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---New Model Army, 01.06.1990, Bochum, Schmechtingswiese

I finally looked it up and found the ticket. My very first New Model Army concert was in Bochum; an open air near the Bergbaumuseum (mining museum) as part of the closing event for the German "Turnfest" on June, 1st, 1990.

The following bands were part of the show:

Noel McLoughlin (Folk) was the first to enter the stage at 3 p.m. I liked it - at least that's what was written on the back of the ticket. Followed by Hartmann, a band from Bochum, rock, German lyrics, seems to be unavoidable until now. Wherever there is a city festival in Bochum, Essen or somewhere nearby - Hartmann's still playing - and I still don't like them ;-). Next in line was Phil Shackleton ("something with a guitar, was ok but nothing to remember" was written on my ticket). The next one was again some kind of singer/songwriter (German) namend Klaus Hoffmann, nothing I would listen to if I had a choice ;-). He was followed by Oona, a rock band from New York (wasn't easy for them I wrote on my ticket - maybe because everyone was waiting for New Model Army to begin? Honestly I cannot remember anything). And finally: New Model Army, (they played from 10:10 p.m til 00:00 a.m. - even then I wrote down such things ;-) ). The hint for the setlist is just: see tape. I have no idea where this tape might be even though I found my old walk man while cleaning out my cellar ;-). I paid 9 Deutsche Mark for the whole event, not that much, isn't it? ;-) Here's the ticket:

I also found two newspaper articles, quite nice - at least something to smile about. I'll try to translate them in the near future.

Artikel, vermutlich aus der Ruhr-Nachrichten, Autor: Martin Lenhardt:

Friedliche Gegensätze auf der Jugend-Abschlußparty in Bochum

Festival beweist: Der Inhalt ist wichtiger als die Verpackung

"Bochum - Mut zum Risiko bewiesen die Organisatoren der Jugend-Abschlußp0arty auf der Bochumer Schmechtingswiese. In einem neunstündigen Open-Air-Programm brachten sie so völlig unterschiedliche Musiker wie Ballandensänger Klaus Hoffmann und die "Düster-Rocker" von New Model Army unter. Friedenstauben gegen Springerstiefel - konnte das gutgehen?

Es klappte sogar ausgezeichnet. Schwarzgewandete, bleichgeschminkte "Grufties" saßen einträchtig mit stirnband- und turnschuhbewehrten Nachfolgern der 68-er-Generation zusammen, genossen die Sonne, das eine oder andere Bier und ließen sich gar zu gemeinsamen sportlichen Aktivitäten mit Volleyball oder Jonglierkeulen hinreißen. 20.000 Jugendliche feierten ein friedliches Fest, bei dem die Musik lange Zeit nur die Hintergrundkulisse bildete.

Dies änderte sich allerdings schlagartig bei Einbruch der Dämmerung. Das gesamte Geschehen verlagerte sich Richtung Bühne, der Auftritt der britischen Independent-Kultband "New Model Army" stand kurz bevor.

Nebelschwaden und Violinenklänge leiteten die "heiße Phase" des Abends ein. Justin Sullivan & Co. rissen mit ihrer rund zweiständigen Show die Fans zu Begeisterungsstürmen hin. Die Ordner hatten alle Hände voll zu tun, eine Erstürmung der Bühne zu verhindern und die erhitzten Gemüter mit Wasserduschen abzukühlen.

So sehr sich das Auftreten dieser Band von dem eines Klaus Hoffmann unterschied - die Botschaften waren nicht weit voneinander entfernt. "New Model Army" als Fortsetzung der Friedensbewegung mit anderen Mitteln? Ihr Titel " I love the world" war an diesem Abend jedenfalls Programm."

Dann hab ich noch diesen Artikel aufbewahrt, vermutlich ebenfalls aus der Ruhr-Nachrichten, Autor diesmal Ines Philipp:

Kritische "Soldaten": New Model Army

"18.000 Fans drückten gegen die Absperrgitter vor der Open-Air-Bühne auf der Schmechtingswiese in Bochu. Die rund 30 kräftigen Bodyguards bilden eine lebende Mauer. Helfer rennen hin und her, verteilen Wasser - becherweise - an und auf die kreischenden Teens vor der Bühne. Ein Mäüdchen sitzt heulend zusammengekauert am Rand des Geschehens. Die verschwitzten Sanitäter haben alle Hände voll zu tun. Auf der Bühne steht nicht etwa Tina Turner oder die Rolling Stondes, sondern die englische Gruppe New Model Army. Der Aufstieg dieser Band blieb bisher von den Musikmedien relativ unbemerkt. Erst seit der letzten WDR-Rocknacht in Düsseldorf sind New Model Army (NMA) auch in der Bundesrepublik "den Massen" ein Begriff.
In Großbritannien sind Justin Sullivan, Robert Heaton und Jason Harris von NMA schon längst Stars - ihre neue LP erscheint voraussichtlich im Juli. Die erste LP "No Rest For The Wicked" ist beriets 1985 auf den Markt gekommen. Die LP "Thunder and Consolation", das Produkt des Jahres 1989, hat sich gut verkauft.
Anhänger der Independent Szene kennen New Model Army natürlich. Spätestens seit ihr bisher größter Hit "51st State" (auf der 86er LP "Ghost of Cain") 1987 auf den Plattentellern in hiesigen Discotheken heiß lief, sind für die Gigs der drei Briten kaum noch Karten zu bekommen. Die Thunder-and-Consulation-Tour im letzten Jahr war restlos ausverkauft. Kein Wunder, daß die Kids jetzt zu dem einzigen Auftritt der New Model Army in NRW geströmt sind.
Die jugendlichen Fans sind von weit angereist - manche sind nur wegen dem Auftritt der Band zum Turnfest gekommen (in dessen Rahmen das Konzert stattfand). Die zumeinst schwarz gekleideten Kids fahren voll ab auf die ohrenbetäubend laute Mischung aus Hard Rock, Folk-Musik und Heavy Metal, die streckenweise stark an The Cure erinnert.
Vielleicht ist es grade diese Ähnlichkeit mit der Kult-Band The Cure - um die sich in letzter Zeit die Auflösungsgerüchte verdichten -, die New Model Army zum Erfolg verhilft. Wenn man die Fans fragt, sind es jedoch die "Botschaften, die die Jungs in ihren Texten rübergringen", die NMA von anderen Bands abhebt.

Inzwischen sind New Model Army nämlich nicht nur vom Independent Label zu einer großen Plattenfirma gewechselt, auch ihre Musik hat sich verändert. Während die Melodien, eingängiger geworden sind; sogar eine Geige ist seit kurzem dabei; sind die Texte (sozial-)kritischer geworden. "God damn the master race that we're born in" protestieren New Model Army zum Beispiel lautstark gegen Rassendiskriminierung und Nationalismus à la Maggie Thatcher - und sprechen damit den Jugendlichen aus der Seele."

Wer sich vielleicht noch an die Setlist erinnern kann, mag sich gerne melden, vielleicht Petra oder Sascha? ;-))

(c) bat 01/2015


---New Model Army, 31.10.1990, Düsseldorf, Philipshalle

The next concert of New Model Army - at least I found a ticket for this one - took place in Düsseldorf, venue: Philipshalle. Line-up: Oysterband, Fields of the Nephilim, New Model Army (Oysterband, not Mission or Sisters like I always thought).

Oysterband opened the evening at 7:15 p.m. and played until 8 p.m. No setlist, sorry. After that, Fields of the Nephilim and lots of mist.They played about an hour including Psychonaut which is still on their setlist, see Amphi-Festival 2013 ;-). The back of my ticket stated: nice but songs quite similar, one hour's enough or it will start to get boring. I'm still ok with that sentence.

Army was on at 10 p.m. and played until 11:50 p.m. Setlist (as far as I wrote it down):

Get me out
Green and grey
Space
Innocence
Purity
Bury the hatchet
Poison Street
51st State
Frightened
Ambition
Better than them
No Rest
Drag it down
I love the world
Stupid questions
225
Vagabonds
White Coats
...

(as there are dots at the end of the list, they might have played more than this, I can only guess, so if there's anyone who can remember...).

Again, I have found 3 newspaper articles that were written around the time of the concert and even if they don't describe the acual gig I found them quite interesting to read (especially after such a long time) - sorry no translation up to now...:

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New Model Army

Auch im zehnten Jahr nach ihrer Bandgründung haben New Model Army nichts an musikalischer Power und an politischem Engagement eingebüßt. Dies unterstreicht auch das neue Album "Impuirity". Obwohl die Zeit zwischen dem letzten und dem neuen Album alles andere als angenehm war. "Selten, daß eine LP von uns von so vielen unterschiedlichen Gefühlen aus dieser Zeit geprägt ist", weiß Justin Sullivan zu berichten. "Die meisten Sngs sind in einer Zeit entstanden, als es die eigentliche Band New Model Army gar nicht mehr gab. Steward, unser Bassist, hatte gerade die band verlassen und ein legitimer Nachfolger war nicht in Sicht. Dies hat zur Folge, daß "Impurity" ein sehr konträres Album geworden ist. Du findest mit "Innocence" oder "Get me out" Stücke auf der LP, die eine sehr aggressive Grundstruktur besitzen. Im Gegensatz dazu ist z.B. "11 Years" ein eher poppiger Lovesong. Ich bin überzeugt, daß es Leute geben wird, die das eine mögen werden, aber das andere absolut daneben finden. Wir allerdings glauben, daß gerade diese Punkte unsere LP interessant machen."
Eines ist auf jeden Fall klar, die neue Platte brüht keine alten Erfolgsrezepte des Vorgängeralbums "Thunder and Consolation" auf, sondern zeigt eine erstaunlich frische Weiterentwicklung der Band. "Nachdem wir mit Nelson einen Nachfolger am Bass fanden, sind wir besser als je zuvor. Auch Ed, unser Mann an der Geige, gehört wie ein zusätzlicher Gitarrist nun zum festen Bestandteil der Gruppe. Zum ersten Mal habe ich das Gefühl, daß wir fünf eine geschlossene Band sind und das macht mich verdammt glücklich. Wir hoffen, dieses Gefühl bei unseren Live-Gigs auf die Leute übertragen zu können." Dazu haben sie ja jetzt im Oktober/November an der Seite von Fields Of The Nephilim und der Oyster Band genügend Zeit. Bis dann im März/April nächsten Jahres ihre eigentliche Tour startet. Good Luck!

R.P.

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(leider hab ich weder eine Quelle noch einen ausgeschriebenen Namen; das zugehörige Foto hat Sabine Bode geschossen, vielleicht hilft das beim Erkennen des Autors ja irgendwie weiter).

Hier noch die Karte und zwei Artikel, die aus der gleichen Zeit stammen; einer aus der Akku (?) und einer aus einer weiteren Zeitschrift, welche, kann ich leider nicht mehr sagen, aber immerhin sind die Autoren erhalten geblieben. Wenn ihr es nicht lesen könnt, meldet euch, dann tipp ich's ab.

(c) bat 01/2015


---New Model Army, 12.02.1998, Köln, Prime Club (Ex-Luxor)

A concert of New Model Army was announced for the 12th of February 1998 in Cologne - but it was announced only to selected people, who got letters from the concert agency Contour (nobody knows which criteria lead to this selection...Anyway, nothing remains a secret - at least not in the Internet ;-) So we all tried to get some tickets, which wasn't that difficult at all: one phone call to Contour and everything should be fine.... and everything we could do was wait and pray for our tickets to arrive in time.

The tickets arrived on Wednesday (Thursday was concert-day). Reason for the concert seemed to be the fact that 'Thunder and Consolation' - after 9 years – had finally been sold often enough to be a golden album - and it was a kind of test for the forthcoming tour and their new album.

We left in time on said Thursday, met some more people in Remscheid... and found ourselves in a very long traffic jam, 11 kms long, where you could have found us for the next hour (we made four kms in this time...). After having seen every little village between Remscheid and Cologne - we got a little bit nervous 'cause it was a quarter of an hour after the door-opening time at 8 p.m. We still were ok, cause we had our tickets but the other three had a friend with their tickets waiting – - hopefully - in front of the club. So the question was: How long would he wait with the concert starting at 9 p.m.?

All's well that ends well: we arrived at 8:30, the friend still waited, no problem at all. But still: adrenaline is the strongest drug ;-).

The Prime Club was overcrowded, Joolz was at the merchandise - there were several T-shirts and bags and one t-shirt which was designed especially for this evening (Köln 12th of February 1998 - finis coronat opus on the back) but unfortunately they didn't sell the new CD...

Army started in time at 9:00 p.m. - and I really saw them - Rob, who still recovers from his severe disease, was replaced by his friend Michael, who really was quite good - at least for my ears. The set was a mix of new songs, older ones and very old ones, as for example Ambition and 51st state - about the same set as the one they played in England in Joseph's Well one or two weeks before. Justin, who also had had to endure an operation (thyroid gland), sounded - at least for me - unchanged.

He started with Family Life, acoustic, followed by an acoustic version of Snellsmore Wood, after that, the band was allowed to participate and they played a rather strange but ingenious version of The Hunt, which reminded me of Justin's solo concert in Gelsenkirchen two years ago.

After that, they played White Light, Over the Wire, Long Goodbye, Aimless Desire, Queen of my Heart, Wonderful Way to go from the new album Strange Brotherhood, then - a bit older - Inheritance and Here comes the war. After that, again rather new songs - at least they are on the new album, although they are a lot older: No Pain and Headlights. These two songs together with Over the wire were already played on the Bizarre Festival in 1996 and Long goodbye was also played during Justin's solo tour in the same year. Justin's comment to Headlights was that we would never get rid of our history, it always was with us like 'headlights on your tail' and - talking about the past - they played 51st State. And again - or still? - his singing this song was not necessary: the audience took over ;-). They continued and finished with Get me out, Bad Old World and Green & Grey, dedicated to Rob.

After the 17 'regular' songs they played 4 and again 3 encores. When they came back for the first time, Justin said that they really didn't want to stop, they just wanted to talk about us.. Anyway, these were the encores: Modern Times, Ambition, Gigabyte wars, Living in the rose, Ghost of your father, Stupid Questions and 225.

The concert lasted about two hours, it was great, fascinating, ingenious - the more so as we didn't have the chance to see the band live for such a long time and I really had the impression that the guys liked the feeling too. The 'new' songs, those I already knew but also those I didn't, were really great, above all I liked Snellsmore Wood. And it was great because we were able to see them in such a small venue. They were in the middle of the audience after the concert and talked to people or signed t-shirts or bags. And this won't happen in the big venues they will be playing during the forthcoming tour. But that will be another story and I'm sure that I will be overwhelmed and enthusiastic about every gig of the tour I will be able to see.

PS: Thanx to Frank, Martin and Michael for the setlist!

(c) bat, 1998


---New Model Army, 08.05.1998, Düsseldorf, Philipshalle

When we arrived at the Phillipshalle at about 6:30 p.m., there weren't that many people around, but out of the cars on the parking area we heard New Model Army songs, old ones, new ones, some in between old and new... Nice chaos ;-) We met some folks from the mailinglist, some of them had already followed the Army through the whole tour. From Sweden, Finland, Great Britain, really funny. The Phillipshalle was not sold out, but I guess about 5,000 people were there (6,000 are allowed to enter).

Duesseldorf was said to be the only place where the Army had a support next to Nobody Else - that is the acoustic version of New Model Army - but when the concert started at about 20 past 8, we saw the attack atttack resp. strange-brotherhood-eye above the stage and Justin entered the stage together with Nelson, Dave Blomberg, Keyboarder and Drummer Michael (so I was told... well for some moments I actually saw at least Justin, Dave and Nelson ;-) the rest was somewhere behind the crowd.. why have people to be so large these days???;-)).

The first, acoustic, set, which was said to contain the more chilled-out songs, started with Brave New World 2. Followed by Snellsmore wood and Rainy night 69 (B-side of the new single Queen of my heart' - what have I heard: the B-Sides are often better than the A-sides? Here, it fits perfectly – imho). After that they played Eleven years taken from the album Impurity followed by the new song Big Blue and by Queen of my heart. After that, they played another older song: Ghost of my father taken from the B-sides and abandoned tracks resp. Big Guitars in Little Europe. Another song from B-sides... followed: No sense, with Nelson on the second drumkit, put up just for the acoustic-set. The next song was Fate from the Love of Hopeless Causes. The set ended after 10 songs and 40 minutes at about 9 p.m. with an incredible version of The Hunt, the same one that they already played in Cologne earlier in the year and which Justin played during his solo tour in 1996.

Some people who didn't know that Army was their own support, were quite astonished as they finished after 40 minutes and said that this short concert wasn't worth the 40 DM they paid, but we managed calm them down and assured them that NMA would return ;-)

After some reconstruction of the stage - and a rest for the Army - they returned at about 20 past 9 with the second part of the concert, the 'adrenalin-part' . The first song was Whitelight, followed by Over the wire, Long goodbye, Aimless desire and Wonderful way to go, introduced by a part of 'Before I get old' - apparently, Justin loves to tease people ;-) After that, they played Inheritance, where Justin showed us his talent in learning languages and sang a part of it in German "Mutter, Vater, ich bin okay"... ;-))) Then, they got going with Lust for power, followed by Headlights introduced by Justin's usual comment about things in the past that will follow you through the times, just like headlights on your tail. And maybe because 51st state is part of Army's history, that was exactly what they played. Still great, imho. Next was Get me out, and after that, band and audience were ready for a rest which was granted by the singing of No pain. Then again something to sing along: Stupid Questions and finally another great adrenaline-song: Here comes the war, which was the trigger for Justin to tell us the second thing that he wants to be able to say in every language (next to garlic ;-) ): 'Only a dead fascist is a good fascist.' The second set ended after 13 songs and one hour at 10:20 p.m.

The first part of encores started with an incredible acoustic version of All of this, followed by Ballad of Bodmin Pill and Green & Grey (seems to become a kind of follow-up to 51st state, next to Vagabonds - which was not played - unfortunately).

The next set of encores started with some words from Justin: he said that they very often played songs dedicated to someone - but the following song he would dedicate to himself, his favourite Army-song: Modern Times . Followed by Vengeance, because: 'I believe in justice, I believe in vengeance I believe in getting the bastard. Still.' The second verse was the one that you can find on Big Guitars in little Europe. The third part of encores, introduced by Justin with the nice words: 'Go home!' - really, very polite, Mr. Sullivan! ;-) - consisted of Family and 225.

All in all, the concert lasted about 2 hours and 20 minutes. They stopped at about 11 p.m. and of course, it was great. Somehow I had the impression that the band liked playing, that they enjoyed the gig - the last tour really is a long time ago. And New Model Army is a live-band, live they are at least twice as good as on CD. Up to now I haven`t spoken to those of the fans who saw more than one gig, so I don`t know how they see this special concert in comparison to the other gigs. But I do know that NMA play slightly different songs on each gig (otherwise it would be too boring I guess, for them and for us). They also played Killing, Gigabyte wars and Adrenalin , but unfortunately not in Duesseldorf. Anyway, I was impressed and happy to have seen them again. Only the hall was too big so it was not as good as in Cologne. And because I like smaller places, I will see them again in Amsterdam at the end of the month ;-)

(c) bat, 1998

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---New Model Army, 30.05.1998, Amsterdam, Melkweg

At Whitsun, we drove to Amsterdam... not for sightseeing (although the city is really nice and worth a sightseeing trip), but for the last gig of New Model Army on this tour.

Anyway, we had time enough to have a short sightseeing trip during the day and had time to visit the fleemarket and other nice places before driving to the Melkweg at about 8 p.m. I left my drivers to Amsterdam in order to meet my drivers from Amsterdam back to Dortmund at the Irish Pub just around the corner of the Melkweg, which was 'uitverkocht'. Already this meeting of Army-fans from all over the world was great and took place in a nice atmosphere and mood - no comparison to the boring parking area at Duesseldorf's Phillipshalle... Nelson as well walked by and looked at all those people, smiling. And nobody disturbed him - no comparison to any boy-group-fans, indeed.

The Melkweg opened its doors at about 9:30 p.m. At first, I stood next to the sound mixer, on a step, meaning I was closer to Justin and Co. than in Duesseldorf but could see them nevertheless! And there was enough space for dancing as well. The Dutch next to me were very kind although they had to say everything twice because my knowledge of the Dutch language is very very limited ;-).

The gig started at about 10:10 p.m. with Justin and his acoustic guitar. The whole set was very similar to the one in Duesseldorf, but there were some changes that I liked a lot.

They opened with Brave New World 2, followed by Snelsmore Wood, same as in Duesseldorf. The third song was Eleven years, after that Big Blue and Fate. Army played one of my all-time-favourites after that, a song that I have never heard live up to now: Prison, B-side of Get me out. Next was the new single, a song that I still don't like that much (but the cover is great and the B-side Brother as well ;-) ) Queen of my heart. I almost forgave this song 'cause the next one was Ghost of my Father., one of my favourites. Here as well Nelson played the second drumset during No sense. They finished at about 10:50 p.m. with The Hunt, just like in Duesseldorf.

It was great to see what the guys do, how they change the instruments - Dave and Nelson on bass, Nelson playing the drum, really interesting...

The 'adrenaline-set' started at about 11:15 p.m. with Whitelight, followed by Over the wire, Long goodbye, Aimless desire. Then Justin started to sing 'before I get old', a-capella and supported by the audience - but this time not with us: the song changed to Wonderful way to go, like we already knew from our Düsseldorf-experience ;-).They continued with Inheritance, Lust for power, Headlights, the latter being somehow an excuse and introduction for 51st state ('the more things change, the more they stay the same'). 'Here in the land of opportunities..' was sung only by the audience without Justin and without instruments. The 'Ha' was introduced by a drumm-roll from Michael. The next song was Get me out.

The following song, No pain was dedicated to 'absent friends'. Next in line: Stupid Questions. They finished at about 00:15 a.m. with Here comes the war.

No comments in Dutch about dead fascists.

The first part of encores started - acoustic – with Marrakesh (first time live for me), followed by Green & Grey and Ballad of Bodmin Pill.

The second set of encores consisted of Ambition (wow!) and Family, dedicated to all the followers who went with the band from city to city during the last tour and to those who came from far away just to see them play. Justin promised that they never ever would need 5 years to release a new CD and that they would never ever make a 5-year-break in touring. He also mentioned that this was the last concert of the tour... but that they would play on a festival in the Netherlands the following weekend... Once started they don't seem to get enough from touring ;-).

The last encore was Vengeance, they played it although the lights at the stage were on already. Great!!! After that, Michael threw his drumsticks into the audience, in order to make clear that this really was the last song - as ever...Justin wanted to throw the microphone stand (?) into the audience, but then decided to throw it onto the stage instead... I'm sure they often tested these gestures during the tour ;-). At about 00:45 a.m. everything was over, unfortunately...

The next day, on our way to breakfast, we once again passed by the Melkweg and saw a group of tourists standing there. Their guide told them: 'here, often pop concerts take place...'. ;-))

A great gig, nice people, a band that seems to have fun while playing and this after such a long tour. Joolz confirmed the date at Bochum University (19.06.) and told us that only Rev and his pregnant wife were the reason why the RSC-dates are not sure up to now. And a great city although I would never ever dare to drive a car or a bike there ;-) ).

(c) bat, 1998


---New Model Army, 104.11.1998, Bochum, Zeche

Small venues are just better, no doubt and I guess that's what Justin thought as well, at least twice he stressed that he liked it better here as in the Philipshalle and whether somebody would remember just now the gig at the Zeche 10 years ago - happy memories...

The evening began with a long queue at the counter at which we had to change our cts-tickets into original tickets. The latter by the way resembles the tickets of the spring tour - seems as if it was a copy that has been slightly colorized. Then we had to wait for hours - or so it seemed - to finally get into the venue but in the end, we made it and the concert could start.

I already had a rather perfect place when the special guests started so that I simply remained where I was: On the right side just in front of the stage next to the stairs leading up to the balcony there are some kinds of boxes where you can stand on - very near to Army with space to dance but not in the middle of the crowd - for me the ideal place as I could actually _see_ the band ;-) Otherwise I would have given up after a very short time, the crowd was rather aggressive and wild - but the songs were ideal for wild jumping and dancing.

At first some words to the special guests of the evening. Name: Backdraft or something like that, no Crocketts...

They started at 8 pm. Four people, the guitar player was dressed in a fair brown suit jacket, under which he wore some band t-shirt - looked strange somehow ;-) The drummer, however wore a NMA t-shirt... They started with a cover of Clash's London Calling, well there are things you just don't do (I do like the original, so this was just... strange), followed by a song named Local Radio (or so said the singer). Then they played three more songs, style rock /fok rock, nice but not impressive. Sorry guys but I'm sure it also has something to do with the fact that everybody was eager to see NMA... After that they continued with a song they called Criminal, I quite liked that one, and then they presented another cover: I don't like Mondays (Boomtown Rats), quite ok acutally. Somewhere in between, the singer wanted to be cool by doing whatever he aimed at with the microphone - but unfortunately he didn't succeed. Instead, he hit it somehow so that the micro flew over the whole stage in high arch, it looked really funny... the poor singer, I'm sure he was quite nervous as it's not a simple job to be the opener for NMA. But he kept his humour and even joked about it at the end of the song: such a gesture seemed to need a long-term practice ;-).

At 8:30 pm the gentlemen disappeared again after they wished us a lot of fun with Army.

The latter started at approx. 9:00 pm with Fate in an acoustic version. After this they went straight on with White Light. In general the concert was quite aggressive and powerful, they played a lot of 'angry' and fast songs, one after the other. There was no break as in spring, when the band allowed the audience and themselves some rest. The hall was very full and I had the impression that the audience was in a rather furious mood, aggressively dancing. Justin himself - chewing his chewing gum - somehow seemed in an aggressive mood as well, however, this can be just imagination. It was great to see him and Nelson so close to me ;-).

After White Light they continued with Long goodbye and Wonderful Way to go (both from Strange Brotherhood). After this they calmed down a bit with Purity.

In the meantime, Justin stated that this was much better than the Philipshalle. Of course, small venues always have more atmosphere than those big ones, they're too anonymous. But it was full here, almost overcrowded. I'm sure they sold more tickets than they were allowed to... Nelson seemed quite happy to be _on_ stage and not in front of it ;-).

The next song was Inheritance, again with German insertions, followed by Killing with Justin on acoustic guitar, brilliant!

They continued with No pain, followed by Ballad of Bodmin Pill.

Maybe I should say something about Justin and the microphone stand: other people take the micro out of the stand when they walk around the stage, Justin, however, places the whole stand onto his shoulder, a nice motive for the photographer standing next to me ;-).

By the way, there were some songs when Justin was floodlit from the front and from below so that his face started to shine - it looked very frightening and spooky, the more so if he looks so grim as only he can do... it reminded me of the light effects Bauhaus and especially Peter Murphy used during their last concert in Cologne the Monday before.

He by the way asked somewhere in the middle of the gig: "So you got Gerhard Schroeder? And we got Tony Blair... I wish you good luck." Some of you will perhaps know what he thinks of Tony Blair...

After the Ballad of Bodmin Pill they played Brother, again in that great live version they already played at the Bizarre festival. Then they played Headlights, this time without any comment on the past and after this, 51st state, the two songs this time in reverse order. Justin stated that this was a song to criticize Europe more than America. What else could it be? All the same, it was great, as it always is.

They only installed a "trap" for some time: they leave the stanza 'here in the land of opportunity' without instrumental company but before the 'Hey', they install a drum-roll. This was known to one half of the audience so they waited with their cry, the other half didn't know and roared simultaneously or briefly on the drum-roll. Justin only smiled and shook his head;-).

In the meantime, the space (? space? Where?? ;-) ) in front of the stage changed into something like hell, I was rather glad that I was standing above it all. The concert went on with Bad old world. Nelson and Dave shared a microphone during the refrain - lalalala - and grinned, it really looked cute ;-). Army played Get me out and Here comes the war, wow. Even the 'hardcore'-dancers had to give up during these two songs - it was really crazy!

And it marked the end of the official part after 75 minutes (it was approx. 10:15 pm).

The audience gave its best and howled, sang, clapped, whistled until they returned.

The encores began with Space and Afternoon song. This song isn't one of my favourites, not at all. I always seem to forget the name and have to look up at home what the hell is the title of this 'time passes slow..'. Justin stated that we apparently were in a singing mood and therefore we might continue with it: Green & Grey. I love this song, regardless of how often it has been played during the recent concerts!!. After this they disappeared again. Justin came back alone with an acoustic guitar and said: Okay, if you want to continue singing, try this: Vagabonds, he at the guitar and we as a violin: lalaaalalaaalalaalalalalaa - it was only a little bit similar to the original but it was fun! The band only joined us for the last few lines.

This sing-along continued with Stupid Questions. In general, it seemed to me that there were more T&C-songs than songs from other CDs, which is not bad of course as the album is really brilliant and marked my first contact with the band.

After Stupid Questions they again played fast song for wild dancing: No rest. Completely mad :-) . Nelson played his bass behind his head and then with his teeth, incredible. I can't judge whether the sounds were still right, the show, however, was great ;-)

Justin raged with his microphone stand that he also knocked over at the end of the song. He kicked the second one so that it joined the first. Mickey threw his drumsticks away, of which one promptly hit Justin by the shoulder. It was a furious ending of a furious and wild song. And as I said, I somehow had feeling, that Justin had not yet lost enough of his aggressions.. After this the guys disappeared but the people did not leave. They remained, where they were, shouted, clapped, howled, whistled, ignoring completely that the organizers had turned on some music from tape. They continued, the music became insignificantly louder, but the audience was too stirred up as to give up easily and go home. After the end of the song, the people became even louder, the guy behind the mixer emerged again, another one gathered the microphone stands, so we started to hope that Army would return once more. And so they did! They played Vengeance as a definite end to this gig. There just can't be a concert without that song, it was brilliant.

People were satisfied and went home after that song. The concert lasted about 2 hours, that's okay - in order to use another word than incredible, wonderful, brilliant that is ;-)

However, it is definitively no continuation of the spring tour, the new CD no more is the centre of the gig. One important difference is that Army doesn't play two gigs, dividing the show into two halfs, it's very different when there is an opening band.

I liked that concert very much, it was a hundred times better than the gig at the Philipshalle, because of the intense and more private atmosphere - but it was more aggressive as well, the audience was stirred up, somehow strange. This concert was the most 'furious' one I've experienced up to now, I can't describe it in a different manner.

I of course missed the slower songs, above all my favourites like Ghost of my father, Snellsmore wood, The Hunt.. In general, it was a more 'normal' set, no B-sides or abandoned tracks.

So it was quite different, but maybe that's one thing I like: Army have so many sides, it never is boring and one concert never is like another, they're unique events.

Therefore: brilliant, well that's what I've already said a thousand times ;-) And I' really happy that I drove to Bochum - however, it doesn't need much effort to persuade me in case of Army, Justin, RSC or Joolz ;-). Cologne can't be that great, but it will be great as well, I'm sure. However, I'll see how it will be like and can't wait till Sunday... And then I have something to look forward to, the RSC tour in January.

(c) bat, 1998

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 New Model Army, 08.11.1998, E-Werk, Köln 

English version yet to come...

 

Nun also Army in Köln. Die Halle war schnell gefunden, weil ich ja am Montag bei Bauhaus schon Gelegenheit gehabt hatte, sie erfolgreich zu finden ;-) Ich hab mich relativ direkt nach oben verzogen, weil ich nicht mitten im Gewühl stehen wollte, denn supergut gesehen hatte ich sie ja schon am Mitt- woch. Ich stand zwar direkt am Geländer, aber irgendwie waren die Jungs doch verflixt weit weg... und unten ging es gar nicht so ab wie in Bochum. Richtiges Gedrängel gab es wirklich nur in ein paar Reihen vor der Bühne, die Followers hatten Platz für ihre Circles und ihre Türmchen, alles halb so wild. Auch die Zuschauer, die unten unter mir standen, haben fast nicht getanzt, schon seltsam. Oben stand ich natürlich auch zwischen Leuten, die irgendwie überhaupt keine Stimmung verbreitet haben. Außer einem Mädel war da nichts mit Tanzen ;-( Im Gegenteil, einer stützte sich sogar regelrecht gelangweilt auf das Geländer, strange indeed. Egal, ich hab trotzdem gezappelt, aber richtige Stimmung kam nicht auf. Das nächste Mal also doch wieder unten ;-)))

Die Vorband begann gegen 20:00 h aber erstaunlicherweise war es eine andere. Auch die Karten, die wir mal wieder gegen die cts-Karten umtauschen mußten, waren 'richtige', halt wie auf der Frühjahrstour und nicht diese seltsam kopierten aus Bochum. Zurück zur Vorband. Dies waren nun wirklich die angekündigten Crocketts, die etwa eine halbe Stunde lang spielten. Sie erzählten, daß sie aus England, Irland und Wales kämen, der Sänger hatte motorische Störungen und Zuckungen und ich frage mich ernsthaft, wie der bei all dem Gezappel und Gehopse anständige Töne auf seiner Gitarre zustande gebracht haben will.. naja, vielleicht hat er ja auch nur so getan ;-) Obwohl es bei den schnelleren Liedern eigentlich egal war, welche Töne er spielte, Hauptsache er spielte überhaupt... denn eigentlich war das nur wildes Gedresche auf die Gitarren und Drums, nicht schlecht aber nicht unbe- dingt melodiös...und schreien konnte er dabei auch noch schön, echt optimal zum Abbau von Agressionen... Wenn ich also ehrlich bin, haben mir von den 9 gespielten songs nur die langsamen gefallen, die waren richtig gut, auch besser als das, was die deutsche Vorband am Mittwoch in Bo geboten hat, aber der Rest war doch nicht so ganz mein Ding...

Army legten los nach einer Umbaupause von einer halben Stunde um 21:05 h. Hier wirkte alles ein wenig professioneller, hinter ihnen an der Bühnenwand hing das Attack Attack-Logo, weiß auf schwarz und die Lightshow war echt fantastisch. Mit Strahlern, die auch das Publikum mit einbezogen, die - in viele einzelne Lichtstrahlen zerlegt - einfach auf das Publikum gerichtet blieben, vor allem bei Liedteilen, wo die Arme aller Leute oben waren oder klatschten, sah genial aus. Teilweise waren diese einzelnen Lichtstrahlen eines Scheinwerfers zusammengesetzt aus verschiedenen Farben - rot und weiß vorzugsweise - an die Bühnenwand wurden Lichtmuster geworfen, die Farben wechselten je nach Song. So war die Bühne bei Green & Grey zum Beispiel grün angeleuchtet, bei Brother in rotes Licht getaucht. Bei einem song wurde nur Justin von unten hell angestrahlt, doch, war toll. Das zusammen mit der Vorband und den 'richtigen' Karten weckt in mir die Vermutung, daß der Army-Gig in Bochum vielleicht kurzfristig zwischengeschoben wurde, zum 17. Geburtstag der Zeche... die Zeche selber kündigte nämlich schon recht lange an, daß Army in Vorbereitung sei, aber selbst als sie den Gig mit festem Datum auf ihrer Homepage ankündigten, war davon auf der Army-Homepage nichts zu sehen...

 Die setlist war ein kleines bißchen anders - Bochum war besser ;-) - , das Konzert etwa 10 Minuten kürzer und meiner Meinung nach war die Stimmung nicht so aggressiv, weder schien Justin so gereizt, noch war das Publikum so aufgeschaukelt. Zumindest von oben sah alles sehr viel harmloser aus als in Bochum, allerdings ist die Halle auch größer, vielleicht verteilt sich das alles einfach nur mehr.

