Ihr habt hier vier Konzerte zur Auswahl:

Psyche, 29.10.1996

Psyche, 30.06.1998

Psyche, 14.05.1999

Psyche, 04.10.2019



 

  und Lights of Euphoria- Zeche, Bochum, 29.10.96 

 

Vorab: es ist nicht einfach. Verflixt, warum nur hab ich meine ganzen Konzerte damals unkommentiert gelassen? Naja, vielleicht einfach, damit ich nicht den mir (damals) von der Uni gesetzten Megabyte-Rahmen sprenge.. irgendetwas Gutes muß es haben, daß ich Qntal, Dead Can Dance, New Model Army, Estampie, In the Nursery, Depeche Mode, Fury in the Slaughterhouse, Deine Lakaien.... einfach so und unbeschrieben an mir habe vorüberziehen lassen.... Spaß wahrscheinlich ;-)

An einiges kann ich mich aber dank der regen Diskussionen im Fido und im GothicNet noch erinnern, wenn ich die alten mails lese. So auch an das Konzert von Psyche vom 29.10.1996 in der Zeche in Bochum. Das ganze war die Release-Veranstaltung zu ihrer neuen CD 'Strange Romance'.

Begonnen wurde die Veranstaltung allerdings von einer Band namens Lights of Euphoria. Anfangs haben mir die Jungs sehr gut gefallen, so daß mein Freund sich schon anhören mußte, daß er doch mal nach einer CD sehen sollte, als gerade mal das zweite Lied zuende war. Im nachhinein hab ich dann aber davon wieder Abstand genommen. Die Musik war elektronisch, nett, durchaus passend als Vorgruppe für Psyche - was man ja nicht immer hat ;-) - aber das war's dann auch. Nichts, was mich auf Dauer hätte beeindrucken können. Dafür hörte es sich doch zu ähnlich an und so wie eben -zig andere Bands auch.

Nach entsprechender Umbaupause ging's dann weiter mit Psyche. Das Konzert wurde wie es sich gehört mit einem song der neuen CD eröffnet: Silence was a melody. Weiter ging's dann mit dem absolut genialen brain collapses, wahrscheinlich, um die etwa 250 Leute direkt von Anfang an auf Touren zu bringen. Was auch gelang ;-) Weiter ging's mit Insecurity und einem älteren song, Misery, den ich auch immer wieder gern höre.  5. Love Is a Winter 6. Tears 7. Guilt 8. Searching 9. You ran away 10. Trouble in mind 11. Angel Lies Sleeping 12. Ghost child 13. Prisoner to Desire 14. Eternal 15. Sex dwarf (gewidmet Ecki Stieg ;-) ) 16. Lonely one 17. Remember 18. Dreaming My World 19. Good-Bye Horses 20. Unveiling The secret Ehrlich gesagt es fehlt hier "Stay By Me"

Insgesamt also eine hübsche Mischung aus alten und neuen songs. Allerdings ähneln die neuen songs wieder eher der Daydream Avenue als den älteren Stücken, die mir eindeutig besser gefallen. Die neuen sind mir ein bißchen zu glatt, zu gängig...Was aber der Qualität des Konzerts keinen Abbruch tat: die Stimmung war klasse, Darrin war wie immer nett, locker, erfreut über die Leute und vor allem wirkte er kein bißchen aufgesetzt oder unecht. Und seine gute Laune ist irgendwie immer ansteckend ;-) Das schreibe ich deshalb, weil wir einen Tag später im Zwischenfall bei Artwork waren - wieder so ein Konzert ohne Bericht - und im direkten Vergleich Oswald Henke beobachten konnten, an dem kein bißchen echt ist. Der Mann ist die ganze Zeit über nur Show, toll, klasse, faszinierend, aber völlig anders als Darrin. Er wirkt unnahbar, arrogant, hach bin ich toll. Starallüren? Darrin dagegen bleibt er selber - kann ich nicht wissen, wirkt aber auf mich so. Und wenn ich wählen müßte, würde ich letzteres definitiv vorziehen.

