silence vorher von Ashton. Dann wieder zurück zu den diversen Gitarren und weiter mit You are not alone. Danach den Song fand ich vom sound her gruselig, die Gitarre war irgendwie – schräpig, schepperig, unangenehm: Heaven sends you. Weiter mit Mesmerised und Wither on the vine und Jade. Danach dann mal wieder was für den kleinen Mainstream-Mission-Fan mit einer sehr unheimlichen Version von Amelia und einem Medley aus bekannten Mission- und sonstigen Hits (ein bisschen so, damit's erledigt ist): Wasteland/Tower of Strength/Personal Jesus/Like a Hurricane/Wasteland. Zwischendrin hörte man das Publikum mal wieder mitsingen (natürlich bei Like a hurricane – und bei Personal Jesus), aber grundsätzlich waren alle – bis auf die zwei Laberbacken hinter mir – sehr diszipliniert. War bei Ashton noch nicht ganz so, da waren doch noch einige Leute "nebenan" im Kneipenbereich und haben sich nett unterhalten, führte leider zu so einer Art "Dauergemurmel" – hat er auch kommentiert – vor allem, als er dann die sounds of silence gesungen hat :-). Zum Schluss um 22:53 h gab's noch Swoon. Zugaben gab es aber auch noch, nämlich den Swan song und Severina. Schön. Schluss um 23:03 h.

Absolution
Like a child again
That tears shall drown the wind
A night like this
Nothing left between us
Dragonfly
A long goodbye
Hurt
You are not alone
Heaven sends you
Mesmerised
Wither on the vine
Jade
Amelia
Wasteland/Tower of Strength/Personal Jesus/Like a Hurricane/'Wasteland
Swoon
--
Swan Song
Severina

War ok, hat mich aber nicht so umgehauen wie bei den letzten beiden Solo-Vorstellungen im Grend. Vielleicht war ich einfach nicht in der Stimmung. Die Vorband hat mich tatsächlich begeistert, hat man ja auch nicht immer. In Summe bin ich also sehr zufrieden und freue mich auf die nächste Tour, vielleicht dann ja doch wieder im Grend.

(c) bat 09/2019


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