Army begannen hier mit Snelsmore Wood - Justin an der akustischen Gitarre. Schön, hat mir in Bo echt gefehlt. Dieser song ist einfach absolut klasse!
Danach ging's dann bekannt weiter mit
Whitelight, gefolgt von Long goodbye, wie in Bochum. Danach spielten sie jedoch Believe it (nicht unbedingt eins meiner Lieblingssongs, dafür blieb mir aber der Afternoon Song erspart ;-) ).
Weiter ging's mit
Wonderful Way to go, Purity und Aimless desire, wie in Bo. Danach Brother. Auch hier erzählte Justin, daß sie damals in Norddeutschland auf Tour waren, in einem Hotel gesessen hätten und dann auf CNN gesehen hätten, wie ihre Stadt - Bradford - brennt... now we watch as the city burns, our city burns.
Die Bühne war passenderweise wie schon erzählt in rotes Licht getaucht...
Weiter ging's mit der bejubelten
Ballad of Bodmin Pill, gefolgt von Inheritance - übrigens das Lied, bei dem Justin von unten angestrahlt wurde. Er sprang hier mitsamt Mikroständer auf die Stufe, die die Bühne vom Publikum trennt und machte dort seine Show. Doch, er rockte ziemlich ab, wie auch schon in Bochum. Ob er das im Frühling auch tat oder vom zusätzlichen Acoustic Set so geschafft war, weiß ich gar nicht, so gut hab ich irgendwie nie gesehen ;-)
Weiter ging's hier jedenfalls schon jetzt im regulären Programm mit
No rest, gefolgt von dem etwas zahmeren Headlights - Justin mit akustischer Gitarre.. wenn ich nicht irre, ist am Ende von No Rest beim letzten Ton auch eine von Justins Gitarrensaiten gerissen... soviel zu 'heftig' ;-)
Nach Headlights dann ein 'song for absent friends':
No pain. Danach 51st state, wieder mit der Bemerkung, daß es mehr um Europa als um Amiland geht und wieder mit tollem Chor. A propos: irgendwie war der Gesang von Justin und vor allem derjenige von Dave und Nelson am Anfang sehr leise, änderte sich aber im Laufe des Geschehens, wäre sonst auch wirklich schade gewesen...
Es war übrigens faszinierend, zwischendurch mal auf das Mischpult und vor allem auch auf den Mann am Licht und seine tausend Schalter runter zu sehen, alledings wirklich nur zwischendurch, wer verpaßt schon gern was von Justin, Nelson, Dave, Mickey und, aehm, dem Mann am Keyboard?
Es blieb dann heftig mit
Get me out - übrigens wieder oder immernoch mit 'Isidro down to Dunblane - gebremst von Bad old world - wieder mit Nelson und Dave beim ersten lalala an einem Mikro. Danach Here comes the war: 'good luck for the future and we'll leave you with this.'
Hier gab's noch einen Zwischenfall: ich erwähnte ja schon, daß die Followers und sonstigen Türmchenbauer vorn diesmal mehr Platz hatten als in Bo, und zwar soviel, daß sie circles machen konnten - und beim instrumentalen Teil von Here comes the war, bevor Justin was von Serial Killern erzählt, haben sie mit mehreren - als einstöckige Türmchen - so eine Art Marsch durch das Publikum gemacht, teilweise auch in einem großen Kreis.. wie Marschieren eben.. paßt ja auch zur Musik.. nicht aber unbedingt zum Text. Justin sah sich das eine Weile an und meinte dann recht böse irgendwas von wegen: 'this is no bloody square dance, get off the floor!!!' Stimmt schon, diese Faxen passen nicht ganz zu diesem textlich doch eher ernsten song, aber gut sah es trotzdem aus.
Egal, die Leute interessierte das jedenfalls eher weniger. So daß Justin nach einer Weile nochmal nachhakte: 'Do you understand English?'. Irgendwann danach sind sie dann runtergeklettert, ich weiß aber nicht, ob sie sowieso runter wollten oder ob es was mit seiner Aufforderung zu tun hatte...
Der Song ging jedenfalls weiter, Mickey warf seine Drumsticks weg, Nelson warf zwischenzeitlich kurz seinen Baß hoch - wie auch in Bo - Justin trat sein Mikro um und sie verschwanden zum ersten Mal um 20 nach 10, also nach 75 Minuten. Bisher längenmäßig noch alles wie in Bo.

Erste Zugabe war dann das absolut geniale White coats, schon deshalb hat sich Kölle gelohnt ;-))), gefolgt von Stupid questions. Sie verschwanden, Justin kam allein mit Akustikgitarre wieder und fragte auch hier: 'So you like to clap? And you like to sing? So sing this' Und begann wieder mit dem 'Geigenpart von Vagabonds ;-) Diesmal hat er aber eigentlich den Part nur angesungen, den Rest mußte das Publikum übernehmen, was auch gut klappte. Ein Mädel neben mir meinte nur: Naja, mit Geige hat's mir besser gefallen - nicht ganz unrecht hat sie da, aber witzig war's dennoch ;-)
Danach ebenso akustisch aber wieder mit restlicher Band
Green & Grey, netter Chor. Und ich mag's immernoch ;-)

Danach nochmal von der Bühne und wieder drauf für Vengeance - übrigens wieder mit der zweiten abgeänderten Strophe. Scheint Standard geworden zu sein.. und ich kann den Text immernoch nicht...

Tja, und dann war Schicht, gegen 5 vor 11, insgesamt also 10 Minuten weniger als in Bochum. Vor allem haben die Leute hier auch sofort aufgegeben, als Licht und Musik angingen.. vielleicht ist Vengeance wirklich so eine Art Schlußzeichen, wer weiß?

Alles in allem natürlich mal wieder klasse, aber Bochum hat mir viel besser gefallen, wenn auch hier Snellsmore Wood und White coats natürlich besonders genial waren. Schön, daß die Songs sowohl generell als auch von der Reihenfolge her geändert werden, so ist nie ein Konzert wie das andere. Insgesamt war's hier auch weniger aggressiv als in Bo, hatte ich den Eindruck, zum Faxen machen war vorn mehr Platz, auch nicht schlecht - und ich hab blöd gestanden, wenn ich auch was gesehen habe, so ist doch der Funke diesmal auf mich nur langsam übergesprungen, ich war eher Beobachter als direkt beteiligt, meine ich damit. Und die Herrschaften um mich herum hätten sich das Konzert vielleicht lieber zuhause im Fernsehsessel anhören sollen.

Hach, und jetzt muß ich bis Januar auf Red Sky Coven warten, schnüff! ;-)

(c) bat, 1998

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 New Model Army, 15.08.1999, Zillo-Festival, Hildesheim 

This year I was at the Zillo-Festival in Hildesheim - again. The first time I was there in 1996. It has become big, commercial and professional, in comparison to the first time that it took place here in Hildesheim. I'm not sure yet if I really like the idea to use two stages for the bands... at first, the bands started at different times so that we had the opportunity to listen to a band and to change the stage if the band was not that great - but after a while, they started to play at the same time - stage one somehow had won time.

On Sunday, as it grew later and later, the audience began to get multicoloured... although it didn't rain at that moment (the day before, the festival only grew multicoloured when it rained.. a lot of funny and different raincoats appeared ;-) ): The fans of New Model Army from all over the world started to enter the festival ground. I saw some I always see when the Army plays, I saw some from the mailing-list (at least I guess that they are on it), and I saw - or better heard - a lot of people speaking English. Most of them came for NMA and went home after they played... well, for me, this would have been too far and too expensive for a Festival-gig.. for a 'normal' concert, no problem (see Amsterdam or Hameln or Hannover). But, to be honest, I would not have been there without NMA playing there ;-) It's nice to be a little bit mad sometimes ;-)

Witt finished about half an hour earlier as planned and we already hoped that NMA maybe would play half an hour longer... they did - somehow: they needed these 30 minutes for their soundcheck - they were the only band on stage one using acoustic guitars!

They started as planned - and finished as planned. It was great nevertheless, what else can I say? Okay, I liked Deine Lakaien as well (their setlist was very similar to the one on the last tour) and other bands were nice but Army is Army and for me this means: well yeah! ;-)

Some time before the gig, I saw Joolz and Warren at the booth with the Ethno T-shirts but before I could ask her about her biography-book, it started raining and they were gone.

New Model Army started with Fate, played Wonderful Way to Go, Long Goodbye, Stupid Questions, 51st state, Green & Grey, Inheritance, All of this, Purity, Brother, Get me out, Here comes the war, a new song: you weren't there, slowly, with acoustic guitar and harmonica, really great, something for Justin's solo-tours. Encore was I love the world. One song is missing, they played 15 during the concert which lasted about one hour. Justin seemed to be in an agressive mood, walking from one end of the stage to the other, chewing chewing gum and wiping his microphone. The setlist was, well, good for festivals, well-known songs, lots of songs from Thunder and Consolation. But it was okay, although I would have preferred less known songs or new ones. Snelsmore Wood would have been nice, or Vengeance, Ghost of my father, The Hunt. But the next tour is in November and that's not that far away. It was nice as a kind of warm-up in the middle of two tours ;-) In November, Joolz is here as well, dates will follow as soon as I know them.

Mr. Sullivan didn't talk very much, I had the impression that he wanted to get over with the set... and he somehow confessed that this was true, but in a different way that I would have expected: He looked at the mass of people - mainly dressed in black - looked at the sunset, found both very impressing - and said that he wanted to leave the stage before the sun was gone because he didn’t want to become one of the undead ;-)

Army was followed by Projekt Pitchfork, but we had seen what we wanted to see (okay not only NMA but as well Girls under Glass, In Extremo (who were really very bad!), Apocalyptica, Deine Lakaien, Inchtabokatables) and drove home in the middle of the Pitchfork-gig.

(c) bat, 1999

foto (c) Armando Pereira

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 New Model Army, 13.11.1999, Osnabrück, Hyde Park

 English version yet to come...

Diesmal ging die Reise nach Osnabrück, muß man auch mal gesehen haben;-)

Der Hyde Park ist ein runder Holzbau mit Spitzdach, hat was von einem Zirkuszelt. Runde Fläche vor der Bühne, gegenüber eine Bar, dahinter einige Stufen und darüber ein Balkon. Um die Tanzfläche vor der Bühne eine Art Gang. Größe: etwa zwischen Zeche Bochum und Ruhr-Rock-Hallen, Dortmund. Organisation: übel. Keine Garderobe, keine Chance mehr rauszukommen, sollte man einmal den 'Fehler' gemacht haben, mit Jacke reinzugehen oder sonst was im Auto vergessen zu haben (Stempel sind im Hyde Park wohl noch nicht erfunden worden, dachte ich erst, mußte mich aber von wirklich netten Osnabrückern aufklären lassen, daß sie im Diskobetrieb samstags sehr wohl über Stempel verfügen, strange indeed). Eine Bar, die keine Jacken annahm, eine über-ausverkaufte Halle (ohne Abendkasse!), in der definitiv mehr Leute waren, als jemals erlaubt gewesen sein kann.
Entsprechend voll war es überall und entsprechend war das Geschiebe und Geschubse vor der Bühne. Ich habe es aber als längst nicht so aggressiv empfunden als letztes Jahr im November in der Zeche Bochum.

Hinten auf den Stufen - und selbst dort war es rappelvoll - war es zwar verhältnismäßig friedlich, aber auch die Stimmung war mir, als Army einmal angefangen hatten, zu friedlich, so daß ich doch ins Gewühl vor der Bühne verschwunden bin. Einen der netten Leute hinter der Bar hab ich nachher vorn im Gewähl wiedergefunden - Gruß an Robert ;-)

Nun zur Vorband: Sprachlabor, Hiphop von Teenies aus Stuttgart, gar nicht gut. Ausgebuht wurden sie, haben aber tapfer ohne auch nur einmal von Klatschen unterbrochen zu werden, ihre halbe Stunde durchgespielt - was ihnen nachher von Justin hoch angerechnet wurde - bis sie endlich, zur Erleichterung aller, vermutlich auch zu ihrer eigenen Erleichterung, die Bühne geräumt haben. War leider musikalisch nicht so wirklich passend. Diesmal ist 'nicht wirklich' als Begriff nicht stark genug: es war definitiv nicht passend. Falls sie auch euch begegnen sollten und ihr Hip-Hop nicht mögt, solltet ihr vielleicht einfach vorher in der Kneipe - sofern vorhanden - ein Bier trinken, und sie spielen und leben lassen ohne Buhrufe...

Um 21:20 h begannen endlich Justin, Nelson, Dave, Mickey und der Mann am Keyboard (könnte mir mal jemand den Namen verraten??) ihre Show. Sie begannen akustisch mit Snelsmore Wood, gefolgt von Fate und sprangen dann zurück zu den Anfängen: Notice me, nicht mehr akustisch und auch gar nicht mehr langsam ;-) Lange nicht live gehört, wenn überhaupt schon mal.

Danach folgte ein Song, den ich nicht kannte, ein neuer Song von der demnächst erscheinenden CD Eight, der lt. Mailingliste Stranger geheißen haben könnte. Ob er gut oder nicht so toll (schlecht sind NMA-Stücke imho ja nicht, nur es gibt ein oder zwei nicht ganz so gute, wie z.B. Believe it und Living in the rose, imho) war? Kann ich nicht sagen, muß ich häufiger hören, hat mich jedenfalls nicht direkt beim ersten Hören umgehauen, wie Snelsmore Wood oder One Bullet oder You weren't there es geschafft haben. Danach 'It's a wonderful wonderful way to go': absolut genialer Chor vom Publikum, das ohnehin ein sehr sangeskräftiges war. Gefolgt dann von Inheritance (wieder teilweise deutsch, ohnehin hat sich Justin diesmal wieder bemüht, deutsch zu reden, war ja mal eine Zeitlang komplett out). Vorab fragte sich Justin, ob sie je schon zuvor in Osnabrück gespielt hätten... mußte er aber verneinen.. und ob wirklich mehr Osnabrücker als Leute von anderswo innerhalb und außerhalb Deutschlands dort waren, weiß ich nicht. Wenn man sich so die diversen Nummernschilder angesehen hat, glaube ich es fast nicht ;-)

Weiter ging's mit Turn away, eigentlich einem Sullivan-Solo-song (mit Dave Blomberg; zu finden auf der Big Guitars in Little Europe), diesmal in der NMA-Version. Hat mir supergut gefallen, und dem restlichen Publikum der Reaktion nach zu urteilen auch.

Dann eins, das ich nicht so mag: Believe it, imho hätten sie dieses Lied gern gegen eins ihrer anderen tauschen dürfen, aber das ist natürlich Geschmackssache.

Dann gab's wieder ein Stück, von dem ich dachte, es sei neu: 'Everything is changed' hat Justin gesungen. Orange Tree Roads heißt das Stück wohl, von der neuen CD eight, die demnächst erscheinen wird. Hat mir sofort gefallen, klasse! Etwas schneller, eingängiger Hintergrundrhythmus.
Justin hat im übrigen selten was erzählt, vor dem nächsten song aber schon, wie immer die Geschichte über die Tour in Deutschland, als sie das TV im Hotel eingeschaltet haben und in den deutschen Nachrichten gesehen haben, daß es in Bradford, ihrer Heimatstadt, brennt: and now we watch as the city burns, our city burns..."
Brother, B-side von Queen of my heart.

Dann wurde es heftig, sowohl vor als auch auf der Bühne: Get me out! Eindrucksvoller Chor.
Dann zur Erholung die neue Single (Promos sind verschickt, auf einslive wurde es auch schon vernommen):
You weren't there. Klasse, akustische Gitarre, Mundharmonika. Leider war aber bei diesem Stück und bei den anderen akustischen, langsamen, die Technik nicht gar so toll, Justins Stimme wirkte reichlich verzerrt.. vielleicht war er auch einfach zu dicht am Mikro, jedenfalls kein sonderlich toller sound, schade ;-(

Es folgten Purity und Here comes the war, klasse. Selbst bei Purity gab es vor der Bühne genauso viel Geschubse und Gedränge, Türmchengebaue und Gehobse wie bei Here Comes the war und vorher bei Get me out, und das, obwohl es doch eigentlich ein eher ruhiger song ist!

Die Stimmung blieb aber friedlich, trotz Gehobse wurde es nicht aggressiv, die Leute grinsten sich vielmehr an, wenn mal wieder einer einem anderen auf den Fuß gesprungen war oder man von hinten einen Schubs bekommen hat, der aber ganz woanders ausgelöst worden war. Zumindest hab ich das am Rand des Hopsfeldes so empfunden.

Nach here comes the war ging es genauso heftig weiter, die band gönnte sich und uns keine Pause: No rest, auch uralt und schon für die letzte Tour wieder rausgekramt. Vor diesem Song gab's übrigens Schimpfe von Justin: Er widmete den Song Sprachlabor, die es mit uns 'Bastards' aufgenommen haben und gewonnen hätten (oder so ähnlich; vermutlich, weil sie dennoch das Set, das sie sich vorgenommen hatten, zuende gespielt haben, obwohl das Publikum es ihnen wahrlich nicht leicht gemacht hat).
Akustisch ging es zuende - wie es angefangen hatte - mit
No pain

Natürlich kamen sie wieder, Zugabe Nr. 1 bestand aus Smalltown England - aber als Reggae-Version, sehr seltsam; ich hab schon etwas gebraucht, um überhaupt so erkennen, was das denn werden soll ;-) Weiter ging's mit 'a song for us all': White coats, auch genauso betobt und bejohlt von den Leuten wie die heftigeren Stücke vorher. Ohnehin eins meiner Army-all-time-favourites.

Die zweite Zugabenserie bestand aus drei Stücken. Sie begannen mit 51st state: it still is true. Immernoch klasse und an den Trommelwirbel vor dem 'ha' haben die Fans sich auch gewöhnt. Immernoch genauso gefeiert wie zur Zeit, als es neu war, und immernoch genausowenig wünschenswert.

Justin meinte nach diesem Lied, daß es draußen ja verflixt kalt sei und daß das im November, Dezember, Januar, Februar und März ja auch so bleiben würde. Und deshalb gäbe es jetzt diesen Song: und dann kam als cover Summer in the city ;-) Witzig und befeiert. Früher haben sie glaub ich häufiger mal gecovert, als RSC machen sie das ja sowieso, aber auf Army-Konzerten der letzten Zeit eigentlich eher ungewöhnlich.

Zum Schluß gab's noch I love the world, Ende war gegen 23:00 h, die Musik wurde angestellt und trotz Buhrufen und Pfiffen nicht ab- sondern eher lauter gedreht und auch das Licht wurde angeschaltet.

Schön war's, nur zu kurz, aber das ist es immer. Zwischenzeitlich meinte Justin auch: nein, wir gehen noch nicht. Als wir letztes Jahr nach Deutschland kamen, haben wir drei Stunden gespielt... alles freute sich.. aber er sprach weiter: damals waren wir auch noch jünger... gemeiner Hund ;-)))

Ganz anders wars als die Konzerte im Frühjahr, und anders als das Zillo sowieso. Sehr viel älteres und irgendwie sehr wenig von der letzten CD (2 + b-Side)?! von den genialen B-Sides, wie Modern Times oder Ghost of your father gab es auch gar nichts, überhaupt gab es nur eine B-side - Brother - und die ist schon länger auf der Setlist und nichts ungewöhnliches mehr. Ungewöhnlich war vielleicht noch das cover und eben Turn away als Bandversion. Und natürlich Motorpunk, wenn es denn wirklich dieses alte Lied war. Originell, wenn auch nicht wirklich gut: die Reggae-Version von Smalltown England. Aber irgendwie ist es ja auch klasse, ein so großes Repertoire zu haben, daß die Konzerte immer anders ausfallen können, so daß weder Publikum noch Band sich langweilen müssten. So spielt die Band eben nicht alles, was sie hat, runter wie bei einem Tonband. Und es ist auch schön, daß es doch noch immer Rätselraten um einige Songs gibt ;-)

Ich bin jedenfalls gespannt auf die neue Scheibe und auf die Tour im Frühjahr, die sicher wieder ganz anders wird ;-)

Zum Schluß noch: alle, die Army 'damals' zur T&C-Zeit zuletzt gesehen haben, sollten sich die 30,- mal gönnen und sich die Band nochmal live ansehen - mal sehen ob sie euch nicht doch noch überzeugen können, daß sie nicht schon Geschichte sind und man sie nur aus Nostalgie noch ab und an rauskramt. Imho sind sie noch immer da, sie leben und sind live auch immer noch genial!

(c) bat, 1999, Bild: Armando Pereira, siehe Bericht vom Zillo

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 New Model Army, 12.03.2000, Köln, E-Werk  

English version yet to come...

Die Vorband hieß diesmal Caroline's Spine aus Amerika. Klasse! Straighter Rock, erinnerte an Pearl Jam, Stimme wie die Counting Crows, aber optisch sehr viel hübscher anzusehen als der Sänger der Crows. Die Band ist gut angekommen, hatte ich den Eindruck, die Musik paßte aber auch eher zum 'Gesamt-Happening' als die letzte Vorband, die ich gesehen habe, unfair hin oder her und wenn Justin Sullivan auch noch so gern privat HipHop hört ;-)
Doch, sie waren wirklich gut und in ihre 2 Platten werde ich bei Gelegenheit auch mal reinhören. So um die 40 Minuten haben sie gespielt, von 20:01 h (so war's auf der Computerkarte, die ich zuerst hatte, auch angekündigt ;-) ), bis etwa 20:40 h, leider keine Zugaben.

Army begannen nach einer verhältnismäßig langen Umbau- und Stimmpause um 21:10 h mit blauem, strahlenden Licht, das von den beiden "Discokugeln" unter der Decke wunderschön reflektiert wurde. Nelson, der übrigens vorher mit einem Bekannten mitten in der Menge stand und sich - unbehelligt - die Bühne von weitem angesehen hatte - trug eine schwarze Hose und einen blau-grauen Pullover. Justin komplett in Schwarz, diesmal sehr schick mit Jacket, selbiges hatte er allerdings nicht sonderlich lange an, weil es dazu viel, viel zu warm war in dieser Halle (the whole lot of Germany in one room). Gut war allerdings, daß sie Ohrstöpsel verkauft haben - bei der Lautstärke auch wirklich mehr als notwendig.

Okay, los ging's mit R and R von der neuen CD Eight. Naja, als Opener ja ganz nett, ansonsten aber imho eines der 3 Lieder, daß sich die Army wirklich hätte sparen können... Geschmackssache.

Weiter ging's mit Long goodbye, ebenso wie bei den Konzerten zuvor auch schon. Dann eine irgendwie seltsame Version von Notice me. Seltsam, aber schön. Ich kann auch nicht mal genau sagen, was an dem Song denn nun so anders war. Er war nicht schneller als das Original, eher langsamer, ein anderer Rhythmus, mehr Baß vielleicht. Danach Believe it von der "Love of hopeless causes", auf der auch bessere songs zu finden sind, als ausgerechnet dieser (allerdings auch schlechtere ;-) ). Der nächste song war Over the wire, dann ging's akustisch weiter mit dem ebenfalls neuen Paekakariki Beach, Justin mit Akustikgitarre. Ganz niedlich, der song, aber der Text ist doch ein wenig, sagen wir, platt für Army-Verhältnisse. Danach ging's wieder etwas mehr ab mit 'it's a wonderful, wonderful way to go' und Lights go out, hab ich glaub ich noch nie live gehört.
Vor mir standen übrigens 2 Mädels, die sich - obwohl wir relativ weit vorn standen - überhaupt nicht gerührt haben, nur scheele Blicke haben sie sich zugeworfen, als vor ihnen ein Mädel beim Tanzen die Hände über den Kopf hielt und absolut Spaß hatte (selbige hat mich nachher nach vorn geschoben, weil sie es nicht haben könne, permanent Angst zu haben, mir ihre Hände ins Gesicht zu hauen, sehr nett ;-)) ). Klatschen konnten sie auch nicht, mitsingen: da sei Gott vor! Zum Glück waren sie irgendwann genervt genug um nach hinten zu verschwinden, wer weiß, vielleicht auch zurück in Mama's Wohnzimmer. Der Rest war zum Glück besser drauf und total nett. Aber sowas wie diese Schneckchen hab ich in Köln im E-Werk schonmal erlebt und das nicht nur von zwei Personen...Die ist echt komisch die Halle...
Egal, weiter ging's mit einem meiner favourite Songs des neuen Albums:
Orange Tree Roads, gefolgt von 'something you know from the radio: You weren't there, Justin nur mit Mundharmonika, den akustischen Gitarrenpart übernahm komplett Dave Blomberg.
Anders als bei den anderen Konzerten - zumindest was ich an setlisten im Netz gesehen habe - kam nun 'a song about Bradford':
Brother. Danach Purity, auch sehr schön, und Flying through the smoke. Justin erzählte hierzu, daß er vor langer Zeit einen Song geschrieben hätte: " we didn't ask for any of this" und daß dieser Song die Fortsetzung sei. Der Zusammenhang ist mir nicht wirklich klar, aber wenn Justin das sagt... explanations welcome!

Dann, heftig, Get me out. Langsamer und akustisch dann wieder: No pain. Still true: 51st state, auch das glaub ich eine Änderung der setlist der vorherigen gigs. Ist natürlich total gut angekommen, wie immer. Heftig ging's weiter mit Here Comes the War, diesmal ohne Marschieren der 'followers', die beim letzten Mal im E-Wert Justins Unwillen erregt haben.

Tja und dann war's irgendwie um 22:20 h auch schon wieder vorbei, schnüff.

Sie kamen wieder, wenn sie sich auch länger bitten ließen, und starteten akustisch mit Someone like Jesus. Danach wieder eine Variation zu den anderen Setlists: Ghost of your father. Ich liebe diesen song! Dann wurde es nochmal alt und schnell mit No rest, bevor sie eben eine solche rest einlegten, bevor sie zum zweiten Zugabenset erneut erschienen. Dieses begann mit Stranger, auch ein wunderschöner Song des neuen Albums. Obwohl ich davon beim ersten Hören (siehe oben) ja noch nicht so überzeugt war... ;-) Danach ein allgemeiner Chor bei Green & Grey.

>Justin erzählte dann ein wenig vom weiteren Verlauf der Tour und daß sie in 3 Wochen in Österreich sein werden. Das Publikum reagierte recht geschlossen mit lauten 'Buh'-Rufen. Justin meinte dazu aber, daß ja schließlich nicht alle rechts gewählt hätten oder Nazis seien. Aber ich denke schon, daß er genau so eine Reaktion mit seinen Worten und seiner effektvollen Pause bewirken wollte. Recht hat er natürlich trotzdem: denn zumindest die Army-Fans haben sicherlich nicht rechts gewählt. Sie hätten in jedem Fall diverse Anti-Fascho-Gruppen kontaktiert und wollten aus dem Konzert in Wien am 31.03. eine große Anti-Nazi-Veranstaltung machen - und auf jeden Fall auch das folgende Lied spielen: Vengeance. Danach war um 23:00 h wirklich Schicht, die Musik wurde gnadenlos angestelt.

Im Übrigen gab's - was mal wieder die Glaubwürdigkeit der Band unter Beweis stellt - einen Buchstand mit Büchern über Menschenrechte direkt neben dem Merchandise-Stand und eine Spendenaktion für Mosambik direkt am Merchandise-Stand. Wenn jeder nur 1,- gegeben hat, hat sich's schon gelohnt.

Joolz hat im übrigen ihr neues Buch 'Errors of the Spirit' verkauft. 'Stone Baby', der Krimi, für den sie einen Preis gewonnen hat, erscheint im April. Nähere Infos und auch Infos über die kommende Deutschland-Uni-Tour (Mitte Mai bis Anfang Juni) finden sich auf ihrer neuen Homepage: www.joolznet.com (org?).

Noch ein Wort zum Konzert: wie immer klasse, wie immer viel zu kurz. Obwohl die Halle nie zu meinen Lieblingshallen gehören wird. Vielleicht hab ich ja nochmal die Chance, sie in Warschau zu sehen, mal sehen, wie das Konzert so wird.

Viel Spaß Euch allen bei den restlichen Gigs, und klatscht für mich mit!

(c) bat, 03/00

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 New Model Army, 29.03.2000, Warsaw, Proxima 

I happened to be in Warsaw on March, 29th due to my job ... well, sometimes it's not that bad when you can - up to a certain degree - influence the time of your next travel to Poland ;-)

Thanx to my colleague Iwonka we already had the tickets when arriving in Warsaw and thanx to her we finally found the club Proxima as well, situated in a kind of backyard. At first sight, it looked like some kind of gymnasium, but it really wasn't. It was quite cute, reminded me of the Luxor (now Prime Club) in Cologne. On the right side just behind the entrance there is a café. Straight ahead you enter the 'hall'. The stage is - like the stage in Cologne's Luxor - higher than the ground so that you can see the actors quite well. But it was "protected" by a kind of fence. All in all there were about 1,000 people - except on the wall of the club itself, I haven't seen any posters or billobards announcing the gig but nevertheless there were all these people wanting to see Justin and Company..

The support guests startet at 8 p.m., they were Polish and quite nice, not that good as Caroline's Spine had been back in Cologne but nice. Some crossover-thing, reminded me a bit of M walking on the Water, a German band, kind of 'famous' here back in the 1980ies. I have to admit that we didn't hear much of this group (that's why I don't know their name) because we were sitting in the café, talking - and looking for Silke from Austria whom we didn't find despite the description given to me by Maria. Anyway, hope you enjoyed the gig!

NMA started at 9 p.m. with the intro they already used in Cologne (my only reference during this tour, sorry) and Justin and Co. also started with R & R, one of the songs written by NMA which I do not like very much (there are only three or four of them but this one definitely is among them). After that, very similar if not the same - to Cologne, Long goodbye, Notice me, Believe it, Over the wire, Paekakariki beach, Wonderful way to go, Lights go out, Orange tree roads, You weren't there, Purity, Flying through the smoke, Get me out, No pain, 51st state.

The main difference to Cologne was that Justin didn't talk a lot, he barely spoke at all - only before starting to play the last song of the show, he said something about Poland's history, especially about the last few decades which weren't easy for the Polish people and that he hoped that the thing described in the next song none of us had to experience: War. And another difference was that here there were no dancers, no fans taking others on their shoulders to dance... maybe this can be blamed on the low ceiling or the spotlights at the ceiling right before the stage who knows? ;-) The stage indeed was tiny, no room at all for Justin to walk.

Nevertheless, I liked the atmosphere of the club a lot (not comparable to Lienz as I already heard, but in comparison to Cologne..) a real 'club'-concert, recommendable for future gigs - if you happen to be in Poland at the right time.

The 'official' part of the show ended at 10 p.m. But they returned very quickly and played Inheritance, No rest and Green and Grey before vanishing for a second time. The next return was also a good deal quicker than in Cologne. Two more songs: Stupid questions and Vengeance, as always. But this time even this song remained nearly without any comments by Justin. It all ended at about 10:40 p.m. Shorter than Cologne, only minimal changes in the setlist and - unfortunately - no B-sides at all.

Anyway, I liked this gig more than the other one described above. Thanx again to Iwonka for buying the tickets and to Peter who was so kind as to accompany me and who was so brave as to experience a concert from a band he didn't really know.. except for one song: 51st state.. of course ;-)

(c) bat, 03/2000

PS: after the gig I had the opportunity to talk to Dave Blomberg about his band Nozzle - I have to admit that alcohol does not contribute to improve my English. Anyway, he told me that their CD will be available in June and that their new official homepage will be online in about 3 weeks when the tour will be over. Have a look at www. Nozzle com and enjoy the remaining gigs!!!

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 New Model Army, 01.09.2000, Osnabrück, New Hyde Park,  Golden Summer Jam 2000

English version yet to come...

Nach einigem Aufstand ist die Karte, die ich montags bestellt habe, dann doch schon freitags, am Tag des Konzerts, angekommen. Mit angekommen meine ich Dortmund, wo meine lieben Eltern den Briefträger sehnsüchtig erwartet haben. Für mich hieß das: mitten im Feierabendverkehr noch dazu an einem Freitag nicht direkt nach Osnabrück, nein, sondern erst nach Dortmund zu reisen, was mich von Düsseldorf aus nur fast 2 Stunden gekostet hat... nach weiteren diversen Staus, die nicht ganz so ausführlich waren, wie die auf dem Weg von Düsseldorf nach Dortmund, war ich um 19:45 h dann doch schon am New Hyde Park...der wie im Internet angekündigt aus nur drei Seiten bestand - aber außerdem auch noch ohne Dach war... das stand da nicht! ;-) Ausverkauft war es natürlich auch nicht, ich hätte mir den ganzen Zirkus mit der Karte also eigentlich sparen können, aber wer weiß das schon vorher ? ;-)

Das mit dem nicht vorhanden Dach war wirklich sehr hübsch, zumal es wohl in Osnabrück den ganzen Tag gegossen hatte... Ich bin bei der Anreise - von hinten schien die Sonne, vorn nieselte es wohl noch etwas - fast durch einen kompletten Regenbogen gefahren, der ein Tal überspannte.. es sah so aus, als sei ich von einem Ende zum anderen gefahren, einmal um das Tal herum, echt toll.

Als ich ankam, war der Lehmboden vor dem neuen HydePark entsprechend matschig, im Hydepark selbst waren vor der Bühne schöne schlammige Pfützen, ansonsten schien aber die Sonne.

Ich hab so gut wie sofort zwei Bekannte getroffen, die ich letztlich bei Joolz in Soest kennengelernt hatte, fand ich klasse!

Um 20:20 h fing die spanische Band Killerbarbies an zu spielen, Hedeghogkillers und Waterdown hatte ich verpaßt, war aber nach Aussage der beiden Osnabrücker nicht wirklich tragisch.

Die Killerbarbies hatten eine witzige Frontfrau, wirre rote Zottelhaare, knappes Oberteil mit silbrig glitzerndem Totenkopf drauf, sehr knapper Mini, auf jedenfalls was zum Hinsehen - fanden wohl die Horden von Jungs auch, die plötzlich vor der Bühne standen, Pfützen hin oder her ;-). Die Musik, Punk-Rock, war auch klasse. Sie coverten auch einiges, Downtown von Petula Clark zum Beispiel oder auch irgendwas von den Ramones, was sich wirklich ohne Probleme in ihre eigenen Songs einreihte. Ein Song war etwas ruhiger, der Rest war halt schneller Punk-Rock, aber sehr unterhaltsam. Sie durften sogar noch eine Zugabe spielen, hörten nach 15 Liedern dann aber um 21:20 h nach einer Stunde auf.

In der Umbaupause fing es dann an zu gießen, zu schütten wie aus Eimern, brrrrr. Ausgerechnet haben wir nur gedacht und uns entweder auf die Bühne, unter das Bierzelt oder auch zu Joolz und Warren unter das Merchandise-Zelt gewünscht... aber alles war voll und so harrten wir unter einem kleinen Osnabrücker Regenschirm aus... voller Hoffnung, daß es rechtzeitig aufhören möge zu regnen. Was es glücklicherweise auch tat, ha!

Army begannen um 21:40 h - geplant war 21:00 h.