Erwähnenswert war auch der Versuch, Neuland zu betreten mit einem Stück, tja, wie kann man es bezeichnen? Jazz-Pop vielleicht, war ungewöhnlich und durchaus interessant.. mein Lieblingssong wird das allerdings nicht ;-)

Zwischenzeitlich spielte Psyche übrigens auch ein oder zwei Stücke, die vom Sänger der Band Lights of Euphoria waren mit der Ankündigung seitens Darrin: Damit Ihr seht, daß er auch noch andere Musik machen kann.' Hätte er vielleicht während seines Konzertes auch mal machen sollen ;-) Außerdem gab's noch einen Versuch zu beweisen, daß sie eben nicht nur reinen Synthi-Pop spielen: der Bruder eines der Keyboarder wurde mitsamt E-Gitarre auf die Bühne geschleppt und dann wurde ein ganzes Lied mit Gitarren-Begleitung gespielt ;-)

Alles in allem kann ich mich noch daran erinnern, daß es mir Spaß gemacht hat und daß ich mir auch weitere Psyche-Konzerte nicht entgehen lassen werde... sofern die CDs sich wieder ein wenig mehr den älteren Songs annähern oder zumindest alte in ausreichender Menge gespielt werden - und da hab ich eigentlich keine Bedenken ;-)

PS: die Strange Romance hab ich natürlich dennoch gekauft und einiges davon finde ich auch wirklich klasse, allerdings nicht durchgängig alles, so wie's eben zum Beispiel auf der The Influence ist. Die neue - Love among the ruined - hat mich da schon wieder mehr begeistert.. siehe unten ;-)

Dank an Darrin Huss für die Setlist, die längst aus meinem Gedächtnis verschwunden war und danke an Markus Lutter für's nochmal-lesen-lassen seines alten Psyche-Berichts, der beim Drumherum meinem Gedächtnis wieder auf die Sprünge geholfen hat.

(c) bat, 1998


Psyche-Homepage
und Sara Noxx

- Zeche Carl, 30.06.98 -

 
Zunächst mal passierte nichts. Wie üblich begann das Geschehen etwa eine Stunde nach geplantem Einlaß. Um 21:00 h sah man Nebel auf der Bühne, die mit zwei Keyboards, mit 'Spinnenweben' dekoriert (schließlich ziert das Cover der neuen Psyche-CD 'Love among the ruined' neben einer Rose eine wunderhübsche Spinne) und einem Mikroständer bestückt war. War aber wohl nur Probealarm. Um 21:15 h betrat dann ein Mann die Bühne und stellte sich an eines der Keyboards. Dann kam eine Frau mit langen braunen Haaren, einer weiten schwarzen Hose, einer ebenso schwarzen Weste, einem ärmellosen T-shirt und einem zauberhaften Lächeln und fing an zu singen. Absolut genial. Name: Sara Noxx, vielleicht bekannt vom Zwischenfall Sampler Vol. 3. Sie kann es zwar bestimmt nicht mehr hören, aber sie singt wie Anne Clark. Sie sang leider nur 7 Lieder, als letztes 'Society', das Lied, das auch auf dem Zwischenfall-Sampler zu finden ist. Zuvor bedankte sie sich mit einem Grinsen bei Herrn Zöller, der ihr nämlich genau gegenüberstand ;-) Nach etwa einer halben Stunde um 21:45 h war dann leider Schluß; auch die Zugabe-Rufe konnten sie nicht wieder hervorlocken.

Psyche - also Darrin Huss und Per-Anders Kurenbach, unterstützt von Stefan Rabura - begannen um 22:05 h. Zunächst einmal bekamen die etwa 120 Gäste nur die beiden Herren an den Keyboards zu sehen. Zu hören bekamen sie resp. wir ;-) Transcendental, eines der neuen Lieder auf der 'Love among the ruined', die ich übrigens erst tags zuvor second hand an der Uni habe erstehen können, und die wieder an die älteren Psyche-Stücke anschließt. Danach tauchte auch Darrin auf, geschminkt, mit schwarzem Lippenstift, schwarzem Netz-Shirt und einer Hose, auf der vorn die Beine eines Skeletts in weiß abgedruckt waren. Sehr sympathisch und gut gelaunt erzählte er zwischen den Liedern auf deutsch und auf englisch Dinge über die Lieder oder wem er sie widmete... Weiter ging's mit Exhale, gefolgt von Murder in your love, beide neu. Dann wurde es sehr alt, Darrin zog sein T-shirt aus und gab schauspielerisch sein Bestes zu Brain Collapses. Sprich: er befand sich irgendwo unten auf dem Bühnenboden - wenn dieser Typ vor mir nicht so groß gewesen wäre, hätte ich mehr gesehen ;-) Danach hing der Teil der Hose mit dem Skelett auf halb acht, wurde aber wieder an Ort und Stelle über der Lederhose angebracht, obwohl Darrin nachher irgendwann mal meinte, daß er eigentlich die ganze Zeit diese 'Überhose' habe ausziehen wollen, aber irgendwie nicht dazu gekommen sei ;-)

Weiter ging's mit Tears von der Strange Romance und dem neuen Drowning pool, dann wurde es wieder alt mit Misery.Darrin meinte am Ende des Songs, daß wir uns auch ruhig ein wenig mehr bewegen könnten, dies sei ja schließlich eine Disco - das Publikum tanzte wirklich erstaunlich wenig ;-( Nur zog er dann sein Psyche-T-shirt an und spielte eine 'Industrial Ballade', was sich als etwas andere Version von Fallen Star (neu) herausstellte. Wirklich klasse. Gefiel mir besser als die CD-Version. War nur leider zum wilden und ausgelassenen Tanzen doch geringfügig zu langsam ;-))) Weiter ging's mit Secret angel, gefolgt von einem Cover von Sex Dwarf, das doch wieder etwas mehr abging und auch wieder Darrins schauspielerische Talente forderte ;-)Dann traten sie mal wieder, wie auch schon zur Tour der letzten CD 'Strange romance', den Beweis an, daß sie ja nicht nur, wie einige Leute behaupten würden, eine reine Synthi-Pop-Band seien, und spielten Belong to you, mit Per an einer wirklich echten Mundharmonika ;-). Zwischendurch spielte dieser - außer seinem mit 'Huhu' beschrifteten Keyboard auch noch Percussions...ganz schön vielseitig ;-) Es folgten Sorrow (neu), Uncivilized, das Cover zum Song Good-bye horses aus dem Film "Das Schweigen der Lämmer" (was uns dazu veranlaßte, darüber nachzudenken, wo das in dem Film denn nur vorkommen könnte ;-) ) von der Strange Romance und Land of broken promises(neu). Dann wurde es alt und ruhig: Psyche spielten Eternal in einer absolut tollen akustischen (sorry, Piano ;-) ) Version (sprich Pers Keyboard hörte sich an wie ein Klavier und Darrin holte sich einen Stuhl ;-) ).

 Es blieb alt mit Unveiling the secret und wurde wieder neu: The Game. Dann meinte Darrin, daß eben auch Synthi-Pop schön sei und daß das folgende Stück ein absolut geiles dieser Gattung sei:Screamin' machine, aus alten Zeiten mit Stephen Huss stammend und auf der 'Love among the ruined' wieder neu aufgelegt. Wirklich klasse! Nach diesem heftigen Song wurde es wieder ganz ruhig mit The Hurting, einer sehr schönen Ballade, zu finden auf der neuen CD.

Nach 20 Liedern und 1:50 war dann erstmal das reguläre Konzert zuende. Als jedoch bei Ankündigung des Konzertendes durch Darrin jemand 'Buh' sagte, meinte er nur, ob es wirklich das Ende sei, läge an uns und nicht an ihnen ;-) Sie kamen dann also entsprechend nochmal wieder, Darrin frisch umgezogen mit einem schwarzen offenen Hemd, und spielten, tja, keine Ahnung was. Darrin klärte uns später auf und meinte, das sei eine doch ziemlich verfremdete Version eines Liedes von den Eurythmics gewesen, This City never sleeps (improvisional). Mich würde mal interessieren, ob das irgendjemand erkannt hat ;-)))Weiter ging's mit Lonely one von der `Strange romance' und das Ende machte das schon etwas betagtere The Influence von der gleichnamigen CD, eines meiner Lieblingsstücke.