Erster Song: Fate. Justin ist irgendwie grau geworden, oder er hatte blondgefärbte Haare, die jetzt langsam rauswachsen, weiß ich nicht. Sah jedenfalls anders aus als sonst. Nach Fate Over the wire, gefolgt von Stranger, das ich sehr und R&R das ich nicht so sehr mag ;-)

Erzählt hat er nicht so viel, nur zwischendrin, daß er tags drauf nachmittags in Bonn sein würde und abends ein Gig in der Nähe von Trier ansteht. Weiter ging's mit der Strange Brotherhood: Aimless Desire und WW2G.

Dann ein Song, den ich live noch nie gehört habe: von der Radio Sessions bzw. der No Rest for the Wicked: The attack, klasse!

Justin erzählte, man höre allenthalben, dass es ein Revival der 80ies geben würde, aber er könne sich nichts Schlimmeres vorstellen, schließlich würde uns das Maggie Thatcher zurückbringen .. Daher lieber ein Song, der von der Zukunft handelt: Orange Tree Roads. Dann eine Anspielung auf das letzte Konzert in Osnabrück im Hyde Park und dieses... damals, meinte er, hatte das Ding aber wenigstens ein Dach... naja, aber so könnten wir später, wenn es denn man ein Dach hat, allen anderen erzählen, wie es denn damals war bei Army ohne Dach. Und dafür dann das folgende Lied: You weren't there.

Beim nächsten Song mußte ich erstmal überlegen, kannte ich vage, aber auch nur vage.. irgendwas mit Annie, und remember.. bis der Groschen fiel, dauerte es wirklich eine ganze Weile: eine irgendwie merkwürdige, weil schnellere und aggressivere Version von Vanity von der Impurity. Hab ich live auch noch nie vernommen, jedenfalls kann ich mich bewußt nicht daran erinnern. Und in dieser Version sowieso nicht ;-)

Danach dann 225, wild bejubelt, ebenso wie das folgende Purity, aber eigentlich kann ich nicht sagen, daß die neueren Songs viel weniger bejubelt wurden als die alten, dennoch bleiben die Songs der Thunder and Consolation diejenigen, die die meisten kennen und mitsingen. Immer gut geeignet für Festivals, wo nicht nur eingefleischte NMA-Fans das Publikum bilden.

Flying through the smoke war das nächste Lied, wieder von der letzten CD Eight. Dann wieder Rückgriff auf die T&C: Stupid Questions, gefolgt von Here comes the war, ohne das es kein Konzert mehr zu geben scheint, ebensowenig endet ein Konzert, ohne daß Army Green & Grey gespielt haben, was sie auch direkt im Anschluß zu War taten und damit auch um 22:45 h verschwanden.

Als Encores gab's White coats (!), genial das Lied und immer noch gut für viele Diskussionen, gerade auch im Hinblick auf die neuesten Vorstöße Englands auf dem Gebiet der Gentechnik.

Und dann, weil das Wetter ja sooo schön war und es schließlich auch ein Golden Summer Jam war: Hot nights, summer in the city, das halbfertige Gebäude bebte, das Wasser aus den Pfützen spritzte besonders stark wegen des wilden Gehopses der Zuschauer ;-) Doch, richtig sommerlich war's, klasse Idee, Justin ;-)

Das zweite Zugabenset bestand aus I love the world und Get me out, wie üblich eigentlich. Vor Get me out erzählte Justin noch, daß die Band nächsten Monat 20-jähriges Bühnenjubiläum hat und er sich deshalb wie 16 fühlt.. irgendwie muß er sich verrechnet haben.. ;-)

Und erst erzählen, er fühle sich wie 16 und dann das Konzert zu beenden, ist auch nicht das, was man so erwartet, oder??? Ende also trotz protestierendem Geschrei um 23:10 h.

Im Grunde, bis auf White coats, The Attack und Vanity ein Standard-Set, keine B-Seiten. Aber schon wegen der drei grade erwähnten Lieder war es hörenswert. Schön ist es eigentlich eh immer, zumindest wenn Ihr mich fragt ;-). Obwohl der arme Mikroständer doch nun wirklich nichts dazu kann und die Töne, die Justin damit erzeugt, sooo schön nun auch wieder nicht sind. Langsam kann er sich mal was Neues einfallen lassen...

Aber dennoch hat sich all die Fahrerei wie immer gelohnt und das Glücksgefühl, das sich immer bei Army's Musik einstellt, wird wohl noch eine Weile anhalten, ansonsten gibt's ja auch noch die Platten...

Letzte Infos: ich hoffe, ich seh euch in Köln am 22. und 23.12., vorher wird es wohl heißen: warten und hoffen, daß die Zeit schnell vergeht. Immerhin hab ich heute beim Einkaufen schon Lebkuchen gesichtet, Weihnachten/Yule kann also gar nicht mehr fern sein, und damit auch nicht die History-Gigs von NMA. Red Sky Coven werden uns nicht mehr in diesem, aber lt. Joolz im Januar nächsten Jahres beglücken, also noch was, das Anlaß gibt zur Vorfreude.

(c) 09/00 bat

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 New Model Army, History Tour, 22. und 23.12.2000, Köln, Palladium  

The palladium situated opposite the E-Werk is even larger than the first-mentioned or at least longer. The two balconies on the right and left were opened on the first day for the 'normal' public, at least one of them was. On the second day, they were completely closed and accessible only for V.I.P.s. I didn't like that very much cause if you are in the middle of the crowd and not in the first line and not just 1,80 m large, you don't have the chance to actually see something of the band...

It was not sold out but well yet filled. There was no special guest band, similar to the Strange-Brotherhood-Tour where Army themselves acted as special guests: & Nobody Else.

The first gig started at about 8 p.m. There were a lot of people who are somehow always there, but certainly also many who saw the Army for the last time during their Thunder and Consolation tour. In addition, amazingly many people were only in their early 20ies, which means that they could have actually experienced the release of the last two albums of NMA. I think that's very positive, so the band is not only a band for people who want to revive their past, but they are also able to rise new fans - and they still have the power and fascination to let the 'old' fans stay.

The first part was somewhat calmer, on both evenings Justin opened alone with acoustic guitar, and was joined - one after the other - by Dave Blomberg (guitar), Dean White (key), Michael Dean (drums) and last but not least by Nelson (bass). If I remember correctly, it was the first time (at least for the last two or three years and my limited number of concerts) that he called the complete band by name. Sometimes he mentioned Nelson or Dave but never all of them during one gig. If you however consider, that this History tour was on the occasion of the 20-year stage anniversary of New Model Army and if you further consider that from the initial members there is actually nobody left but Justin Sullivan, it was more than necessary to present the members of the 'new' New Model Army to the audience.

The gig in Friday was opened with Drag it Down followed by Higher Wall. After this Dave Blomberg joined Justin on stage and they continued with Turn away. That was a very good start, I love these songs ;-) The latter one is more or less a Justin-Sullivan-Song, it was presented on his recent solo-tours and can be found on the Big guitars in little Europe album, recorded together with Dave Blomberg (live). As far as I know, there doesn't exist a studio version of it (up to now). They continued with Snellsmore Wood that I for the first time also heard during a solo concert of Sullivan.

The rest of the band now also came onto the stage and they went on still in a moderate manner with Lovesongs and Ghost of my father, both of them just amazing. The concert built itself up slowly, old songs mixed with new ones, a journey through the past 20 years, a nice mixture.

Special Guest on this first evening was Mark Feldham, playing the harmonica. He was really great - not that Justin can't play the harmonica/mouth organ, he plays it often enough on solo or RSC-gigs but ... well, Mark was better ;-)

Mark appeared for the first time at the following song, however, we were lucky to see (well the others ;-) ) and hear him on several other occasions during the process of the evening. The song? Oh yes, it was Waiting. Wow. From this very old piece, a risky jump directly onto the last CD: Orange Tree Roads, one of the good pieces of Eight. After that, they played Stupid Questions, a song that I seem to have heard one too often...comparable to I love the world... Someone like Jesus marked the end of this first hour; I don't like that song very much, but anyway, it's okay. It was 9 p.m. and they needed a break of about a quarter of an hour.

We tried to get a bit closer to the stage to have a better look at Justin, Dave, Nelson and the others. I caught some glimpses of them but mainly I was now able to admire the stage decoration even better than before: A white, shining through cloth like a curtain. It was irradiated in all imaginable colours during the concert, looked very pretty - however, I would have preferred to see the band instead ;-)

The adrenaline set started with Notice me, followed by Long goodbye and The Charge. They continued with White light, Aimless Desire and WW2G. Then they once again played something calm, I had to brood briefly what that was now: No greater love. After this, No pain. Justin told us that it was a very nice birthday and that he liked it a lot. But that was it, he didn't speak that much, saved his voice for singing and postponed the storytelling to RSC or solo gigs.

The Army continued with Flying through the smoke and Mark Feldham appeared once more for the following song: Ballad. The next song was a kind of confirmation to the rumour that Army's B-sides often are better than the original single tracks: Brother. Fitting for the current discussions about cloning and genome, they played a rather old song: White coats. After this Justin said: "We started at a time, when Maggie Thatcher, Helmut Kohl and Ronald Reagan came to power. We are still here!" 51st state followed in an acoustic version, not that surprising, one could have thought of it at once by the mentioning of the name Maggie Thatcher..

The last song of this main set at about 10 p.m. was - as almost always - WAR.

The first set of encores started with a cover song: Gimme shelter. After this they started to play the instrumental part of Poison Street. The public of course started to sing along - and then realized that it sang all alone. They, however, didn't hesitate at all and continued... and came as far as: 'in Poison Streeeeet, they guard the gate with bitter, bitter tongues..' then the singing became thinner and thinner and everybody burst into laughing... The band started again and this time they helped us singing ;-)

By the way, they also made the same in Liverpool (I don't know if this goes for the other gigs in Nottingham and London as well), with the announcement to try it in Germany as well, “let’s see how far we will get” ;-).

The second encore set started with Living in the rose, after that they played Vengeance - of course - but however they sang the changed version of the second stanza (in a warehouse complex..).

The first show ended at about 10:45 p.m., it was wonderful, great, fascinating.

By the way, Justins hair isn’t bleached anymore, but still very short as is the hair of the other members of the band, no more long hair at all.

This trend is also popular among the fans (either their hairs have dwindled (?) during the years or they pursue a proper job ;-) ) but there are still some guys with very long hair.. and they are always at about 1,90 m tall and are standing exactly in front of me, waving their hair into my face and see to it that I'm not able to catch a single glance at Justin and friends... ;-)

Outside the concert hall there was the merchandise stall with Ben and Joolz selling t-shirts, CDs and Joolz' books. She also brought along some of her paintings of Justin and other things. One painting fascinated me - I already saw it earlier in the year in Cologne: The black-and-white painting of Justin Sullivan, somehow looking very frightening.

And on a wall there were photos of the band members, presented by the photographer (Jochen Melchior). They were on sale after the concert. They were really brilliant - but unfortunately too expensive - the more so when you cannot decide which one you would like to buy ;-).

The first evening was really very great and brilliant, the songs, the audience, the band, sigh, everyone was satisfied, many people were sad because they had bought only one ticket, didn't have the time to return the next day and were sure to miss another great evening. The more so as those who already saw the band in London or elsewhere (greetings to Stephan, Silke and Aideen) told us that the next evening would be even better than this one.

The second evening was similarly crowded but was not sold out either. It began rather calmly again, about 20 minutes later at 8:20 p.m. The break, however, was again at 9 p.m. - which made me presume that the concert would be about 20 minutes shorter than the one on Friday - which turned out to be true, unfortunately.

Justin started all by himself with Family life, after this he played together with Dave Changing of the light, another one of my favourites. You can find it only on the live recording 'Big guitars in little Europe, (Justin and Dave).

The band joined them on stage and they continued with Bad Old World, Space (I still don't understand, why Joolz cannot speak the intermediate text, I mean, she is there, so can you think of a reason!?), Headlights on your tail, then again one of my favourite B-side songs: Prison, followed by a song, that I for myself don't have to hear at all: a winter redemption song, as Justin put it - depending on the season, it sometimes was announced as summer redemption song, which doesn't make it any better - : Big Blue

However, with the nex songs, everything was forgotten: Vanity and Ballad of Bodmin Pill, sigh;-). The end made that rather told than sung song Leeds Road 3 a.m., it was too restless in the hall for this song, a real pity. It's more suitable for solo concerts in smaller venues.

As already mentioned, there was a break from 9 pm to 9:15 pm.

Special Guest this time was: Ed Alleyne Johnson and his violin flown in just for this one evening. In London, unfortunately, he was sick and the gig had to take place without him. So we were very lucky that he was here now. I wonder how he felt to play again for an audience so numerous - his last concert with NMA is at least 10 years ago! He played brilliant intros and on one song he continued when the rest of the band was already gone: they stood at one edge of the stage, leaving the latter to him, it was fascinating. It was a real pity that Justin just after he ended had to tell the audience that this wasn't a reunion.

Who wants to know that at least now? Ed was just great, an enrichment, with or without reunion. It really was a very unnecessary thing to say and a very bad moment too.

I had to think of my first Army concert back in ‘89 in Bochum where Ed also opened the evening all alone with his violin, wearing a big black hat and walking from one end of the stage to the other. By the way, on that occasion I wasn't able to see the band as well but I saw the hat! ;-)

Okay, the first song of the adrenaline set was R&R (another "well, yes, but is that really necessary?" song that I would not put among the best songs of the past 20 years), after this Believe it and Over the wire. Followed by Stranger (Eight). I like the song but as it seems to be with most of the songs from Eight, I had to think about the title for some time.

The band continued with Get me out, Inheritance, Liberal Education (wow) and then the first appearance of Ed Johnson: Purity, sigh, I want to see and hear that man on the stage more often again! The song is always great at concerts, but there is no comparison to the version with violin, it was really special. After that, another Justin-solo-song: You weren't there, great, with an even greater choir.

Then once again the whole band had to work, but still the version was acoustic: 225. They continued with Family and I love the world (I knew it! ;-)). The official set ended with this at about 10_15 p.m.

The first encores were Marakesh (Justin alone) - incredible!! - Archway towers and No rest.

The second set started with Vagabonds, with a brilliant intro of Ed Alleyne Johnson. This song must be exactly like this. It was indeed also nice and funny in the past concerts when the audience tried to simulate the violin, but to be honest, the song needs the violin and it can't be replaced. Ed remained and the last song was my all-time-favourite Green & Grey. Justin thanked us and told us once more that it was a beautiful birthday. They disappeared at the same time as the day before: 10:45 pm. Brilliant as on Friday, no, even more brilliant because of Ed Johnson! But I cannot say that it was a thousand times more beautiful as some said, but that were those who followed whole tours in the past (some still do it nowadays), so maybe that's the difference. I liked both evenings, Mark was great, Ed even greater, the songs were a very good mixture of the past 20 years.

We gave our best to make them return and sang: "happy birthday dear Army happy birthday to you." But they did not come back - the organizers turned the light on and started to play some horrible, non-fitting 'please leave the room now' music. I don't know whether the band wasn't allowed to return or if they didn't want to but I hope that it was the further reason, it must have been!

We were then pushed out of the Palladium very quickly, they used similar methods as the people in the Live Music Hall, I do not know, maybe that it is usual practice in Cologne, yet I don't like it at all. Army concerts are always meetings with people you have not met for a long time or only meet them on these concerts and a so abrupt end of the feasting in memories and of the telling of news and the chatting about the last concert is and is and remains VERY IMPOLITE!!!

Those who liked this band once or still like it and missed this double concert itself really missed something unique and wonderful, I have to state this again, even if I am repeating myself ;-) And I really could get accustomed to double concerts in general .

(c) bat 01/01

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Here's an article written by Georg Howahl published in the German newspaper WAZ. Thanks to Georg for letting me post it - but for now no translation available, sorry.


New Model Army

Live in Köln, Palladium 22. und 23. Dezember 2000

Runde Geburtstage sind Rockbands selten vergönnt. Um so mehr wissen New Model Army ihr Glück zu schätzen, gerade 20 geworden zu sein. Sie beschenkten ihre Fans mit einem Doppelkonzert im Kölner Palladium.

Die Anhänger von New Model Army zählen zu den treuesten, die eine Band haben kann. Wie eine Großfamilie kamen sie zur Geburtstagsfeier, aus Berlin, aus Hamburg, Rom und London, um 20 Jahre in zwei Nächten zu erleben. Zwei Nächte, in denen nicht nur die Hauptband, sondern auch die Vorband New Model Army hieß, denn zum Anwärmen traten die Musiker aus dem nordenglischen Bradford mit akustischen Versionen auf.

Der erste Abend im Palladium, ein vertrauter Anblick aus den 80er Jahren: Vorn spielt die Band mit minimalistischer Lightshow ihren Uralt-Hit "Waiting", im Publikum stehen die Fans auf den Schultern ihrer Freunde, gestikulieren oder ahmen den Text pantomimisch nach - wenn nicht gerade ein Song läuft, zu dem man besser Pogo tanzt. Kein Abend für Nostalgiker jedoch, denn die alten Songs wie "No Greater Love" werden mit ganz neuen wie "Orange Tree Roads" gemischt. Denn eines waren New Model Army nie: rückwärtsgerichtet.

1980 begann Sänger Justin Sullivan mit der zornigen Punkrock-/New-Wave-Band, die sich im Laufe der Jahre zu einem erfolgreichen Independentrock-Phänomen entwickelt hat, ohne ihren gesellschaftskritischen Anspruch zu verlieren. So singen sie auch diesmal ihren größten Hit "51st State" gegen die Dominanz der USA in der Weltpolitik.

Der zweite Abend: "Wir haben zu einer Zeit angefangen, als Margaret Thatcher, Ronald Reagan und Helmut Kohl an die Macht gekommen sind. Sie sind alle lange weg. Wir sind noch hier", ruft Sullivan und stimmt pikanterweise den Song "No Rest For The Wicked" an. Spätestens jetzt haben die Fans das Gefühl, auf der richtigen Seite zu stehen. Und dann kommt noch eine Geburtstagsüberraschung: Ed Alleyne Johnson, der Mann an der elektrischen Violine, der seit fast zehn Jahren nicht mehr mit New Model Army spielt, kommt auf die Bühne, um Hits wie "Vagabonds" und "Purity" den unvergleichlich Folksound zu geben.

Doch das letzte Geburtstagsständchen singt das Publikum: "Happy Birthday to you, happy Birthday liebe Army", ertönt es statt der Zugaberufe, als schon längst die Lichter angehen und die Feier vorbei ist.

(c) Georg Howahl


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 New Model Army, 22.12.2001, Köln, Palladium  

English version yet to come...

Auch diesmal gab's ein Weihnachtskonzert von New Model Army. Und es hatte einen entscheidenden Nachteil zum Konzert von vor einem Jahr: es war einen Tag und diverse Songs kürzer. Erschreckenderweise habe ich festgestellt, dass ich ein Jahr lang kein Army-Konzert gehört habe, dafür zwar RSC und Justin sowie Nozzle, aber Army selber waren tatsächlich ein ganzes Jahr lang nicht hier in der Nähe! Umso wichtiger, sie sich anzusehen, egal, ob es Schneewarnungen gab oder das Weihnachtskonzert von Another Tale stattfand, NMA musste einfach sein, so zum Jahresabschluss.

Es gab zwei Vorbands, die eine, Dover, spielte schon, als wir gegen 19:30 h ankamen. Die andere war The Tea Party und hat NMA während der kompletten Mini-Weihnachts-Tour begleitet. Ich habe beide Bands leider nur rudimentär mitbekommen, weil wir noch draussen waren statt in der Halle, beides hörte sich aber ganz gut an, so als ob ich doch mal in die CDs reinhören sollte, wenn ich schon die Chance habe verstreichen lassen, sie live zu hören.

NMA begannen um 22.10 h mit einem Intro, die Herrschaften kamen dann nach und nach auf die Bühne, last but not least Justin Sullivan, in schwarzem T-shirt und schwarzem Jacket. So viel habe ich gesehen, ansonsten war es wieder wie im letzten Jahr im Palladium: zu viele große Leute vor mir und ein Balkon, der für V.I.Ps reserviert war. Dafür habe ich diesmal umso ausführlicher Dean White bewundern können...

Das Konzert startete ungewöhnlich alt mit 225, gefolgt von den neueren Songs Stranger und R&R. Justin erwähnte dann zum erstenmal christmas, was er im Laufe des Konzerts noch sehr häufig tat. Aber immer bezogen auf Family oder er widmete einen Song dem Fest, allerdings hatte das alles sehr wenig mit dem Christentum zu tun, hätte mich auch arg gewundert ;-). Das folgende Lied sei auf der im Februar erscheinenden CD 'Lost songs' zu finden, einem Nachfolger der B-sides and abandoned tracks. Name: We're still here. Sicherlich richtig, zum Glück, der Song war allerdings dem vorhergehenden R&R sehr ähnlich, hat mich spontan mal nicht wirklich umgehauen.

Weiter ging's mit White Light und Liberal education. Der letztere Song ist echt toll, immernoch, obwohl schon so alt.

Der nächste Song war Over the wire und auch Brother, das im Rahmen einer Deutschlandtour entstanden ist, als die Band im Hotel saß und im Fernsehen etwas über Bradford und Brände und Unruhen gesehen hat, wird auf der neuen CD zu finden sein, vermutlich mit noch einigen anderen alten Bekannten aus diversen Konzerten - die wir aber an diesem Abend leider nicht zu hören bekamen.

Danach Orange Tree Roads und ein Song im Gedenken an den 11. September, Flying through the smoke, bei dem es ebenfalls um ein Attentat geht.

Dann wieder christmas und Familie und ein song, für alle die, bei denen es mit der Familie nicht immer so einfach ist wie man es sich wünscht: Family life.

Im folgenden spielte Justin solo nur mit acoustic guitar: No pain. Die Band war allerdings schnell wieder da, denn jetzt wurde es heftig mit Here comes the war. Ich hatte schon Angst, es war doch erst eine Stunde vorbei, sollte dies schon das Ende sein? Die Version war mal wieder genial und eindringlich, Justin wurde von unten angestrahlt, wirkte diabolisch, passend zum Song.

Es ging weiter mit Stupid questions - schade, auf der Thunder and Consolation sind noch andere Stücke ausser diesem und I love the world und es gibt auch wirklich gute alte... die dann auch im Anschluss mit No rest und Purity ("did you ever think that the USA and El Kaida are not so different at all?"), toll. Synthesizer/Keyboards können fast wie Geigen klingen, aber eben nur fast. Letztes Jahr mit Ed Alleyne Johnson war es schon schöner..., aber der Song bleibt genial und das dachte auch das Publikum, das lauthals mitsang (natürlich nicht nur bei diesem Song).

Das Schlusslicht des Hauptsets machte dann Get me out, um 23:25 h.

Das erste Zugabenset bestand aus All of this (mit Klatschen als Rhythmus, immer wieder genial), Long goodbye und einem song, den sie auf dieser Tour angeblich selten gespielt haben.. glaub ich ja nicht ganz: Green & Grey, wunderschön.

Zugabenset Nr. 2 bestand aus 51st state (22 Jahre alt, älter als mancher der Zuschauer hier, meinte Justin ;-) ), Ballad of Bodmin Pill und Wonderfull Way to go. Sie winkten und verbeugten sich, es war genau 00:00 h, Dave's Geburtstag - Justin erwähnte so etwas, NMA würgten aber mit dem Beginn des nächsten Songs ein angefangenes Geburtstagsständchen ab - war vorbei, das Licht ging an, die Musik wurde angedreht... aber: es schraubte noch jemand am Mikro und jemand stimmte die Gitarre.. Also: wir blieben und klatschten und es hat sich gelohnt, die Musik wurde abgestellt, das Licht ausgedreht und die Band kam nochmal wieder für - I love the world: this is a song for christmas, a song for all of us. Und mit diesem Song haben sie die 2 Stunden voll gemacht.

Alles in allem ein schönes Konzert, allerdings ein ziemliches Standard-Set. Viel altes, viel zum Mitsingen aus der Thunder and Consolation, die ja doch noch am besten zieht und wenig Ungewöhnliches, was live noch nicht zu hören war oder was als Lost song auf der nächsten CD zu finden sein wird. Ein Freund sagte: "Wie vor drei Jahren, als ich das letzte Mal hier war, es hat sich nicht viel verändert." Stimmt wohl.

Dennoch: wunderschön und ein schönes Weihnachtsgeschenk.

Kommt bald wieder und an alle Leser: fröhliche Weihnachten / Jul oder was Ihr sonst feiert

(c) bat, 12/2001


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 New Model Army, 21.12.2002, Köln, Palladium  

English version yet to come..

Und wieder diese blöde Halle mit den Säulen, dieser Schlauch, wo man, steht man hinten und ist nicht 2,00 m groß, nichts sieht außer Licht.

Vorbands gab es zwei, die Namen weiss ich leider nicht, zur ersten kam ich zu spät, die zweite war irgendein New-Metal-Zeugs, zwischendrin ganz nett, mir aber zu viel Gedresche.

Army begannen um 21.30 h. M.E. nach war das ganze ein kleines bisschen unmotiviert, Justin hat nicht viel erzählt, nur einen Standardspruch bzgl. Bin Laden und Bush losgelassen und ansonsten gab's "nur" Musik.

Man scheint die Impurity wieder entdeckt zu haben und hat sie folglich gleich mal als Schwerpunkt für dieses Konzert gewählt, mit Abstechern in die Thunder & Consolation, die wohl unvermeidlich immer dazu gehören und nur einigen neueren Stücken. Die neue B-sides hat so gut wie gar keine Rolle gespielt, nur Sunset war zu hören. Gesehen habe ich dank dieser Super-Halle nichts... doch, ich kann euch eine Menge über die Lichteffekte erzählen, die echt toll waren, entsprechend der Songs auch mal richtig aggressiv sein konnten. So haben sie bei Here comes the War weisse Lichtblitze ins Publikum geschleudert. Ein oder zwei mal war's mir zu überladen (vier oder fünf Farben gleichzeitig sieht einfach ein bisschen kitschig aus ;-) ), aber mehr möchte ich dazu nicht wirklich sagen... ist auch irgendwie egal.. aber die Band hab ich doch nicht gesehen ;-)

Okay, gestartet wurde mit Whirlwind. Danach gab's dann den etwas neueren Teil des Abends mit Over the wire, Orange Tree Roads und Aimless desire. Je häufiger ich dieses Orange Tree Roads höre, desto besser gefällt es mir. Doch, auf der Eight sind einige nette Stücke, aber eben auch einige Füller und einiges, was vielleicht besser auf Justin's Solo-Album zu finden sein sollte als auf einem Army-Album... fragt sich nur, ob man das so einfach trennen kann ;-)

Danach kam Innocence (hier musste ich doch echt erst nach dem Titel suchen!? Ich fass es nicht, kann man mal sehen, wie selten dieser Song gespielt wird ,-) ). Und - damit nicht erst wieder jemand danach schreit - 51st state. Scheint dieser Tage üblich zu sein, dass man die 'Gassenhauer' direkt spielt und nicht erst bis zur Zugabe damit wartet...

Von der neuen B-sides kam dann ein sehr schöner Song, nämlich Sunset. Im Anschluss Vanity und Believe it. Im Grunde kann ich diesmal nicht viel mehr tun, als die songs aufzählen. Keine Geschichten, keine besonderen Vorkommnisse. Der Klang war nach Expertenmeinung diesmal nicht so toll wie sonst, ist mir aber ehrlich gesagt nicht aufgefallen. Aufgefallen ist mir nur, dass das ganze recht lustlos wirkte, dass wieder viele Leute da waren, die man nur auf diesen Konzerten trifft (an dieser Stelle auch ein schöner Gruß an meinen Uni-Kollegen, den ich namentlich nicht kenne, den ich aber nie aus den Augen verlieren werde, so lange es NMA gibt ;-) ) und dass dies natürlich einer der positiven Aspekte ist. Hier bin ich dann insbesondere immer dankbar für nicht so tolle Vorbands, damit man die Zeit dann noch zum Quatschen verwenden kann. Denn nach den Konzerten sind die Veranstalter immer recht rigoros und werfen die Leute viel zu schnell raus!

Um mal wieder auf die Songs zurückzukommen: Here comes the war. Und dann als Kontrastprogramm Justin allein auf der Acoustic-Gitarre mit Marrakesh, wunderschön!

Zurück in modernere Zeiten kam im Anschluss Flying through the Smoke und dann wieder ein Impurity-Song, nämlich Purity, mit Geige vom Band oder Synthesizer. Justin erzählte irgendwas von drei Generationen, die er im Publikum gesehen hätte und er sei gespannt, ob von den jüngeren überhaupt jemand den folgenden Song kennen würde: No rest. Die älteren kannten ihn jedenfalls, der Chor war schon toll ;-).

Zum Abschluss gab's noch Bad old world, Get me out und natürlich Green & Grey.
Tja und dann war es gerade mal 22:50 und die Herren verabschiedeten sich schon. Echt frech! ,-)

Sie kamen ja nochmal wieder und es gab noch A liberal education. So weit so gut. Nur dass sie dann schon wieder Stupid questions singen mussten, fand ich mehr als schade, gähn. Zum Glück gab's noch Wonderful Way to go.

Die zweite Zugabe bestand aus Stranger und aus - seufz - I love the world. Kein Vengeance. Justin meinte, nö, diesmal nicht, wünschte uns frohe Weihnachten.. und verschwand. Um 23:25 h. Nicht mal zwei Stunden. Aber, wie ich gehört habe, waren es immerhin 20 Minuten mehr als in Paris. Glück gehabt.

Auch wenn ich mich ein wenig nörgelig anhöre: es war natürlich schön, die Zeit verging wie im Flug und ich hoffe auf ein baldiges Wiedersehen. Zumindest mit Justin im März, denn am 17.02.03 erscheint endlich sein Solo-Album und im Anschluss gibt es eine Tour, die im März nach Düsseldorf ins Zakk führt.. Und wie Justin erzählte, scheint auch wieder an einem Army-Album gearbeitet zu werden. Das hört sich doch alles sehr vielversprechend an.

Schöne Grüße, schöne Weihnachten und einen guten Rutsch!

(c) bat, 12/02


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 New Model Army, 18.12.2004, Köln, Palladium  

English version yet to come..

"Ich wusste vorher gar nicht, dass es die überhaupt noch gibt" "Es sind auch bei anderen Konzerten schon Leute nach der Vorband gegangen" "Ein Trip in die Vergangenheit" "Die letzten 10 Jahre hab ich nur elektronische Musik gehört"...

Solche Statements bekam ich schon in der Schlange zum Palladium zu hören (hab ich schon erwähnt, dass ich die Halle nicht mag?) - und das nur, weil Army diesmal als Vorband Philip Boa hatten, herrjeh!... na ja, das mit der Vergangenheit hab ich auch früher schon das ein oder andere Mal gehört... ;-)

Dafür war's aber auch rappelvoll, wobei es bei den Vorbands im Foyer mindestens genau so voll war wie im Konzertraum selbst... man muss sich ja auch erst mal wieder unterhalten, Babybilder bestaunen und Geschichten erzählen.. ;-) Tja, auch das Publikum wird mit der Band halt älter. Habe aber auch erstaunlich viele Leute entdeckt, die die Band(s) dann wohl doch erst später nach ihrer Hochzeit für sich entdeckt haben (wenn ich jetzt geschrieben hätte: "Junge Leute", wäre ich mir uralt vorgekommen...).. es gibt noch Hoffnung für den guten Geschmack ;-)

Los ging's mit Serotonine, einer Band aus Stuttgart (19:00 h - 19:40 h), englische Texte, die Stimme des Sängers kam gegen die Musik seiner Band nicht so ganz an. Ganz nett, soweit von draußen beurteilbar.

Ab 20:00 h kam dann Herr Boa persönlich mit dem Voodooclub und Pia Lund, wirklich ein Trip in die Vergangenheit. Alle "wichtigen" Songs waren dabei, Container Love, Fine art in silver, This is Michael, And then she kissed her, Kill your ideals, etc., habe es, wie ich zugeben muss, von draußen als Hintergrundmusik verfolgt und bin nur ab und an mal gucken gegangen, denn wenn man schon mal sooo selten sooo nette Leute trifft, dann muss man einfach Prioritäten setzen ,-)

Er spielte bis 21:00 h, dann gab's Wachwechsel; alle aus dem Foyer rein, einige raus und nach Hause, aber ob's viele waren, weiss ich nicht, es blieb voll!

Army starteten endlich gegen 21:40 h und widmenten den Abend dem leider kürzlich verstorbenen Rob Heaton.

Start mit Family, danach Believe it und Over the wire. Dann - for absent friends - Ballad of Bodmin Pill. Danach stellte Justin einen neuen song vor, vom 'neuen Album', hört, hört! Na gut, hat er vor zwei Jahren auch schon erwähnt, aber damals hat er noch keine neuen Lieder gespielt, also lässt das hoffen. We gotta get off the island, für die "Inselaffen", wie er sagte ;-) Dann ging's ab mit Get me out und einem weiteren neuen song, LS43 sagt ein Kenner vom Noticeboard. Ganz nett, muss man aber noch mal hören, nichts, was direkt hängen bleibt.

Dann eine der großartigen B-sides, Modern Times, wow, lange nicht von der ganzen Band gehört. Weiter ging's mit Brother und dem ebenfalls wunderschönen Better than them. Bisher eine wirklich gelungene Zusammenstellung, man kann nicht meckern! Und auch die Stimmung war genial, alle waren voll bei der Sache, schöne Chöre, viel Gehopse und Getanze, sehr, sehr schön! So, als hätten alle ganz lange drauf gewartet, dass es endlich los geht und Army endlich mal wieder vorbei schauen, als sei man auf Entzug gewesen...galt irgendwie auch für die Band, hatte ich den Eindruck (gesehen hab ich sie allerdings nicht wirklich, siehe meine vorherige Bemerkung darüber, dass ich diese Halle überhaupt gar nicht mag!).

Ok, zurück zum Konzert. Es gab nun eines von Justin's Solostücken: Ocean Rising, in einer großen Halle mit voller Band sehr, sehr beeindruckend, echt irre!

Im Anschluss die NMA-Hymne 51st State, 2. Strophe in der Reggae-Version, mal was anderes ;-)

Dann ging's wieder zur Sache mit War, gefolgt von Purity, wunderschön, und No rest! Im Anschluss dann das typische Konzert-Hauptteil-Abschluss-Lied Green & Grey (der Typ, mit dem ich fast gewettet hätte, dass sie diesen Song natürlich spielen werden, war mittlerweile in der Menge verschwunden. Toll, ich hätte gewonnen, aber was hätte ich davon gehabt?!?! ;-) )

Zugaben: neuer Song - Calypso, sagt der kenntnisreiche Mensch vom Noticeboard - ganz nett, auch was zum öfter hören, bevor man was endgültiges dazu sagen kann. Dachte erst, es sei ein Cover, hörte sich irgendwie nicht NMA-typisch an, hat mir aber doch besser gefallen, als das erste neue. Danach Orange Tree Roads und Fate, doch, echt schön ausgesucht!

Die zweite Zugabenrunde startete mit dem scheinbar leider unvermeidlichen Stupid Questions und zum Abschluss als Versöhnung gab's noch mal was fetziges: Wonderful Way to Go! Sehr nett. Um 23:30 h war's dann leider aus, die Zeit ist nur so gerast. Hat mir wirklich ausgesprochen gut gefallen!

Also dann, bis zum nächsten Jahr!