Nach weiterem Geschrei kamen sie nochmal - Darrin diesmal in einem Tito & Tarantula T-shirt - und baten Sara Noxx auf die Bühne. Einem 'Hey Anne Clark'-Schrei aus dem Publikum begegnete Darrin recht schroff mit 'Nein, Sara Noxx'. Ist ja auch irgendwie unfair.... aber wenn sie sich doch nunmal so anhört??? Ist doch eigentlich auch ein Kompliment ;-) Jedenfalls kam dann der absolute Höhepunkt: ein cover von Je t'aime von diesem Franzosen, dessen Namen ich immer vergesse. Absolut genial, Darrin - übrigens ungefähr genauso groß wie Sara, sah echt klasse aus ;-) - rutschte auf Knien vor Sara, die die Augenbrauen hochzog, seltsame Geräusche machte und ebenso wie Darrin ihre schauspielerischen Talente bei diesem Song voll ausleben konnte. Und das, obwohl sie anfangs doch eher schüchternn gewirkt hatte ;-)

Ein furioses Ende nach etwa 2 Stunden um 00:05 h, das auch das Publikum akzeptierte, denn nach diesem Song hätte absolut nichts anderes mehr gepaßt; ein genialer Abschluß eines gelungenen Konzerts.

Thanx to Darrin für die setlist

(c) bat, 1998
Schriftzug und Bild (c) Psyche


Psyche-Homepage

- Rockpalast/Tube, Bochum, 14.05.99 -

  Der Rockpalast in Bochum-Langendreer hat den Besitzer gewechselt. Dieser versucht nun ein neues Konzept. Die Kegelbahnen im Keller wurden umgebaut und schon entstanden nach Vorbild Soundgarden in Dortmund, der ja auch seine Kellerräume leergeräumt hat und Discos gebastelt hat, zwei neue Discos mit Namen Area 51 und Tube. Ersteres hat was von einer Ex-Pizzeria mit Fliesenfußboden und Steinbögen, letzteres hat den Charme einer Kegelbahn, da kann auch der Fallschirm, der unter der Decke hängt, nichts dran ändern. Nun gut. Man versucht jedenfalls, hier das Indie-Publikum vermehrt anzuziehen.. was mit dem Zwischenfall in unmittelbarer Nachbarschaft und wenn an den Räumen nichts geändert wird, verflixt schwer werden wird... alle zwei Wochen freitags läuft im Area 51 jedenfalls eine 80er Wave-Party, das erste Mal war es vor Ostern soweit und selbst hier hat der Zwischenfall wieder seine Finger im Spiel - zumindest indirekt: anfang der 90er legte mal ein DJ mit Namen Frank im Fall auf... der ist aus der Versenkung wieder aufgetaucht und darf nun im Area 51 zusammen mit einem langhaarigen Kollegen sein DJ-Glück wieder versuchen... in den zwei Malen, die ich dort war, mit mäßigem Erfolg.

Diesen Freitag, am 14.05. nun, sollte die Gruft-Gemeinde mit einem anderen Leckerbissen geködert werden: Psyche sollten im Tube auftreten, danach sollte Mike, einstmals vor Diva und Neveling DJ in der Zeche in Bochum (mittwochs resp. dienstags) Musik machen, in der Hoffnung, alle Konzertbesucher würden dort bleiben.

Angekündigt wurde das Konzert im coolibri witzigerweise mit dem Hinweis, daß Darrin und Stephen Huss ja eine neue CD im Pack hätten.. abgebildet waren aber - natürlich - Per-Anders Kurenbach und Darrin... Stephen ist ja nun doch schon längere Zeit nicht mehr dabei... Schlechte Recherche. Die neue CD - hat mich doch ein wenig verblüfft - stellte sich dann als Re-Release der Insomnia Theatre heraus und die Songs, die gespielt wurden, waren alle von neuen CDs.. denn neu waren die CDs alle mal, wenn auch nicht unbedingt in 1999 ;-)

Egal. Darrin und Per-Anders begannen um etwa 21:20 h, spielten, wenn ich nicht irre um die zwei Stunden und verfluchten während dieser Zeit den Mann am Licht. Der machte zwar schöne Kringel und Sternchen auf die Wände und die Decke der Tube, was die etwa 120 Gäste auch zu schätzen wußten, aber er blendete auch Darrin und Per-Anders während dieser Zeit ganz gehörig. Die beiden wirkten auf der sehr großen Bühne doch ein wenig verloren, es hätten locker - zumindest von der Tiefe, nicht unbedingt von der Breite - noch drei Leute oder so mit auf der Bühne rumspringen können, ohne daß es voll geworden wäre. Darrin tat sein Bestes, um die Bühne zu bevölkern: er spielte Flummi, will sagen, er tanzte, zappelte und machte damit Konditionstraining. Zwar nicht ganz so irr wie auf der CD-Präsentation in der Zeche Carl im letzten Jahr, aber doch ganz ordentlich. Geschminkt hatte er diesmal, wenn ich das bei dem Licht richtig gesehen habe, auch nur die Lippen, blutrot natürlich ;-)

Per-Anders wirkte hingegen wie ein ruhender Pol, drückte mal auf diese, mal auf jene Tasten, bewegte sich nicht mehr als nötig. Auch Gitarre spielte er, aber irgendwie sah es jedesmal so aus, als sei er froh, sie wieder weglegen zu können, als das Lied mit der Gitarre vorbei war. Die Synths und Keyboards liegen ihm glaub ich mehr. Er wirkte die ganze Zeit etwas angespannt, als Darrin ihn vorstellte - zusammen mit Stefan Rabura, der für einen Song am zweiten Keyboard Dienst tat - wirkte er sichtlich verlegen und wischte über sein Tastenwerkzeug... oder bilde ich mir das ein?

Die songs waren wild gemischt, es wurden einige sehr alte herausgekramt - sorry, neue sollte ich wohl sagen, weil re-released ;-)

Das ganze begann mit einem Sample: es redete jemand. So schnell konnte ich das nicht einordnen, klärte sich aber später. Der Songteil begann - dank der Hilfe von Darrin hab ich in etwa alles zusammenbekommen, ein song fehlt mir im ersten Teil, aber ich denke, das läßt sich verschmerzen ;-) - mit Mr. Eyeball Ooze, ging direkt heftig weiter mit Maggots und dem genialen Brain collapses. Darrin war diesmal zwar auch relativ schnell sein Hemd los - es war aber auch sehr schnell tierisch warm in dieser Röhre und auf der Bühne mit all dem Licht sicher noch schneller ;-) - machte aber nicht ganz so viele Faxen bei diesem Lied wie sonst. Danach kam das ruhigere Tears, sehr schön gefolgt von Exhale von der letzten CD Love among the ruined. Bei Mr Huss muß man sich im übrigen keine Sorgen machen, daß er zwischen den Songs nichts redet oder nicht verrät, was er gerade gespielt hat. Er erzählt immer reichlich, deutsch und englisch gemischt und eigentlich immer gut gelaunt, wie auch immer er das anstellt.
Weiter ging's dann mit Murder in your love, Land of broken promises und einem meiner Lieblingssongs, Misery. Auch das war irgendwann mal neu, nämlich als die Influence veröffentlicht wurde ;-)
Danach drehten Psyche richtig auf.. oder sollte ich sagen: Darrin drehte auf? ;-) mit Sex Dwarf. Er wirkte ab und an nach den schnelleren songs irgendwie außer Atem. Daher: Zur Belohnung dann ein etwas langsamerer Song: Secret Angel. Danach meinte Darrin, daß sie ja mit einem Sprachsample aus dem Schweigen der Lämmer (ahh! ;-) ) begonnen hätten und daß dieser Film sie spätestens seit diesem Lied verfolgen würde: Good-bye horses, zu finden auf der Strange Romance und immer wieder nett. Danach alt, langsam und wunderschön: Eternal. Gefolgt von Unveiling the Secret und Prisoner to Desire. Ob die Songs reihenfolgentechnisch hundertprozentig stimmen? Keine Ahnung, jedenfalls war's so ähnlich ;-) Damit war der 'offizielle' Teil beendet, Darrin zog sich sein Hemd wieder an... was er auch selber wohl nicht soo schlecht fand, er wies selbstironisch und ehrlich wie er nunmal ist, zwischenzeitlich darauf hin, daß er genau wisse, daß wir sowieso nur alle auf seinen gewachsenen Bauch starren würden ;-) Wie könnten wir, wir doch nicht! Jaja, die Hefe-Weizen...