PS: schöne Grüße an Frank, Stefan, Georg und Danni. War wie immer sehr schön, euch mal wieder getroffen zu haben!

(c) bat 01/05


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 New Model Army, 30.10.2005, Hamburg, Docks  

Der Club hatte eine nette Größe, etwa Zeche Bochum, vielleicht noch etwas kleiner. Zwei Bars, alte Kinosessel, 2 Stufen bis zum Hauptraum und dort etwas ansteigender Boden, so dass auch ich was sehen konnte.. daran sollten sich gewisse Hallen in Köln mal ein Beispiel nehmen.... Nachteile: fürchterlich warm nach nur sehr kurzer Zeit (es war aber auch rappelvoll) und unverschämte Getränkepreise!

Zum Wesentlichen. Vorband: Honigdieb, Band vom Ex-Phantoms of Future-Sänger Sir Hannes Smith aus Dortmund. Immer noch glatzköpfig, mit merkwürdigen Outfits, Felljacken, komischen Hüten und einer Figur wie Michael Stipe meets Toby von den Inchtabokatables. Die Musik war immer noch skurril, was anderes fällt mir dazu nicht ein. Nur sind die Texte mittlerweile deutsch. Bei Interesse: ich hab noch 2 Phantoms-CDs, die ich abgeben könnte... Haben gespiet von 19:30 h - 20:15 h. Hab schon schlechtere Vorbands gesehen (die Hip-Hopper aus Osnabrück zum Beispiel), aber auch viel bessere (Caroline's Spine zum Beispiel).

Um 20:45 h ging's endlich los mit Army. Seltsam Nr. 1: 2 Drumsetzs auf der Bühne. Wir dachten, dass man das Set von Honigdieb vielleicht einfach nicht abgebaut hat, weil die Jungs ja doch nicht sooo sehr auf der Bühne rumturnen, dass es stören würde. Seltsam Nr. 2: der neue Gitarrist. Musikalisch sicher nicht schlecht, optisch total ungewohnt... wie sagte doch mein Freund? Es gibt da so einen Fernsehkoch... Glatze, Zottelbart... vielleicht hat er ja einen Zweitjob? ;-)

Los ging's jedenfalls mit Over the wire, danach The Charge, ewig nicht live gehört, sehr schön. Im Anschluss das erste Lied der neuen CD "Carnival": Water. Weiter mit Fate und Wonderful way to go. Danach wieder ein Neues: Carlisle Road, gefolgt von Another imperial day, gefällt mir persönlich nicht so gut. Der "Sprechgesang" passt allenfalls in ein Solo-Konzert, wo man auch versteht, worum es ghet. Außerdem finde ich den Text ein wenig zu... plakativ, es gab schon bessere Texte... Dann doch lieber direkt weiter mit War. Nach diesem eher heftigen Ausflug wurde es wieder etwas ruhiger mit Snelsmore Wood und Red earth, letzteres sehr eindrucksvoll mit Nelson als zweitem Drummer! Aha, deshalb das zweite Drumset. Echt gut, vor allem gegen Ende des Songs sehr, sehr eindrucksvoll. Weiter mit Before I get old, diesmal nicht nur als Einleitung für was andres, sondern ganz und weiterhin mit Nelson als zweitem Drummer. Ob er an einer Zweitkarriere arbeitet? Vielleicht ist Bass auf Dauer zu langweilig?

Justin erzählte wieder was von "Inselaffen" und spielte Island von der neuen CD Als ich den song letztes Jahr Weihnachten zum ersten Mal gehört habe, war ich noch nicht so recht überzeugt, aber irgendwie haben die Jungs in der Zwischenzeit dran gearbeitet. Ist auf jeden Fall besser geworden. Noch viel besser ist allerdings das, was danach kam: No rest und Purity gefällt mir auch ohne Geige immer noch besser.

Nelson wurde nochmal zum Drummer bei einem song, den ich glaub ich erst einmal live gehört habe: No sense, sehr genial. Ebenso das nächste: Poison Street. Hmmm, scheinbar kann nicht nur ich mir nicht merken, wann es heißt "like a man makes fire" und wann "like a blind man sees" for the very first time.. jedenfalls hat sich Justin beide Male für die erste Variante entschieden ;-)

Und zum Schluss, genau: Get me out. 22:00 h.

Danach kamen die Zugaben, aber die Technik hatte wohl schon Feierabend: mal fiel alles aus, mal nur ein Instrument oder der Gesang, alles in allem etwas nervig, aber egal, irgendwann ging's dann eben doch: Eleven Years und Orange Tree Roads, sehr schön. Zum Start des zweiten Zugabenpakets erzählte Justin, dass sie ja vor kurzem in Amerika gewesen waren (auch in New York, wo wir auch waren, blöderweise genau eine Woche zu früh ;-(...) und sie das folgende Stück immer gespielt hätten.... klar, was jetzt kam, Problem nur: wenn man 51st state beginnt und man die Gitarre zwar sieht aber nicht hört, ist das irgendwie blöd... ;-) Ging dann aber doch, wir haben auch brav alle weiteren technischen Schwierigkeiten übertönt, ich hatte aber schon den Eindruck, das Justin darüber ziemlich genervt war, weshalb es auch nur noch ein weiteres Stück gab: 125 m.p.h., wow! Ein sehr furioses Ende, wirkte aber irgendwie... unabgeschlossen. Kein Green and Grey, was schade war, kein I love the world oder stupid questions, was nicht wirklich schade war. Grundsätzlich spricht das Set dafür, dass wir öfter mal nach Hamburg, Asterdam, Berlin fahren und außer dem Weihnachtskonzert mit dem doch etwas "allgemeinverträglicheren" Set auch noch mal andere Song-Zusammenstellungen hören ;-)

Hat mir gut gefallen, was mich aber nicht hindert, es auch Weihnachten in Köln schön zu finden ;-) Bis dahin.

P.S. Falls jemand Bilder oder gar eine Aufnahme hat, würde ich mich über eine mail sehr freuen...

(c) 11/05 bat


 New Model Army, 10.12.2005, Köln, Palladium

Es war genial, wirklich richtig gut! Die Jungs hatten echt Spaß, haben total abgerockt, der neue Gitarrist durfte zeigen, was er drauf hat, hat er ja in Hamburg schon angedeutet, aber hier hat er noch eins draufgelegt. Und auch Justin hat richtig aufgedreht, sprang auf der Bühne herum als sei er wieder 25 und las wäre das nicht die Anzahl an Jahren, die diese Band nun schon auf der Bühne steht (naja, zumindest gilt das füt Justin... ;-) ). Und sowas steckt natürlich an und überträgt sich auf die begeisterte Fan-Menge, sehr, sehr schön!

Das Palladium war rappelvoll, aber seitlich war noch Platz und neben dem hier immer sehr schönen Licht hab ich doch tatsächlich auch Justin, den Gitarristen und Nelson sehen können, als es um 22:00 h mit Water losging. Als zweites Stupid Questions, naja, dann war's wenigstens überstanden - obwohl es mir in Hamburg ja fast schon gefehlt hat.. ;-). Aber eine sehr merkwürdige Position für diesen song war's schon. Weiter ging's mit einem neuen song von der Carnival, BD3, live ebenfalls sehr gelungen. Im Anschluss Fate und danach wurde es wieder schneller mit Wonderful Way to go, ähnlich wie in Hamburg, aber es ging noch mehr ab und der Sound war auch besser. Zur Halle selbst verweigere ich zu diesem Zeitpunkt jeglichen Kommentar.

Zurück zur Carnival ging's mit Carlisle Road und dem von mir ungeliebten Another Imperial Day, gefolgt von War und Too close to the sun, die mich beide wieder glücklich machten (nicht, dass ich ernsthaft bei einem Army-Konzert unglücklich sein könnte.. ;-) ).

Dann wurde es akustisch, Justin mit Gitarre und Hall, kurz hab ich Dean mit einer weiteren Gitarre gesichtet: Snelsmore Wood. Im Anschluss mit doppeltem Drum-Einsatz und Hinweis auf Südafrika: Red Earth. Ein irres Lied, live sehr intensiv. Dann ganz langsam und mit mehr Drums als gewöhnlich: Before I get old, sehr gelungen, Gänsehaut-Song Nr. 1. Danach erzählte Justin wie schon in Hamburg von seiner USA-Tour und spielte 51st State, gefolgt von Island, wieder mit deutschem Verweis auf die "Inselaffen" ;-). Dann wurde nochmal gesteigert mit No rest, Poison Street und Get me out, absolut klasse. Bei Poison Street gab's schon eine Jam-Session in der Mitte, in der der Gitarrist glänzen durfte, echt gelungen. Und Justin hat sich diesmal 2 x für "like a blind man sees.." entschieden, vielleicht als Ausgleich für Hamburg? ;-).Tja, und um 23:15 h war das Main set vorbei und es war wieder wie immer: aber sie haben doch grade erst angefangen?!?

Die Zugaben hatten es auch in sich: Flying through the smoke, gefolgt von Heroes!! Und als Krönung dann noch Vagabonds, das ja eigentlich ohne Ed nicht mehr sehr häufig gespielt wird.. hab es glaub ich das letzte Mal beim 20-jähigen Bühnenjubiläum mit Ed gehört... Die Leute haben jedenfalls getobt, schon beim ersten Stückm erst recht bei Heroes ("damals, als wir noch 25 waren" sagte Justin) und noch mehr bei Vagabonds. Die Fassung war aber auch ohne Geige sehr gelungen, noch nicht ganz so gut, aber sehr nahe dran!

Danach gab's grünes Licht und wir haben richtig geraten: Green & Grey, Gänsehautlied Nr. 2 bei diesem Konzert. Akustisch, Wahnsinnschor, sowas muss auch die Jungs auf der Bühne nicht ganz kalt lassen...

Danach hat's nochmal richtig gekracht mit 125 m.p.h., wie in Hamburg leider das letzte Stück - aber was für eins! Diesmal noch gesteigert mit einer Session mitten im Song, bei der die verschiedenen Instrumente - und ihre Künstler - so richtig zeigen konnten, was sie drauf haben, sehr sehr genial! Und leider war's das dann um 23:50 h. Aber es war so genial, dass 3 Stunden Stau stehen, Vorbands verpassen (die dann aber eh nicht Killing Joke hießen, weil der Sänger krank war und Honigdieb einmal in 10 Jahren auf jeden Fall reicht) vollkommen egal und nach den ersten 3 Tönen von Water sowieso schon vergessen war.

Ein echt geiler Gig, auch wenn die Halle und diese blöde Security echt nerven!

Schöne Weihnachten und bis spätestens im Mai in Hamm!

(c) bat 12/05


 New Model Army, 06.05.2006, Hamm, Maxipark

Das Konzert von New Model Army fand statt in der alten Industriehalle im Maximilianpark in Hamm, als Abschluss der Ausstellung Family & Tribe im Glaselefanten (Hamm ist die Partnerstadt von Bradford; bei der Eröffnung hatte Justin schon gespielt, aber da dort Bürgermeister und sonstige wichtige Leute Einlass finden wollten, war es um die Karten damals eher schlecht bestellt; diesmal, in der Industriehalle war dann doch ein wenig mehr Platz als im Glaselefanten). Folglich war Joolz, von der ja schließlich die meisten der Ausstellungsstücke stammten, auch dabei und promotete vor dem Konzert draußen im Park, bei wunderschönem Wetter die von ihr unterstützte Band von der ich den Namen immer vergesse: New York Alcoholic Anxiety Attack (NYAAA). Wie gesagt, wunderschönes Wetter, sehr gut geeignet, um erst mit vielen netten Army-Fans den Tag zu verbringen, gebrannte Mandeln zu essen und die sonstigen "Jahrmarktbuden" im Park zu bestürmen und im Anschluss das Konzert zu genießen, sehr nett, ein bisschen wie Urlaub ;-)

Die Halle, ein altes Backstein-Gebäude, war von innen strahlend weiss! Parkettfußboden und weiße Holzwände... eher ungewöhnlich für ein Army-Konzert... Vorn ein Getränkeschalter, leider wirklich nur einer und der war a) überfordert und b) nach kurzer Zeit tatsächlich ohne Bier! Da hatte der Veranstalter wohl den Durst oder die Anzahl der NMA-Fans leicht unterschätzt.

Vorband war wie gesagt, Joolz' NYAAA. Hat mir aber trotzdem nicht gefallen. Waren also eher draußen vor der eigentlichen Halle bzw. mit dem Versuch beschäftigt, doch noch ein Bier abzubekommen. NMA fingen dann irgendwann an, Justin mit erstaunlich langen Haaren; der Rest hatte sich nicht wirklich verändert.

Die Jungs rockten wirklich ab, starteten direkt mit Whirlwind und Believe it, gefolgt von BD3 und Island. Danach das eher langweilige Carlisle Road von der neuen CD und direkt im Anschluss Another Imperial Day. Ich gebe zu, ich fand es zu diesem Zeitpunkt noch nicht wirklich gut, ich arbeite gerade dran, es besser zu finden, meine allerdings immer noch, dass es sich - weil Sprechgesang und weil auch der Text einer ist, den man verstehen sollte - eher für kleinere Hallen und vielleicht acoustic-Konzerte eignen würde als für ein Konzert in einer so großen Halle. Naja. Weiter ging's mit Wonderful Way to go und 51st State, gefolgt von War. Doch, ich sag ja, sie haben richtig schön gerockt, der neue Gitarrist scheint Schwung in die Sache zu bringen ;-). Allerdings haben mich diese weissen Wände irgendwie nervös gemacht. Es war so hell, nicht nur die Wände, auch die Beleuchtung war irgendwie eher wie in einem Tanzsaal. Schön, dass die Band auch mal was von ihrem Publikum sieht, aber will das Publikum sich wirklich beim singen und zappeln selber sehen? Klare Antwort von mir: nein! ;-) Irgendwie hab ich deshalb viel länger gebraucht, um abzutauchen in die Musik und die Stimmung, als es sonst der Fall war. Will sagen: ich war nicht entspannt! Irgendwann ging's dann aber.. und schwupps, wie immer, war das Konzert dann plötzlich vorbei, obwohl es doch grade erst angefangen hatte...

Weiter ging's übrigens mit Snelsmore Wood und Too close to the sun, man brauchte wohl mal eine Pause vom allzu rockig-schnellen Gesinge ;-) Danach gab es noch Brother und White coats, ewig nicht gehört. Und dann ein weiteres Highlight, wie schon in Hamburg: Vagabonds! Unser neuer Gitarrist macht die Sache mit dem Intro echt gut! Spätestens da war ich dann übrigens doch abgetaucht, Licht hin oder her. Irgendwann gab's übrigens auch noch Red earth, Gänsehautsong (müsste mich schwer irren, wenn nicht. Werde das nächste Mal wieder eher berichten, dann vergess ich es auch nicht). Mit Nelson am zweiten Drumset! Genauso genial ging's auch weiter mit No rest, Poison street und Get me out. Damit waren wir leider schon bei den Zugaben: Purity und - man höre und staune - The Hunt! Haben sie nach eigenen Angaben schon ewig nicht mehr live gespielt. Letzte Zugabe dieses ersten Sets: Green and Grey, ohne dürfen sie nicht heim ;-). Das zweite Set begann mit Rumour & Rapture, "B-side" der einen Version der BD3-Single. Den Abschluss bildete mal wieder I love the world, naja ;-)

Sehr, sehr schön, sehr ungewöhnliche Halle, aber es gab The Hunt, es gab Vagabonds, es gab wie immer nette Leute, die man irgendwie im Jahr viel zu selten sieht und es gab die Aussicht auf ein Weihnachtskonzert in Köln.

In diesem Sinne: bis bald!

(c) 11/06, bat


 New Model Army, 16.12.2006, Köln, Palladium

Den Start der Rockpalast-Veranstaltung machten um 19:00 h GEM aus Holland, netter Rock, erinnert etwas an Brit-Rock-Bands wie die Killers die derzeit angesagt sind. Schöne Stimme, nette Beats, muss aber zugeben, dass ich nur kurz gucken war, wenn das also Blödsinn ist mit dem Vergleich tut's mir leid. War aber trotzdem ganz schön. Haben ca. eine ¾ h gespielt, Umbau, weiter mit Anima Alpha, schrill aussehende, blondierte Frontfrau, ansonsten Krach, erinnerte mich irgendwie an Gwen Stefanie meets Metal. Gefiel mir sozusagen gar nicht, die Halle war aber gut besucht, muss also an mir gelegen haben ;-)

Wieder etwa eine Dreiviertelstunde Umbau, während dieser gab der GEM Sänger mit Acoustic-Gitarre Musikvorstellungen und Interviews auf der Damentoilette. Bin gespannt, wie das in der Rockpalast-Sendung im Februar verkauft wird ;-)

Um 21:45 h ging's los mit NMA und einem eher ungewöhnlichen Start-Song, nämlich Rumour & Rapture, der "B-Seite" von BD3 vom neuen Album Carnival. Der neue Gitarrist war mal wieder großartig und auch Justin, Dean, Nelson und Micky haben richtig aufgedreht, sehr eindrucksvoll. Dabei hatten wir vorher noch gerätselt, wie alt genau Justin denn nun eigentlich ist. Nach der Show zu urteilen: maximal 35 ;-))).

Nach dem ungewöhnlichen Anfang nun also zu Altbewährtem: Space. Danach neue Songs vom letzten Album: BD3 und Island. Dann No pain und - oh Wunder - The Hunt (hier erzählte Justin irgendwas von Sepultura, was ich aber nicht genau verstanden habe, war so laut). Danach noch ein Ausflug ins aktuelle Album mit Water. An dieser Stelle dann gab's schon War, wie immer laut mitgegrölt und bejubelt – ebenso natürlich wie The Hunt. Und auch Justin wird nicht jünger (auch wenn man manchmal , ähm, meistens, den Eindruck hatte...), deshalb danach ein langsamer Song, der sich erst im nachhinein als das eigentlich instrumentale Caslen zu erkennen gab (dem Noticeboard und Karsten sei Dank, erkannt hätte ich es nicht), unterlegt mit irgendwelchen Weihnachtstexten (christmas tree, winter, hab ich verstanden, was mich erst an eine abgewandelte Form von "Trees in winter" denken ließ, aber das Noticeboard wird's besser wissen ;-). Danach noch ein neuer song von der Carnival (hätte man mich nach meinem Bauchgefühl gefragt, hätte ich gesagt, dass höchstens zwei songs vom neuen Album gespielt worden sind, nämlich Water und Another imperial day, den Rest hätte ich sozusagen verdrängt...), Too close to the sun. Danach gab's wohl einen neuen song, irgendwas mit edge und follow the river. Fand ich - ebenso wie Caslen mit Text - nicht wirklich überzeugend. Aber vielleicht wird's ja von Mal zu Mal noch besser, bei Island hat's ja auch noch geklappt.

Danach das Lied, mit dem ich mich mittlerweile arrangiert habe, das aber m.E. nach immer noch nicht in eine große Halle passt: Another imperial day. Nun gut. Bei der Ankündigung des Songs und der Story hab ich gedacht, hey, "Higher Wall". War aber nicht. Danach wieder was für mich: Lights go out, sehr schön, mit eindrucksvollem Chor. Es folgte ein weiterer Ausflug ins vor-vorletzte Album, das erste nach dieser ewig-langen Pause: Wonderful Way to go. Danach noch zwei absolute Highlights - zwar von der Thunder and Consolation, aber das war ja nun einmal auch ein großartiges Album: Ballad of Bodmin Pill und Vagabonds, mit dem tollen neuen Intro des Zaubergitarristen. Tja, 23:00 h, Ende Hauptset. Wir waren entsetzt.

Zugabenset 1 startete mit White Coats, ging über in Purity und endete mit Green and Grey, natürlich kannte das Publikum von allen dreien den Text, aber beim dritten hätte Justin wie immer das Singen auch lassen können, sehr beeindruckend.

Zugabenset 2 bestand aus Long goodbye und Get me out. Und, oh Wunder, sie kamen noch mal wieder (auf der Rockpalast-Homepage ist diese weitere Zugabe nicht mehr vorgesehen): 225. Danach war's das aber dann und das Ende war wie der Anfang irgendwie komisch, so... unvollständig. Kein I love the world (ok, wenn sie es spielen, meckere ich, wenn sie es nicht spielen, meckere ich auch, aber der song ist wenigstens so etwas wie ein Schlusspunkt hinter einem Konzert, egal ob man ihn noch hören kann oder nicht ;-). Auch nicht sonst irgendein Knaller-Song wie 125 m.p.h., gefolgt von No rest oder so, sondern einfach ein recht ruhiges Lied, an seltsamer Stelle, nach dem eigentlich noch irgendwas kommen muss, aber gefreut hat uns natürlich trotzdem, dass es überhaupt noch kam. Lange haben sie gespielt, inkl. Pausen und Applaus waren es immerhin 1:55 h. Ging natürlich wie immer viel, viel zu schnell vorbei.

Schön war's, aber irgendwie Rockpalast-tauglicher als es vielleicht ohne Übertragung geworden wäre, zumindest bilde ich mir das ein.

Wir sehen uns dann im nächsten Jahr ohne Rockpalast und können dann ja mal vergleichen ;-). Obwohl.... Justin meinte, er wisse noch nicht, ob es nächstes Jahr ein Konzert geben würde, was mit lauten Buh-Rufen quittiert wurde... ich glaub nicht dran, und deshalb: bis dahin oder irgendwann dazwischen. Schöne Jule.

Für Jana.

(c)12/06 bat

PS: Übertragen wird das ganze am 05.02.07, 00:30 h - 02:30 h (inkl. GEM). Siehe hier.

PPS: Songs nach Alben:

2 neue (Ok, Caslen ist auf der Lost songs, aber ohne Text, also = unbekannt ;-))
6 von der Carnival (zählt man die B-Side mit)
0 von der eight (dabei sind echt gute Songs drauf)
3 von der strange brotherhood
1 von der love of hopeless causes (White light und Fate hätten schon noch sein können)
3 von der Impurity
5 von der Thunder and Consolation
2 von der Ghost of Cain
0 von der Vengeance
0 von der Radio Sessions
0 von der No rest for the wicked

Oh, doch ziemlich gemischt, aber sehr wenig alte Sachen, deshalb vielleicht mein subjektiver Eindruck, eine Menge würde von den beiden CDs Impurity und Thunder & Consolation bestritten. So kann man irren..


 New Model Army, 22.12.2007, Köln, Palladium

Start war dieses Jahr ziemlich früh, schon um 19:00 h ging's los mit dem Opener Kleinstadthelden. Die Jungs anfang 20 (hab ich gelesen, geschätzt hätte ich sie auf etwa 16, höchstens) durften etwa eine halbe Stunde lang spielen, indie-punk-rock. Hier der Link:

Danach Umbaupause und Start von Therapy?, gegründet in Nordirland 1989, die etwa eine Stunde lang auf ihre Gitarren eingeprügelt haben. Teilweise hat's mir gut gefallen, teilweise nicht so, zu viel Gedresche. Hier der Link auf die offizielle Seite:

Nun gut, Pause, wieder Umbau und um 21:20 h ging's los mit Army.

Endlich. Der Start war auch vielversprechend: Nach einem Intro gaben sich ein langmähniger Justin sowie der unverändert aussehende Rest der Band die Ehre mit Vanity, sehr nett. Danach etwas von der neuen CD, die mir immerhin besser gefällt als die Carnival, meine Lieblings-Army-CD wird sie aber wohl nicht. Mal abwarten, wie die Songs live so rüberkommen. Das erste Beispiel bekamen wir direkt serviert: No mirror, no shadow. Ja, gar nicht schlecht, sehr kraftvoll, gefällt mir auch auf der CD ganz gut. Im Anschluss noch etwas neueres, diesmal von der Carnival: Island (mit der dazugehörigen Island-Monkey-Bemerkung, siehe letztes Jahr). Ok. Dann wieder was von der High: Into the wind. Ok, ein bisschen langweilig vielleicht. Dachte mir, dass es jetzt erstmal genug der neuen Songs wäre und man mal was älteres dazwischenstreuen könnte, wegen Weihnachtskonzert und nicht Plattenpräsentation und Stimmung und so. Hat was mit Erwartungshaltung zu tun, nicht unbedingt damit, dass die songs schlecht wären. Glaub ich. War aber eh nicht, es gab Breathing. Hmm. So, jetzt aber. Nö, immer noch nicht, stattdessen: Rivers. Die Songs sind ja ganz nett und man kann sie sich auch gut anhören, aber doch nicht alle hintereinander auf einem Weihnachtsset, wo man (ich zumindest) auch alte Sachen erwartet und zwar auch hier möglichst nicht immer dieselben alten Knaller (außer natürlich Green & Grey, War, Get me out und irgendeins von der Vengeance oder der No Rest for the wicked ;-))) ). Aber Justin und Co. hatten dieses Jahr wohl eine etwas andere Vorstellung von der Setlist als ich. Schade eigentlich. Nun gut.

Justin fragte plötzlich: "it's christmas, hm? You want something to sing along? Okay." Hurra, geht doch!! ;-). Und es gab dann tatsächlich eine geniale Version von The Hunt und Get me out. Ganz schön aggressiv kam das rüber, als wollte er sagen: "seid offen für Neues..". Er hat ja recht, bin ich auch, aber nicht alles hintereinander!! ;-)

Dann gab's noch Before I get old und dann schon wieder zwei neue, die live ganz gut kamen: One of the chosen (recht intensiv) und Bloodsports - könnte mir vorstellen, dass dieser Song auf Dauer War oder Get me out ablösen könnte, mal abwarten. Hat sich also gesteigert, das Konzert. Danach kam noch ein neues, der Titelgeber der neuen CD, High. Ich hab wirklich während eines NMA-Auftritts noch nie auf die Uhr geschaut, diesmal aber schon. Schon eine Stunde um und ich bin immer noch nicht abgetaucht in die "Army spielt und deshalb vergeht die Zeit wie im Flug und es kann doch gar nicht sein, dass es schon wieder vorbei ist-" Stimmung. Aber das kam dann doch noch irgendwie, wie gesagt, das Konzert steigerte sich ;). Es ging nämlich weiter mit dem sehr schönen Ballad of Bodmin Pill, gefolgt von Bad old world und einem weiteren Song von der High, nämlich Wired, der mir live ganz gut gefiel - vielleicht war's auch die Umgebung der alten Sachen, die ihm zusätzlich gut getan hat... Danach jedenfalls Wonderful Way to go und dann waren sie einfach weg! Nach 1 1/4 h! Sind die immer so früh verschwunden? Nach so wenig "highlights"? Hmm, kann nicht sein! Konnte auch nicht, es gab ja immerhin noch die Zugaben.

Den Start machte Fate, danach das geniale Vagabonds mit dem schönen neuen Intro von Marshall Gill und danach gab's noch Poison Street. Sehr schön. Aber sie waren schon wieder weg! Das nächste Zugaben-Set bestand aus 51st State (weil wieder irgendwas mit irgendeiner Tour nicht geklappt hat) und Green and Grey, erst akustisch, dann mit der weiteren Band. Das erste muss nicht sein, daran hab ich mich irgendwie satt gehört, aber immerhin hatte es am Ende wieder diesen Reggae-Part, das zweite muss sein auch wenn es schon so alt und immer wieder gespielt ist, aber es ist und bleibt ein Gänsehautsong; und wenn die ganze Halle dann so schön harmonisch mitsingt - dann ist Weihnachten ;-). Tja und danach waren sie wieder weg, kamen noch einmal und trällerten kurz noch I love the world und das war's dann nach 1:50 h. Kam mir kurz vor, aber das lag vielleicht wirklich daran, dass ich erst nach einer Stunde warm geworden bin mit dem diesjährigen Auftritt. Der letzte Song hätte übrigens für mich auch nicht sein müssen, hab ich glaub ich letztes Jahr schon geschrieben. Natürlich nicht ersatzlos, ich nehm lieber "I love the world" als gar nichts... ;-). Mir persönlich hat's diesmal irgendwie nicht so gut gefallen, auch im Nachhinein betrachtet nicht. Die songs der High sind zwar besser als das meiste von der Carnival (mein persönlicher Geschmack), und sie werden mit der Zeit, wenn ich sie häufiger gehört habe, auch sicher noch gewinnen aber ich finde sie irgendwie nicht mehr so, tja wie soll ich das sagen?, originell, packend,? wie die Songs der älteren CDs. Kann mehrere Gründe haben, Rob ist nicht mehr beteiligt, wir alle werden älter, ich bin zu kritisch, keine Ahnung. Ich glaube bestimmt, dass das ein oder andere Lied das Potenzial hat, in einem (Weihnachts)konzert mal freudig begrüßt zu werden, ich glaube aber, dass man den Songs das zumindest anfangs erleichtern könnte, indem man sie in der Setlist zwischen "alten Bekannten" auftauchen lässt. Vielleicht auch dem Umstand geschuldet, dass viele von uns ja nun schon was älter sind ;-) und es immer ein wenig Zeit braucht, bis auch neue Army-Songs gute Army-Songs sind ;-))). Dennoch, wenn ich mir zum Zuhause-Hören eine CD aussuche, ist es eigentlich weder die Carnival noch die High noch die eight; einige der Songs haben aber schon - oder werden noch - Eingang finden in die Liste der Lieblings-Army-Songs, aber eben nur einige wenige. Viele der Songs auf diesen CDs sind einfach "Pausenfüller" (besonders "Mixam" und "Paekakeriki Beach" von der eight fallen mir da sehr spontan ein) und das gab's einfach auf den alten Scheiben nicht - da war ja jede B-Side besser....

Gefehlt hat mir auch ein bisschen das Variieren der "alten" Songs; es kam mir zumindest so vor, als seien es fast die gleichen, die auch im letzten Jahr gespielt wurden. Genug gemeckert, Army hat gespielt, es ist Weihnachten, ich hab eine Menge netter Leute wieder gesehen, also ist doch eigentlich alles gut und vor allem: steigerungsfähig ;-)))

Bis zum nächsten Jahr, schöne Weihnachten, Yule oder sonstwas und einen guten Rutsch ins Jahr 2008.

(c) 12/07 bat

PS: Grüße an die üblichen Verdächtigen, aber auch an Noogie und den Ex-Komilitonen von der Ruhr-Uni.

PPS: Bilder vom Konzert gib's hier:


 New Model Army, 09.08.2008, Frankfurt, Batschkapp

Es war ein sehr, sehr schönes Konzert, nichts zu meckern, außer, dass es mir zu kurz war. Und obwohl 7 der 20 songs von der High waren, kam es mir längst nicht so "neu" vor wie in Köln im letzten Winter, die Songs waren klasse, die Stimmung war super, die Mischung der Songs hat gepasst, ich war entschieden zufrieden. Im Detail:

Die Batschkapp ist nicht wirklich groß, vielleicht wie die Live Station in Dortmund, in jedem Fall kleiner als die Zeche in Bochum und viel, viel kleiner als das Palladium, sehr schön, endlich mal wieder! Ein schwarzer Raum mit Kronleuchtern, Spiegeln und roten Vorhängen an der Wand, im hinteren Bereich zwei etwas höher gelegte Plattformen, auf einer steht das Mischpult, auf der anderen am hinteren Ende des Raumes die Bar. Habe also die Gunst der Stunde genutzt und mich auf die Stufen gestellt, so dass ich was sehen konnte und - obwohl ich relativ weit hinten stand - war ich trotzdem näher am ziemlich zotteligen Justin und seinen Mannen als bei den üblichen Weihnachtskonzerten in Köln.

Der Club war ausverkauft, geschätzt vielleicht 500 - 700 Leute (ich kann nicht schätzen, wer also eine Ahnung hat, wie viele Leute in die Halle passen, bitte melden).

Army starteten um 20:10 h mit Here comes the war, was schon einen Hinweis gab darauf, wie das Konzert verlaufen würde: rockig und auf gar keinen Fall leise! Wirklich gelungen, Justin hatte definitiv gute Laune und die Jungs hatten Spaß am Auftritt. Am Anfang hat er noch ein wenig deutsch gesprochen, danach etwas ausführlicher in englisch. Er hat erzählt von seinem letzten Auftritt 1989 (!) und meinte, dass die Hälfte des Publikums zu dem Zeitpunkt noch gar nicht geboren war – und die Hälfte seiner Band auch ;-). Naja, beim Publikum kann das für den einen oder anderen tatsächlich zugetroffen haben,– die Hälfte find ich allerdings etwas hochgegriffen – und bei der Band hab ich auch Bedenken ;-))). Ein richtig nettes Clubkonzert also, hat mich ein wenig erinnert an die Konzerte im Grend und im Zakk.

Nach Here comes the war ging es weiter mit einem neuen song: Nothing dies easy, hat mir gut gefallen. Im Anschluss das einzige Lied der "Carnival", das "Lied über die Inselaffen", wie Justin uns erzählte: Island. Und noch ein neues Lied, das sich gut einpasste: No mirror, no shadow. Keine Ahnung, entweder die Stimmung war besser (obwohl hinten, wo ich stand, längst nicht alle mitgesungen haben. Zudem hat Justin ab und an gefragt, was er denn wohl spielen solle und neben mir hat tatsächlich jemand " I love the world" gerufen -zum Glück stand er aber zu weit weg, so dass wir ein weiteres Mal von diesem Song verschont geblieben sind (er ist ja nicht schlecht, aber es gibt soooo viele andere schönere, selterere und überhaupt.. ;-) ). Bestimmt lag's an der Atmosphäre und daran, dass auch Justins Mannen dazu gelernt haben und die neuen Songs mit alten gemischt haben, damit der geneigte Fan sich an die neuen Dinge besser gewöhnen kann.. ;-).

Weiter ging's mit was Altem, wie Justin sagte: White Coats, danach mit was noch Älterem: Justin mit acoustic-Gitarre: The attack! Super-gut, die Stimme von Justin allerdings ein bisschen zu leise, sonst sehr unheimlich. Die Lichter der Bühne nur in rot und weiss, hier passend dominierte das rot.

Nun wieder einer der neuen Songs von der High, Bloodsports, wirklich gut, das Lied, wie auch schon Weihnachten berichtet. Überall dort, wo es in den Liedern Solos für die Leadgitarre gab, hat der neue Gitarrist dem Song seinen Stempel aufgedrückt, auch die alten Songs wurden so entsprechend aufgepeppt, ziemliches Gerocke und Gejamme, Justin sah beim gemeinsamen Spiel mit Marshall mindestens 15 Jahre jünger aus ;-).

Rockig ging's weiter mit Get me out und danach mit dem Titelstück der neuen CD: High. Hier hatte Justin besonderen Spaß an einem Mädel mit Zöpfen auf den Schultern eines starken Mannes, das mit Gesten den Refrain des Songs verdeutlichte ;-). Sie war nicht die erste, es gab wie immer diverse Türmchenbauer, aber bei ihr schien er den Anblick besonders zu genießen ;-).

Danach – diesmal ausnahmsweise mit einem Justin ohne Gitarre, der sich voll und ganz auf Mimik und Gestik konzentrieren konnte: One of the chosen, genial. Es wurde wieder alt mit No rest und ging weiter mit Purity: der Chor war beachtlich. Danach wieder neu mit Wired und dann begannen die ersten Gitarrentöne eines Songs, der diejenigen, die die letzten zwei, drei Konzerte miterlebt haben, direkt in Jubel ausbrechen ließ: die neue Version von Vagabonds, genial! Der Song ging quasi direkt über in einen weiteren Klassiker: Wonderful way to go. Danach ließ sich Justin wieder einmal eine Akustik-Gitarre reichen und es gab das Gäsehaut-Lied Nr. 1: Green and Grey, wieder mit einem hammermäßigen Chor. Und schon war es 21:30 h und die Herren verschwanden hinter der Bühne. Kamen wieder und meinten, dass draußen die Luft definitiv besser und frischer sei. Keine Überraschung, es war dermaßen heiß in dem Laden, unglaublich!