Zwischenzeitlich hatten Psyche prominenten Besuch bekommen: die Jungs von Second Decay waren eingetrudelt und standen in der ersten Reihe. Was ich bei dem Kleinen von beiden ja nicht so tragisch fand, aber der Große stand mir genau vor der Nase! GRRR ;-)))

Jedenfalls meinte Darrin dann bei der ersten Zugabe, daß sie nun auch mal, wie ihre Freunde von Second Decay, mit einem seltsamen Gerät einen song anfangen würden und außerdem wollte er ein Lied singen, das er zum letzten Mal mit 17 gesungen habe.... sie stellten irgendein seltsames Rhythmusgerät an und gaben Nocturnal Wasteland zum besten.. durchaus ...interessant und als Bonustrack auch auf der neuen Insomnia Theatre. Am Ende dieses Experiments meinten sie aber doch, daß sie das mit den seltsamen Geräten doch lieber Second Decay überlassen würden... find ich gut ;-) Weiter ging's zugabentechnisch mit The Crawler und Salvation stranger. Den Abschluß machten Anguish und Lonely one.

Mal wieder wirklich schön, wenn auch diese Halle irgendwie seltsam war. Allerdings: noch steigerungsfähig!

(c) AT, 1999

PS: die Leute blieben natürlich nicht, im Tube war es nachher noch leerer als im Area 51 - Mike war sauer, weil er sagte, Frank würde ihm die Leute klauen, weil er ja das gleiche spielen würde.. aber Franks songs waren definitiv alle ziemlich alt und das, was man auf dieser Art Party halt immer so hört: cuts you up, nowhere girl, love like blood, safety dance, etc... allerdings auch Fred vom Jupiter, vielleicht nicht ganz so passend, aber zeitlich hat's gestimmt ;-) Wenn DJ Mike da denkt, er spielt das gleiche, dann macht er irgendwas falsch... gemein, aber ich glaube, er hat mir in der Zeche damals schon nicht so unbedingt gelegen.

PPS: Per-Anders hab ich danach auch nochmal gesehen - im Area 51 ;-). Er wirkte richtig erleichtert, losgelöst, erzählte lebhaft davon, wie sehr das Licht geblendet hätte... gehört hab ich ihn nicht, aber die Gestik war sehr aussagekräftig ;-)


- Rotunde, Bochum, 04.10.2019 -

Ausflug in die 80er mit No More, Psyche und Invisible Limits

Nachdem ich letztlich erst Invincible Spirit nochmal angeschaut hatte nun also der andere Teil der Band, von dem sich Invincible Spirit damals abgespalten haben.Aber eigentlich war ich ja wegen Psyche da, die mir früher schon immer gut gefallen haben, und auch auf dem "Zwischenfall-Revival" vor ein paar Jahren im Bfh Langendreer. Daher findet sich dieser Bericht auch unter Psyche ;-).

Diesmal in der Rotunde in Bochum, war nicht noch nie, war auch eher klein, gefühlt so 300 Leute? Ich kann aber eher schlecht schätzen...

Start mit No More, Sänger Andy A. Schwarz mit Dekogitarre (zumindest sah es so aus als hätte er sie nicht so wirklich zum Spielen, sondern eher aus Dekogründen;.)) und Tina Sanudakura an allem, was irgendwie elektronisch war: Keyboard, Rechner, Theremin und irgendein Ding, das aussah wie ein beleuchtetes Hamsterrad, keine Ahnung, was das war. Sie war deutlich im Stress, damit alles rechtzeitig vom einen zum nächsten Lied übergeht, damit hatte der Sänger auch nicht allzu viel Gelegenheit zu reden. Scheinbar war der Zeitplan der Veranstaltung eher eng getaktet –oder sie hatte noch einen Termin ;-). Start um 20:26 h, bis etwa 21:25 h.

Folgende Songs glaub ich erkannt zu haben, wobei ich tatsächlich nicht auflösen kann, wie sie heißen, denn die Auskunft im Netz über die Band, über setlists oder auch über Texte von Songs ist eher dürftig. Daher kann ich mit Sicherheit nur sagen, dass sie suicide commando gespielt haben und ein Cover von Velvet Underground (Venus in furs) und eines von Bowie (Heroes). Vor Suicide Commando durfte Andy erstmals reden - aber nur kurz. Das folgende Lied hätten sie, als es nicht so gut um sie als Band stand, vielleicht so dreißig mal gespielt... Und es wurde eine Zugabe gefordert und auch gewährt, nämlich Venus in furs. Hat mir sehr gut gefallen.

Die songs, wie gesagt, man findet nix und ich hab leider eben nur suicide commando auf irgendeinem Samper. Wer mit den Songfetzen was anfangen kann, gerne melden.

Intro
dreams wrapped in plastic
love is a drug
Kings/Queens
We keept the signs
Turkish delight
Future Say
was langsames mit Graves?
All is well
That's how it goes
Suicide Commando
was instrumentales
mit Theremin - mich würde interessieren, ob die Töne wirklich exakt reproduzierbar sind oder ob sie sich bei jedem Auftritt ein bisschen anders anhören?
Cover Bowie: Heroes
Pain fading night secret lie

--
21:17
--
Cover Velvet Underground: Venus in furs

Netter Einstieg, hat gefallen.

Weiter mit Psyche! Nach der kurzen Umbaupause ab 21:45 h dann eher minimalistisch ein Keyboard mit Stefan Rabura, dem langjährigen Keyboarder, und Darrin Huss am Mikro, der zu Beginn noch bei jedem Song etwas anderes angezogen hat. Erst ein schwarzes Hemd zur schwarzen Hose, dann das vorher schon zur Schau getragene schwarze T-Shirt mit weißen keine-Ahnung-Was-Symbolen. Dann ein Hut, dann der Hut wieder weg und eine Art Kravatte, dann die Kravatte wieder weg und das T-shirt auch, so dass nur noch ein schwarzes Muscle-Shirt übrig blieb und ab und an nochmal der Hut. Und er hat die ganze Bühne zum Tanzen gebraucht, hat eine super Show gemacht, die Leute waren wirklich hin und weg. Heimspiel! So war mein Eindruck, obwohl ich gar nicht weiß, ob Darrin immer noch in Bochum wohnt. Geredet hat er jedenfalls auf englisch. Musikalisch war Psyche aber wohl in der letzten Zeit das eine oder andere Mal in Bochum zu bewundern, ich weiß zumindest von ein oder drei Auftritten in der Trompete, zu denen ich es aber bislang nie geschafft habe.