Die Zugaben bestanden aus Rivers, Stupid Questions und 225, bei letzterem wieder eine abgeänderte Fassung mit einem sehr kreativen Marshall Gill und mit Justin ohne Gitarre, so dass er wieder Zeit für Faxen hatte. Sie verschwanden, kamen wieder, forderten uns auf, endlich nach Hause zu gehen, erzählten, dass sie morgen bei den Gruftis spielen würden (ist morgen schon M'era Luna? ;-) ) und spielten noch Poison Street, sehr klasse. Danach mussten sie leider das Feld räumen, obwohl Justin so aussah, als hätte er gerne noch weiter gemacht. War irgendwie ein komischer Abschluss, weil so abrupt. Erklärte sich aber, als wir rauskamen: es war Disco danach und man musste wohl noch umbauen.. daher also dieser plötzliche Abbruch um 21:50 h.

Ein sehr geniales Konzert in einer sehr netten Location und mit einer perfekten Größe. Gerne wieder.

(c) bat, 08/2008

PS: hier ist der link auf die Batschkapp, vielleicht gibt's da demnächst auch Bilder vom Konzert.


 New Model Army, 20.12.2008, Köln, Palladium

Start war gegen 18:50 h - ich war grade angekommen - mit Voicst, einer Band aus Amsterdam, wirkten noch recht jung, aber total energiegeladen; zwei Gitarren, ein Bass, Drums und ein Keyboard, wenn ich richtig geschaut habe, war hier die einzige Frau der Band tätig - und das mit Hingabe. War ordentlicher Rock, hat mir ganz gut gefallen und war eine super Einstimmung auf den restlichen Konzertabend. Die Band scheint übrigens mit Unterbrechungen bereits seit 1994 unterwegs zu sein und eigentlich aus nur drei Leuten zu bestehen, Tjeerd Bomhof (Gitarre, Gesang), Sven Woodside (Bass) und Joppe Molenaar (Drums). Schon zwei Alben haben sie produziert und auch wenn sie rumgealbert haben und scheinbar aus Gag gesagt haben - und das immer wieder und immer ironisch - "we are Voicst from Amsterdam and we are a professional Rockband", so ist da wohl doch was dran, ob man es ihnen nun auf Anhieb geglaubt hat oder nicht ;-). Hat echt Spaß gemacht, ihnen zuzuhören und ich hätte nichts dagegen, wenn Army sie nochmal mit auf Tour nehmen würde. Scheint mir nicht allein so gegangen zu sein, denn es waren im Gegensatz zu sonst schon eine ganze Menge Leute in der Halle und blieben auch dort, statt draußen lang nicht gesehene Leute zu suchen und mit ihnen zu quatschen. Links zu diversen Sites weiter unten..

Sie durften bis 19:30 h spielen, danach gab's die unvermeidliche Umbaupause und die nächste Vorband - oder den ersten Hauptact, das liegt ganz im Auge des jeweiligen Betrachters - die Halle jedenfalls füllte sich, also hatte mindestens die Hälfte der Anwesenden wohl den anderen Blickwinkel. Start von The (International) Noise Conspiracy um 20:00 bis etwa 21:00 h. Die Band aus Schweden gibt's schon lange, sie passen mit ihren politischen Texten durchaus in die Army-Ecke. Der Sänger Dennis Lyxzén war früher übrigens auch Sänger bei Refused, wem's was sagt. Er und die ganze Band hatten eine unheimliche Power, sind die ganze Stunde lang wie die Irren gehobst und gesprungen und haben gerockt was das Zeug hält. Echt großartig - die Show. Die Musik... naja, mir war's zu laut (noise conspiracy halt) und außerdem hat mir an den Songs auch irgendwas gefehlt, kann gar nicht sagen was. Da hätte ich doch lieber die Dead Guitars vom Wayne Hussey Konzert nochmal gehört... Live machen sie aber mit ihrer irren Energie wirklich was her, wenn ich auch nicht genau weiss, wie sie das so durchhalten... aber für meinen Plattenteller zu Hause wären sie nichts und auch einen Konzertbesuch nur wegen T(I)NC wird's für mich nicht geben. Aber als Gesamtkonzept passten sie gut ins Programm, genauso wie Voicst. Da gab es schon schlimmere Zusammenstellungen.

So, genug der Vorbands. Um 21:40 h ging's endlich los mit Army. Vorab: es war ein absolut geiles Konzert, ich hab keine Ahnung, woran es lag, vielleicht an Justins Stimmung, die sich immer ganz schnell auch auf alle anderen in der Halle überträgt, vielleicht war die Stimmung der Leute aber auch sowieso schon gut, keine Ahnung. An der Setlist hat es glaub ich nicht unbedingt gelegen, denn die war nicht soo viel anders als im letzten Jahr oder in Frankfurt im Sommer (meine damit: so viel weniger neu.. ;) ). Es ist im Grunde auch egal, woran es denn nun lag, es war halt einfach klasse.

Army starteten mit Here Comes The War - damit wir alle auch direkt wissen, wo es langgeht beim heutigen Konzert ;-). Weiter ging's wie auch schon in Frankfurt mit Nothing Dies Easy und dem unvermeidlichen Inselaffen-Satz mit dem zugehörigen Lied Island. Ich mag's ;-). Danach - immer noch gleiche Setlist wie in Frankfurt- mit No mirror, no shadow, live auch absolut klasse. Also eigentlich wie auch im letzten Weihnachtskonzert 'ne Menge neue Songs, aber entweder ich hab mich dran gewöhnt und sie sind halt nicht mehr die "neuen" oder aber es hatte andere mir unbekannte Gründe - es war genial. Dieses Licht, diese Power, diese Stimme... einfach himmlisch ;-). Tschuldigung. Geht weiter. Und zwar mit einem neuen Song, den ich noch nicht gehört hatte: Today is a good day, passte gut. Es ging weiter mit High, mag ich live auch ganz gerne und einem weiteren neuen, das mir wirklich gut gefallen hat: States Radio. Danach Get me out und noch eines, das ich nicht kannte, das ich aber - wenn ich mich recht erinnere - nicht ganz so gut fand: Autumn.

Justin war übrigens durchaus in Plauderstimmung, über die Finanzkrise und den "Untergang des Kapitalismus", über Barack Obama (diesmal kein 51st state, denn alles wird gut... oder so), über den Mann, der Schuhe nach George W. geworfen hat, dem er gleich ein Lied gewidmet hat und über entsprechende Spiele im Internet, wo man es selber auch mal ausprobieren kann.

Im Anschluss an Autumn gab es ein Stück von Justins letzter Solo-Platte: Ocean rising. Durchaus gut mit ganzer Band aber er hat bessere Songs. Ich kann ja nicht mit allen Liedern zufrieden sein, oder? ;-). Aber dann: Purity als Klassiker und One of the chosen als neuerer Song mit definitivem Zeug zum Klassiker, mindestens so sehr wie no mirror, no shadow. Dann Marshall Gill mit seinem super-Solo zu Vagabonds.  Ich liebe dieses Lied. Wir waren über Silvester an der Nordsee und da suchte man bei radio ffn das Lied, das man mit auf die einsame Insel nehmen würde. Vagabonds ist auf jeden Fall bei mir in der engeren Auswahl ;-) .Genauso genial ging's weiter mit No Rest und Orange Tree Roads, doch ich muss sagen, ich war insbesondere mit den letzten 5 songs doch sehr zufrieden und der nächste schloss sich nahtlos an: Wonderful way to go. Leider war es das schon mit dem Haupt-Set, aber wofür gibt es Zugaben? Diesmal waren es White Coats, Masterrace (!) - ich kann mich nicht erinnern, ob ich Masterrace überhaupt schonmal live gehört habe, falls ja, ist es eine Ewigkeit her, super - und natürlich Green and Grey! Spätestens dann hab ich eine Gänsehaut und bin in Weihnachtsstimmung ;-). Wir haben sie nochmal hergeklatscht und es gab noch einen weiteren Song: 225. Und das war's dann leider wirklich. Ein würdiges Ende. Ja genau. Sie haben aufgehört zu spielen, ohne "I love the world" gespielt zu haben. Und auch ohne dass sie "Stupid Questions" gespielt haben. Ein Konzert ohne mindestens eins der beiden Lieder ist wirklich sehr lange her ;-). Fand ich gut, es gibt so viele andere schöne und ein paar davon haben sie diesmal neu im Gepäck gehabt wie eben Masterrace und Orange Tree Roads. Ich bin sehr zufrieden.

Schöne Weihnachten und bis Januar bei Red Sky Coven ;-)

(c) bat 01/09

PS: Grüße an die üblichen Verdächtigen - wart Ihr überhaupt da? ;-)

Links

Voicst-Homepage

Voicst bei Wikipedia

T(I)NC bei Laut.de

Sparklingphotos.de - mit diversen Konzertberichten und Bildern, u.a. auch von diesem Konzert. Umsehen lohnt sich!


 New Model Army, 14.06.2009, Wuppertal, Waldbühne auf der Hardt

Bei herrlichem Wetter draußen im Hellen. Mal was anderes. Auftritt auf der idyllisch gelegenen Waldbühne in Wuppertal, umgeben von Bergen und Wäldern - Justin wies darauf hin, dass man eigentlich das Ganze auch umsonst von oben vom Hügel aus hätte ansehen - naja, mindestens anhören - können.... Stimmt...nächstes Mal vielleicht ;-). Vorband war Winston, eine 3-Mann-Krachmacherband aus Wuppertal. War gut, dass sie dann irgendwann auch mal fertig wurden, nicht mein Ding. Start Army vor ca. 1.500 Leuten (sagt eine Wuppertaler Zeitung, ich hätte vielleicht 900 - 1.000 geschätzt) um 20:10 h. Erstaunlicherweise waren es nur 4. Was Justin - in deutsch! - auch erklärte: Marshall Gill hatte sich "mit einem Messer" verletzt und konnte nicht spielen. Deshalb durfte Dean ab und an an die Gitarre und auch Nelson habe ich, wie ich glaube, zwischendurch Gitarre spielen sehen... jedenfalls machte er rockstarmäßig komische Sachen mit einem Saiteninstrument (habe nachgeschaut, es war sein Bass, keine Gitarre), sprich, er hielt es sich über den Kopf und hinter den Rücken und versuchte mit den Zähnen zu spielen - und sah damit irgendwie nicht wie ein waschechter Rockstar, sondern echt komisch aus - fand er wohl auch selber, musste nämlich grinsen und beließ es bei dem einen Versuch... Die Lieder waren natürlich auch ohne Marshall super, das ein oder andere Mal hab ich seine Gitarre aber schon vermisst. Allerdings hatte die nicht vorhandene Leadgitarre bestimmt auch Einfluss auf die Songs, so dass doch das eine oder andere Lied an die Reihe kam, das ich schon lange nicht mehr gehört habe, wie z. B. You weren't there oder Snelsmore Wood. Aber der Reihe nach. Nach Stranger ging's weiter mit War, danach zwei songs vom neuen, im Herbst erscheinenden Album, Autumn und Today is a good day, ersteres sehr eingängig, dafür aber mit shalala und zweiteres irgendwie... grimmig, nicht meins, jedenfalls jetzt noch nicht. Danach High und Get me out. Weiter mit Inheritance (und dem üblichen on the other side of xxx <insert name of city you're playing at the moment>. Im Anschluss dann die in letzter Zeit seltener gespielten You weren't there und Snelsmore Wood, genial! Es ging genauso genial weiter mit Lovesongs, Wired, White coats und Bad old world. Und danach kam noch ein Highlight, das wir vielleicht dem Umstand verdanken, dass Marshall sich in die Hand geschnitten hatte: The Hunt, jawohl! Sehr zufrieden war ich natürlich auch mit No rest und Ballad of Bodmin Pill. Doch, ich war hocherfreut über die Auswahl der songs. Ende um 21:30 h und Beginn der Zugaben, die da waren Green & Grey und Fate. Danach die Reggae-Version von 51st state und zum Schluss das unvermeidliche I love the world. Ende dann leider schon um 21:50 h. Superschön, tolle Bühne, nette Lage, noch tollere Songs. Freue mich auf's nächste Mal und die Vorstellung des neuen Albums im November.

PS: Trapper Joe und seine drei Gespielinnen waren auch da, mit Fransen, Taubenfeder im Hut und allem was sonst noch dazugehört, Umstehende werden vielleicht wissen, wen ich meine. Army schafft es echt, die unterschiedlichsten Menschen zusammen zu führen! ;-))).

(c) bat 07/09

Tolle Fotos findet ihr auf Musikinstinkt - auch die Sache mit Nelson und seinem Bass. Und ich muss sagen: ich bin eigentlich ganz froh, dass ich weit genug weg stand, um mir den Anblick von Justins T-shirt zu ersparen ;-)


 New Model Army, 23.11.2009, Münster, Jovel

Diesmal ging es also nach Münster ins ehemalige Autohaus Jovel. Die Vorband war die gleiche wie in Wuppertal, sie durfte leider nur noch länger auf ihren Instrumenten rumdreschen als im Juni. Naja, Nelson und Justin schien es zu gefallen, jedenfalls waren beide im Publikum unterwegs; Justin ist aber glaub ich nicht wirklich dazu gekommen, der Band zuzuhören, ein sehr aufgeregter Fan erzählte ihm als ich vorbei ging, grade etwas von seinem ersten New Model Army Konzert ;-). Nett, dass die Jungs so entspannt sind und einfach so mittendrin.

Army legten um 21:35 h los und es war defintiv kein Weihnachts-Best-Of-Konzert, sondern eines, dass sich mit der neuen Platte und vielleicht noch ein bisschen mit der davor beschäftigte. Gut war's, die neue Platte gefällt mir ausnehmend gut, endlich mal wieder was Neues und Frisches, dabei aber ohne die alten Sachen aus den Augen zu verlieren. Wenn man es geschafft hätte den Heavy-Metaler Marshall Gil bei Song 4 und 9 noch etwas mehr an die Kette zu legen, wäre es noch besser geworden ;-). Aber live ist sowieso immer alles anders. Sie starteten auf jeden Fall mit States Radio und machten weiter mit Here comes the war - abweichend von der Setlist - immer noch sehr genial, das Lied. Das Publikum war aber irgendwie gebremst, hatte ich den Eindruck. Vielleicht, weil dieses Ex-Autohaus so verdammt hell war und man jedem beim hopsen und singen zugucken konnte und man sich selber eben auch beobachtet vorkam - und wer weiss, vielleicht sind die Fans am Ende doch alle irgendwie schüchtern ;-). Blieb auch das ganze Konzert über so, zwischen den Songs war es sogar ab und an mal richtig still, so still, dass es selbst Justin auffiel, der selbiges dann auch kommentierte: sehr seltsam, dass man mitten in einem Rockkonzert Stille hat. Etwas später fragte er nochmal, ob wir diese Halle auch wirklich mögen würden. Natürlich nicht. Aber eine so klare Antwort bekam Justin nicht ;-). Der nächste Song war das ebenfalls großartige The Charge und dann kam auch schon Bad Harvest, wieder von der neuen Platte, gefolgt von Mambo Queen und Peace is only. Fand ich live nicht ganz so gut, war mir zu viel des "peace is only for the dead and the dying", nahm irgendwie kein Ende... ;-). Dann today is a good day und disappeared. Danach gab's den Ausflug in die Platte davor mit high und one of the chosen - was live vom Liedaufbau her sehr der Mambo Queen geähnelt hat, wie ich fand. Lieber hätte ich - wenn schon Ausflug in die letzte CD - Dawn und No mirror, no shadow gehört, aber man kann nicht alles haben...

Weiter ging es jedenfalls dann wieder mit dem Schunkellied Nr. 1 der neuen CD: Autumn. Ich mag's, aber für Army ist so ein "shalalalalalala" irgendwie ein kleines bisschen unwürdig ;-))). Erstaunlicherweise (?) kann ich mir von diesem Song aber den Text am besten merken.. tja, man wird alt ;-).

Immerhin gab es dann einen kurzen Ausflug in alte Tage mit White Coats und zum Anlass des 20-jährigen Jubiläums des Mauerfalls auch noch Luhrstaap - ich stelle zum einen fest, dass ich es total falsch geschrieben habe und stellte zum anderen mit Erstaunen fest, dass ich den Text dieses Songs irgendwie noch behalten habe, obwohl ich ihn schon ewig auf Konzerten von Army nicht mehr gehört habe - und er auf meiner persönlichen Best-Of-Liste auch nicht vorkommt. War aber trotzdem mal wieder schön. Dann wurde es ruhig auf der Bühne, nur gedämpftes Licht, Justin und Marshall und ihre Gitarren und irgendwann hatten auch die letzten verstanden, dass das hier das neue Intro von Vagabonds werden würde. Sehr, sehr schön, ein absolut geniales Lied, auch mit diesem neuen Intro. Nur das Ende find ich nicht schön gelöst, ist irgendwie Krach und außerdem viel zu abrupt. Danach noch Wired und Wonderful way to go, auch immer wieder einer der Songs, die man gerne hört. Und schon war es 22:50 h und das Main Set war vorbei. Als Zugaben gab es Rivers (siehe oben ;-) ), Poison Street (ja!) und als zweites Zugabenset Get me out und natürlich Green and Grey. Ende um ca. 23:15 h. Wunderschön. Ein sehr nettes Konzert, hat viel Spaß gemacht trotz der sangesschwachen Menschen um uns rum und trotz der komischen, weil viel zu hellen, Halle. Haben beschlossen, dann doch nach Amsterdam zu fahren, Army macht halt süchtig ;-).

cu there

(c) bat 11/09

Hier noch die uns netterweise überlassene Original-Setlist - die Wahrheit steht oben:


 New Model Army, 19.12.2009, Köln, Palladiumxxxx

Alle Jahre wieder findet sich die Fangemeinde in Köln zur Weihnachtsfeier mit New Model Army und Gästen ein. Diesmal mit zwei sehr, sehr unterschiedlichen Gästen, deren Musik so ganz anders ist als das, was Army dann im Anschluss so machen.

Ab ca. 18:30 h für ca. 1 h hatten wir das Vergnügen - und das meine ich ernst - mit Juno Reactor. Sehr, sehr seltsam, sehr sehr abgefahren und ich habe keine Ahnung, was für eine Art von Musik die Herren und die Dame so gemacht haben. Show 1 a, für mein Wohnzimmer vermutlich nicht wirklich geeignet. Recherchen haben ergeben, dass das geniale Getrommel, die Opernstimme der Dame, die frisuren- und schminktechnisch aussah wie Pris alias Daryl Hannah aus Blade Runner, der Sprechgesang des Sängers, der aussah wie ein Vertreter der Reggea-Szene, die Gitarren- und Elektroeinlagen des Mannes, der stark an einen schlanken Robert Smith erinnerte und das Getanze und Getrommel der beiden hawaianischen (?) und mexikanischen (?) Ureinwohner unter der Bezeichnung Goa läuft. Die Band stammt aus England, ist ein Nebenprojekt von Ben Watson (fragt mich aber nicht, wer von diesen wunderlichen Gestalten nun Ben Watson war, vielleicht der am "normalsten" aussehende Drummer?) und die mit ihm auftretenden Künstler wechseln. Juno Reactor ist auch auf diversen Soundtracks vertreten, u.a. Matrix Revolutions. Mir waren sie zumindest namentlich vorher noch nicht untergekommen. Sie sind aktuell zusammen mit Laibach auf Tour, was dann wohl auch den zweiten Gast des Abends erklärt, der zumindest musikalisch nicht so wirklich in die musikalische Ausrichtung des Abends passen wollte:

Laibach aus Slowenien. Starteten um 19:50 h und spielten 1.20 h bis 21:10 h. Interssant, in anderen Zusammenhängen, vielleicht mit Bauhaus und Kraftwerk oder so und sicherlich historisch bedeutsam, aber nicht als Vorband von Army. Fand auch das Publikum. Dabei ist die Geschichte der Band und ihre Rolle in Ex-Jugoslawien eine ganz interessante. Laibach ist der deutsche Name der slowenischen Hauptstadt Ljublijana. Die Band wurde 1980 im jugoslawischen Trbovlje gegründet und provozierte damit schon mit dem Namen, was zusammen mit dem einen oder anderen provokanten Auftritt zu einem Verbot der Band in Jugoslawien führte. Die Musik ist durchaus an der einen oder anderen Stelle mindestens interessant (die Stimme von Milan Fras, Sänger seit 1982 und der Dame am Keyboard waren schon spannend anzuhören) und die zugehörigen Videoeinspielungen auf jeden Fall provokant, vor allem, wenn ich mir diese oder ähnliche Bilder vor dem Hintergrund der damaligen Verhältnisse im Osten vorstelle - denn Laibach sind ählich wie New Model Army sicherlich schon um die 30 Jahre aktiv (Milan, siehe oben, seit 1982, die anderen, insbesondere Mina Špiler am Keyboard und als Sängerin, sahen nicht so aus, als wären sie überhaupt schon dreißig ;-)). Ich kannte tatsächlich auch Stücke (Tanz mit Laibach, hat mich an das alte DAF-Stück erinnert und alle gegen alle), hatte ich gar nicht erwartet. Die bekannteren Coverversionen, z.B. von Life is Life oder One Vision von Queen haben wir allerdings nicht zu hören bekommen.

Und dennoch haben sie auch bei mir eine gewisse Irritation ausgelöst und ich kann mich noch gut an die Diskussionen in den 90ern erinnern, in welche Ecke man denn nun Laibach einsortieren sollte. Und genau das kann einem schon wieder in den Sinn kommen, wenn man sich hier auf dem Konzert die feschen Jungs in ihren Uniformen vor der Bühne zusammen mit den Leni-Riefenstahl-Bildern und den marschierenden Springerstiefeln auf den beiden Leinwänden auf der Bühne anschaut...Das Ziel der Provokation hat Laibach damit also immer noch erreicht, denn der eine oder andere im Publikum war nicht nur irritiert sondern fühlte sich auch provoziert und machte diesem Gefühl auch lautstark Luft.

Zum Glück haben die Jungs in den feschen Uniformen mit dem Punk bei Juno Reactor und auch bei Laibach selber Schunkelorgien veranstaltet, und immerhin sind wir auf einem Army-Konzert!!!

Dann, endlich, um 21:50 h Army. Hurra. Dieser Beleuchter, den sie neu dabei haben, hat echt ganze Arbeit geleistet, super Lichtshow. Zwar auch schon in Münster dabei, aber dort war's einfach viel zu hell, um das Spektakel so richtig genießen zu können. Sehr, sehr schön. Start wie in Münster auch mit States Radio. Ohnehin war die Setlist, wie ihr bei weiteren Lesen erkennen werdet, doch sehr ähnlich.

Im Anschluss Get me out und The Charge. Aber auch, wenn die Songs denen in Münster so ähnlich waren, war hier die Stimmung eine ganz andere, viel voller, viel mehr Gejohle und Geklatsche und Gesinge, hier jedenfalls konnte sich Justin nicht beschweren, dass es zwischendrin so ruhig ist ;-). Mein Gefühl sagt auch, dass es voller war als im letzten Jahr, vielleicht hat es die neue CD doch geschafft, neue Fans zu rekrutieren, wer weiss. So richtig textsicher war das Gesamtpublikum aber dann doch - wie erwartet - nur bei den Thunder-and-Consolation-Songs und bei dem einen oder anderen Refrain ausgewählter älterer Songs - ist halt die Weihnachtssetlist bzw. das Weihnachtskonzertpublikum ;-).

Weiter ging's dann mit Bad Harvest, Mambo Queen und Peace is only von der neuen Platte, wie ebenfalls im Set von Münster. Auch hier war der Text von Peace is only ungefähr genauso lang wie die Dauerwiederholung von "peace is only for the dead and the dying", daran müssen sie live irgendwie nochmal arbeiten, wird auf Dauer etwas eintönig...

Die nächsten Songs waren auch wieder identisch mit Münster - sie haben schon mal mehr variiert, muss ich an dieser Stelle so feststellen. Aber ich will mich nicht beschweren, die songs waren super, die Stimmung auch und ich hatte immer noch vor Augen, dass ich ja, hurra, morgen nochmal das Vergnügen in Amsterdam haben werde (jetzt ist es ungefähr 13:22 h am Folgetag und es schneit und schneit und schneit und die Jungs werden wohl leider ohne mich spielen... schnüff!!!). Heißt konkret, es ging weiter mit Today is a good day und Disappeared. Ob diese Rede vor Today is.. immer so sein muss, ich weiss nicht. Manchmal ist es besser, einfach mal nichts zu sagen.

Auch jetzt wieder der Ausflug zur vorletzten Platte High und auch wieder mit den gleichen Songs, nämlich High und One of the Chosen. Danach das Schunkellied der letzten Platte, Autumn. Ich mag's und ich kann mir bei melodischen Songs scheinbar einfacher den Text merken als bei "Erzählsongs" wie One of the Chosen oder Mambo Queen, da bin ich froh, wenn ich den Refrain behalten kann... oh weh! ;-).

Danach kam der Set-Teil für die "alten" Fans mit White Coats, Luhrstaap und der genialen Neufassung von Vagabonds - nur war mir auch hier wie schon in Münster das Ende zu abrupt und mit zu viel Krach verbunden, das passt irgendwie nicht so richtig. Marshall könnte sich ja wenigstens bei diesem Song ein kleines bisschen am Riemen reißen ;-). Übrigens war überhaupt viel Gitarre im Einsatz, stellenweise gleich drei davon, weil auch Dean statt Keyboard zur Gitarre gegriffen hat.

Und zum Schluss des Mainsets gab es noch wie in Münster Wired und Wonderful Way To Go, sehr schön. 23:10 h. Danach das erste Zugabensetz mit - ja, genau, anderen Songs als in Münster ;-) - La Push, no rest und 225. Und dann hatten diese Veranstalter doch tatsächlich die Dreistigkeit, Musik anzudrehen und Licht zu machen!!! So ja nun gar nicht, nicht an Weihnachten und nicht mit uns! Wir haben so lange Krach gemacht, bis das Licht wieder ausgeschaltet wurde und die Jungs wieder auf die Bühne kamen für 51st State (gewidmet Katrin, der Glücklichen, mit dem Hinweis, dass man aber in diesem Jahr - vielleicht aber dann zum 30-jährigen Bestehen im nächsten Jahr - keine Wünsche entgegennehmen würde). Danach noch Green & Grey, ohne das wir ohnehin nicht gegangen wären und noch I love the world, diesmal fand ich's gar nicht so nervig ;-)). Schluss war damit um 23:45 h. Wunderschön, hat sehr viel Spaß gemacht und ich freu mich auf das nächste Konzert, wie immer!

Liebe Grüße an die üblichen Verdächtigen, leider dann doch nicht bis morgen, daher schon jetzt frohe Weihnachten!

(c) bat 12/2009

Bilder gibt es zum einen bei Sparklingphotos und bei Musikinstinkt.

Juno Reactor findet ihr hier und Infos über Laibach (allerdings nicht mit hinreichenden Quellenangaben versehen) findet ihr u.a. bei Wikipedia.


 New Model Army, 17.02.2010, Frankfurt, Batschkappxxxx

Die Batschkapp war wieder rappelvoll und - wie Justin so treffend feststellte - heiß, obwohl es draußen nicht wirklich warm war. Es ging wie auf der Karte angekündigt um 21:00 h los mit einer Vorband bestehend aus drei langmähnigen Jungs (E-Gitarre Johannes Kessler, Bass Markus Helmeth und Drums Florian Fierz), einem langmähnigen Mädel (Keyboards und Akkordeon Janina Walter) und einem halblangmähnigen lockigen Jüngling (Kevin Paterson) a la Jim Morrison (ok, von weitem im Dunkeln ;-) ) mit passender Lederhose an der Acoustic-Gitarre und am Mikrofon. Name: Esha Ness. Musikrichtung: folk rock bis rock, wenn sie ihre Musikrichtung auch selber als "volcanic rock" bezeichnen. Aus Konstanz. Einige songs der etwa 8, die sie in der 3/4 h gespielt haben, waren sehr folk-rockig, das Akkordeon ist Schuld ;-). Hat mich sehr stark an Levellers erinnert oder an Oil on Canvas, sehr schön, hat wirklich Spaß gemacht. Mindestens gehört hab ich Point of no return, Nothing is forgotten, Neverland, Chaos kings, Memorial Day, A small step away, Nothing is forgotten (die letzten beiden nur vielleicht), sowie ein neues, irgendwas mit einer Möve, auch sehr schön. Könnte mir gut vorstellen, mir die Band auch mal solo anzuschauen, wenn sie sich denn mal ins Ruhrgebiet verirren - also: bitte einplanen ;-). Die songs ohne Akkordeon waren rockiger, aber auch sehr eingängig. Die Bühnenshow sah so aus, als könnte sie noch etwas mehr Routine vertragen, aber, hey, egal, die Stimmung war klasse, und die Songs echt passend für den Abend, haben mir gut gefallen die Herren mit Dame. Und der Ignorant, der hinten stand und immer "we want Army" geschriehen hat, hätte den fünfen ruhig mal eine Chance geben und vor die Tür gehen können! ;-).

Dann aber nun doch Army. Ich stand hinter dem Licht- und Mischpult und hatte so die Chance, mir ganz entspannt die Setlist abschreiben - und sie am Ende auch noch mit nach Hause nehmen zu können (herzlichen Dank nochmal dafür). Sehr schön. Start unserer Helden also um 22:20 h mit - genau - States Radio - scheinbar beleuchtet in blue und white ;-). Gefolgt von GMO. Darüber musste ich erstmal nachdenken - vorher. Get me out, natürlich - rot und weiss übrigens. Der Sound war eigentlich ganz ok, aber das Licht leider nicht so, irgendwie war alles ziemlich nebelig, die Sicht auf Justin nicht so klar, sieht man auch an meinen Fotoversuchen. Als nächstes eines meiner Lieblingslieder von der eight: Stranger und noch ein etwas älteres: Whitelight. Danach dann ein Ausflug zur neuen Platte mit - wie erwartet - Mambo Queen, Peace is only (kam mir diesmal schon nicht mehr ganz so lang vor, der Chorus ;-) ), Today is a good day und Disappeared. Justin erzählte dann, dass ihm die Gegend und die Berge ja so gut gefallen würden - Einleitung zu High und im Anschluss One of the chosen. Dann wurde es schunkelig mit Autumn, das die Phase der älteren Songs einleitete - sagen wir mal, der Schwerpunkt lag diesmal eindeutig auf der Thunder and Consolation: White coats, Ballad of Bodmin Pill (!!! We don't play this one very often) und Vagabonds mit dem großartigen neuen Intro und dem enttäuschenden neuen Schluss. Dann gab's noch Wired und 225 und die Jungs wollten verschwinden (gegen 23:35 h). Ging natürlich gar nicht - aber jetzt war die Setlist zuende, ich musste also aufpassen ;-). Das erste Zugabenstück war Into the wind und danach gab's noch War. Erstaunlich, Get me out _und_ War in einem Konzert, sonst gab's immer entweder oder. Und dann waren sie weg, das Licht ging an und man versuchte Musik zu spielen - und diese gegen das Klatschen auch immer lauter zu drehen. Gar nicht gut. Der Soundmann antwortete auf die Frage, ob es das nun wirklich gewesen sei: "you never know". Ließ uns hoffen und weiter klatschen. Und es hat sich gelohnt, es gab noch 51st State und Wonderful way to go und um 23:58 h war dann endgültig Schluss - ganz ohne Green and Gey, aber ansonsten sehr genial. Die setlist ähnlich derjenigen in Münster und Köln, aber doch etwas variiert und Ballad of Bodmin Pill war natürlich der Hammer!

(c) bat 02/10

PS: An alle Ex-Another-Tale-Fans: hört euch auf der Point of no return-CD von Esha Ness mal Planet on fire an, erinnert euch der Anfang nicht an was?


 New Model Army, 30-jähriges Bühnenjubiläum, 20.+21.11.2010, Köln, E-Werkxxxx

Und wieder haben die Jungs von New Model Army ein Bühnenjubiläum zu feiern, 30 Jahre, wow. Auch diesmal als Doppelkonzert angelegt, wie schon das 20-jährige, dieses Mal aber im E-Werk, zum Glück! Dass ich das nochmal sage, ist schon erstaunlich, aber das E-Werk ist immer noch besser als das Palladium. Der erste Abend war ausverkauft, beim zweiten Abend fehlten daran ca. 50 Karten - mir kam's erstaunlicherweise am zweiten Abend voller vor, liegt halt immer daran wo man grade so steht.

Army feierte Geburtstag und alle waren sie wieder da, Leute die man seit mindestens wenn nicht noch länger auf diesen Konzerten trifft, wie eine große Familienzusammenkunft. Aber auch jüngere Leute und natürlich Leute, die irgendwann spätestens nach der Impurity aufgehört haben, Army zu hören, die aber trotzdem Spaß hatten und auch die Songs danach mitgefeiert haben, sehr sehr großartig. Beide Abende vergingen wie im Flug, es machte Klick und schwupps ist man mittendrin und das Konzert, kaum angenfangen, ist gefühlt schon wieder vorbei. Beim ersten Abend kam der Klick bei mir allerdings irgendwie eher als beim zweiten, lag vielleicht daran, dass ich gemütlich in der geschätzten Reihe 6 mitten vor Justin stand und kurz vor Ende des Akustischen ersten Sets irgendein Spinner der Meinung war: jetzt ist Schubszeit! Schade eigentlich, hatte gedacht, das hat Zeit bis nach der Pause und ich kann mich noch schön irgendwohin verkrümeln, wo ich selber entscheiden kann, wann ich hospe oder tanze... naja, selber schuld, was stell ich mich auch mitten in den Schubskreis ;-).

Und schon bin ich mittendrin, dabei wollte ich doch chronologisch vorgehen. Also nochmal. Der erste Abend begann sehr großartig um 20:30 h mit dem Acoustic-Set. Heißt: Justin betrat die Bühne mit einer acoustic-Gitarre und spielte Better than them.

Danach bekam er Verstärkung durch Dean, der immerhin auch schon dabei war, als es das 20-jährige zu feiern gab, kann man sich gar nicht vorstellen. Sie spielten Turn away, Dawn, Higher Wall und wurden dann ergänzt vom Rest der Band: Nelson, Michael und Marshal, der vor 10 Jahren noch nicht dabei war. Wie sagte Justin am zweiten Abend: er war noch nicht mal geboren, als wir angefangen haben ;-). Songs: Drummy B, Space, Fate, Courage (!), Bluebeat. Sehr genial. Ich bin ziemlich sicher, dass ich Courage überhaupt noch nie live gehört habe, falls doch, ist es jedenfalls sehr, sehr lange her! Wow. Gilt auch für Bluebeat, allerdings ist das auch noch nicht so alt ;-).

Um 21:05 h gab es dann die wohlverdiente Pause und ich suchte mir einen Platz etwas weiter links von der Bühne, wo ich nicht in Schubskreisreichweite war, aber trotzdem mit Justin im Blickfeld ;-). Undenkbar im Palladium.