Wirklich ein starker Auftritt eines sehr sympathischen Duos, werde nicht wieder so lange Zeit vergehen lassen, bis ich sie mir nochmal anschaue. Und das, obwohl der Anfang erst recht verhalten war, die ersten drei Lieder waren mir tatsächlich auch nicht sooo vertraut. Dann aber '"future's dark so let's go back to the 80ies" – und dann kamen sie alle, meine Lieblinge. Und das, was ich so fürchterlich fand und immer noch finde – was aber scheinbar dazu gehört ("people would eat me" – wenn er's nicht spielt – nö, kann ich nicht bestätigen :-)): goodbye horses (cover aus dem Schweigen der Lämmer). Gruselig. So ein bisschen wie "Traumtänzer" bei Diary of Dreams (bitte nicht schlagen) - manchmal muss es einfach vor Kitsch weh tun ;-). Geht auch gar nicht, muss aber trotzdem irgendwie sein.

Songs:

Tears
15 Minutes
New World (??)
Truth or consequence
uncivilized
The Outsider (!!)
Eternal
Misery
Brain Collapses
(Darrin auf dem Boden, alles für die Show ;-) )
Goodbye Horses
Unveiling the Secret

--
22:40 h
--
Prisoner to desire

Ab 23:04 h Invisible Limits ab 23:04 h– drei Leute, die Sängerin Marion Küchenmeister, Max Küchenmeister (vielleicht der Sohn von Marion und Gründungsmitglied Andreas Küchenmeister? - das würde zumindest erklären, warum Marion erzählte, dass er "Love will tear us apart" so spielen würde wie das Original, er sei schließlich mit all diesen Songs aufgewachsen ;-)) an der Gitarre und einem dritten Herrn am Synthesizer, dessen Name leider nicht hängen geblieben ist, am Synthesizer. Gegründet wurde die Band '85 in Dortmund, die Abspaltung "Invincible Spirit" mit Thomas Lüdke (dem dritten Gründungsmitglied neben Marion und Andreas) hab ich letztlich noch im Bahnhof Langendreer gesehen, Rufe nach "Push" wurden heute ignoriert ;-). Hmm. Marion - mit gebrochenem Arm/Finger - hatte es schwer. Nicht, weil sie schlecht war gesanglich, sondern weil es einfach unfair ist, eine eher ruhige Dame hinter einer Band wie Psyche auftreten zu lassen. Wurde besser als Darrin dann nochmal zu ihr auf die Bühne ist um mit ihr – sein Traum – Natalie's zu singen. Es gibt wohl eine Remix-Platte, bei der allerlei Menschen die Songs von Invisible Limits gesungen haben, u.a. auch Psyche. Der Song ist ohnehin großartig, zusammen mit Darrin auch sehr, sehr schön – er hat sich sehr zurück gehalten um sie stimmlich nicht zu übersingen, sehr nett. Stimme toll, Natalies und Insight immer noch großes Kino, den Rest kannte ich nicht so recht – aber es hätte noch so gut sein können, die Reihenfolge war einfach ungerecht. Dummerweise ist zudem noch locker die Hälfte der Leute nach Psyche gegangen, so dass es auch noch leer war, was auch nicht wirklich zur Stimmung beigetragen hat – auch nicht auf der Bühne. Und das, woe sie wohl insbesondere in Spanien noch immer große Hallen füllen. Vielleicht hätte man es drehen sollen und Psyche, dieses Kraftbündel ;-), am Ende auftreten lassen sollen. Angeblich waren die drei Bands auch im letzten Jahr schon zusammen in Bochum auf Tour, würde mich mal interessieren, ob die Reihenfolge die gleiche war.

Songs – soweit ich sie gefunden habe

Sex Symbol
No doubts
Kill me dearly
Waiting window Door (neu?)
Insight (großartig!!)
Natalies (mit Darrin)
Temptation
ready to ascend (?)
Golden Dreams

---
23:53 h
---
Love will tear us apart (Joy Division Cover).

Hat mir in Summe gut gefallen mit einem eindeutigen Highlight namens Psyche. Würde sie mir in der Kombi auch nochmal anschauen, würde mir aber eine veränderte Reihenfolge wünschen – oder doch eher direkt zu einem Psyche-Solo-Auftritt gehen.

Auch die Location fand ich ganz nett, gerne wieder.

Hier noch ein paar Bilder - hatte aber blöderweise meine Kamera vergessen ;-(.

(c) bat/10/2019


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