Um 21:30 h ging es dann weiter mit dem Hauptset, diesmal - schon als Info vorab, leider ohne special guests, obwohl sich Vagabonds sicher mit Ed und seiner Geige gut gemacht hätte - ich hab ja nichts gegen den neuen Anfang, im Gegenteil, aber ich muss auch diesmal wieder sagen: Marshal, beherrsch Dich und verhunz nicht immer so das Ende dieses sooooo schönen Liedes. Ups, schon wieder Tag zwei, also ganz schnell vergessen. Das Mainset startete nämlich nicht mit Vagabonds, sondern mit Over the wire. Es blieb temporeich mit Vengeance und White Lights und der Klick kam, wenn nicht schon beim ersten song, so doch spätestens beim nächsten: Drag it down. Die Jungs auf der Bühne strahlten, alle Leute um mich rum strahlten, und die Jungs, bei denen ich stand, hatten so viel Spaß, dass ssie sich dauernd gegenseitig um den Hals fielen, sehr schön, auch sehr emotional, aber noch lieber hätte ich Justin und Marshal und Nelson und Dean und Michael gesehen also diesen freudig grinsenden Typen, der immer einem anderen seiner Kumpels um den Hals fiel und sich freute, dass er morgen ja auch noch mal da sei... seufz ;-). War aber schön. Gut, weiter mit WW2G und Justins typischer Geschichte vom Börsencrash und seinen Folgen - good luck to all of you.. Today is a good day. Dann liberal education und Flying through the smoke, beides sehr geniale songs, aber das sag ich glaub ich an diesem Abend von jedem Song. No sense war der nächste und natürlich 51st state, wieder im Reggae-Einlage und einer Weile nur instrumentaler Begleitung während wir die zweite Strophe singen durften. Danach ein spontaner Hopser zur neuen CD mit Mambo Queen of the Sandstone City und einem meiner Highlights von der Eight: Orange Tree roads. Dann einen Ausflug auf die High mit dem Titelsong und zeitlich wieder zurück zu White Coats. Als Schlusspunkt des Hauptsets: Green and Grey! Sehr sehr schön, aber auch als Solo-Konzert angelegt: sprich, die die nur heute da sind, bekommen 51st state und Green and Grey geboten, also nichts zu meckern. Die anderen berühmten von der Thunder and Consolation sowie die beiden "immer-dabei" Songs War und Get me out haben sie sich für die "nur-Sontags-Kommer" aufgespart - und wir,die wir an beiden Tagen da waren, waren natürlich auch zufrieden, denn we had it all! ;-).

Ende jedenfalls um 22:40 h.

Natürlich gab es Zugaben. Justin bat darum, die Halle dunkel zu machen, richtig dunkel. Und dann kam These words, wow, Gänsehautfeeling. Danach Brother und 225. Großer Applaus, dann aber: Licht an, Hintergrundmusik an. Hallo!?! 30-jähriges Bühnenjubiläum? Weihnachtskonzert inklusive? Genau! Justin jammerte zwar ein bisschen über seine Stimme und dass er ja nun auch nicht jünger würde, aber egal! Hey, man wird nur einmal dreißig! ;-) Also noch zwei Zugaben: Poison Street und Betcha!! Genial!!! Schluss nun aber leider wirklich um 23:10 h - aber hey, wir haben noch einen Tag! Hurra. Bis morgen also.

Und schon ist morgen. Start diesmal eine Stunde eher um 19:35 h. Start diesmal Justin mit Dean - hab ich erwähnt, dass Justin irgendeine alte nette Lederjacke rausgekramt hat? Lederjacke, lange Haare, als sei keine Zeit vergangen ;-).

Lieder, stimmt. Heroes, Snelsmore Wood, Ballad of Bodmin Pill super Start! Justin machte dann einen Song alleine weiter, bedrohliches Licht, keine weiteren Instrumente, nur das rhythmische Klatschen des Publikums, bedrohliches rotes Licht und Another imperial day (diesmal wirklich wow - eigentlich fand ich den song immer ungeeignet für große Hallen, aber diesmal, Gänsehaut! Aber ich stand ja auch direkt vor ihm in Reihe 5oder 6. Sehr, sehr eindrucksvoll. Danach dann kam der Rest der Jungs. Sehr schön ging's weiter mit You weren't there, Lovesongs, The Attack, Modern Times (ja!) und Ocean Rising. Leider hat der Schubskollege - siehe oben, schon bei The Attack angefangen, rumzuschubsen, so dass ich aus meiner schönen versunkenen Stimmung und meiner noch schöneren Position recht nah und zentral vor der Bühne - hurra ich hab was gesehen - verscheucht wurde. Leichte Unterbrechung des Rauschgefühls. Schade eigentlich.

Aber das Set hat mir trotzdem sehr, sehr gut gefallen. Dauerte bis 20:15 h. Ich verzog mich in der Pause dann gefühlt nach weiter links - so wie gestern - raus aus dem Schubskreis - hat diesmal aber leider nicht geklappt. Daher auch mein Gefühl, dass es entweder voller oder agressiver war als gestern, keine Ahnung. Vielleicht stand ich auch einfach nur blöd. Bin jedenfalls im laufenden Hauptset - wieder tschö berauschtes Gefühl - nochmal umgezogen irgendwo hin nach hinten. Gesehen hab ich Justin und Co. dann nur noch manchmal, dafür hatte ich Platz zu tanzen und eine sehr sangesfreudige Truppe um mich rum, die alle alten Lieder bis mindestens zur Impurity sehr, sehr schön mitsingen konnte. Hat Spaß gemacht und schließlich hatte ich die Jungs auf der Bühne heute schon gesehen - und ich bin zuversichtlich, dass Micha und Frank auch wieder schöne Fotos gemacht haben, die über die Pause bis zum nächsten Konzert hinwegtrösten werden ;-). Also, ich sollte wieder zum Thema kommen, New-Model-Army-Songs. Start Mainset um 20:40 h mit Island, danach Christian Militia - hier war der Punkt des Umzugs erreicht, Long goodbye, der nächste Song, war damit quasi mein Reisesong in die hinteren Gefilde der Halle. Ich hatte übrigens am Tag zuvor erwogen nach oben zu gehen - was wir gestern für den ersten Song des Hauptsets auch ausprobiert haben - ging gar nicht, bei Army gehöre ich mitten ins Gewühl, wenn auch nicht ins Geschubse - so irgendwo von oben auf die Massen gucken geht hier gar nicht. ;-).

Bei Falling war ich dann auf meinem neuen Platz angekommen - und wartete auf den Kick. Bei Falling kam er nicht - zu viel Marshal-Gedresche. Bei One of the chosen ging es schon besser, bei Carlisle Road war ich wieder raus - Marshal-haut-die-Gitarre eben. Aber dann kam The Hunt und alles war gut, das beglückte Grinsen war wieder da. Red Earth war einer der seltenen Ausflüge auf die Carnival - ich mag Trommeln ;-.).Tja und dann kam was am Vortag fehlte: Get me out, gefolgt von Vagabonds - geiler Anfang, blödes Ende, diesmal aber übergehend in Knife, wow! Dann entschuldigte Justin sich, dass er heute kein Deutsch sprechen würde -war wirklich eher dünn - und sagte, das nächste Stück sei eine "Hymn". Ob er damit das shalala entschuldigen wollte? ;-) Keine Ahnung, ich finde den Song klasse ! ;-).Also: Autumn. Danach der nächste Knaller, der nie fehlt, aber gestern gefehlt hatte: War. Und zum Schluss des Hauptsets um 21:50 h: Purity. Army verschwanden und das wünsch-dir-was ging schonmal los und weiter, als sie wieder da waren. War echt witzig. Irgendjemand schrie einen Song, und irgendjemand anders schrie zurück: "war gestern schon!!" ;-).

Und da es songs nicht doppelt gibt, kam jetzt akustisch und echt großartig Marakesh, die Halle ganz dunkel, und alle ganz versunken beim Mitsingen, wow! Danach Wired und das unvermeidliche Stupid Questions. Irgendwann fing jemand vorne an, happy birthday zu singen und die komplette Halle brachte den Jungs ein Geburtstagsständchen! Schön! Gab's zum 20-jährigen auch schon. Was mich aber irritiert hat und was es zum 20-jährigen noch nicht gab, war diese gelbe Aufblas-E-Gitarre, mit der ein Typ vor mit im Publikum rumwedelte... The times they are a-changing? ;-) Oder nur ein Tribut an Marshal? ;-)

Licht an, Musik an, so lange gebrüllt, bis alles wieder abgestellt wurde und die Jungs noch ein letztes I love the world in die fröhlich grinsende Menge trugen, bevor sie um 22:15 h endgültig verschwanden.

Schön war's. Die Leute konnten sich auch noch nicht so recht trennen und selbst die sonst so rabiaten und wenig feinfühligen Kölner Konzerthallenbetreiber hatten ein Einsehen und verkauften noch ein bisschen weiter Getränke und ließen uns noch ein bisschen länger quatschen - naja, sie hatten ja auch was davon ;-). Ich bin sooo traurig, dass ich es nicht noch nach Berlin schaffe, aber ich wünsche allen, denen es da anders geht als mir ganz ganz viel Spaß und singt bei Marakesh und The Hunt bitte besonders laut für mich mit - ach, bei den anderen Songs auch, außer vielleicht bei Carlisle Road und Falling ;-).

Fazit: nichts Außergewöhnliches oder total Unerwartetes, obwohl für mich ein oder zwei Songs dabei waren, die ich wirklich schon ganz lange oder noch gar nicht live gehört habe. Und natürlich ein wie immer geniales, gelungenes Konzert mit tollen Songs und dem Gefühl, dass es immer so weitergehen könnte - diese Sache, die die Lakaien letztlich vorgeschlagen haben mit dem Abo-Konzert jeden 3.Sonntag im Monat oder so könnte ich mir hier wirklich sehr gut vorstellen ;-).

(c) bat 11/10

richtig schöne Bilder gibt's bei

www.sparklingphotos.de und

www.musikinstinkt de.


 New Model Army, 30.04.2011, Dortmund, Rock in den Ruinenxxxx

New Model Army haben beschlossen, es dieses Jahr konzerttechnisch etwas ruhiger angehen zu lassen. Nicht gut. Das ganze Jahr auf Weihnachten zu warten, ist definitiv zu lang. Also muss man alles nutzen, was irgend geht, auch den Auftritt auf einem Festival, das musiktechnisch so gar nicht zu NMA passt, aber gut. Früher umsonst und draußen an der Hohensyburg, ist das Rock-in-den-Ruinen-Festival umgezogen auf das alte Phoenix-Gelände und findet nun im Brachland vor der Kulisse des alten Hochofens statt. Neben Army spielten dort ansonsten eher Hardrock/Metal-Bands wie Clawfinger oder Wolf, nicht mens, das Festival war aber trotzdem ganz gut besucht - obwohl Dortmund doch heute die Meisterschaft klargemacht hat! ;-))).

Dass die Musikstile nicht so wirklich kompatibel waren, hat man glaub ich auch beim Publikum gemerkt. Die Army-Fans waren entweder noch vor dem Festval-Gelände oder irgendwo weitab von der Bühne an den diversen Ess-/Trinkständen unterwegs und strömten erst zu Beginn des Auftritts von Justin und Co. zur Bühne - während viele derjenigen, die die anderen Bands gehört hatten, sich vor Start von NMA aus dem Staub machten.

Festival-Auftritte finde ich immer nicht ganz so gut wie Einzelkonzerte, die Auftritte sind meist einfach zu kurz und der Sound ist auch nicht immer wirklich gut. Bei der Länge kann ich diesmal nicht wirklich meckern, war ok, immerhin 18 Songs. Auch die Setlist war ok, keine wirklichen Überraschungen, aber solide durcheinandergewirbelt. Wie vermutet, hätte man beim Sound aber durchaus noch Potenzial nach oben gehabt.. ;-).

Egal, Justin und Co starteten vor der nicht wirklich angestrahlten Kulisse des Hochofens mit Get me out. Weiter mit 51st state und Wonderful way to go. Danach Ausflug auf die aktuelle Platte mit Mambo Queen. Weiter mit No mirror, no shadow und Whitelight. Dann kam endlich die Glocke zum Einsatz, die uns schon vor Konzertstart auf der Bühne aufgefallen war: Today is a good day von der gleichnamigen aktuellen CD. Danach High, States Radio, War, Green and Grey, Ocean Rising, Vagabonds, No Rest, Wired und I love the world. Leider nur eine Zugabe, nämlich 225. Vielleicht gibt's Auflagen, nicht allzu spät aufzuhören, keine Ahnung. Dass die Jungs nur eine Zugabe geben, ist doch eher ungewöhnlich.

Im Großen und Ganzen ok, war nett, sie dieses Jahr überhaupt zu sehen - und natürlich auch die Fans, die man immer so trifft auf diesen Konzerten. Außerdem ist der BVB Meister und das Wetter war auch gut, was will man mehr? ;-)

Bis Weihnachten!

(c) bat 05/2011

Die schönen Bilder gibt's wieder bei Frank und seinem Musikinstinkt.


 New Model Army, 17.12.2011, Köln, Palladiumxxxx

Nach den kleinen netten Konzerten mit Justin und Dean war diese riesige Halle richtig ungewohnt - und dass es stundenlang gedauert hat, bis die Jungs endlich angefangen haben auch! Start um 19:00 h mit Face tomorrow, 5 Jungs aus den Niederlanden, 2 x Gitarre, 1x Bass, 1x Drums, 1x Gesang. Die Stimme des Sängers Jelle hat mir gut gefallen, die Melodien grundsätzlich auch, aber die instrumentelle Ausführung war mir irgendwie nicht klar genug, hörte sich so "breiig" an. Schade, hat mir beim vorherigen Reinhören eigentlich ganz gut gefallen, hatte mehr erwartet. Vielleicht war auch nur der Sound nicht so gut. War nicht schlimm, aber nichts, was ich mir zuhause anhören würde. Haben ca. 40 Minuten gespielt, ca. 8 songs, von denen ich etwa 5 gehört habe, den Rest der Zeit hab ich draußen verquatscht.

Danach gegen 20:00 h Start Scanners aus London mit einer reichlich schwangeren Sängerin Sarah Daly sowie einer Bassistin und zwei Herren an den Drums und der Gitarre. Schöne Melodien, grundsätzlich auch schöne und gewaltige Stimme, aber bei einigen Songs hat sie eher geschrien als gesungen, was mir so gar nicht gefallen hat. Vermutlich hatte ich im Vorfeld genau in 2 solcher Schreilieder reingehört, denn beim Vorab-Hören war ich nicht so begeistert, was sich live zum Glück nicht bewahrheitet hat. Die guten und die weniger guten Songs hielten sich die in etwa die Waage. Habe mir alle 10 Songs angehört, war ok, aber auch nichts, das ich freiwillig als Solo-Konzert anhören würde. Haben ungefähr eine Stunde bis 21:00 h gespielt.

Die Herren der Army starteten trotzdem erst gegen 21:50 h, haben sich zuvor einiges an Pfeifkonzert von ungeduldigen Fans anhören müssen - während des Konzerts erzählte Justin was von fast zu spät und Schnee (in Köln war keiner... in Essen und auf dem Weg dazwischen auch nicht) und von einem Ärmelkanal der aufgrund aktueller politischer Entwicklungen ungeahnt breit geworden sei.. naja, es sei ihnen verziehen, Hauptsache, sie waren überhaupt da!!

Start mit einem Intro, danach Whirlwind, High, Long goodbye. Danach bezog Justin Stellung zur aktuellen Politik und dem Verhalten Großbritanniens zum Rest der EU und meinte, aktuell seien sie wirklich Inselaffen: Island. Danach wurde es alt und älter mit No greater love und Christian Militia. Und danach die Geschichte einer Revolution, allerdings der englischen: Rumour & Rapture, danach See you in Hell. Vor dem nächsten Song erzählte Justin, dass ein Freund aus der ehemaligen DDR zur aktuellen Lage gesagt hat, irgendwie hätte es sich für ihn in den letzten Tagen der DDR auch so angefühlt wie jetzt, jeder habe gewusst, dass das System so nicht weiter funktionieren würde, aber man hätte keine Idee gehabt, was man denn sonst tun soll: Today is a good day. Danach - nicht ganz so toll - Disappeared. Wurde aber wieder entschädigt durch The Attack (!) und gefolgt von Vagabonds. Hmm. Bei Vagabonds freu ich mich zunächst immer, weil das neue Intro von Marshall echt schick ist - obwohl sie diesmal auch die Sängerin von den Scanners mit ihrer Geige hätten engagieren können - aber am Ende könnte ich ihn immer erschießen: wie man ein solch schönes Stück am Ende soooo - ich weiß gar nicht, wie ich das nennen soll - unwürdig beenden und abwürgen kann, wird mir echt ein Rätsel bleiben ;-(((. Dann sollen sie lieber Ballad of Bodmin Pill spielen, das ist ähnlich schön und hat nicht ein so bescheidenes Ende, auch nicht, wenn Marshall es spielt. Nicht falsch verstehen, ich finde, er ist grundsätzlich eine Bereicherung, das passt schon, aber manchmal... ;-).

Danach gab's was zum Schunkeln: Autumn. Ein irgendwie total unpassendes Lied für Army und ich glaube auch erst das zweite mit einem Shalalala, aber auf Konzerten kommt es echt richtig gut an. Ich steh dazu, ich mag's ;-). Damit's aber nicht zu viel Geschunkel wird: War! Danach noch Purity und Wonderful Way To Go. Zigaretten- und Applauspause um ca. 23:30 h. Zugaben: Rivers, White coats (was für die alten Fans ;-)), Get me out und No Rest. Justin hat während No rest irgendwann mal mitsamt Band den Faden verloren und das Spielen eingestellt - weil das Publikum sich so in einen Rausch geklatscht hat, dass es überhaupt und gar nicht mehr im Takt war, was er auch prompt genauso kommentierte: you are a fantastic audience - but you cannot clap in time ;-)). Also alles auf Anfang, neuer Versuch, weiter mit dem Lied und dann ging es plötzlich.

Und dann ging einfach das Licht an! Ging gar nicht. Erst zu spät kommen und dann nach einer Zugabe Schluss machen wollen! Tz! Und da wir so schon und begeisterungsfähig waren, sind sie trotz Licht und Musik nochmal wieder gekommen: "wir haben was vergessen." Genau: Green & Grey, das Gänsehautlied mit dem diesmal wirklich sehr, sehr tollen Publikumsgesang. Hat mir wirklich gut gefallen und das, obwohl ich nicht sooo viel gesehen habe - aber ich war ja auch erst im November direkt vor der Bühne bei den Solo-Konzerten und konnte mich grob erinnern ..

Das einzige, das man verbessern könnte, wäre die Lautstärke des Mikros von Nelson: besser etwas leiser drehen, singen ist einfach nicht seine größte Begabung ;-))). Leider war nach Green and Grey um 23:50 h aber endgültig Schluss, da konnten wir noch so laut versuchen gegen die Musik anzuklatschen...;-(.

Sehr, sehr geniales Publikum in diesem Jahr, total begeisterungsfähig. Nett ist es immer, aber dies mal war's mehr und das Publikum macht eine Menge aus, auch im Hinblick auf die Laune der Band und die war dieses Jahr definitiv sehr gut! Und vom Alter her waren die Leute echt gemischt: vor mit stand kurzfristig - bevor es mitsamt Vater in der hopsenden Menge vor der Bühne verschwand - ein etwa 12-jähriger Junge aus den Niederlanden, der total hibbelig immer wieder auf die Uhr gestarrt hat und dessen Vater uns verriet: "ist sein erstes Mal!" Überhaupt waren einige Kids von langjährigen Fans dabei, schon schön. Nach dem Konzert an der Bar hat auch jemand vollkommen hingerissen irgendjemand anderem, den er eigentlich gar nicht kannte, erzählt, dass er die Jungs das erste Mal 2006 gesehen hätte und seitdem hin und weg sei (hat man gemerkt ;-) ) während der, dem er das erzählt hat, vorher sagte: ja, sie begleiten mich schon 20 Jahre und sie sind immer noch total genial... ;.-)). Genau. Passte gut zu Justins Abschiedswunsch an uns, dass wir schöne Tage im Kreise unserer Familien verbringen mögen und wenn es keine Familie gibt, dass diese Fangemeinde das dann hoffentlich wenigstens ein bisschen ersetzen könne - und irgendwie ist das nach so einem Konzert wohl auch so: jeder grinst jeden selig an und erzählt, wie toll es doch war, ob man sich nun kennt oder nicht.... passiert zu jeder Jahreszeit, ist zu Weihnachten aber ganz besonders schön.

Das set war auch nicht schlecht, muss ich sagen, eher ungewöhnlich auf jeden Fall mit see you in hell, rumour and rapture und The attack, nicht gerade typisch für ein Weihnachtskonzert, wo es ja doch meist die eher bekannten Stücken zu hören gibt. Doch, ich bin sehr zufrieden, jetzt kann Weihnachten kommen.

Fotos gibt's diesmal keine, ich war einfach zu weit weg bzw. die Leute vor mir waren zu groß - also mal auf sparklingfotos oder musikinstikt schauen, obwohl ich von meinen beiden Lieblingsfotografen nichts gesehen habe.

Schöne Weihnachten, guten Rutsch und vielleicht bis zu dem einen oder anderen Jes 'n' Dean-Konzert im Februar.

(c) bat 12/2011


 New Model Army, 15.12.2012, Köln, Palladiumxxxx

Herzlich Willkommen zum alljährlichen Bericht über das New-Model-Army-Singalong kurz vor Weihnachten im Palladium zu Köln. Auch diesmal wieder mit Gästen, ob illuster oder einfach nur da, überlass ich euch ;-). Den Anfang machten jedenfalls "Ausgerechnet wir", drei Herren mit Gitarre, Geige und Keys oder wahlweise Drums und englischen Songs. Ich hab leider nur drei Songs gehört, hat mir aber ganz gut gefallen. Wirklich was rauszufinden ist im Netz allerdings noch nicht, also Jungs: mehr Reklame machen!

Danach Slime. Punk, Texte plakativ und platt - sofern ich überhaupt was verstanden hab, nicht meins.

Dann endlich New Model Army, wieder mit Besetzungsänderung, nachdem Nelson nach 22 (!) Jahren seinen Rückzug als Bassist bekannt gegeben hat und das letzte Jahr (neben diversen anderen Missgeschicken wie Feuer und Diebstahl von Instrumenten) mit castings verbracht wurde: Ceri Monger aus Essex. Seinen Heavy-Metal-Hintergrund kann der Man mit dem braunen Bart und der pinken Mähne nicht verbergen, habe selten jemanden bei Army auf der Bühne so schön gekonnt sein Haar schütteln sehen ;-). Nun aber zum Ungewöhnlichsten des Abends: die Setlist. Es war anders, es war wow, es war voll, die Stimmung war einfach Wahnsinn und ich habe grade nochmal meine seit 1998 dokumentierte Konzerthistorie nachgeschaut (vorsichtshalber auch die von Justin und Red Sky Coven) ich habe definitiv noch NIE live Spirit of the Falklands, Frightened, Brave new world oder auch 1984 gehört (evtl. die letzteren drei in den nicht dokumentierten Konzerten zwischen 1989 und 1998, aber Spirit of the Falklands glaub ich tatsächlich noch nie!). Wow!!! Dafür gab es auch nur ganz, ganz wenige Konzerte, auf denen sie nicht wenigstens als Zugabe Here Comes the War gespielt haben. Wirklich ungewöhnlich!! Sehr, sehr geil ;-)))).

Ok, das Ganze begann mit einem Intro - ohne die Herren auf der Bühne - um 21:50 h. Erster song: Frightened, sofort ein Knaller-Eröffner, der natürlich alle direkt vom Hocker riss. Und so blieb die Stimmung dann auch, insbesondere, weil es direkt mit The Charge weiterging und mit Brave new World!! Danach waren alle glaub ich total aus dem Häuschen. Weiter mit 51st state, natürlich herrliches Mitsingen - dieses Mal erstaunlicher weise ganz normal, ohne raggae-Einlage. Danach meinte Justin: something old, something new und spielte entsprechend einen neuen Song (die New-Model-Army Fangemeinde auf Facebook hat sich jetzt darauf geeinigt, dass er wohl "March in September" heißt. Ob er mit gefällt, weiß ich noch nicht, hat mich jedenfalls nicht sofort aus den Socken gehauen, war aber auch nicht wirklich schlimm ;-). Hat jedenfalls den Rausch, in den wir uns eigentlich direkt nach spätestens dem dritten Lied befunden haben, nicht weiter unterbrochen, heißt ja auch schonmal was. Tja, jetzt war dann wohl auch die Gelegenheit für Justin zu beichten, dass das mit der neuen Platte, die sie eigentlich im Gepäck haben wollte, aufgrund der widrigen Umstände des letzten Jahres nicht so recht geklappt hat. Sie planen März, aber man weiß ja nie. Im nächsten Winter (Konzertdatum ist übrigens der 21.12.2013 ;-) ) planen sie auf jeden Fall fertig zu sein, ich bin gespannt. Weiter ging es mit Flying through the smoke und einem der wenigen, die es von der letzten Platte in diese setlist geschafft haben: States Radio. Danach das einzige von der Carnival: Red Earth. Und danach das nächste Highlight: Spirit of the Falklands. Justin erzählte vorher, dass sie wieder mal abwechselnd songs of war and redemption spielen würden und dieses sei eben das nächste Lied über den Krieg von vor sehr, sehr, sehr langer Zeit. Danach das zweite der aktuellen Platte: Today is a good day. Dann wurde das Licht grün und mitten im Konzert das wohl schönste Army-Lied mit dem schönsten Chor aller Zeiten: Green and Grey! Wahnsinn!! Sie dürfen alles weglassen und immer wird an der setlist irgendwas nicht passen, aber dieses Lied darf auf gar keinen Fall fehlen, sonst ist kein Weihnachten (ist aber jahreszeitunabhängig, das muss einfach sein!!). Weiter dann mit dem 4. der selten live gespielten Songs: 1984, auch großartig! Zwischendrin sollte ich übrigens noch was sagen über die sanglichen Qualitäten des neuen Bassisten (Bass spielen kann er, ohne Frage, aber singen ist ja so eine Sache mit den Bassisten bei der Army...): das Gesangsmikro war ein bisschen laut eingestellt, ich hatte aber tatsächlich den Eindruck, dass es sein kann, dass er singen kann - zu mehr wage ich mich noch nicht hinreißen lassen, da muss erst noch das eine oder andere Konzert kommen, bevor ich mich hier festlegen kann. Weiter mit dem genialen The Hunt und dem nicht weniger genialen No rest. Im Anschluss das einzige Lied, das es diesmal von der High ins Set geschafft hat - High - und zum Abschluss 225. Zum Abschluss.. erschreckenderweise. 23.05 h. Erstes Zugabenset: Fate, Stupid questions und Wonderful way to go - bis 23:20 h. Zweites Zugabenset: Get me out, Purity und I love the world. Dann wirklich Ende um 23:40 h. 1:50 h, ganz ordentlich. Und dieses Wahnsinns-Set!! Wenn sie jetzt noch I love the world oder auch stupid questions gegen Vagabonds getauscht hätten (oder meinetwegen auch Ballad of Bodmin Pill), dann hätte ich gar nichts zu meckern gehabt ;-)).

Wirklich sehr, sehr, sehr schön. Und wenn ich morgen nicht schon verplant wäre, würde ich jetzt spontan überlegen, doch noch nach Amsterdam zu fahren. Ich wünsche allen viel Spaß in Amsterdam und Nottingham - Neid!!! - Und natürlich schöne Weihnachten und einen guten Start ins Jahr 2013 - bis spätestens zum 21.12. ;-).

Wie versprochen hier einige Bilder, Dank an Ute G.:

Justin Sullivan, Gesang, Gitarre
Marshall Gill, Gitarre Dean White - Keyboards, Gitarre Justin Sullivan, Gesang, Gitarre
Michael Dean, Drums Ceri Monger, Bass Justin Sullivan, Gesang, Gitarre

Hier nochmal die Setlist:

Start: 21:50 h

Frightened!
The Charge
Brave new world!
51st state ohne raggae-Einlage
neu: March in September (sagt das allwissende Netz)
Flying through the smoke
States Radio
Red Earth
Spirit of the Falklands !!!!!
Today is a good day
Green and grey (jetzt?!?)
1984!!!
The Hunt
No rest
High
225
23:05 h - Ende Hauptset

Fate
Stupid questions
wonderful way to go

23:20 h - Ende erstes Zugabenset

Get me out
Purity
I love the world

Ende um 23:40 h.

(c) bat 12/12


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 New Model Army, 26.04.2013, Dortmund, FZWxxxx

Irgendwie war es ungewöhnlich; ja, es waren die gleichen Leute da wie immer und es war wie immer wie ein großes Klassentreffen, aber: draußen war es hell.. ;-). New Model Army im FZW in Dortmund, ausverkauft. Start des Konzerts dann gegen 20:15 h mit einer Dortmunder Band, Travels & Trunks. Haben mir richtig gut gefallen, ein bisschen was von Dave Hause, ein bisschen was von Gaslight Anthem und ganz viel eigenes - denn eigentlich wollen sie natürlich nicht in Schubladen gesteckt werden. Die vier Jungs, Steffen, Julian, Nicolas und Julius (ich hoffe, ich hab den Facebook-Eintrag richtig gedeutet), spielten bis 20:45 h, 8 Songs, davon mindestens die beiden, die auch auf der Demo-CD sind, die sie im Juni aufgenommen und hier verkauft haben und die sich auch auf ihrer Internetseite finden, nämlich We stay afloat und Last one of a kind. Vor dem dritten Lied erzählte der Sänger, dass er dem FZW für die Chance dankt, hier auftreten zu dürfen und natürlich Army, die sich extra eine lokale Vorband gewünscht haben. Er erzählte, dass es viele andere gute Dortmunder Bands gibt, die dringend eine Chance brauchen, u.a. widme er dieses Lied seinem Kumpel Frederik Kopmann, der nicht da sein konnte, weil er zeitgleich in Essen einen Auftritt hatte. Also, Reklame hiermit weiter gegeben. Zwischenruf aus dem Publikum: "Sei nicht so nervös!" Antwort: "geht schon." ;-). Sie waren ein bisschen nervös, aber die Songs waren trotzdem echt gut. Besagtes Lied drei sang sogar irgendwas mit radio, was mich erst auf die Idee der Parallel mit Gaslight Anthem gebracht hat. Lied vier war irgendwas mit "come take my hand" und "set my soul on fire". Lied Nr. 5 war langsamer, mit akustischer Gitarre und bat um Diskretion: "don't you tell all the girls", hat mir wirklich gut gefallen. Nr. 6 bat um Zeit: "just takes some time", Nr. 7, "Queen of dust and..." hat mir im Vergleich nicht ganz so gut gefallen und Nr. 8 war dann eines der besagten Songs vom Demo-Album: Very last one of a kind, war ein klasse Abschluss. Leider keine Zugabe, Applaus haben sie aber dennoch bekommen. Ich hoffe, dass sich ein neuer Gitarrist und ein neuer Drummer finden werden (denn zwei der Jungs verlassen scheinbar die Band) und sie ihre Karriere fortsetzen können. Wäre schade, wenn nicht! Die Setlist wird natürlich sehr gerne entgegen genommen!

Bild von Travels & Trunks in action

Justin, Michael, Dean, Marshall und Ceri starteten um 21:15 h mit einem Intro und einem neuen Song. Die Setlist, die Balduin netterweise gepostet hat, sagt, dass es Horsemen heißt, gemerkt hab ich mir "on the far horizon", viele Trommeln und ein nicht zu verachtender Männerchor. Hat mir spontan gefallen, mich ein bisschen an red earth erinnert, das wir später noch zu hören bekommen haben. Die Setlist zu Beginn eher... ungewöhnlich mit eher neueren oder doch mindestens seltener gesungenen Stücken: Rumour and Rapture, gefolgt von March in September, vermutlich ebenfalls eines der Stücke des neuen Albums, das noch in diesem Jahr erscheinen soll. Geplant eigentlich schon für letzten Herbst, ist es jetzt immerhin abgemischt und hoffentlich bald startklar für den Verkauf. Der Brand im Studio und der Diebstahl ihrer Instrumente hat das Ganze ein wenig zurück geworfen. Die  Hoffnung, dass sie die Platte bereits jetzt dabei haben würden, hat sich leider nicht erfüllt. Ich hoffe wirklich, dass wir nicht bis Weihnachten darauf warten müssen!

NMA im strahlenden Scheinwerferlicht Justin mit akustischer Gitarre

Weiter mit Space, Red earth und States Radio, letzteres wurde erstaunlich laut bejubelt, das Publikum war aber auch sehr gemischt, d.h. es kann durchaus sein, dass für viele im Publikum die Today is a good day die erste NMA-Platte überhaupt ist. Justin (der übrigens beim Friseur war und die Haare zwar immer noch lang, aber nicht mehr so zottelig trägt - sorry, Mädchenalarm ;-) ) kommentierte dann den Tod von Ms Thatcher: "für die jüngeren unter euch, die den Film mit Merryl Streep gesehen haben: bullshit, so war es definitiv nicht". Ihr Tod - an Justins Geburtstag, wie er erzählte ("manchmal gehen Wünsche in Erfüllung") - habe die eine oder andere Erinnerung wieder hochgebracht und damit auch die Songs, die sie damals geschrieben haben. Es folgte - sehr bejubelt, diesmal vermutlich von der älteren Hälfte des Publikums - Spirit of the Falklands, wie auch schon letzten Dezember in Köln. Sehr intensiv. Danach, wenn man schonmal beim Thema ist, Today is a good day und See you in hell. Im Anschluss eines, das ich live viel großartiger finde als auf der CD: Ocean Rising, einfach genial. Danach ein weiteres Lied aus der Thatcher-Ära: 1984 und im Anschluss White Coats. Justin fragte danach, ob wir etwa was Bekanntes zum Mitsingen haben wollte, was natürlich bejaht wurde. Also starteten sie mit Purity, hörten mit dem Singen nach der zweiten Zeile auf, in der Erwartung, dass das Publikum weiter singen würde. Fans der Impurity waren aber scheinbar wenige vertreten, wurde daher mal so gar nix. Justins Kommentar dazu war nur, dass songs, die nach Meinung der Band bekannt seien, wohl nicht gleichbedeutend seien mit dem, was das Publikum so kennt. Naja, es wurde neu gestartet, diesmal haben sie komplett gesungen, der Chor beim Chorus war dann aber trotzdem eindrucksvoll - vielleicht waren wir auch alle einfach nur überrascht, dass wir ausgerechnet bei diesem Song allein weiter singen sollten ;-). Danach noch Mambo Queen, High und 225 und danach war das Hauptset um 22:30 h schon vorbei.

Weiter ging es mit den Zugaben, Ceri an einer Bongotrommel, Justin mit akustischer Gitarre: Seven times right, was Neues, sehr nett (die Setlist sagt, es heißt einfach Seven Times). Bin wirklich gespannt auf die neue CD, die gem. NMA ja doch irgendwie anders ist als das, was sie zuletzt so gemacht haben. Danach natürlich Get me out mit wildem Getanze in der Mitte vor der Bühne und danach das andächtige Green and Grey - hier wäre alleine Singen kein Problem gewesen - haben sie sich aber nach dem ersten Reinfall woh nicht mehr getraut. Dieses Lied ist einfach der Hammer! Um 22:50 h versuchte der Veranstalter dann, das Licht anzuschalten und die Musik aufzudrehen, aber wir haben einfach weiter geklatscht und Zugabe gerufen, so dass relativ schnell die Herren wieder auf der Bühne waren und es mit einem zweiten Zugabenset weiterging: Stupid Questions und Wonderful way to go! 23:05 h. Nächster Versuch: Drumsticks ins Publikum werfen, Licht anmachen, Musik aufdrehen. Nicht mit uns. Wieder Geklatsche und Gejohle, 5 Minuten lang - und siehe da! Sie kamen nochmal wieder. Justin meinte, es gäbe drei Möglichkeiten für unsere Hartnäckigkeit: wir seien höflich, sie seien so gut oder wir wollten noch einen Hit... dieser song wäre von der neuen Platte, sie wäre etwas anders, in jedem Fall sei dies der zweite Titel... alles wartete gespannt auf... I love the world.. Naja. Danach, um 23:15 h war aber wirklich Schluss und sie haben alles in allem 2 h gespielt, genial!

Die Karte für Weihnachten hängt schon am Kühlschrank, vielleicht ergibt sich zwischendrin ja nochmal was, ansonsten sehen wir uns bestimmt wieder in Köln.

(c) 04/13 bat

PS: viele Grüße an Frank T., war schön, Dich nach so langer Zeit mal wieder getroffen zu haben!

PPS: Schönere Bilder von Travels & Trunks und natürlich von NMA gibt es bald auf www.musikinstinkt.de

Dank an Balduin B. für die Erlaubnis, die Setlist posten zu dürfen:

Setlist main set (geplant) setlist Zugabenset (geplant)

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 New Model Army, 01.10.2013, Münster, Jovel

So, das erste Konzert der Between-Dog-And-Wolf-Tour. Aber starten wir mit der Vorband. Aus Köln. Lotus Feed. Goth rock/Dark wave wäre meine Einsortierung, Post-Punk und New Wave sagen sie selber. Gegründet 1995 durch Alexander Landsberg (vocals) und David Sielaff (Drums). Beide sind immer noch dabei, verstärkt um Lars Tellmann (Bass) und Marten Bijkerk (Gitarre). Die songs haben mir direkt gut gefallen, ich mag ja diese Musikrichtung sehr gerne ;-). Hört sich an, als flögen sie aus den 80ern ein, bisschen Cure, bisschen Mission, bisschen Sisters, bisschen Chameleons (second skin als Cover auf der neuen CD!) mit Bauhaus gemischt mit Eigenem. Die Stimme von Alex erinnert mich noch an irgendeine andere Band, ich komm aber grade nicht drauf. Zwei CDs bisher: A different place und so close ... so far. Sie starteten um 20:00 h, haben vielleicht eine halbe bis dreiviertel Stunde gespielt. Leider hab ich ihnen nicht die ihnen gebührende Aufmerksamkeit geschenkt (wie das halt so ist auf Army-Konzerten). Ist aber dringend zu ändern, d.h. ich könnte mir durchaus sehr gut vorstellen, sie mir nochmal anzuschauen, gerne mal vielleicht in Bochum in der Matrix oder der Zeche? Wäre nicht so weit ;-). Köln geht aber auch. Setlist kann ich leider nicht sagen, vielleicht finde ich sie ja noch raus. Als Link hab ich mal ihre myspace-Seite genommen, da findet sich noch am meisten Info, ansonsten natürlich auch auf facebook vertreten. Hinter der So close... so far findet ihr einen Link auf ein Interview von Marten (sparklingphotos.de).

Nun aber zu Justin, Dean, Michael, Marshall und Ceri (die letzteren beiden standen bei der Vorband übrigens hinter uns am Merch - sind gar nicht so groß, wie sie auf der Bühne immer aussehen ;-) ). Erster Gig der Tour, hab ich das schon erwähnt?

Vielleicht muss ich anders anfangen. Ich mag die Platte. Sehr. Auch ziemlich direkt nach dem zweiten Hören. Erster Eindruck: trommelig, im positiven Sinne. Songs, von denen ich sicher war, nein, bin, dass sie live gut bis sehr gut funktionieren werden - ein oder zwei zwar vermutlich eher, wenn Justin solo unterwegs ist, aber dennoch, ich war überzeugt von der Live-Qualität. Mit Seven Times, Horsemen oder March in September ja auch durchaus schon getestet. Diesen guten Eindruck hatte ich - zumindest direkt am Anfang keineswegs von der Carnival oder von der High, eher im Gegenteil. Songs von diesen beiden PlatteFoto von Justin Sullivan und Michael Deann sind aber live durchaus ein Gewinn. Und das ist eigentlich Gesetz bei Army. Die Band ist live einfach genial, d.h. immer besser als auf CD. Es gibt Bands, da ist es anders herum oder mal so mal so, bei Army sind die Songs live immer besser. Ich war also gespannt, weil ich wie gesagt, die Platte wirklich mag (der Refrain von Pull the sun hat mich aus irgendeinem Grund stundenlang nicht losgelassen: " I watched you as you tried and tried to pull the sun from out of the sky, the colours all run and the clouds collide, but that was never enough. And me, I have a black place in my heart, my favourite chord, my favourite card, that I draw every time on these occasions"). Tja, und dann kam dieses Konzert. Nicht schlecht, aber definitiv ausbaufähig. Also, was hab ich zu meckern? Ich sollte es aufteilen, zunächst mal allgemein: erstens: der Sound war irgendwie mies, Justin zu leise. Zweitens: Diese Halle ist nicht wirklich ideal, immerhin aber sind die weißen Fliesen weg und sie haben einen anständigen schwarzen Boden, trotzdem. Was sagte Justin? Eine große leere Scheune. Genau, auch wenn die Scheune ein Autohaus war. Drittens: die Setlist war seltsam. Nicht, weil 8 (acht!) Songs der neuen Platte dabei waren, nein, das war ja Ziel der Übung. Aber weil die Zusammenstellung irgendwie nicht funktionierte (langsam folgt schnell, harte Gitarren mit viel Getrommel folgt auf tralalala aus der Impurity-Zeit, irgendwie weiß ich auch nicht, bei mir sprang kein Funke über, der mich vom Beobachter zum Mittendrin-und-voll-dabei machte). Nicht falsch verstehen, ich jammere hier auf hohem Niveau, ich liebe diese Band und jeden einzelnen Gig und fast jeden Song, aber irgendwas fehlte. Sagte Justin aber zwischendurch selber, sinngemäß: "wir versuchen noch herauszufinden, wie wir diese Songs auf die Bühne bringen." Genau das war mein Eindruck. Testlauf. Heißt, es war schon nett, aber die Setlist-Zusammenstellung und die "Präsentation" der Songs kann echt noch besser werden, denn ich hab wirklich feststellen müssen - und das zum allerersten Mal - dass mir die Songs in der Plattenversion besser gefallen haben als live, zumindest zwei oder drei, und zwar genau die zwei oder drei, bei denen ich sicher war, dass sie live einfach geil sein müssten: I need more time, Between dog and wolf und Stormclouds. Sehr seltsam.

So, Einzelkritik, oder wie heißt das beim Fußball noch? ;-)

Start um 21:05 h mit einem Intro, hat sich irgendwie angehört wie ein Lied aus dem wizard of Oz, ich mag mich aber irren ;-). Start dann mit - nein, keinem Song aus dem neuen Album, worauf ich meine Oma verwettet hätte (so to speak), sondern mit Today is a good day. Ok, nichts zu meckern ;-). Genauso wenig mit einem meiner Lieblinge von der Eight: Orange Tree Roads. Dann das bereits erprobte March in September, auch ohne Beanstandungen. Hab ich übrigens erwähnt, dass es nicht mehr nur ein simples New Model Army hinter der Bühne gab, sondern Kunst abgeguckt aus den neuen Sachen von Joolz aus der coverart? War jedenfalls so. Und das Drumset von Michael war natürlich der Platte angemessen auch um gefühlte Meter gewachsen. Eindrucksvoll. Weiter mit Did you make it safe? und Pull the sun, den Refrain mag ich wirklich. In Summe ist die Platte - fällt mir grade bei diesem Stück so ein - irgendwie recht melancholisch und dem Titel angemessen, eine gute Sache für Dämmerlicht und frühe Herbsttage. Bis hierhin immer noch alles gut, wie gesagt, ist ja eher Jammern auf hohem Niveau ;-). Weiter mit The hunt was dann auch die bisher doch eher zögerlich tanzenden Fans vor der Bühne zum wilden Hopsen brachte. Nur, um dann mit Archway Towers wieder abgebremst zu werden um dann wieder hochgepuscht zu werden mit War. Ist das sonst auch so und kam mir nur heute komisch vor? Danach wurde ein bisschen geredet, Justin erzählte, dass jetzt ein Song käme über Marshall's Helden, Evel Knievel und dass auch Marshall damals schon mit 10 mit dem Fahrrad über 18 liegende Kinder gesprungen sei - nein, sagte Marshall (er kann reden! ;-) ), es seien mindestens 22 gewesen, vom Abstand her, aber es wären nur 18 da gewesen - wie auch immer: Knievel. Sehr nettes Lied, eher ruhig, warum also dann direkt nach War? Weiter mit Between dog and Wolf und ich hab keine Ahnung, es ist sooo schön, aber live war das nix. Justins Stimme war zu leise, die Gitarre (noch nicht mal die Drums) viel zu übermächtig, am Ende genau anders herum, Justin mit Gebrülle und alles einfach nur noch laut und Brei. Hier ist glaub ich die Sache mit dem "wir müssen noch schauen, wie wir die Songs auf die Bühne bringen" mehr als angemessen. Die Leute direkt vor der Bühne waren scheinbar auch für Justin nicht zufrieden genug, er forderte laut und ärgerlich "Silence"! Hmmm. Passte aber gar nicht zum nächsten Lied, Stormclouds, von dem ich auch gedacht habe, dass es live sicher ohne Probleme funktioniert, war aber auch nicht so, war irgendwie seltsam, mir am Ende wieder viel zu viel Geschrei und Geschräpe, ebenfalls eines zum Überarbeiten. Danach dann No Rest, was natürlich funktioniert und die Leute wieder hochgepeitscht hat - nur um dann High zu spielen??? Nicht unbedingt eines ihrer stärksten Lieder der neueren Zeiten, aber gut, in anderem Kontext ganz nett, aber nach No Rest? Besser reingepasst hätte da - wegen des Trommelfaktors - fast noch Red Earth, aber das kam irgendwie nicht. Gut. Weiter dann mit Seven Times, was funktioniert und auch gut passte zu Ballad of Bodmin Pill (yes!). Gefolgt vom genialen Get me out. Schluss des Hauptsets um 22:22 h. Erste Zugabe: I need more time. Wieder einer der sehr guten songs der Platte mit einem Chorus, der hängenbleibt ("I need more time, I need more time, I need more time to make good on the promises I made to the world, when the world was moving slower"). Leider hier gar nicht mal so gut. Zum einen evtl. eher ein song für Justin solo (eher Sprechgesang), könnte aber auch in voller Besetzung und großer Bühne klappen, wenn man denn Justin nicht so leise stellen würde und die Jungs am Ende nicht so ein Gebrülle veranstalten würden! ;-). Und dahinter dann Purity? War zwar schön, passte aber nicht, vor allem nicht eingerahmt zwischen I need more time und wonderful way to go..?? Denn WW2G folgte. Ende erstes Zugabenset um 22:40 h. Die Musik war schon fast an, aber wir konnte sie dann doch nochmal überzeugen, zurück zu kommen. Und zwar kam Justin mit der Akustikgitarre unterm Arm und sagte: ok, wenn ihr unbedingt Vagabonds singen wollt, und sagt, dass ihr das könnt, dann singt mal. Haben wir dann auch gemacht "papaapapaapapaapapapapaa" oder so statt der Geige. Beim weiteren Singen hat Justin dann aber schon noch geholfen. Wirklich toll. Bis dann die Band kam und Marshall mit "seiner" Version vom Ende dieses Songs wieder mal alles ruiniert hat - stimmt, zumindest das Ende dieses songs ist für mich rein persönlich eine Ausnahme von der Regel, dass die Songs alle live besser sind als auf Platte (aber nur das Ende seit Marshall, der Anfang seit Marshall ist ein Traum). Danach noch 225. Grundsätzlich schön, natürlich. Aber statt Green and Grey? Eher nicht. Naja, trotzdem bin ich mit 225 sehr zufrieden, denn es hätte ja auch wieder I love the world oder stupid questions werden können und das haben sie mir dann doch erspart. Gewundert hat mich, dass sie Horsemen nicht noch reingenommen haben ins Programm der neuen Songs, aber das haben sie ja auch schon mal erfolgreich getestet und alles geht halt nicht.

Hört sich wirklich schlimmer an als es war, es war natürlich schön und toll und ich bin unendlich traurig, dass ich aller Voraussicht nach erst wieder in Köln dabei sein werde, aber dennoch greife ich das erste Fazit wieder auf: ausbaufähig ;-).

Viel Spaß weiterhin und liebe Grüße an die üblichen Verdächtigen!

Hier nochmal die Setlist in Gänze:

Intro (?)
Today us a good day
Orange tree roads
March in September
Did you make it safe?
Pull the sun
The hunt
Archway towers
War
Knievel
Between dog and wolf
Stormclouds
No rest
High
Seven times
Ballad of Bodmin Pill
Get me out

--

I need more time
Purity
WW2G

---

Vagabonds
225

(c) bat 10/2013


 New Model Army, 04.10.2013, Hannover, Capitol ..

Nachdem ich ja doch irgendwie das Gefühl hatte, dass das besser gehen muss als in Münster und ich nur Gutes von den Folgekonzerten in Hamburg und Berlin gehört hatte, hab ich es doch nicht lassen können, mich selber davon zu überzeugen und mir das Ganze in Hannover im Capitol doch nochmal selbst anzuhören - und nicht bis Weihnachten zu warten, weil der Weihnachts-Gig keiner ist, den man mit den regulären Konzerten vergleichen kann. Und wirklich: das Konzert war der Wahnsinn, sensationell, genial, alles, was man an Superlativen so aufbieten kann und ich hab keine wirkliche Ahnung, warum, denn die Setlist war reNMA im Capitol; zu sehen sind Marshall, Justin, Cerilativ ähnlich, nur diesmal hat sie funktioniert und all mein Gemecker, dass das eine Lied doch auf keinen Fall hinter das andere und überhaupt hat hier überhaupt gar keine Rolle gespielt. Drei Faktoren sind also am Ende dann doch entscheidend: a) der Veranstaltungsort, b) das Publikum c) die Band.

Zum Venue: nette kleine Halle, bisschen wie die in Trier, bisschen wie das FZW in Dortmund. Altes Kino, Foyer mit Bars und Merch, in dem man mit den Leuten quatschen konnte, kleinere breite Halle mit Stufen hinten und großer Empore (sogar mit "Raucherbalkon", verglast mit seitlichem Blick auf die Bühne), Parkett, sehr sehr nett. Bevor ich mich jetzt noch über die Punkte b) und c) auslasse, zunächst vielleicht ein paar Anmerkungen zur Vorband. Diesmal nicht Lotus Seed sondern Tusq, die wohl auch in Hamburg und Berlin mit von der Partie waren. Gegründet 2009 in Hamburg von Timo (Gitarre), Paul (Bass), Uli (Gesang, Keyboards), Holger (Drums). Seit Ende 2011 ist statt Paul Florian am Bass, der auch zur Aufnahme der zweiten CD (erschienen 2012) schon mit von der Partie war. Ich muss zugeben, dass es nett anzuhörender Rock/Pop mit viel Gitarre und einer schönen Stimme war, aberJustin (schwarz/weiß weil rotes Licht) sonst so viel nicht hängen geblieben ist. Sie haben um 20:00 h gestartet und etwa eine Dreiviertelstunde gespielt. Als Vorband aber super, haben gut eingeheizt.

Jetzt also zu der Sache mit b) dem Publikum. Diesmal hat einfach alles gepasst, die Leute haben jedes einzelne Lied abgefeiert, es gab Türmchenbau und es wurde getanzt und geschubst und gedreht, egal ob das Lied nun ein altes oder ein neues war (auch wenn der Jubel bei dem einen oder alten doch noch ein kleines bisschen lauter war und die Texte definitiv bei den neuen Songs noch nicht bei jedem sitzen können ;-)). Und ob es jetzt das Publikum ist, das c) die Band beeinflusst oder c) die Band, die das Publikum beeinflusst, ich kann's nicht sagen, aber Justin (vor allem) und Co. hatten definitiv viel bessere Laune als in Münster. Und neben dem bessere Laune haben haben auch die neuen Songs besser gepasst, also haben sie den Münsteraner Testlauf tatsächlich dazu genutzt, an der einen oder anderen Stelle die Dinge anders zu machen und auch an der Setlist nochmal zu schrauben (obwohl sie das ja eigentlich immer tun ;-) ). Besonders deutlich aufgefallen ist mir das bei Seven Times. Diesmal kam Ceri mit seiner Bodhrán zunächst allein auf die Bühne und spielte den AnfaMarshall Gillng des songs bevor die anderen nachrückten. Aber ich starte am besten mal von vorn. Der Beginn nämlich - um 21:15 h - war schon anders, sie eröffneten dieses Mal mit einem der neuen Songs (wie ich es eigentlich auch erwartet hatte), nämlich mit I need more time. Und diesmal wirklich großartig!! Ja, wieder etwas Geschrei am Ende und ein Justin, der leicht wahnsinnig ins Mikro schreit, aber eben nicht zu viel davon ;-). Wirklich genial. Danach dann weiter mit Today is a good day und March in September. Beide auch wirklich schön. Das Licht wurde in dieser im Ganzen dunkleren Location auch gezielter eingesetzt, erstmalig glaub ich bei TIAGD: gleißendes weißes Licht ins Publikum beim Chorus; gleiches dann nochmal bei War, Get me out und wo es sonst noch gepasst hat. Die Beleuchtung der Band fand ich etwas zu... rot gehalten und von unten angestrahlt. Gibt keine schönen Fotos, zumindest nicht in Farbe.

Weiter mit Did you make it safe? und Pull the sun, auch einfach großartig, das entwickelt sich echt zu einem meiner Lieblinge! Hier haben sie das Ende angepasst, Mickys Trommeln abwechselnd mit Justins Gitarre, hat mir noch besser gefallen. Zu The Hunt, Archway Towers und War gibt es nichts hinzuzufügen, sind genial, waren genial, werden.. Ihr ahnt es. Und: hier haben sie hintereinander gepasst und waren keine Bremse im Enthusiasmus des Publikums, echt irre. Dann der Break, die Story mit dem kleinen Marshall und dem Fahrrad und den 18 Leuten in seiner Straße, über die er gehüpft ist als Hommage an sein Idol Robert Craig "Evel" Knievel Jr. (amerikanischer Motorradstuntman, 1938 - 2007). Knievel dann größtenteils nur akustisch (sprich, Justin mit akustischer Gitarre, Marshall hatte Pause), toll. Auch die zugehörige Animation unserer beiden Türmchenbauer passte hervorragend (Do you come to see a man fall or to see him fly?). Danach absolut genial die beiden Songs, von denen ich wusste, dass sie live abgehen müssen (und von denen ich in Münster etwas ernüchtert war): Between dog and wolf und Stormclouds (bring it onJustin und die beiden Türmchenbauer bei Green and Grey, bring it on!). Sehr genial, obwohl ich hier nicht sagen kann, was genau anders war, ich vermute also, dass es hier neben c) der besseren Performance der Band eher b) das Publikum war, das besser abgefeiert hat, so dass daraus ein geniales Ganzes wurde. Diesmal war ich übrigens schon ab Mitte Song eins mittendrin statt nur dabei, hier hat es definitiv "Klick" gemacht! Ergänzt wurden die beiden Songs dann wie schon in Münster durch No Rest und auch High war danach total ok (wenn es auch noch immer nicht grade das großartigste aller Lieder ist). Im Anschluss dann wieder eine Programmänderung, die sie am Vortag wohl - weil es einfach gepasst hat, wie Justin erzählte - auch schon ausprobiert hatten: Frightened, großartig! Danach Purity und Get me out, passte hier auch beides sehr gut ineinander. Pause damit um 22:34 h. Start des ersten Zugabensets dann mit Ceri und besagter Bodhrán alleine auf der Bühne: Seven Times. Gefolgt von Lean back and fall, das sie in Münster nicht gespielt haben. Auf der CD für mich das schwächste Lied, ist es live - natürlich, meine Welt ist wieder in Ordnung - sehr passend zum Rest. Abschluss mit WW2G, irre!!! 22:53 h. Dann haben sie sich trotz der auch hier einsetzenden Hintergrundmusik nochmal bewegen lassen wieder zu kommen für.... Green and Grey! Helles Licht, mit einem bisschen grün dabei, weil hier ohnehin alle singen und nicht nur die Band, Gänsehaut pur und ich bin ja sooooo glücklich, dass sie dieses Lied gespielt haben, wirklich ein ganz besonderes, vor allem live in einer solchen Atmosphäre! Zum Schluss dann nochmal ordentliches Geschupse und Gehopse bei 225, das auch hier um 23:07 h den Abschluss bildete. Keine Chance mehr auf weitere Zugaben, obwohl wir es wirklich versucht haben.

Sehr schöner Abend, hat den ganzen Aufwand auf jeden Fall gelohnt! Wer weiß, vielleicht passt vor Köln ja auch Darmstadt noch irgendwie in meinen Terminkalender ;-).

Weiterhin viel Vergnügen bei der Tour und spätestens bis Köln.

(c) bat 10/13

Und nochmal zum Vergleich die veränderte Setlist - dieses Mal mit 9 (!) songs der neuen Platte:

Intro
I need more time
Today is a good day
March in September
Did you make it safe?
Pull the sun
The Hunt
Archway Towers
War
Knievel
Between dog and wolf
Stormclouds
No Rest
High
Frightened
Purity
Get me out
---
Seven times
Lean back and fall
WW2G
---
Green and Grey
225


 New Model Army, The Levellers, 21.12.2013, Köln, Palladium ..


Das diesjährige Weihnachtskonzert der New Model Army versprach gut zu werden, wie immer halt. Dann kam die Ankündigung, dass die Levellers Vorband sein würden, wow! Von Vorband kann man da eigentlich gar nicht mehr reden, ich würde eher sagen, die beiden Bands teilten sich an diesem Abend eine Vorband, nämlich Bomb whateva.

Bevor ich aber dazu komme, gab es kurz vorher noch weitere Infos vorab, die das Konzert noch verheißungsvoller machten als es ohnehin schon immer ist (ja, trotz der Halle!), nämlich, dass Ed Alleyne-Johnson, der Mann, der auf der Thunder and consolation und ich glaube auch noch auf der Impurity und natürlich live unterstützt hat sowie Tobias Unterberg (Chamber, Deine Lakaien-Unterstützung, Ex-Inchtabokatables, hier als B.Deutung), der auf der neuen Platte Between Dog and Wolf Cello spielt, in Köln mit von der Partie sein würden. Das ließ hoffen, insbesondere für Vagabonds :-).

So, nun zur Vorband für die Levs und die Army: tja, ich hab sie natürlich prompt nicht gesehen, weil es so viele Leute zu treffen galt, wir erst um 19:00 h da waren, diese Vorband auch noch pünktlich anfing und dann etwa eine halbe Stunde gespielt hat, Fotos aber sicherlich auf www.musikinstinkt.de. Hörte sich nach Krach an.

Um 20:10 h starteten die Levellers, Stimmung durchweg vom Start an gut, Steigerung zum Schluss aber deutlich erkennbar, als sie ihre alten songs gespielt haben. Sie haben ein oder zwei Songs gespielt, die nicht ganz so üblich sind, nach dem, was ich so an setlists erlebt habe in der letzten Zeit. Vielleicht hätten sie diese songs erst am Ende bringen sollen und die Leute erstmal ein bisschen auf Drehzahl bringen sollen mit dem, was man halt so kennt, wenn man sie 20 Jahre nicht gesehen haben sollte (also erst die songs der setlist ab battle of the beanfield) und das ist bei diesem Weihnachtskonzert ja nun mal gar nicht so ungewöhnlich :-). Natürlich in der Mitte der Show bei one way of life wieder mit Stephen und seinem Blasinstrument, dieses Mal mit roter Weihnachtsbeleuchtung und roten Haaren, die im Schwarzlicht leuchteten. Wirklich sehr stimmungsvoll ;-). Super Konzert, allerdings muss ich zugeben, dass mir der Gig im Gleis 22 im letzten Jahr oder auch der Anfang des Jahres in der Zeche besser gefallen hat, weil es einfach mehr Platz zum Tanzen gab und der Gig natürlich auch länger war. Egal, schön war's natürlich trotzdem. Allerdings ein bisschen schade, dass sie von der aktuellen Platte so wenig gespielt haben, die Static on the airwaves ist wirklich gelungen, kann ich nur jedem ans Herz legen!

Hier nochmal die Setlist:

Start 20:10 h

England my home
Beautiful day
The Game
One hundred years of solitude (Simon)
Belaruse
English civil war
15 years
Truth is
The likes of you and I
Battle of the beanfield
One Way of Life
Carry me
Dirty Davey
Riverflow
Cholera well
Liberty

Ende 21:06 h

New Model Army starteten um 21:48 h mit einem neuen Intro, nicht diesem song, der sich anhört wie aus dem Zauberer von Oz ( mittlerweile weiss ich, dass er das nicht ist, hatte auch schonmal rausgefunden was es denn war und es wieder vergessen), sondern mit einer Akkordeon-Version der ersten Töne von Vagabonds, das ließ hoffen. Start dann aber wie bei den anderen gigs auch schon mit Stormclouds als opener. Kam gut, obwohl ich das Lied auf der Platte zu den schwächeren zähle. Es ging direkt in diesem Tempo weiter mit No rest und ich stellte erstmalig fest, dass ich wohl zu dicht am Schubskreis stand, entspannt mittanzen und singen geht nicht ganz so gut, wenn Du immer aufpassen musst, dass Dich nicht jemand umrennt... Naja, selber schuld, vor allem in Köln, wo es doch immer ein bisschen härter und aggressiver zugeht als in den anderen Hallen. Weiter ging es dann mit Tobias und Ed und March in September, sehr schön. Justin blieb bei der neuen Platte und spielte Did you make it safe? und Pull the sun, mittlerweile fast schon alte Bekannte, passen super! Danach The hunt und wieder zurück zur neuen Platte mit I need more time, ein song, den wir alle gebrauchen können, wie Justin meinte. Wohl wahr. Weiter mit Get me out und natürlich wildem Gehopse. Danach ein kurzer Exkurs in britische Geschichte (nein, Maggy Thatcher war nicht so nett wie Meryl Streep im Film) und Archway Towers. Weiter mit Here comes the war und als Kontrastprogramm dann Knievel, Justin mit Akustikgitarre und nur begleitet von Dean und Marshall, sehr schön. Geht doch in großen Hallen, ich muss mich korrigieren. Danach dann der Titelsong der neuen Platte, Between dog and wolf, gefolgt vom Titelsong der letzten Platte: Today is a good day ("the day where the masks came off"). Es wurde voller auf der Bühne, die nächsten 3 songs wurden unterstützt von Tobias und Ed, sehr schön, obwohl das Cello fast ein bisschen zu leise war: High (naja), Vagabonds und Purity, wunderschön, natürlich vor allem die beiden letzten Lieder. Gerne immer wieder in genau dieser Fassung ;-). Bevor sie sie aber gar nicht mehr spielen, nehm ich sie auch in jeder anderen Fassung, die letzten beiden wohlgemerkt, High muss nicht, obwohl der Chor und die Türmchenchoreographie durchaus beeindruckend sind. Zum Abschluss des Hauptsets um 23:15 h hatten die beiden Streicher wieder Pause: Wonderful Way to go.

3 Minuten später ging es weiter mit dem Zugabenteil, Start wieder mit Ceri und seiner Trommel: Seven Times. Wirklich toll in der jetzt eingespielten Fassung! Danach Lust for power, ewig nicht mehr live gehört, richtig gut! Danach noch Vengeance und wieder ein break, dieses Mal um 23:32 h sogar mit dem Versuch, das Licht anzumachen und Musik anzudrehen. War aber nur halbherzig, sie kamen natürlich nochmal zurück mit Ballad of Bodmin Pill, 225 und - wieder unterstützt von Tobias und Ed und sooooooo schön: Green and Grey! Dann war's um 23:51 h nach 2 h wirklich vorbei und es war - fast - Weihnachten, denn morgen geht's nochmal nach Amsterdam.

Schön war's, die Kombination Army und Levellers im Vergleich zu den Kombinationen der letzten Jahre wirklich der Hit und die Songs mit Tobias und Ed natürlich unschlagbar schön! Wow! Bin trotz des anfänglich doch etwas nervigen Geschubses sehr, sehr zufrieden mit dem Gig und der Setlist und freue mich auf das nächste Weihnachtskonzert in dieser Halle (eventim sagt mir heute, dass ich eine Karte kaufen kann für den 20.12.2014 ;-) ).

Von meinen Fotos verschone ich euch, ich war zu weit weg, schaut aber unbedingt bei Frank unter www.musikinstinkt.de vorbei; ich bin zuversichtlich, dass es dort schicke Bilder geben wird in den nächsten Tagen!

(c) 12/2013 bat

PS: viele Grüße an Jasmin und Michael, war sehr nett euch kennengelernt zu haben. Post ist unterwegs, wenn auch anders als versprochen...

PPS: viele Grüße natürlich an die üblichen Verdächtigen und meinen Uni-Kommilitonen, den ich nur einmal im Jahr sehe, schöne Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr!

Start um 21:48 h

Vagabonds Intro mit akkordeon
Stormclouds
No Rest
March in September
Did you make it Safe?
Pull the Sun
The Hunt
I Need more Time
Get me Out
Archway towers
Here comes the War
Knievel
Between dog and Wolf
Today is a Good Day
(Tobias und Ed): High
(Tobias und Ed) Vagabonds
(Tobias und Ed) purity
Ww2g

Ende Hauptset um 23:15 h

Seven Times
Lust for power
Vengeance

23:32 h

Ballad of bp
225
G&g (Tobias und Ed)!!!!!

Ende um 23:51 h


 New Model Army, 22.12.2013, Amsterdam, Melkweg ..

Diesmal lag kein Schnee, Zeit war da: auf nach Amsterdam in den Melkweg. Das Pub steht noch, die Leute sind auch noch alle da, wie immer hier neben den niederländischen Fans viele englische und deutsche Der Melkweg ist viel kleiner als das Palladium (und wir waren schon in der großen Halle) - vielleicht 1/3 bis 1/4 des Palladiums? Die Halle jedenfalls nett mit Stufen hinten und an den Seiten, mit Balkon, wer wollte. Es war voll, es war aber nicht zu voll, alle hatten Platz zum Stehen, Tanzen Türmchen bauen, jeder wie er eben mochte, eine wirklich nette Location. Vorbands auch diesmal zwei, beide jeweils mit einer halben Stunde dabei. Start mit Jankobus Seunnenga um 19:30 h (singer/songwriter auf niederländisch, hab ich nicht viel von mitbekommen), danach um 20:10 h Dinosaur Pile-up, ebenfalls ungefähr eine halbe Stunde. Drei Jungs, Gitarre (und Gesang), Bass und Drums. Eigentlich ganz nette Musik, aber vielleicht sollten sie sich einen Sänger suchen... das war stimmlich nicht so überzeugend und hat glaub ich nicht nur an der Abmischung gelegen...

Start New Model Army dann wie geplant um 21:10 h, nachdem auch alle, die noch im Pub um die Ecke gequatscht und Geburtstagskarten für den "monkey man" unterschrieben hatten, eingetrudelt waren. Das Publikum war um Längen entspannter als die Band und auch Justin wirkte nicht so angespannt, vielleicht lag's am Coffeeshop? Oder einfach daran, dass er doch ein bisschen erleichtert war, dass es erstmal das letzte Konzert einer sehr langen Tour sein würde, wer weiß ;-). Stimmung war jedenfalls großartig, die Halle war toll, allerdings bin ich ein kleines bisschen unzufrieden mit der Setlist. Naja, eigentlich nur damit, dass sie statt green and grey I love the world gespielt haben und ich hab schon mehrfach erwähnt, glaub ich, dass ich dieses Lied nicht mehr hören kann - und schon gar nicht als Ersatz für G&G! Andererseits hätte jede Fassung von Vagabonds oder G&G gegen die Versionen gestern nur verlieren können und es waren genug Leute da, die genau diesen Vergleich hätten ziehen können. Vielleicht war es also weise, einfach mal was anderes zu spielen ;-). Nicht so weise fand ich allerdings, dass sie fast eine Viertelstunde kürzer unterwegs waren als gestern!!! Das war wirklich schade, ein oder zwei Songs mehr hätten es schon sein dürfen...

Naja, dann hör ich mal auf zu meckern und beschreibe diesen wunderschönen Gig, den letzten des Jahres, den letzten der Tour in diesem Jahr:

Start auch hier mit besagtem Vagabonds-Akkordeon-Intro und dann mit Stormclouds. Das Licht hier fand ich übrigens auch sehr viel besser, hat mir gut gefallen, hat sogar für ein oder zwei ganz nette Fotos gereicht, denn auf den Musikinstinkt können wir dieses Mal fototechnisch leider nicht setzen. Siehe also unten.

Gig. Ok, nach Stormclouds ging es weiter mit den gleichen Songs wie auch in Köln: No rest, March in September, Did you make it safe? und Pull the sun, immer noch eines meiner liebsten Lieder von der neuen, großartigen, Platte. Dann die erste Abwandlung mit Christian Militia statt The hunt. Weiter wieder wie gestern mit I need more time, get me out, archway towers und Here comes the war, gefolgt von Knievel und Justins Hinweis darauf, dass es jetzt um Marshalls Helden aus Kindertagen gehen würde. Auch hier gefolgt von Between dog and wolf ("einem unserer Liebeslieder") und Today is a good day. Weiter, allerdings ohne Streicherunterstützung ging es auch hier mit High und dann wurde Lust for Power vorgezogen ins Hauptset, das wie gestern mit Wonderful Way to Go um 22:30 h abschloss .

Die Band verschwand, die Menge johlte, schrie und pfiff, die Band kam wieder: Stille. Justin sinngemäß: "irgendwie komisch, wir gehen, ihr klatscht, wir kommen wieder, ihr hört damit auf. Müsste es nicht so sein, dass ihr weiter klatscht, wenn wir wieder kommen? Sag ich häufiger, klappt nur manchmal." Stimmt. Sagt er wirklich häufiger, die Erinnerung daran hält aber irgendwie nicht lange...

Zugaben jedenfalls Lean back and fall, The Price (wow!!! ich hab nachgeschaut, das hab ich live bisher nur 1x gehört und zwar 2004 auf einem RSC-Gig!) und 225. Sie verschwanden wieder, die Menge johnte, schrie und pfiff... und machte damit weiter, als die Band wieder zurück kam. Justin schmunzelte, kommentierte aber nicht, sondern spielte noch einen Song, ihr ahnt es, I love the world. Nicht green and grey. Ende um 22:57 h, damit gut eine Viertelstunde kürzer als in Köln. War aber dennoch super, entspannteres Publikum, kleinere, schöne Halle, Christian Militia und The Price als sehr tolle Abwechselungen von der gestrigen Setlist. Beides klasse, aber ich hätte schon wegen der Vorband und wegen Tobias und Ed Köln niemals für Amsterdam eingetauscht. Ist aber eine super Ergänzung. Jetzt kann Weihnachten kommen ;-).

Intro Vagabonds
Stormclouds
No rest
March in September
Did you make it safe?
Pull the Sun
Christian Militia
I need more time
Get me out
Archway towers
Here comes the war
Knievel
Between dog and wolf
Today is a good day
High
Lust for power
wonderful way to go
---
Lean back and fall
The Price (!)
225
---
I love the world

cu in Frankfurt und Coesfeld im März.

(c) bat 12/2013

Justin in gelbem Licht Justin Sullivan
Justin Sullivan Band und Türmchenbau im Publikum


 New Model Army, 10.10.2014, Coesfeld, Fabrik ..

Das war wohl nichts mit dem "wir sehen uns im März". Durch Michael Deans Knieverletzung hat sich die Tour auf Oktober verschoben. Zum Glück findet sich überhaupt statt und ist nicht komplett abgesagt worden!! Also dann: die für mich erste Station Coesfeld. Zwischenzeitlich ist noch das zusätzliche Album "Between Blood and Wine" veröffentlicht worden, das 5 neue Songs enthält und fast die gesamte "Between dog and wolf" als Live-Mitschnitt. Super songs, die sich sehr gut einfügen in den Stil der letzten CD und die die Setlist des Konzerts jetzt im Oktober sicherlich beeinflusst haben - wer weiss, wie sie im März ausgesehen hätte...

Zurück zu Coesfeld. Die Anreise war - dunkel - Straßen ohne Beleuchtung, andere Autos und Bebauung bin ich irgendwie nicht gewohnt ;-). Bevor es dunkel wurde - also direkt nachdem ich losgefahren bin und es noch Straßenlaternen gab - gab es einen wunderschönen Sonnenuntergang. Leider links von mir und nicht vor mir aber mindestens genauso schön wie der Sonnenuntergang, der auf YouTube den Hintergrund zu "Sunrise" abgibt! Wieder zurück zu Coesfeld: Das doch eher ländliche Bild bestätigte sich auch bei der Ankunft: auch wenn die Fabrik mitten in einem Industriegebiet liegt, roch es.. nach Mist ;-).

Die Halle selber.. schwer zu schätzen. Ich dachte erst an die Zeche Carl in Essen (also eher breit als tief und nicht so besonders groß), aber durch die geöffnete Empore könnten es doch einige Leute mehr gewesen sein, die reingepasst haben in die ausverkaufte Fabrik, also irgendwas zwischen der Bochumer und der Essener Zeche.

Start um Punkt 21:00 h mit Meg'n Jez (Megan Hill und Jez Ritchie). Gem. Homepage - siehe hier - sind die beiden 18 (Meg) und 15 oder 16 (Jez), wobei allerdings nur Meg ihr Alter im Rahmen des Auftritts auch bestätigt hat. Und für solch junge Jahre echt großes Kino. Tolle Stimme, schon ziemlich routinierte Vorstellung (naja, wenn man als Vorband der Hosen gespielt hat, dann haut einen eine kleine Halle wie die in Coesfeld vermutlich nicht mehr um, zudem sie als Vorband der Leningrad Cowboys schon mal dort waren, wie sie erzählten). Trotzdem oder vielleicht grade deshalb (kleiner Konzerte im Vergleich zu großen Stadien) hatte der Auftritt echt Charme, Meg ist noch auf die Sprüche vom Publikum eingegangen, musste einmal so lachen (schrei so schön weiter oder so ähnlich war der Spruch), dass sie sich fast an ihrem Wasser, das sie grade trinken wollte, verschluckt hat, kann so bleiben, sehr charmant ;-). Die Songs wurden alle angesagt und vorgestellt, einmal hat Jez versucht, die Leute dazu zu bringen, ruhig zu sein: "das ist jetzt 'ne Challenge, ihr macht jetzt einfach mal nichts" (Angel). Sehr schönes Lied, aber das mit dem ruhig sein hat irgendwie nur bedingt geklappt. Der Fluch der Vorband. Da geht noch was, sollte man im Ohr behalten.

Sie haben immerhin 15 songs gespielt und eine ganze Stunde Zeit bekommen was auch gar nicht schlimm war, im Gegenteil. Grade Army hat schon sehr viel schlimmere Vorbands aufgefahren, die beiden gehören auf jeden Fall zu den Guten ;-). Start mit einem Cover, hab aber nicht mehr genau mitbekommen, was es war, weil ich grade erst aus dem Vorraum reingekommen bin. Das nächste hat Jez angesagt, ein eigenes: Happy end. Gitarre, Gesang durch Meg, die eine eher tiefe Stimme hat, aber durchaus, wenn sie muss, auch die höheren Tonlagen erreicht. Wirklich eine sehr schöne, klare Stimme. Manchmal background-Gesang von Jez, eher selten. Er hat meist das Ansagen übernommen, ein oder zwei mal hat Meg das gemacht und auch erzählt, wo der Song entstanden ist (Matheunterricht war die häufigste Ansage, mit der Selbsterkenntnis, dass das wohl auch mit der vier zu tun haben könnte). Weiter wieder mit einem Cover: Use somebody (Mando Diao). Dann das erste eigene aus dem Matheunterricht: Never let you down hab ich verstanden, muss aber anders heißen, hab's leider nicht gefunden. Wer's weiß: gerne melden. Gilt auch für noch ein oder zwei andere, bei denen ich die Ansage nicht wirklich verstanden habe. Weiter mit einem weiteren Cover: Son of a preacher man, auch zu finden auf dem grade frisch veröffentlichten Album Follow it down. Danach wieder ein eigenes: don't worry. Dann übernahm Meg die Ansage und kündigte ihren Lieblingssong an: Creep (Radiohead). Wirklich wunderschön interpretiert, mir war nur das Drumherum leider ein bisschen zu laut, schade. Dann wieder ein eigener Song und wohl die erste Single: Be myself. Wieder gefolgt von einem Cover - eines, dass wohl richtig gut geht auf den Konzerten - man sieht, sie sind wirklich genreübergreifend unterwegs: Barbara Ann (Beach Boys). Naja, wer's mag ;-). Wieder ein eigenes: Follow it down. Hat mir sehr gut gefallen. Das nächste selbstgeschriebene war irgendwas mit "broke one finger, we don't care oder sowas, den Namen hab ich leider nicht verstanden, Texte gibt's noch nicht online, kann daher nicht sinnvoll suchen. Ankündigung hier übrigens durch Jez, der direkt dazu sagte, dass Meg ja da noch unsicher sei, das Lied sei noch so neu. Hat sich direkt einen eingefangen: "Toll, sag's denen noch, Du Fisch" ;-). Dabei war alles gut, keiner hat irgendwas gemerkt, aber die beiden hatten sichtlich Spaß ;-). Dann wieder ein Matheunterricht-Lied: She is losing herself (hier bin ich auch wieder ratlos in Bezug auf den Titel). Das nächste sollte was zum Mitsingen sein: Hey Jude (Beatles). Hat bedingt geklappt, die Leute alleine singen zu lassen, war nicht ganz so erfolgreich, sie haben einfach noch zu viel gequatscht. Die beiden haben es dann auch nicht,wie bei diesem Lied üblich, endlos in die Länge gezogen, sondern es bei zweimal lalalalalalala bewenden lassen. Danke dafür ;-). Danach sollten wir dann leise sein, was nicht so richtig gut geklappt hat: Angel. Das Lied war toll, also auf jeden Fall weiter versuchen, die Leute zum Zuhören zu bewegen! Schluss dann mit einem Cover von TV Smith: Lion and the Lamb. Haben einen anständigen Applaus bekommen, haben viel Spaß bei NMA gewünscht, noch auf ihre CD verwiesen, die man kaufen konnte und das war's. Jeder, der auf klare, nicht so quietische Frauenstimmen steht und nette Singer-/Songwriter-Musik sollte sich die beiden in einem kleineren Club auf eigener Tour auf jeden Fall mal anschauen.

So, jetzt aber zu meiner Lieblingsband:

Army sollten gem. Zettel auf dem Mischpult um 22:10 h starten, Schluss um 00:00 h. Hat aber nicht ganz geklappt. Start um 22:20 h mit Horsemen, danach direkt weiter mit Guessing, einem der neuen (oder noch neueren) Songs, sehr gut auch live. Gefolgt von March in September. Die Stimmung war super, mir ist das Gehopse und Geschubse neben mir ein bisschen auf die Nerven gegangen, also bin ich etwas weiter rechts von der Bühne gelandet als ich es eigentlich geplant hatte - sieht man auch an den Bildern. Naja, war trotzdem klasse, auch die Leute um mich rum waren super-nett, textsicher und ein Bollwerk gegen den Schubskreis - danke dafür ;-).

Weiter mit States Radio, neben Today is a good day, das wir später noch zu hören bekommen haben, das einzige von der Platte gleichen Namens.Weiter mit einem weiteren von der Blood and Wine: Devil's bargain, ein ähnlicher Ohrwurm wie das nächste: Angry Planet. Dann tatsächlich eines von der High, was sie sonst nicht so oft spielen, was mir persönlich aber gut gefällt: No mirror, no shadow. Vorher hat Justin was erzählt von der Vergangenheit und dass sie ja schon mal in Coesfeld gespielt haben, 1994 (das Plakat oder irgendein Artikel hat daraus aber wohl 1924 gemacht... naja, wird halt immer schwieriger, sich das mit der Vergangenheit zu merken, verwischt alles irgendwann und was sind schon 70 Jahre.. ;-))). Wir haben nachher überlegt, ob jemand da gewesen ist... wenn ja, dann auf jeden Fall noch in der alten Fabrik und nicht in genau dieser Halle. Ich weiß es nicht, ich muss mal in meinen Karten wühlen. War auf jeden Fall vor der Zeit, in der ich angefangen habe, darüber zu berichten. Danach White Coats, immer wieder genial und sehr bejubelt. Das nächste über einen Mann, der der Jugendheld von Marshall war (obwohl Justin es diesesm Mal nicht so erzählt hat): Knievel. Sehr schön, gefolgt von einem weiteren Stück mit Acoustic-Gitarre: Summer moor (ein Song über ihre Heimat). Danach wurde es wieder etwas heftiger mit Stormclouds, live einfach großartig. Dann das unvermeidliche Today is a good day und dann ein Song, den Justin im letzten Herbst als Winter love song angekündigt hat - nur dass dann kein Winter kam ;-). Also nochmal: Between dog and wolf. Die letzten beiden songs des Hauptsets dann noch ein bisschen älter mit Purity und 225 (hier TV ersetzt durch PC). 23:36 h. Da ging noch was. Erstes Zugabenset: Headlights, Christian Militia, Get me out. Wow. 23:56 h. Man kann sich vorstellen, dass die Leute die Band danach nicht wirklich haben friedlich ziehen lassen ;-). Justin fragte zwischendrin, wer denn alles aus Coesfeld sei. Vereinzelte Leute zeigten auf. Justin: "aha, 9". Wer denn das erste mal in Coesfeld sei, fragte er dann: diverse Finger gingen in die Höhe, auf jeden Fall mehr als diejenigen, die sich vorher bei "ich komme aus Coesfeld" gemeldet haben. Gelächter, kommentiert von Justin: "wir bringen eben Leute zusammen dorthin, wohin sie sonst niemand fahren würden." Wie richtig! ;-))). Nächste - letzte? - Zugabe. Die Band kam auf die Bühne, die Leute fingen an, wild Lieder zu schreien, Justin grinste (weil er es ohnehin immer ignoriert) und sagte: "wir haben 220 Lieder, wir spielen eins. Die anderen 219 kommen in Köln". Sehr gut, wenn er das mal machen würde. Vorher hatte er schon versprochen, dass er in Köln 7 Stunden spielen würde.. ungefähr! ;-). Bin gespannt, die Karte ist schon am Kühlschrank. Wie es sich gehört, grünes Licht, Green and Grey. Seliges Mitgesinge, Gänsehautfeeling. Bis 00:00 h, genau im Zeitplan. Licht ging an, Musik startete. Die Leute blieben, klatschten, riefen Zugabe. Und es hat geklappt: sie kamen um 00:06 h nochmal zurück mit Wonderful Way to go. Ende dann wirklich um 00:12 h, sehr sehr genial. Es war - anders als in Köln - auch noch genug Zeit, zu quatschen, noch was zu trinken oder nebenan in die Aftershow-Disco zu laufen, wirklich sehr angenehm, hat mir ausgesprochen gut gefallen. Jetzt bin ich gespannt auf die neue Batschkapp in Frankfurt und freu mich sehr, sie so bald nochmal zu sehen.

Setlist:

Horsemen
Guessing
March in September
States Radio
Devil's bargain
Angry Planet
(Past): No mirror, no shadow
White coats
Knievel
Summer moor
Stormclouds
Today is a good day
Between dog and wolf
Purity
225

---Zugaben die erste ---

Headlights
Christian Militia
Get me out

---Zugaben die zweite -----

Green and Grey

--- Zugaben die dritte ----

Wonderful way to go

Hier noch ein paar Bilder, ich war aber zu weit weg.

(c) bat 10/2014


 New Model Army, 20.10.2014, Frankfurt, neue Batschkapp ..

Nachdem ich in Frankfurt einen lieben, alten Freund besucht habe, ging's auf in die neue Batschkapp, zum Glück nur ca. 20 Minuten entfernt. Nette Halle, hat mich ein bisschen als neue FZW in Dortmund erinnert, war aber deutlich länger und größer, mit Empore. Parkplatz zwar vorhanden, musste aber extra bezahlt werden, ebenso wie die Toilettenbenutzung. Doch, schon anders als in der alten Batschkapp ;-). Trotzdem nette Halle, hat mir gut gefallen, auch die Größe fand ich ok. Richtig vergleichen kann man sie mit dem alten, kleinen Klub allerdings nicht mehr, was völlig anderes.

Start um 20:00 h mit der Vorband, Jank Kovik aus Frankfurt. Fünf Herren, davon 3 mit Gitarren ausgerüstet (Markus Katzenbach, Marko Jankovic, Timm Dodenhöft), einer mit Bass (Jens Zulauf ) und einer am Schlagzeug (Frank Niedergesäß). Gesang: Hauptsächlich einer, nämlich Marko Jankovic, aber irgendwie mehr eine Art Chorgesang, zumindest aus dem zu schließen, was an diesem Abend zu beobachten war. Leider hab ich auf der Facebook-Seite der Band nicht herausgefunden, wann sie denn gegründet wurden, gefunden hab ich nur, dass es seit 2013 eine Platte gibt (über crowdfunding finanziert) namens Refuge. Ich bin sicher, dass die meisten der gespielten Songs von dieser Platte stammen werden, aber ohne weitere Ankündigungen kann ich euch nur Liedfetzen nennen, wer's besser weiß: gerne melden ;-). Die Stimme hat mich übrigens ein bisschen an den Sänger von Caroline's Spine erinnert, der Band, die vor Ewigkeiten mal Vorband von Army waren.

Die Musik war wirklich gut, Singer/Songwriter-Zeugs, nur mit mehr Energie durch mehr Instrumente, hätte mir noch besser gefallen, wenn man die Stimmen deutlicher gehört hätte, irgendwie war die Musik zu laut oder die Stimmen zu leise, ich weiß es nicht; es war jedenfalls sehr schwierig, vernünftig zu verstehen, was gerade gesungen wurde und ohne Text kann ich die Setlist nur ahnen. Schade. Ein bisschen schade auch, dass die Herren alle irgendwie standen wie Hühner auf der Leiter, alle nebeneinander, sogar der Drummer. Ich glaube, das macht um Längen mehr Spaß, wenn sie die Bühne für sich haben und nicht auf Riesendrumsets der Hauptband achten müssen ;-). Wenn sie mal als Solo-Act hier im Ruhrgebiet sind, werde ich sie mir sicherlich gerne anhören um mal zu schauen, ob das auch noch besser geht.

Gespielt haben sie gut 40 Minuten, anbei das, was ich von der Setlist verstehen oder herausfinden konnte:

20:04 h

1 what I feel
2 don't ask my why
3 Oh darling please disappear
4 you got me hanging from the whisky ????
5 It feels like I lost a piece of my heart (oder war es my home?)
6 Irgendwas mit seven, with all the rest
7 cover: Dylan: Shelter from the storm
8 I'm tired (Geschrei)

20:41 h

Army starteten um 21:10 h. Und hatten sehr, sehr gute Laune, so wirkte es zumindest, Justin war sehr entspannt und das überträgt sich aufs Publikum, sehr, sehr tolle Stimmung. Ich stand diesmal wieder links auf Höhe Marshall (3. Reihe) und bin auch dort geblieben, weil der Schubskreis diesmal (wie leider auch in Coesfeld, da stand ich ausnahmsweise mal auf der rechten Seite bei Ceri) eher mittig bzw. rechts zu finden war, genauso wie ich es gehofft hatte. So konnte ich mich auf das Geschehen auf der Bühne konzentrieren und drin versinken ohne Angst zu haben, dass wir wieder einer auf die Füße springt ;-). Alles nicht so schlimm, diesmal hatte ich ohnehin den Eindruck, dass das Geschubse etwas harmloser war und erst in der Mitte des Konzerts etwas lebhafter wurde. Egal. Start mit einem Mundharmonika-Intro von Vagabonds, hörte sich fast live an, aber ohne Band auf der Bühne ist das eher unwahrscheinlich ;-).

Start dann mit Guessing, gefolgt von No rest und March in September. Grundsätzlich war die Setlist nicht sooo anders als die in Coesfeld, aber die eine oder andere Variante haben die Herren schon reingebracht. Wieder ausgesprochen schickes Licht, gute Laune, nette Leute, hat sich wirklich gelohnt, herzufahren (trotz Arbeiten am anderen Tag)!!! Weiter ging's auch hier mit dem Trio States Radio, Devil's bargain und Angry Planet. Danach wieder die Geschichte von der Vergangenheit, die einen verfolgt - verbunden mit der Frage, ob uns denn nun die alte oder die neue Batschkapp besser gefällt (dreimal dürft ihr raten, was dabei rauskam - ist aber eigentlich nicht fair, weil nicht wirklich vergleichbar): No mirror, no shadow, auch hier gefolgt von White coats und dem Song über den Motorrad Stuntman Evel Knievel (not a good man, not a bad man). Danach No Pain als Alternative zu Summer moor - allerdings war die Gitarre irgendwie kaputt, daher musste eine neue her und Justin musste nochmal von vorn anfangen ;-).

Weiter dann wieder wie in Coesfeld mit Stormclouds, Today is a good day (hier nahm das Hopsen dann zumindest auch für mich sichtbar zu) und Between dog and wolf. Zum Schluss dann etwas ältere Songs, nämlich Purity, Family und 225, also auch hier ergänzt um Family analog Coesfeld. Ende des Hauptsets um 22:33 h.

Zugaben gab es natürlich trotzdem, und zwar im ersten Paket Headlights, Get me out und Green and Grey (wirklich wieder mal bewegend, grünes Licht, Türmchen und alles), bis 22:54 h. Dann noch das eine Lied, das sie auch in Coesfeld gespielt haben als zweites Zugabenpaket: Wonderful way to go. Ende um 23:02 h. Sehr, sehr schön. Insbesondere, weil Justin versprochen hat, dass sie in Köln auf dem Weihnachtskonzert, 2 1/2 h spielen werden, mit Gastmusikern. Hoffe, das stimmt, die 7 angekündigten Stunden in Coesfeld hab ich ihm nicht ganz geglaubt ;-).

Bis zum 20.12. in Köln, ich freu mich!

Setlist:

Intro -Vagabonds
Guessing
No Rest
March in September
States Radio
Devil's bargain
Angry Planet
No mirror, no shadow
White coats
Knievel
No pain
Stormclouds
Today is a good day
Between dog and wolf
Purity
Family
225

---Zugaben die erste ---

Headlights
Get me out
Green and Grey

---Zugaben die zweite -----

Wonderful way to go

Hier noch ein paar Bilder, schaut aber auf jeden Fall bei Jochen Melchior vorbei, hab gesehen, dass er Fotos gemacht hat und die sind immer sehr, sehr großartig!!

Jank Kovik New Model Army
New Model Army Justin Sullivan

(c) bat 10/2014

PS: das Konzept mit den Gastmusikern und den 2 1/2 h haben die Jungs mittlerweile - heute ist Sonntag - auf ihrer Facebook-Seite gepostet, also hoffentlich ein Wiedersehen und -hören mit Ed Alleyne-Johnson, Mark Feldham und Tobias Unterberg ;-).


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 New Model Army, 20.12.2014, Köln, Palladium ..

Everybody knew before: it would not be easy for our guys to beat a concert that had The Levellers as support (so to speak) and Ed Alleyne-Johnson as well as Tobias Unterberg as guest musicians. But what can I say? They did it! Awsome! The band wrote (and told us in October) in advance that there would be special guests and that the show would be in two halfs (no it's not RSC ;-). The comments, pics, reports on the noticeboard and on facebook were, well, euphoric, awsome, in lack of a better word. So that's how you create expectations and raise the bar!

Support this time was Hugh Cornwell, former singer and founder of The Stranglers. Supported by a drummer and a female bass player. He started at 7:00 p.m., played about an hour, 13 songs. And played 3 encores (until 8:15 p.m.). The opener was Totem & Taboo, followed by one of the songs that I actually knew: Skin Deep (The Stranglers). I guess that's how he planned the setlist: play a Hugh Cornwell song followed by a Stranglers-Song, followed by an Hugh Cornwell song. As I cannot say that much about that concert, I'll just list the songs and say thanx to Frank who completed the setlist: Stuck in daily mail land, Dagenham Dave (The Stranglers), I want one of those, Duchess (The Stranglers), Beat of my heart, Strange little girl (hey, something I knew - The Stranglers), God is a woman, Peaches (The Stranglers), Gods Guns and Gays, (get a) grip (on yourself) (The Stranglers), A street called Carroll (here's where the correction of the setlist was more than welcome because I thought that he might have sung that he's "sick of Carol" ;-) ). After that I thought that that was it so I left my place somewhere near the stage in order to seek out some acquaintances and get something to drink - so Mr. Cornwell played his encores without me - but I was told that he played Straighten out, In the dead of night, Nice and Sleazy and Tank (the latter probably). To sum it up: It was ok, quite nice, but that's it, at least for me, but, well, I didn't listen to a lot of Stranglers when I was young so there's no deepter connection. Still a lot more enjoyable than last year's Bomb Whateva but certainly nothing that I want to explore deeper when coming home.

After that the instruments on stage had to be rearranged even if there was already a lot of percussion and even a harp. Yes, you read right, a harp. Promised to be interesting. New Model Army entered the stage at 8:45 p.m. with their usual cast (can I say cast here like it was a movie?) (Justin Sullivan, Michael Dean sitting on something like a mountain of drums, like a throne, Dean White, keyboard, Ceri Monger, bass, Marshall Gill, guitar) and opened the evening with Guessing (Between Wine and Blood). Followed by Rumour and Rapture, Christian Militia, excellent start! Then Justin told us that they celebrated a lot of anniversaries at the Palladium as a band, but now the following song would have an anniversary, too, the 30th, to be exact: 1984. And, he continued, they had traveled a lot of places in the past, among them South Africa, inspiring them to write the following song: Red Earth. A very nice prospect on what would happen during the concert with all the drums and percussions on stage! The songs remained loud and speedy: Stormclouds, No rest. After that, time to relax: Justin, white light, acoustic guitar: Knievel. Up to now they played exactly the same as in Nottingham, but now they swapped Waiting for The Hunt (yes!). They finished the first part of the concert with Family and Between Dog and Wolf (9:35 p.m.). Then there was a break. I've been to the cinema the weekend before in order to watch The Hobbit part III. With break in the middle of the film. Which was very, very annoying and somehow disturbed the mood, got me out of the world of orks and elves and hobbits and dragons into the world of people staring at the screens of their mobiles. Which is exactly what this break did, disturbed the mood that is. Even if there was a reason for it (more instruments for more musicians) but still there's a mood that is created while singing and listening and dancing to this band, a kind of magic spell that is cast on the people and that was just...gone. The break was too short to leave your place in order to find your friends somewhere in front of the stage or to get something to drink so we stood and waited and counted the minutes. Do you know how long it takes for water to boil when you stare at in in the kettle? Exactly! Well at least the re-creating of the special-New-Model-Army-X-mas-Concert-Mood took me about... 10 seconds, definitely shorter than being back in Hobbit-land ;-). Because - they played Ballad (9:50 p.m.). Justin with acoustic guitar, guest musician No. 1, Tobias Unterberg playing the cello, guest musician No. 2, Shir-Ran Yinon playing the violin (both of them are the Ensemble Melancholia). Wow, awsome, goosebumps all over! The audience was quiet, everyone completely smitten. The next song was Someone like Jesus, almost as moving as Ballad. But enough of this emotional stuff: everybody on stage for Into the wind (well...). "Everybody" does not only mean the usual suspects but in addition guest musicians No. 3 and 4 Andy Woodard (percussions) and Tom Monger (harp). The latter is part of Florence & the Machine (Thanks to Frank for the name of the guy). Mark Feldham and Ed Alleyne-Johnson only supported in Notthingham and London. Anyway, I'm quite sure that Shir Ran definitely is nicer to look at and I'm not quite sure if I would like to imagine Ed in that dress ;-). Ok, back to the setlist; they continued with Orange Tree roads and March in September. After that: let there be drums: Devil's Bargain with three of the guys playing percussions: Andy, Cery and Michael, amazing! Which still was only an prospect on what was yet to come! Justin then talked about the next song, that they wrote it when they were very young and wild and now that a lot of us are parents ourselves he does hope that the young ones don't think like this about their parents the way they did when they wrote that song: a liberal education. After that again lots of drums (again Michael, Ceri, Andy) and No mirror, no shadow. I have to admit I like that song, at least live, even if I don't like the album that much, but the chorus live is... catchy..., the more so with all the drums ;-). The next in line was One of the chosen, one of the "ok"-Songs, but live quite powerful. Justin then talked about family and that it's always kind of a subject this time of year. It's great when you have a family but unfortunately things can also be different: Family life (Justin all by himself). They continued with No pain and angry planet, followed by purity. The song started, sounded funny, stopped. Someone's instrument was having trouble: a ripped chord, I cannot say if it was the violin or maybe the guitar? Sounded like the violin, but I didn't see it. Next attempt: Purity. After that Poison Street. wNow, the dancing crowd finally reached my spot next to or at least somewhere near the first collum on the right. Well, "dancing" might not exactly be the right term for describing this jumping crowd but I wanted to be polite ;-). The last song of this main set was Wonderful way to go, 11:13 p.m., wow.

The first set of encores again brought us goosebumps: Shir Ran and Justin, Violin and acoustic guitar, all alone on the stage opposing each other, red light: Vagabonds. So beautiful!! The band joined later on and there were 6 (six!) drummers: Michael, Andy, Ceri, Tobias, Tom and Marshall, very, very impressive. The song really is great - especially when you give Marshall something to do that has nothing to do with playing guitar and killing the song in the end - I'm not complaining about his beginning though (when there aren't all those guest musicians around, the beginning is great, it's just the end that I don't like ;-)). Then, they played a Kinks cover: Til the end of the day. Hugh Cornwell joined them on stage for this song - maybe as a replacement for Ray Davis, who, as Justin told us, always promised to play this song together with them when they play in London but never did. The final song for this set of encores was 225, great version, lyrics back to the original "TV" instead of "PC" as they did in October. Why do I mention this? Because I talked to some guys about changes in lyrics and mentioned that Justin might probably change the lyrics in this song - as kind of an answer to their telling us that he changed the lyrics of Betweend dog and wolf - from "dog and wolf" in "death and war". I didn't notice, did you? Well, however. 11:30 p.m.

Second set of encores: again goosebumps: Justin and harp and violin and cello: Before I get old (Justin: "the problem with getting old is... getting old"). Yep, nothing to add to that one. In front of me was someone with a t-shirt that stated: "old is the new young" - so be it.. To be honest, I saw that guy in Amsterdam, not in Cologne, but it fitted quite nicley into the story and Justin's complaint so please forgive me ;-). The next one was something to dance: Get me out and they finished with our very own special x-mas-hymn Green and Grey, including green light and the guys standing on the shoulders of other guys (just one or two, it seemed that the ones who always do this kind of thing didn't show up in Cologne, maybe they'll be there tomorrow in Amsterdam). It was over at 11:50 p.m. and it was really, really great, awsome, wonderful, amazing whatever superlative you might think of and they really did it, they again exceeded at least my expectations. What did Justin say? "Next year we'll do... something". I'm sure. But I'm really curious about what they'll think of in order to again exceed our expectations!

Merry x-mas, happy new year, thank you to Markus Bykol for the fotos and thanx to Frank E for the setlist of Hugh Cornwell as well as the name of the guy on the harp. And he spotted the sixth drummer (Marshall), I only counted 5 - the Palladium is not very friendly to people who are not at least 1,80 m! ;-).

Setlist:

Guessing
Rumour and rapture (1650)
Christian Militia
1984
Red earth
Stormclouds
No rest
Knievel
The Hunt
Family
Between dog and wolf
---
Ballad
Someone like Jesus
Into the wind
Orange tree roads
March in September
Devil's bargain
A Lib Ed
No mirror, no shadow
One of the chosen
Family life
No pain
Angry planet
Purity
Poison street
WWTG
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Vagabonds
Til the end of the world (The Kinks-Cover)
225
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Before I get old
Get me out
Green and grey

(c) bat 12/2014

Justin Sullivan Marshall Gill und Supportact Hugh Cornwell
Ceri Monger
Tobias Unterberg Dean White
die Drum-Section: Mann an der Harfe, Andy Woodard, Tobias Unterberg, Ceri Monger Michael Dean
Shir Ran Yanon Justin Sullivan

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 New Model Army, 21.12.2014, Amsterdam, Melkweg ..

X-mas gig the second. No snow so nothing between me and Amsterdam. The X-mas gigs in Amsterdam always are something very special. The venue is much smaller, the stage is higher (which means I actually can see the band) and the people are from all over the world - well, most of them are from England, Germany and of course The Netherlands. But again - same as yesterday - there were people from Belgium and Italy. And I'm sure there were other nations as well - all united in their love of that band... wow that sounds kind of cheesy ;-). But it's great and somehow... adequate. As is the meet and greet at Dan Murphy's.

And, as luck would have it, I found myself next to the two people I danced and sang along yesterday in Cologne - cheers to Lisa and Kevin ;-)... it's such a small, small (New Model Army) world... great coincidence indeed!

Start at 8:10 p.m., no support. The first part again without guest musicians, setlist identical (Guessing, Rumour and Rapture, Christian Militia, 1984, Red Earth, Stormclouds, No Rest, Knievel, The Hunt, Family, Between dog and wolf). End of part one at 9 p.m. The only difference: I actually saw the band - or at least I saw more of them than I did in Cologne.Very nice. The setlist didn't change - even the part without guests - which I honestly found a little strange - and sad - because they always, always, always change their setlist. Yes, there always is a kind of core-songs, but they always change at least 5 or 6 songs per gig. But well, they didn't. Told that someone after the concert who tried to explain it by the sheer number of songs that had to be learned by heart, lyrics and chords and the new arrangements they played. Ok might be an explanation. I would have liked a little bit more variety anyway, well it's X-mas and you are allowed to have a list of wishes, right? ;-).

They rearranged the instruments on stage and continued at about 9:15. Which was not that easy 'cause the stage is much smaller than the one in Cologne. The string players (Tobias Unterberg, cello, Shir Ran Yinon, violin, Tom Monger, harp) as well as Marshall and Dean (he was at the front of the stage, a really rare sight!) had to share the left side of the stage. Dean would not have fitted on the right side as there was kind of a mountain of drumset with Michael behind it, sitting behind it as if he were on a throne.

Again the songs were the same, starting with: Ballad.B But right before they startet, Justin was like: "Yes I know that it is impossible to ask Dutch people to be quiet but sometimes it's necessary and adequate, so please be quiet". Well there really was a lot of noise but I'm not sure which nationality really was the one that couldn't stop chatting - anyway, his little plea lead to a lot of shhhh and it worked - more or less - and Ballad got the attention that it required. At least, Justin seemed to be ok with us. And it still continued through Someone like Jesus. The next songs were loud enough so a little noise didn't matter: Into the wind,Orange tree roads, March in September, Devil's bargain, A liberal education, No mirror, no shadow and One of the chosen. Perfect for me: I saw the band which was just great and somehow added to the experience. Especially great with regard to the string players and the harp - but I still think that you could hear them even better than in Cologne and that it wasn't only because of the fact I could see them. But even when I was a lot of closer to the stage and the stage was much higher than in Cologne - seeing wasn't always possible: because of the people-towers that were right before me in the middle of the audience and along the whole width of the stage (I'm quite sure that there is no such word as people-tower but how do you call a guy or a girl standing - or sitting - on someone else's shoulders right in front of you? See? People-Tower ;-) ). But well, the guys carrying the other guys needed a break sometimes and - voilá - my band was back in sight ;-). Was completely okay - I almost missed that thing in Cologne. The noise went down when they played No pain, Justin didn't have to say a single shhh ;-). Next in line: Angry Planet, Purity, Poison Street and Wonderful Way to go, just like Cologne but still different. Maybe because I was in the middle of people who acutally danced and sang along; the choir in Amsterdam was really impressive, even the new songs were no exception (maybe due to so many English fans, they just have a definitive advantage with regard to understanding and memorizing the lyrics ;-)). End of main set: 10:37 p.m.

Encores: Vagabonds, just incredible, awsome, wonderful, perfect (well I could continue but it could be a little bit boring after a while, so I guess I just stop) and the Kinks-Cover Til the end of the world (I strongly would have recommended to swap that song but nobody asked). Justin introduced the musicians and then played a song especially for his Dutch fans (and it really was the only change to Cologne, thank God it was an addition): High (no, I won't comment on that one ... "high on the high hills.."). Last song was 225, wjust like Cologne. End of encore-set one: 11:00 p.m..

The second set of encores was Before I get old ("the problem with getting old is... getting old"), goosebumbs, same goes with Ballad and Vagabonds, they were so beautiful and touching, sigh ;-). But let's not get too sentimental - something to dance followed: Get me out and then, out of a sudden, there it was: X-mas with my most favorite X-mas-Song ever: Green and grey.

Thanx for two amazing days, I'm looking forward to the next gigs! Til then: merry christmas, happy new year, take care and happy birthday to Dave Monck. Cu around!

Setlist:

Guessing
Rumour and rapture (1650)
Christian Militia
1984
Red earth
Stormclouds
No rest
Knievel
The Hunt
Family
Between dog and wolf
---
Ballad
Someone like Jesus
Into the wind
Orange tree roads
March in September
Devil's bargain
A Lib Ed
No mirror, no shadow
One of the chosen
Family life
No pain
Angry planet
Purity
Poison street
WWTG
---
Vagabonds
Til the end of the world (The Kinks-Cover)
High
225
---
Before I get old
Get me out
Green and grey

(c) bat 12/2014

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